Ein RSA-Kryp­to­sys­tem ist eine asym­me­tri­sche Ver­schlüs­se­lung, die aufgrund ihrer einfachen Anwendung in vielen Bereichen der Da­ten­über­tra­gung im Internet genutzt wird. Sie besteht aus einem öf­fent­li­chen und einem privaten RSA-Schlüssel. Der öf­fent­li­che Schlüssel wird dabei zum Ver­schlüs­seln verwendet und sein privates Pendant zum Ent­schlüs­seln. Da es keinen Al­go­rith­mus gibt, der den privaten aus dem öf­fent­li­chen Schlüssel bestimmen kann, gilt das Verfahren als sicher. Neben der Ver­schlüs­se­lung eignet sich das RSA-Kryp­to­sys­tem auch zum Erzeugen digitaler Un­ter­schrif­ten.

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Was ist eine RSA-Ver­schlüs­se­lung?

Das wich­tigs­te Merkmal einer asym­me­tri­schen Ver­schlüs­se­lung ist, dass es nicht einen einzigen Schlüssel gibt, um zum Beispiel eine Datei wieder zu ent­schlüs­seln, sondern zwei. Bei der RSA-Ver­schlüs­se­lung sind dies ein öf­fent­li­cher Schlüssel, der völlig frei zu­gäng­lich ist, und ein privater Schlüssel, der möglichst nur einer einzigen Person bekannt sein sollte. Die ur­sprüng­li­che Ver­schlüs­se­lung erfolgt mit dem öf­fent­li­chen RSA-Schlüssel. Zum Ent­schlüs­seln wird dann al­ler­dings der private RSA-Schlüssel benötigt. Ist dieser nicht bekannt, kann die Ver­schlüs­se­lung mit an Si­cher­heit gren­zen­der Wahr­schein­lich­keit nicht mehr auf­ge­ho­ben werden.

Die Basis des RSA-Kryp­to­sys­tems ist dabei, die aus der Ma­the­ma­tik bekannte Fall­tür­funk­ti­on. Diese besagt, dass eine Funktion nur dann umgekehrt werden kann, wenn eine Zu­satz­in­for­ma­ti­on ein­ge­bracht wird. Hat man diese In­for­ma­ti­on nicht, gibt es zu viele Variablen, so dass eine Lösung in keinem rea­lis­ti­schen Zeit­rah­men errechnet werden kann. Im Falle des RSA-Kry­po­sys­tems enthält der private RSA-Schlüssel diese Zu­satz­in­for­ma­ti­on.

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Wie werden die RSA-Schlüssel verwendet?

Ein RSA-Kryp­to­sys­tem kann dazu an­ge­wen­det werden, Daten, einen Text oder sogar eine Bild-Datei über einen Al­go­rith­mus um­zu­rech­nen und so un­kennt­lich zu machen. Ohne den privaten RSA-Schlüssel bleibt die ent­spre­chen­de Datei un­le­ser­lich und kann weder mit dem bloßen Auge ent­zif­fert noch von einem Programm de­chif­friert werden. Die zu­grun­de­lie­gen­den Daten werden dabei zuerst in na­tür­li­che Zahlen um­ge­wan­delt und dann im Folgenden mit Hilfe des öf­fent­li­chen RSA-Schlüs­sels ver­schlüs­selt. Sowohl der öf­fent­li­che als auch der private RSA-Schlüssel bestehen dabei aus einem Zah­len­paar, wobei jeweils eine der beiden Zahlen identisch ist. Diese Zahl nennt man RSA-Modul.

Die beiden übrigen Zahlen werden als Ver­schlüs­se­lungs­expo­nent und Ent­schlüs­se­lungs­expo­nent be­zeich­net. Sie werden gebildet aus zufällig aus­ge­wähl­ten Prim­zah­len, die ungefähr die gleiche Grö­ßen­ord­nung haben, aber nicht zu nahe bei­ein­an­der liegen sollen. Dann werden die Zahlen durch mehrere ma­the­ma­ti­sche Formeln berechnet. Das Ver­schlüs­se­lungs­ver­fah­ren ist dabei öf­fent­lich zu­gäng­lich und kann somit leicht nach­voll­zo­gen werden. Um den nun ver­schlüs­sel­ten Text aber wieder lesbar zu machen, braucht es neben dem öf­fent­li­chen RSA-Schlüssel auch den privaten. Bisher existiert nämlich kein Al­go­rith­mus, der eine Zahl ver­läss­lich in seine Prim­fak­to­ren zerlegt.

Wofür nutzt man die RSA-Kryp­to­sys­te­me?

In vielen Bereichen des digitalen Alltags findet die RSA-Ver­schlüs­se­lung Ver­wen­dung. Zum Beispiel das Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­to­koll HTTPS (Hypertext Transfer Protocol Secure) bzw. SSL-Zer­ti­fi­ka­te sind in den meisten Fällen mit einer RSA-Ver­schlüs­se­lung gesichert. Auch zur Ver­schlüs­se­lung von E-Mails, Nach­rich­ten über einen Messenger, Bild-Daten oder einer Fest­plat­te eignet sich ein RSA-Kryp­to­sys­tem. Da die Ent­schlüs­se­lung selbst bei höchster Re­chen­leis­tung ohne den not­wen­di­gen RSA-Schlüssel zu viel Zeit ver­brau­chen würde, gilt das Verfahren als ver­gleichs­wei­se sicher.

In vielen Fällen wird das RSA-Kryp­to­sys­tem mit anderen Methoden zur Ver­schlüs­se­lung kom­bi­niert, um si­cher­zu­stel­len, dass Inhalte oder Daten nicht ohne Be­rech­ti­gung geöffnet oder gelesen werden können. Auch wenn Sie Ihre Website auf SSL umstellen, kommt in den meisten Fällen eine Kom­bi­na­ti­on ver­schie­de­ner Ver­schlüs­se­lun­gen zum Einsatz.

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Digitale Si­gna­tu­ren mit RSA-Ver­schlüs­se­lung

Neben der RSA-Ver­schlüs­se­lung, die zum Beispiel bei SSL- oder TLS-Pro­to­kol­len Ver­wen­dung findet, eignet sich die Technik auch für die Er­stel­lung einer digitalen Signatur. Um die Echtheit einer Nachricht oder Datei zu be­stä­ti­gen und zu­sätz­lich si­cher­zu­stel­len, dass die Datei nicht nach­träg­lich be­ar­bei­tet wurde, erstellt man dabei mit dem privaten RSA-Schlüssel die Signatur. Mit dem öf­fent­li­chen Schlüssel kann dann überprüft werden, ob die Signatur und die ent­spre­chen­de Datei noch über­ein­stim­men.

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