Der Bü­ro­all­tag stellt alle Be­tei­lig­ten vor diverse Her­aus­for­de­run­gen. Ob die Or­ga­ni­sa­ti­on und Be­wäl­ti­gung aller of­fen­ste­hen­den Aufgaben, die Planung und Ein­hal­tung von Terminen und Deadlines oder die Ge­stal­tung interner und externer Kom­mu­ni­ka­ti­on: Ohne die passenden Hilfs­mit­tel stehen Sie schnell auf ver­lo­re­nem Posten, weshalb Bü­ro­soft­ware für PC, Smart­phone und Co. aus dem modernen Office-Leben nicht mehr weg­zu­den­ken ist. Dabei ist das Angebot heut­zu­ta­ge al­ler­dings so viel­fäl­tig, dass es schwer­fällt, die ge­eig­ne­ten Office-Programme für die eigenen An­for­de­run­gen zu finden. Wir zeigen Ihnen die wich­tigs­ten Ka­te­go­rien ver­füg­ba­rer Office-Software und stellen Ihnen jeweils einige eta­blier­te Lösungen im Kurz­por­trät vor.

Office-Suites: Die All­roun­der-Bü­ro­soft­ware für jedermann

Nicht selten stehen Un­ter­neh­men bei der Suche nach der passenden Software vor dem Problem, dass ei­gent­lich gar nicht so klar ist, welche Office-Programme ei­gent­lich für den rei­bungs­lo­sen Ge­schäfts­ab­lauf benötigt werden. Speziell für diesen Zweck bieten so­ge­nann­te Office-Suites (auch: Office-Pakete) eine Kol­lek­ti­on ele­men­ta­rer An­wen­dun­gen, die den Bü­ro­all­tag bran­chen­über­grei­fend ver­ein­fa­chen. Für ge­wöhn­lich enthalten solche Suites bei­spiels­wei­se Text­ver­ar­bei­tungs­pro­gram­me, Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen, Prä­sen­ta­ti­ons­tools, Datenbank-Ma­nage­ment-Systeme und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tools. Klassiker und un­an­ge­foch­te­ner Markt­füh­rer ist dabei die bereits seit 1989 von Microsoft ver­öf­fent­lich­te Suite Microsoft Office, für die es mitt­ler­wei­le aber auch erst­klas­si­ge kos­ten­pflich­ti­ge und kos­ten­lo­se Al­ter­na­ti­ven gibt.

Microsoft Office

Die pro­prie­tä­re Bü­ro­soft­ware-Suite Microsoft Office ist nicht nur unter vielen Windows-Nutzern die erste Wahl: Dank Versionen für macOS, iOS und Android sowie einer ab­ge­speck­ten Web­va­ri­an­te für alle gängigen Browser ist die Sammlung auch fernab des haus­ei­ge­nen Be­triebs­sys­tems gefragt. Mit Office-Pro­gram­men wie Word (Text­ver­ar­bei­tung), Excel (Ta­bel­len­kal­ku­la­ti­on), Power­Point (Prä­sen­ta­tio­nen) oder Outlook (Personal In­for­ma­ti­on Manager) hat Microsoft Maßstäbe gesetzt, wobei die einzelnen Tools sich sowohl durch die einfache Be­nut­zer­füh­rung als auch durch ihre besonders große Funk­ti­ons­pa­let­te aus­zeich­nen. Die Nutzung der aktuellen Edition, die unter der Be­zeich­nung „Microsoft 365“ ver­trie­ben wird, erfordert den Abschluss eines mo­nat­li­chen Abon­ne­ments (ab 7 Euro pro Monat) bzw. den ein­ma­li­gen Kauf einer Lizenz (nur verfügbar beim Paket „Office Home & Student“).

Microsoft 365 Business
Ver­netz­tes Arbeiten mit Microsoft 365
  • Bewährt: Voll­stän­di­ges Office-Paket
  • Sicher: 1 TB zentraler Spei­cher­platz
  • Orts­un­ab­hän­gig: Auf bis zu 5 Geräten in­stal­lier­bar

Libre­Of­fice

Dass eine Office-Suite nicht zwangs­läu­fig etwas kosten muss, zeigt das Open-Source-Paket Libre­Of­fice. Die Ab­spal­tung der ebenfalls frei li­zen­zier­ten, be­kann­te­ren Suite Open­Of­fice wird seit 2010 un­ab­hän­gig wei­ter­ent­wi­ckelt, wobei das Team sogar ver­schie­de­ne Versionen für Windows, macOS und Linux zur Verfügung stellt. Obwohl die in Libre­Of­fice ent­hal­te­ne Bü­ro­soft­ware kostenlos nutzbar ist, steht diese der Microsoft-Lösung in nichts nach: Die Office-Programme wie der Text­edi­tor Writer oder das Zei­chen­pro­gramm Draw ähneln den pro­prie­tä­ren An­wen­dun­gen nicht nur hin­sicht­lich ihrer Bedienung, sondern auch ihrer Funk­tio­na­li­tät. Da die Libre­Of­fice-Programme zudem viele Microsoft-Formate wie .docx oder .xlsx un­ter­stüt­zen, ist auch die Zu­sam­men­ar­beit mit Nutzern der Microsoft-Suite pro­blem­los möglich.

