Um in WordPress die Schrift­art zu ändern, bieten sich mehrere Wege an. Zum einen ist es möglich, Text­blö­cke oder einzelne Ab­schnit­te im Editor zu for­ma­tie­ren. Das geht einfach, führt auf Dauer jedoch bald zu einem in­kon­sis­ten­ten Er­schei­nungs­bild.

Besser ist es, Schrift­ar­ten für die gesamte Site im Theme zu de­fi­nie­ren. So wird ein ein­heit­li­ches und an­spre­chen­des Design gewahrt. Al­ler­dings benötigt man zum Vornehmen der Än­de­run­gen Ad­min­rech­te und Fach­wis­sen. Wir zeigen, wie man am besten vorgeht, um in WordPress die Schrift­art zu ändern.

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Die Schrift­art ändern – wie geht das in WordPress?

Be­trach­ten wir den ein­fachs­ten Fall, für eine be­stehen­de WordPress-Website die Schrift­art zu ändern. Nor­ma­ler­wei­se legt das Theme eine Schrift­art für den gesamten Text fest. Nehmen wir an, es handelt sich um eine ge­ne­ri­sche Sans-Serif-Angabe. Nun möchten wir die Über­schrif­ten auf eine Serif-Schrift­art ändern. In WordPress bedingt das zwei Schritte:

  1. Schrift­art für HTML-Elemente in CSS de­fi­nie­ren
  2. CSS-Code in WordPress einbinden

Um die Schrift­art für ein HTML-Element fest­zu­le­gen, nutzen wir die CSS-Ei­gen­schaft ‚font-family‘. Die verwandte ‚@font-face‘ dient zum De­fi­nie­ren eigener Schrift­ar­ten.

CSS-Angabe Erklärung Beispiel
font-family Schrift­art festlegen body {font-family: 'my-custom-font', sans-serif;}
@font-face Eigene Schrift­art de­fi­nie­ren @font-face {font-family: 'my-custom-font'; src: local('my-custom-font.woff2';}
Hinweis

Über die breite Masse der für die Dar­stel­lung von Web­in­hal­ten zum Einsatz kommenden Endgeräte hinweg gibt es eine kleine Menge prak­ti­scher Websafe Fonts. Diese funk­tio­nie­ren fast überall; jedoch gibt es leichte Un­ter­schie­de im Aussehen. Um diese aus­zu­bü­geln, bedient man sich so­ge­nann­ter CSS Font-Stacks. Dabei handelt es sich um Grup­pie­run­gen ähnlich wirkender Schrift­ar­ten, aus denen der Browser die erste vor­han­de­ne auswählt.

Wie wird eine Schrift­art für ein HTML-Element in CSS fest­ge­legt?

Schauen wir uns zunächst an, wie sich die Schrift­art für ein HTML-Element in CSS festlegen lässt. Für unser Beispiel möchten wir für die Über­schrif­ten H1 bis H6 eine Serif-Schrift­art verwenden. Wir nutzen den folgenden Code:

h1, h2, h3, h4, h5, h6 {
    font-family: serif;
}

Wie wird zu­sätz­li­ches CSS in WordPress ein­ge­bun­den?

Es gibt ver­schie­de­ne Methoden, zu­sätz­li­ches CSS in WordPress zu in­te­grie­ren. Welche genau zum Einsatz kommt, hängt davon ab, wie das Theme gebaut ist. Kom­mer­zi­el­le Themes und Page Builder bieten oft eine eigene Ein­stel­lung, um zu­sätz­li­ches CSS ein­zu­bin­den. Wir zeigen zwei gängige Methoden, die mit den meisten stan­dard­kon­for­men Themes funk­tio­nie­ren:

  1. Den WordPress-Cus­to­mi­zer nutzen, um zu­sätz­li­ches CSS ein­zu­bin­den; hier anhand von Screen­shots ver­an­schau­licht
     
  2. Zu­sätz­li­ches CSS über die functions.php-Datei einbinden, idea­ler­wei­se in einem Child Theme; das spe­zi­fi­sche Vorgehen ist in unserem Tutorial „WordPress-Header be­ar­bei­ten“ be­schrie­ben.

Wie lässt sich in WordPress eine weitere Schrift­art hin­zu­fü­gen?

