Der Befehl Git Pull lädt die Inhalte eines Remote Re­po­si­to­rys herunter und führt dann au­to­ma­tisch einen Merge durch. Durch ver­schie­de­ne Argumente können Sie den Command spe­zi­fi­zie­ren.

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Was ist Git Pull?

Git erlaubt Ihnen und Ihren Team­mit­glie­dern die gleich­zei­ti­ge Arbeit an einem Projekt. Möglich ist dies durch un­ter­schied­li­che Re­po­si­to­ries, an denen Ent­wick­le­rin­nen und Ent­wick­ler autark arbeiten können, bevor dann nützliche und wichtige Än­de­run­gen wieder in das Ge­samt­pro­jekt in­te­griert werden. Damit dieses Prinzip al­ler­dings zu optimalen Er­geb­nis­sen führen kann, ist es wichtig, dass die Basis in jedem lokalen Re­po­si­to­ry identisch ist. Nur wenn der Aus­gangs­punkt über­ein­stimmt, können auch even­tu­el­le Än­de­run­gen in­te­griert werden. Ein wichtiges Tool für die Arbeit mit dem Ver­si­ons­kon­troll­sys­tem ist daher der Git-Command Git Pull.

Mit Git Pull laden Sie Inhalte aus einem Remote Re­po­si­to­ry herunter und ak­tua­li­sie­ren im Anschluss Ihr lokales Re­po­si­to­ry. So stellen Sie sicher, dass Sie vom aktuellen Stand ausgehend arbeiten können. Nach der Arbeit an Ihrem lokalen Re­po­si­to­ry können Sie die Än­de­run­gen und Neue­run­gen dann über den Befehl Git Push in das Remote Re­po­si­to­ry hochladen. Die Arbeit mit Git Pull und Push ist gerade dann besonders wichtig, wenn mehrere Nut­ze­rin­nen und Nutzer gleich­zei­tig an einem Projekt arbeiten und zu jeder Zeit der neueste Stand benötigt wird. Git Pull fungiert dabei als eine Art Update.

Tipp

Neben Git gibt es noch andere Ver­si­ons­ver­wal­tungs­pro­gram­me. Lesen Sie auch unseren Vergleich von Git und SVN.

Syntax und Funk­ti­ons­wei­se von Git Pull

Die ge­wöhn­li­che Syntax von Git Pull finden Sie auch auf unserem prak­ti­schen Git Cheat Sheet mit PDF-Download. Sie enthält lediglich den ei­gent­li­chen Befehl und dann eine In­for­ma­ti­on, welches Remote Re­po­si­to­ry über­nom­men werden soll. Das sieht so aus:

git pull <remote repository=""></remote>

Die Funk­ti­ons­wei­se von Git Pull lässt sich am besten mit zwei anderen Git-Befehlen erklären, die hier im Prinzip hin­ter­ein­an­der aus­ge­führt werden. Zuerst wird wie bei Git Fetch ein Remote Re­po­si­to­ry angegeben und dessen aktueller Stand inklusive aller Inhalte her­un­ter­ge­la­den. Dann wird ein Git Merge durch­ge­führt, bei dem die Remote-Kopie und die lokale Kopie zu­sam­men­ge­führt werden. Während Sie nor­ma­ler­wei­se die beiden Befehle „git fetch <remote re­po­si­to­ry>“ und „git merge origin/ <aktueller-Branch>“ hin­ter­ein­an­der ausführen müssten, verbindet Git Pull diese und spart Ihnen dadurch einen Ar­beits­schritt.

Varianten des Commands

Neben der oben be­schrie­be­nen Standard-Version von Git Pull gibt es ein paar Varianten des nütz­li­chen Befehls. Diese stellen wir Ihnen hier vor.

Git Pull ohne Merge

Sie können den klas­si­schen Git Pull so erweitern, dass zwar ebenfalls die Inhalte des Remote Re­po­si­to­rys her­un­ter­ge­la­den werden, Git al­ler­dings keinen neuen Merge-Commit erstellt. Der Befehl sieht dann aus wie folgt:

git pull --no-commit <remote repository=""></remote>

Git Pull mit Rebase

Bei dieser Variante werden durch Git Pull zwar ebenfalls sämtliche Inhalte eines Remote Re­po­si­to­rys her­un­ter­ge­la­den, statt eines Merges wird die In­te­gra­ti­on al­ler­dings mit Git Rebase vor­ge­nom­men. So lautet der Befehl aus­ge­schrie­ben:

git pull --rebase <remote repository=""></remote>

Git Pull mit Verbose

Mit diesem Zusatz wird der Git Pull zwar normal durch­ge­führt, Sie erhalten zu den neuen Dateien al­ler­dings eine genaue Auf­lis­tung. So wissen Sie, mit welchen Inhalten Sie wei­ter­ar­bei­ten können.

git pull --verbose

Un­ter­schie­de zwischen Git Pull und Fetch

Gerade am Anfang können die beiden Befehle Git Pull und Git Fetch ver­wech­selt werden. Immerhin ist die grund­sätz­li­che Funk­ti­ons­wei­se ähnlich, da beide Befehle Inhalte von einem Remote Re­po­si­to­ry her­un­ter­la­den. Git Fetch ver­zich­tet al­ler­dings darauf, das lokale Re­po­si­to­ry zu verändern. Dieser Command stellt somit die be­nö­tig­ten Dateien zur Verfügung, behält den aktuellen Zustand al­ler­dings bei. Git Pull passt das lokale Re­po­si­to­ry hingegen sofort an. Das spart zwar unter Umständen Zeit, kann aber auch zu Kon­flik­ten führen.

Beispiel für Git Pull

Im folgenden Beispiel zeigen wir Ihnen, wie Git Pull in der Praxis funk­tio­niert. Weil der Befehl gleich zwei Schritte hin­ter­ein­an­der ausführt, wird der Code kürzer und Sie benötigen insgesamt nur wenige Zeilen. In unserem Beispiel nutzen wir den Befehl Git Checkout, um zu unserem lokalen Re­po­si­to­ry zu wechseln. Im zweiten Schritt führen wir dann Git Pull aus. Der Befehl bewirkt, dass die Inhalte unseres Remote Re­po­si­to­rys her­un­ter­ge­la­den werden und Git direkt im Anschluss Git Merge durch­führt. Unser lokales Re­po­si­to­ry ist damit sofort auf dem neuesten Stand. So sieht das in der Praxis aus:

git checkout <lokales-repository></lokales-repository>
git pull <remote-repository></remote-repository>

Rebase statt Merge

Um eine möglichst lineare History zu ge­währ­leis­ten, be­vor­zu­gen viele Ent­wick­le­rin­nen und Ent­wick­ler Git Rebase und ver­zich­ten auf Git Merge. In diesem Fall werden die eigenen Än­de­run­gen vor die Än­de­run­gen anderer Team­mit­glie­der gesetzt. Da Git Pull ei­gent­lich auch einen Merge durch­führt, muss der Befehl um den oben erwähnten Zusatz „--rebase“ erweitert werden. In der Praxis sieht das aus wie folgt:

git checkout master
git pull --rebase origin
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