Google Workspace

Seit 2016 bietet auch der Such­ma­schi­nen­rie­se Google ein Office-Paket an: Die so­ge­nann­te Google Workspace hebt sich dabei von den zuvor genannten Lösungen insofern ab, dass sie aus­schließ­lich cloud­ba­siert ist. Die ver­schie­de­nen Tools zum ge­mein­sa­men Be­ar­bei­ten von Do­ku­men­ten und Planen von Aufgaben und Terminen werden also nicht auf dem PC bzw. auf dem Mo­bil­ge­rät in­stal­liert, sondern lassen sich einfach ohne In­stal­la­ti­on mit dem Browser der Wahl starten und nutzen. Eine aktive In­ter­net­ver­bin­dung benötigen Sie al­ler­dings nur, um Daten oder den aktuellen Ar­beits­stand zu syn­chro­ni­sie­ren, denn der Großteil der in Google Workspace ent­hal­te­nen Office-Programme verfügt auch über einen Off­line­mo­dus. Wie bei Microsoft Office ist der Abschluss eines mo­nat­li­chen Abon­ne­ments (ab 5,20 Euro pro Nutzer) er­for­der­lich, um Google Workspace nutzen zu können.

E-Mail-Programme: Das Herzstück der Büro-Kom­mu­ni­ka­ti­on

Auch ein halbes Jahr­hun­dert nach ihrer Erfindung ist die E-Mail nicht als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­form aus den Büros weg­zu­den­ken. Schät­zungs­wei­se 196 Mil­li­ar­den Mails werden weltweit am Tag versendet, wobei es sich bei etwa der Hälfte um be­ruf­li­che Nach­rich­ten handelt. Ein E-Mail-Programm, mit dem Sie Mails empfangen, schicken und ar­chi­vie­ren können, darf daher auf keinem Ar­beits­ge­rät fehlen – ins­be­son­de­re, da diese Clients in den meisten Fällen auch als Personal In­for­ma­ti­on Manager (PIM) fungieren, indem sie das Verwalten von Terminen, Kontakten, Aufgaben und Notizen er­mög­li­chen.

Microsoft Outlook

Outlook ist der of­fi­zi­el­le E-Mail-Client von Microsoft Office und daher für viele Nutzer die Stan­dard­wahl, wenn es um den Versand elek­tro­ni­scher Nach­rich­ten geht. Das Office-Programm kann nach dem Kauf bzw. nach dem Abschluss des MS-Office-Abon­ne­ments wahlweise auf dem System der Wahl in­stal­liert oder – ohne In­stal­la­ti­on – mit jedem gängigen Browser genutzt werden. Auch Apps für iOS- und Android-Nutzer stehen zur Verfügung. Sie können Ihre E-Mail-Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Microsoft Outlook also nicht nur jederzeit, sondern auch von überall aus erledigen. Zu­sätz­lich zum Nach­rich­ten-Center hat der Client einen Kalender in­te­griert, über den sich bei­spiels­wei­se Ter­min­plä­ne erstellen und ko­or­di­nie­ren oder Kon­fe­renz­räu­me buchen lassen.

Thun­der­bird

Wenn Sie nach kos­ten­lo­ser Bü­ro­soft­ware suchen, werden Sie auch in der Sparte der E-Mail-Clients fündig: Das von der Mozilla Foun­da­ti­on ent­wi­ckel­te Open-Source-Programm Thun­der­bird zählt zu den besten Outlook-Al­ter­na­ti­ven und ist darüber hinaus gänzlich kos­ten­frei. Der Client ist stan­dard­mä­ßig auf das E-Mail-Geschehen be­schränkt, lässt sich aber mithilfe von Add-ons um diverse Funk­tio­nen erweitern. So fügen Sie bei­spiels­wei­se mit dem Add-on Lightning einen Kalender hinzu, um an­ste­hen­de Aufgaben und Termine direkt in Thun­der­bird managen zu können. Ebenfalls beliebt und sehr nützlich: Die Er­wei­te­rung Re­min­der­Fox, mit der sich Listen von Er­in­ne­run­gen und Aufgaben anzeigen und verwalten lassen.

