Die Backup-App ist eine interne Nextcloud-Anwendung, die Si­che­rungs­ko­pien erstellt, um Instanzen, Daten, Da­ten­ban­ken und An­wen­dun­gen zu­ver­läs­sig zu schützen. Sie lässt sich direkt über den in­te­grier­ten App-Store der Cloud-Software in­stal­lie­ren. Nachdem die App aktiviert wurde, lässt sich über die Web­ober­flä­che un­kom­pli­ziert ein Zeitplan für Nextcloud-Backups festlegen.

Warum ist ein Nextcloud-Backup sinnvoll?

In der digitalen Ära stellen Daten das Herzstück vieler Un­ter­neh­men dar. Nicht selten bilden die Da­ten­in­te­gri­tät und -ver­füg­bar­keit die Grundlage für den rei­bungs­lo­sen Ge­schäfts­be­trieb oder die er­folg­rei­che Umsetzung von Projekten. Umso wichtiger ist es, sich gegen Er­eig­nis­se wie Hard­ware­aus­fäl­le, Soft­ware­pro­ble­me oder mensch­li­che Fehler zu schützen, die zu einem Da­ten­ver­lust führen können. Das gilt nicht nur für die Cloud-Software Nextcloud, sondern auch für Nextcloud-Al­ter­na­ti­ven wie ownCloud.

Ohne re­gel­mä­ßi­ge Backups Ihrer Nextcloud-Instanz besteht die Gefahr, dass wichtige Dateien oder Ein­stel­lun­gen un­wie­der­bring­lich ver­lo­ren­ge­hen – etwa durch ver­se­hent­li­ches Löschen oder tech­ni­sche Defekte. Doch auch Cy­ber­an­grif­fe auf Cloud-Server stellen eine zu­neh­men­de Bedrohung dar. Vor allem Un­ter­neh­men, die mit sensiblen Kun­den­da­ten oder Fi­nanz­in­for­ma­tio­nen arbeiten, riskieren ohne Backups nicht nur Da­ten­ver­lus­te, sondern auch Image-Schäden und recht­li­che Kon­se­quen­zen. Eine Si­che­rungs­ko­pie bietet zudem die Mög­lich­keit, das System im Falle einer Fehl­kon­fi­gu­ra­ti­on wie­der­her­zu­stel­len. Auch im Vorfeld eines Nextcloud-Updates oder einer Nextcloud-Migration sollten Sie unbedingt ein Backup durch­füh­ren

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Wie in­stal­liert man die Nextcloud-Backup-App?

Die In­stal­la­ti­on von Nextcloud Backup gestaltet sich un­kom­pli­ziert und lässt sich direkt über die Web­ober­flä­che rea­li­sie­ren. Beachten Sie jedoch, dass Sie für die Backup-App min­des­tens Version 23 der Cloud-Software benötigen. Um die Anwendung zu ak­ti­vie­ren, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Anmeldung bei Nextcloud: Loggen Sie sich mit Ad­mi­nis­tra­ti­ons­rech­ten in Ihre Nextcloud-Instanz ein.
  2. Zum App-Store na­vi­gie­ren: Wie alle Nextcloud-Apps wird auch die Backup-App über den in­te­grier­ten App-Store in­stal­liert. Zu diesem gelangen Sie, indem Sie Ihr Profil-Icon anklicken und im Dropdown-Menü den Abschnitt „Apps“ auswählen.
  3. Nextcloud Backup suchen: Geben Sie den Namen der App in das Suchfeld ein, um die Anwendung einfach und schnell zu finden.
  4. Backup-App in­stal­lie­ren und ak­ti­vie­ren: Klicken Sie erst die App und dann die Schalt­flä­che „Her­un­ter­la­den und ak­ti­vie­ren“ an. Die App wird daraufhin au­to­ma­tisch in Ihre Instanz in­te­griert und ist sofort ein­satz­be­reit.
Bild: Backup-App im Nextcloud-Store
Im Store finden Sie die App für Nextcloud-Backups in der Kategorie „Werkzeuge“.
Hinweis

Es empfiehlt sich, auch die App Nextcloud External Storage zu ak­ti­vie­ren, um erstellte Si­che­run­gen auf externen Speichern ablegen zu können. Die App wird zwar stan­dard­mä­ßig mit Nextcloud aus­ge­lie­fert, erfordert jedoch eine manuelle Ak­ti­vie­rung.

Wie erstellt man ein Nextcloud-Backup?