Zum Hin­zu­fü­gen einer Schrift­art auf einer Website ein Webfont benötigt. Dieser lässt sich direkt von Google Fonts oder einer ähnlichen Plattform beziehen. Dazu genügt es, einen zu­sätz­li­chen, von Google ge­hos­te­ten Style­sheet in WordPress ein­zu­bin­den. Jedoch gibt es dabei u. U. Da­ten­schutz­be­den­ken. Je nachdem, mit welcher Methode der Webfont ein­ge­bun­den wird, kann die Per­for­mance der Site be­ein­träch­tigt werden. Es ist daher meist vor­zu­zie­hen, Webfonts als Teil des Theme-Ordners auf dem WordPress-Server zu hosten.

Hinweis

Webfonts werden in eine Website ein­ge­bun­den, was außer den Font-Dateien ein spe­zi­el­les Style­sheet erfordert. Platt­for­men wie Google Fonts bieten Style­sheets und Font-Dateien zum Download sowie zum Einbinden in Websites an. Das ist praktisch, die optimale Nutzung erfordert jedoch Hin­ter­grund­wis­sen und ein spe­zi­fi­sches Vorgehen. Denn jeder zu­sätz­li­che Font wird vom Browser her­un­ter­ge­la­den und „kostet“ dem­entspre­chend.

Wie lässt sich ein Webfont als Teil von WordPress selber hosten?

Webfonts selbst zu hosten ist leichter gesagt als getan. Am besten bedient man sich eines spe­zia­li­sier­ten Tools, das aus hoch­ge­la­de­nen Font-Dateien alle ge­bräuch­li­chen Webfont-Formate samt dem be­nö­tig­ten CSS-Code erzeugt. Über die Jahre hat sich Font Squirrel als Standard etabliert. Al­ter­na­tiv setzt man ein Plugin wie Use Any Font ein, um in WordPress eine weitere Schrift­art hin­zu­zu­fü­gen.

Font Squirrel

Use Any Font

Was hat es mit Icon Fonts auf sich?

Neben Webfonts für die Dar­stel­lung von Text gibt es die beliebten Icon Fonts. Denn die Glyphen eines Fonts müssen keine Buch­sta­ben abbilden. Bei den ent­hal­te­nen Vektoren handelt es sich lediglich um ma­the­ma­tisch de­fi­nier­te Formen. So lassen sich auch Icons dar­stel­len die z. B. gerne für Social Media genutzt werden.

Hinweis

Achtung: Icon Fonts sind nicht zu ver­wech­seln mit dem alt­her­ge­brach­ten Favicon einer Website.

Wie lässt sich ein Webfont von Google Fonts in WordPress nutzen?

In den meisten Fällen ist es vor­zu­zie­hen, Webfonts selbst zu hosten. Dennoch gibt es Ausnahmen. Viel­leicht geht es nur darum, eine neue Schrift­art auf einer Staging-Site aus­zu­pro­bie­ren. Oder die fragliche Site ist ein kleiner Blog, bei dem die Per­for­mance nicht so wichtig ist. Wir zeigen das benötigte Vorgehen daher hier der Voll­stän­dig­keit halber.

Um eine Schrift­art von Google Fonts in WordPress hin­zu­zu­fü­gen, folgen Sie diesen Schritten:

  1. Ge­wünsch­te Schrift­art bei Google Fonts aussuchen: Bedienen Sie sich der Such- und Fil­ter­funk­ti­on oder gehen Sie nach dem eigenen Auge.
  2. Einzelne Style-Varianten auswählen: Bedenken Sie, dass jede zu­sätz­li­che Style-Variante den Download einer weiteren Font-Datei ver­ur­sacht.
  3. Style­sheet-Code im WordPress-Header plat­zie­ren.
  4. Schrift­art per CSS festlegen – entweder für die gesamte Site oder für einzelne Elemente.
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Mit welchen Methoden lässt sich ein Webfont in WordPress einbinden?