Windows Mail

Ein ebenfalls kos­ten­lo­ses Office-Programm für das E-Mail-Ma­nage­ment bietet außerdem das Be­triebs­sys­tem Windows. Die mit dem einfachen Namen „Mail“ betitelte Anwendung trat erstmals mit der Edition Windows Vista in Er­schei­nung und ist auch in der aktuellen Version Windows 10 verfügbar. Das Tool ist stan­dard­mä­ßig mit einem Post­ein­gang, einem Kalender und einer Kon­takt­ver­wal­tung aus­ge­stat­tet. Darüber hinaus können Sie den Client über den Microsoft Store um den Auf­ga­ben­pla­ner „Microsoft To-Do“ erweitern. Ver­knüp­fen Sie Mail mit einem Microsoft-Exchange-Konto, erhalten Sie außerdem Zugriff auf Si­cher­heits­funk­tio­nen wie die Mög­lich­keit, Ihre Nach­rich­ten zu ver­schlüs­seln.

Kalender-Software: Office-Programme für all Ihre Termine

Termine und Deadlines ein­zu­hal­ten, zählt zu den wich­tigs­ten Tugenden im Bü­ro­all­tag. Die Be­zie­hun­gen mit Ge­schäfts­part­nern leiden nämlich schnell, wenn Sie in diesem Punkt nicht die not­wen­di­ge Pro­fes­sio­na­li­tät an den Tag legen. Und auch innerhalb des eigenen Un­ter­neh­mens spielt das Einhalten zeit­li­cher Vorgaben eine ele­men­ta­re Rolle, um die ge­steck­ten Ziele erreichen zu können. Zögern Sie daher nicht, zu Kalender-Software bzw. Ter­min­pla­nern zu greifen, um Ihren Ta­ges­ab­lauf optimal zu planen und keinen Ihrer Termine zu verpassen. Derartige Spe­zi­al­pro­gram­me bieten nämlich noch einmal einen deutlich größeren Funk­ti­ons­rah­men als bei­spiels­wei­se die in­te­grier­ten Ka­len­der­lö­sun­gen von E-Mail-Clients.

Rain­len­dar

Mit der Kalender-Ap­pli­ka­ti­on Rain­len­dar behalten Sie alle wichtigen Events und Aufgaben im Blick. Zu diesem Zweck prä­sen­tiert das Tool ent­spre­chen­de Listen direkt auf Ihrem Desktop, sodass Sie diese jederzeit einsehen können. Der grafische Stil dieser Listen, deren Anzahl prin­zi­pi­ell un­be­grenzt ist, lässt sich mithilfe ver­schie­de­ner Skins in­di­vi­du­ell gestalten. Rain­len­dar ist verfügbar für Windows, macOS und Linux und speichert sämtliche Daten im stan­dar­di­sier­ten iCalendar-Format (RFC 2445). Es ist also pro­blem­los möglich, Ihre Termine und Aufgaben in ein anderes Programm zu ex­por­tie­ren. Das Office-Programm zur Ter­min­pla­nung ist wahlweise als kos­ten­freie Lite-Version oder als kos­ten­pflich­ti­ge Pro-Version (9,95 Euro) verfügbar. Letztere gibt Ihnen u. a. die Mög­lich­keit, andere Kalender wie den Google-Kalender ein­zu­bin­den.

One­Ca­len­dar

Es lässt sich häufig nicht vermeiden, auf die Kalender mehrerer Tools zu­rück­grei­fen zu müssen – ein Umstand, der nicht gerade im Sinne der Über­sicht­lich­keit ist. Die einfache und prak­ti­sche Lösung für dieses Problem liefert die von Code Spark ent­wi­ckel­te Office-Software One­Ca­len­dar: Die App für Windows, Android und iOS er­mög­licht den Import von Kalendern ver­schie­dens­ter Dienste. Es handelt sich dabei u. a. um folgende:

  • Outlook
  • Google-Kalender
  • Exchange
  • Facebook
  • iCloud
  • WebCal
  • CalDAV

One­Ca­len­dar ist grund­sätz­lich kos­ten­frei. Für ca. 5 Euro können Sie das Office-Programm al­ler­dings jederzeit auf One­Ca­len­dar Premium upgraden und dadurch weitere Features wie eine sofortige Syn­chro­ni­sie­rung oder eine Per­so­na­li­sie­rungs­funk­ti­on frei­schal­ten.