Da die Backup-App in das Nextcloud-Ökosystem in­te­griert ist, lässt sich die Er­stel­lung von Si­che­run­gen direkt über die Web­ober­flä­che der Cloud-Software umsetzen. Wenn Sie ein Nextcloud-Backup erstellen möchten, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Nextcloud-Backup-App aufrufen: Klicken Sie auf Ihr Profil-Icon und na­vi­gie­ren Sie im Dropdown-Menü zum Eintrag „Ver­wal­tungs­ein­stel­lun­gen“. An­schlie­ßend tippen Sie in der linken Me­nü­leis­te den Abschnitt „Si­che­run­gen“ an.
  2. Hin­ter­grund­auf­ga­ben ak­ti­vie­ren: Setzen Sie ein Häkchen in der Rubrik „Hin­ter­grund­auf­ga­ben ak­ti­vie­ren“, um die au­to­ma­ti­sche Sicherung zu er­mög­li­chen.
  3. Si­che­rungs­pla­nung: Legen Sie unter „Si­che­rungs­pla­nung“ das Zeit­fens­ter für die Er­stel­lung des Backups fest. Wenn Sie bei der Option „Erlaube die Er­stel­lung voll­stän­di­ger Wie­der­her­stel­lungs­punk­te an Wo­chen­ta­gen“ ein Häkchen setzen, werden Daten auch unter der Woche voll­stän­dig ge­spei­chert. An­dern­falls erstellt die App immer ein in­kre­men­tel­les Backup, was den Vorteil hat, dass Nextcloud dafür nicht in den War­tungs­mo­dus versetzt werden muss. Darüber hinaus können Sie hier auch den Abstand zwischen Backups ein­stel­len.
Bild: Sicherungsplanung für Nextcloud-Backups
Legen Sie de­tail­liert fest, wann und in welchen Abständen die Backups Ihrer Nextcloud-Instanz angelegt werden sollen.
  1. Ei­gen­schaf­ten der Backups de­fi­nie­ren: Geben Sie im Abschnitt „Ver­pa­ckung läuft“ an, ob Backups kom­pri­miert werden sollen. Wenn Sie die Sicherung ver­schlüs­seln wollen, setzen Sie zudem ein Häkchen bei „Wie­der­her­stel­lungs­punk­te ver­schlüs­seln“.
  2. Spei­cher­dau­er für Backups ein­stel­len: Unter „Historie des Wie­der­her­stel­lungs­punk­tes“ lässt sich angeben, wie lange Nextcloud-Backups in den lokalen App-Daten und auf externen Speichern ver­blei­ben, bevor sie gelöscht werden.
  3. Si­che­rungs­ein­rich­tung ex­por­tie­ren: Speichern Sie die Kon­fi­gu­ra­ti­on als Datei ab, um die Ein­stel­lun­gen zu sichern. Mit dem da­zu­ge­hö­ri­gen Schlüssel – der sicher auf­be­wahrt werden sollte – er­mög­licht es die ex­por­tier­te Datei, das Backup im Falle eines voll­stän­di­gen Da­ten­ver­lusts auf neuer Hardware wie­der­her­zu­stel­len.
Bild: Nextcloud-Sicherungseinrichtung exportieren
Klicken Sie auf „Kon­fi­gu­ra­ti­on ex­por­tie­ren“, um die Nextcloud-Backup-Ein­stel­lun­gen extern zu speichern und den privaten Schlüssel zu ge­ne­rie­ren.
  1. Spei­cher­ort für Si­che­run­gen festlegen: Unter „Ort der Wie­der­her­stel­lungs­punk­te“ legen Sie fest, wo Backups ge­spei­chert werden. Es lässt sich sowohl ein lokaler als auch ein externer Speicher ein­stel­len. Um die Ver­füg­bar­keit der Si­che­run­gen zu ge­währ­leis­ten, empfiehlt es sich, als Spei­cher­ort ein externes Laufwerk oder einen anderen Server zu wählen.
  2. Nextcloud-Backup erstellen: Ab­schlie­ßend klicken Sie auf die Schalt­flä­che „Voll­stän­di­gen Wie­der­her­stel­lungs­punkt erstellen“, um das Backup anzulegen.
Bild: Backup für Nextcloud erstellen
Starten Sie die Nextcloud-Sicherung mit einem Klick auf „Voll­stän­di­gen Wie­der­her­stel­lungs­punkt erstellen“, erhalten Sie den Hinweis, dass der War­tungs­mo­dus aktiviert wird.
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Wie spielt man das Backup auf?

Die Wie­der­her­stel­lung erfolgt nicht über die Nextcloud-Backup-App, sondern über SSH und muss damit manuell aus­ge­führt werden. Versetzen Sie Nextcloud zuvor in den War­tungs­mo­dus. Die nach­fol­gen­de Anleitung zeigt ver­ein­facht, wie Sie ein Nextcloud-Backup wie­der­her­stel­len.

Zunächst lassen Sie sich alle ver­füg­ba­ren Backups anzeigen:

sudo -u www-data php occ backup:point:list
bash

Im nächsten Schritt laden Sie das ge­wünsch­te Nextcloud-Backup herunter:

sudo -u www-data php occ backup:point:download <Backup-ID> --external <Nummer des externen Speichers>
bash

Danach ex­tra­hie­ren Sie die Dateien aus dem Backup:

sudo -u www-data php occ backup:point:unpack <Backup-ID> --external <Nummer des externen Speichers>
bash

Im letzten Schritt stellen Sie Ihre Daten aus den ex­tra­hier­ten Dateien wieder her:

sudo -u www-data php occ backup:point:restore <Backup-ID> --external <Nummer des externen Speichers>
bash
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