Zu­sam­men­fas­send zeigen wir gängige Methoden, mit deren Hilfe sich in WordPress eine Schrift­art hin­zu­fü­gen lässt. Diese haben allesamt eigene Vor- und Nachteile:

Webfont einbinden Vorteil Nachteil
CSS @import-Anweisung nutzen Einfach, von Google Fonts un­ter­stützt; erfordert lediglich Zugriff auf Style­sheet. Schlecht für Site-Per­for­mance; ver­hin­dert ggf. par­al­le­les Laden von Style­sheets.
CSS via <link rel="style­sheet">einbinden Einfach, von Google Fonts un­ter­stützt; erfordert lediglich Zugriff auf WordPress-Header; ggf. Vorteil für Site-Per­for­mance, wenn externes Style­sheet aus Cache abgerufen wird. Erfordert Zugriff auf Theme bzw. WordPress-Header; ggf. schlecht für Site-Per­for­mance, da Style­sheet als eigene Ressource geladen wird.
Webfont-Plugin einsetzen Einfach; Bedienung aus dem WordPress-Dashboard; funk­tio­niert mit Fonts, die nicht öf­fent­lich gehostet sind. Erfordert In­stal­la­ti­on eines weiteren Plugins; weniger Kontrolle im Vergleich zu hän­di­scher Methode und Webfont-Generator.
CSS via wp_enqueue_style() einbinden Bessere Site-Per­for­mance, da Style­sheets minimiert und kon­ka­te­niert werden. Erfordert Zugriff auf Theme bzw. functions.php.
CSS @font-face-Regel de­fi­nie­ren Großes Maß an Kontrolle, inklusive FOUT-Fix. Erfordert spezielle Kennt­nis­se.
Webfont mit Generator erzeugen und in Theme in­te­grie­ren Funk­tio­niert mit Fonts, die nicht öf­fent­lich gehostet sind; größtes Maß an Kontrolle der erzeugten Font-Dateien und @font-face-Regeln. Erzeugte Dateien müssen in Theme in­te­griert und ggf. angepasst werden; erfordert spezielle Kennt­nis­se.

Wie lässt sich in WordPress die Schrift­art anpassen?

Bisher haben wir be­spro­chen, wie sich in WordPress die Schrift­art ändern lässt. Schauen wir uns nun an, mit welchen Methoden wir in WordPress Schrift­grö­ße und Schrift­far­be ändern können. Wir nutzen im Grunde dasselbe Vorgehen, mit dem wir in WordPress das Font ändern:

  1. Ziel-Element lo­ka­li­sie­ren und Selektor iden­ti­fi­zie­ren
  2. CSS-Regeln im Web-Inspektor pro­to­ty­pi­sie­ren
  3. CSS-Angaben in WordPress einbinden

Zum Überblick die wich­tigs­ten CSS-Angaben, um in WordPress Schrift­grö­ße und Schrift­far­be zu ändern:

CSS-Angabe Erklärung Beispiel
font-size Schrift­grö­ße festlegen p { font-size: 1rem; }
font-weight Schrift­stär­ke festlegen strong { font-weight: bold; }
color Schrift­far­be festlegen a { color: blue; }

Wie lässt sich in WordPress die Schrift­grö­ße ändern?

Be­trach­ten wir wiederum den ein­fachs­ten Fall: Wir möchten in WordPress die Schrift­grö­ße der gesamten Site ändern. Dazu nutzen wir das HTML-Root-Element als Selektor mit einer Pro­zent­an­ga­be für die Schrift­grö­ße. So lässt sich die Ver­än­de­rung der Größe intuitiv verstehen:

  • „Schrift 10% größer dar­stel­len“: html { font-size: 110%; }
  • „Schrift 10% kleiner dar­stel­len“: html { font-size: 90%; }

Wie gehen wir nun vor, um die Schrift­grö­ße be­stimm­ter Elemente an­zu­pas­sen? Ziehen wir als Beispiel wiederum die Über­schrif­ten H1 bis H6 hinzu. Wir zeigen zunächst, wie man es nicht macht:

h1 { font-size: 35px; }
h2 { font-size: 28px; }
h3 { font-size: 25px; }
h4 { font-size: 21px; }
h5 { font-size: 18px; }
h6 { font-size: 15px; }

Hier laufen zwei Dinge schief: Zum einen werden Pixel („px“) als absolute Einheit verwendet. Zum anderen sind die einzelnen Schrift­grö­ßen beliebig gewählt. Letzteres führt zu einem in­kon­sis­ten­ten und unruhig wirkenden Design. Leider finden sich beide „Anti-Patterns“ in vielen – auch kom­mer­zi­el­len – WordPress-Themes wieder. Besser ist es, für die Angabe von Schrift­grö­ßen relative Einheiten zu verwenden. Mit der Einheit „rem“ beziehen sich die Grö­ßen­an­ga­ben auf das HTML-Root-Element. Eine Angabe von „2rem“ bedeutet dem­entspre­chend: „doppelt so groß wie die normale Schrift­grö­ße“.