Es­sen­ti­al­PIM

Weit mehr als ein einfacher Kalender ist das von Astonsoft Ltd. ent­wi­ckel­te Office-Programme Es­sen­ti­al­PIM. Die Software für Windows, iOS und Android glänzt durch diverse weitere Features zur Or­ga­ni­sa­ti­on des Ar­beits­all­tags, weshalb sie sich auch – wie bereits im Namen er­sicht­lich – als Personal In­for­ma­ti­on Manager (PIM) einstufen lässt. Sie können nämlich auch Aufgaben eintragen und Notizen erstellen, Kontakte verwalten und sogar E-Mail-Konten einbinden. Außerdem ist ein Passwort-Manager in der Bü­ro­soft­ware in­te­griert. Grund­sätz­lich kos­ten­frei lässt sich Es­sen­ti­al­PIM jederzeit auf die kos­ten­pflich­ti­ge Pro-Edition (ab ca. 36 Euro) upgraden, um Zugriff auf ein riesiges Syn­chro­ni­sie­rungs­pa­ket (u. a. Google, iCloud, Outlook, CalDAV und CardDAV), starke Ver­schlüs­se­lungs­me­tho­den oder eine No­tiz­zet­tel-Funktion für den Desktop zu erhalten.

To-do-Listen: Der ef­fi­zi­en­te Weg, Aufgaben zu planen

Ein un­ver­zicht­ba­res Utensil für den Bü­ro­all­tag, das auch bestens aus dem privaten Alltag bekannt sein dürfte, ist die To-do-Liste. Eine solche Auf­lis­tung aller zu er­le­di­gen­den Aufgaben er­leich­tert die Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on bzw. die Arbeit im Team erheblich und bildet darüber hinaus die ent­schei­den­de Grundlage für ein er­folg­rei­ches Zeit­ma­nage­ment. Die einzelnen Punkte der Liste lassen sich dabei gezielt be­stimm­ten Personen zuweisen und abhaken, sobald sie erledigt sind – fallen neue Aufgaben an, fügen Sie diese einfach hinzu. Anstatt Ihre To-do-Liste auf einem Blatt Papier oder auf einem Flipchart zu führen, können Sie dies dank ent­spre­chen­der Office-Software auch auf Ihrem PC bzw. Mo­bil­ge­rät erledigen.

Evernote

Eines der be­kann­tes­ten Office-Programme für das Auf­ga­ben­ma­nage­ment ist der 2008 er­schie­ne­ne Webdienst Evernote. Wahlweise können Sie mit dem Browser oder der je­wei­li­gen App für Ihr Gerät (Windows, macOS, iOS, Android) Notizen in die Anwendung eintippen oder hand­schrift­li­che Notizen ein­scan­nen, To-do-Listen erstellen oder Fotos, Bilder, Auf­zeich­nun­gen etc. hin­zu­fü­gen, um Ihre Gedanken zu ordnen und den Austausch im Team so einfach wie möglich zu gestalten. Letzteres ist al­ler­dings nur Nutzern der kos­ten­pflich­ti­gen Variante Evernote Business (ca. 14 Euro pro Nutzer pro Monat) vor­be­hal­ten, die u. a. das mo­nat­li­che Upload-Limit auf 20 GB erhöht und den Off­line­zu­griff mit den mobilen Apps erlaubt. In der kos­ten­frei­en Basic-Edition ist dies nur mit der Desktop-Ap­pli­ka­ti­on möglich.

ToDoList

Ein Urgestein unter den To-do-Listen-Tools ist das Office-Programm ToDoList. Die kos­ten­lo­se Software für Windows erfordert keinerlei In­stal­la­ti­on – Sie laden einfach die aus­führ­ba­re Pro­gramm­da­tei herunter und starten den Auf­ga­ben­pla­ner per Dop­pel­klick. ToDoList prä­sen­tiert Ihnen an­ste­hen­de Aufgaben in einer über­sicht­li­chen Baum­struk­tur, wobei Sie für jeden Task beliebig viele Un­ter­auf­ga­ben erstellen und Kom­men­ta­re setzen können, die sich zur besseren Über­sicht­lich­keit ein- bzw. aus­klap­pen lassen. Zudem können Sie für jede Aufgabe u. a. folgende Ein­stel­lun­gen festlegen:

  • Priorität
  • Zeit­auf­wand
  • Deadline
  • Status
  • Ver­ant­wort­li­che Person
  • Kategorie

Zudem können Sie in ToDoList Links zu Res­sour­cen hin­ter­le­gen, die für eine Aufgabe bzw. einen Auf­ga­ben­zweig benötigt werden. Hierfür geben Sie einfach die Netzwerk- bzw. In­ter­net­adres­se an.

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