Die Kom­bi­na­ti­on aus Pro­zent­an­ga­be für das HTML-Root-Element und Rem-Angaben für alle anderen Text-Elemente eignet sich perfekt fürs re­spon­si­ve Design. Man benötigt lediglich eine Handvoll CSS Media-Queries für ver­schie­de­ne Bild­schirm­brei­ten, die die Schrift­grö­ße des HTML-Root-Elements anpassen. Alle anderen Text-Elemente skalieren au­to­ma­tisch mit, wobei deren Pro­por­tio­nen un­ter­ein­an­der erhalten bleiben:

/* Mobile-first Schriftgröße */
html { font-size: 100%; }
/* 'medium' Breakpoint */
@media screen and (min-width: 30em) and (max-width: 60em) {
    html { font-size: 105%; }
}
/* 'large' Breakpoint */
@media screen and (min-width: 60em) {
    html { font-size: 110%; }
}

Bleibt die Frage, nach welchem Ermessen man die Grö­ßen­an­ga­ben der einzelnen Text-Elemente wählt. Wie bereits erwähnt, ist es keine gute Idee, beliebige Werte zu wählen. Ein guter Ansatz besteht darin, eine „ty­po­gra­fi­sche Skala“ zu nutzen. Ty­po­gra­fi­sche Skalen sind in­spi­riert von mu­si­ka­li­schen Harmonien und beruhen auf ma­the­ma­ti­schen Formeln wie dem Goldenen Schnitt. Nach einer ty­po­gra­fi­schen Skala ge­staf­fel­te Schrift­grö­ßen weisen ein har­mo­ni­sches Er­schei­nungs­bild auf. Prak­ti­scher­wei­se gibt es im Web Ge­ne­ra­to­ren, die den be­nö­tig­ten CSS-Code au­to­ma­tisch erzeugen. Wir zeigen hier ex­em­pla­risch die ty­po­gra­fi­sche Skala des „Tachyons“-Frame­works:

h1 { font-size: 3rem; }
h2 { font-size: 2.25rem; }
h3 { font-size: 1.5rem; }
h4 { font-size: 1.25rem; }
h5 { font-size: 1rem; }
h6 { font-size: .875rem; }

Wie lässt sich in WordPress die Schrift­far­be ändern?

Viel­leicht ahnen Sie es schon: Um in WordPress die Schrift­far­be zu ändern, wählen wir nicht etwa den gesamten Text einer Seite aus und suchen uns dann eine neue Farbe aus einem Menü aus. Statt­des­sen gehen wir analog zur Schrift­art vor und legen die Farbe per CSS-Code fest. Typisch für CSS ist, dass es mehrere Methoden gibt, ein ge­wünsch­tes Ergebnis zu erzielen. Wir können hier nicht im Detail auf alle Wege eingehen, Farb­an­ga­ben in CSS zu de­fi­nie­ren. Die nach­fol­gen­den CSS-Regeln sind äqui­va­lent:

body {
    color: black;
    color: #000000;
    color: #000;
    color: rgb(0, 0, 0)
}

Wie Sie sehen, nutzen wir zum Festlegen der Schrift­far­be für die gesamte Site das HTML-Body-Element mit der CSS-Ei­gen­schaft „color“. Alle anderen Text-Elemente erben davon. Bei Bedarf über­schrei­ben wir den geerbten Farbwert für spe­zi­fi­sche Klassen von Elementen. Um bei­spiels­wei­se Über­schrif­ten in einem dunklen Grau dar­zu­stel­len, bedienen wir uns des folgenden Codes:

h1, h2, h3, h4, h5, h6 {
    color: #555555;
}

Die Schrift­far­be ist wie die Schrift­art ein es­sen­zi­el­les Design-Element. Farben trans­por­tie­ren im be­son­de­ren Maße Emotionen. Daher ist es wichtig, kon­sis­tent zu bleiben und nicht zu viele Farben auf einer Seite zu verwenden. Eine in­kon­sis­ten­te oder schlecht ab­ge­stimm­te Farb­ge­stal­tung wirkt unruhig und kann Sei­ten­be­su­cher geradezu ver­grau­len. Im Zweifel gilt: Weniger ist mehr.

Für eine gute Nutz­bar­keit ist es un­ab­ding­bar, ein aus­rei­chend hohes Kon­trast­ver­hält­nis zu ge­währ­leis­ten. Nur sind die Texte mühelos lesbar. Glück­li­cher­wei­se lassen sich Kon­trast­wer­te für Kom­bi­na­tio­nen von Text- und Hin­ter­grund­far­be errechnen. Das bereits erwähnte Tachyons-Framework bringt eine aus­ge­reif­te Farb­ta­bel­le samt kon­trast­rei­cher Kom­bi­na­tio­nen mit. Kopiert man von dort geeignete Farbwerte für die eigene WordPress-Site, macht man nichts falsch.

Je nach ein­ge­setz­tem Editor ist es möglich, in WordPress die Schrift­far­be ohne CSS zu ändern. Nor­ma­ler­wei­se führt dies schnell zu einem in­kon­sis­ten­ten Er­schei­nungs­bild und ist daher keine gute Idee. Der moderne Gutenberg-Editor bietet einen gangbaren Mittelweg. So ist in Gutenberg eine vor­de­fi­nier­te Farb­pa­let­te hin­ter­legt, die sich an die Farb­ge­bung des Themes anpassen lässt. Weist man einem Block eine der vor­de­fi­nier­ten Text­far­ben zu, fügt der Editor lediglich ein paar CSS-Klassen ein. So bleibt die Trennung der Belange erhalten; bei Bedarf lassen sich die Klassen im Nach­hin­ein über­schrei­ben bzw. stumm­schal­ten.

Ab Werk erlaubt Gutenberg jedoch auch das Zuweisen einer „in­di­vi­du­el­len Farbe“ für einzelne Text­ab­schnit­te. Dies sollte tunlichst vermieden werden. Denn anstelle eines vor­de­fi­nier­ten Klassen-Namens fügt Gutenberg die in­di­vi­du­el­le Farbe als hard­ko­dier­ten Farbwert per Inline-Style in den HTML-Code ein. Hier bei­spiels­hal­ber dar­ge­stellt:

<span style="color:#38a300" class="has-inline-color">I live in Los Angeles, have a great dog named Jack, and I like piña colada</span>

Inline-Styles haben die höchste CSS-Spe­zi­fi­tät und überleben damit hart­nä­ckig ein späteres Redesign. Es ist daher ratsam, die in­di­vi­du­el­len Farben im Editor zu de­ak­ti­vie­ren. Wir tragen dazu den folgenden Code in die functions.php-Datei unseres Child-Themes ein:

function disable_gutenberg_custom_color_picker() {
    add_theme_support( 'disable-custom-colors' );
}
add_action( 'after_setup_theme', 'disable_gutenberg_custom_color_picker' );

Al­ter­na­tiv lässt sich die Gutenberg-Farb­pa­let­te auch komplett de­ak­ti­vie­ren. Wir nutzen wiederum die functions.php-Datei:

function disable_gutenberg_custom_color_palette() {
    add_theme_support( 'editor-color-palette' );
}
add_action( 'after_setup_theme', 'disable_gutenberg_custom_color_palette' );
Fazit

Der optimale Weg, in WordPress die Schrift­art zu ändern, besteht darin, Font-Ein­stel­lun­gen global per CSS vor­zu­neh­men. Am besten setzt man auf stan­dar­di­sier­te CSS-Font-Stacks. Wird ein eigener Webfont benötigt, ist dringend angeraten, die Anzahl an Style-Varianten zu mi­ni­mie­ren. Sofern die ge­wünsch­te Schrift­art als variabler Font vorliegt, ist dieser zu be­vor­zu­gen. Für größt­mög­li­che Kontrolle hostet man die Fonts selbst und bedient sich eines Webfont-Ge­ne­ra­tors.

Wollen Sie in WordPress Schrift­grö­ße und Schrift­far­be ändern, liefert der Gutenberg-Editor einen guten Kom­pro­miss. Sofern die in­di­vi­du­el­len Schrift­grö­ßen und -farben per Theme-Kon­fi­gu­ra­ti­on de­ak­ti­viert wurden, lassen sich die vor­de­fi­nier­ten Werte relativ un­pro­ble­ma­tisch nutzen.

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