Drupal-Alternativen im Vergleich
Drupal ist ein häufig genutztes Content-Management-System (CMS), das als Open-Source-Lösung zur Verfügung steht. Dank zusätzlichen Modulen kann das CMS an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Dadurch steigt aber auch der Grad der Komplexität. Es gibt eine Reihe guter Drupal-Alternativen, mit denen Sie teils einfacher zum gewünschten Ergebnis kommen.
Kurzüberblick: Drupal-Alternativen im Vergleich
| Anbieter | Open-Source oder proprietär | Preis | Am besten geeignet für |
|---|---|---|---|
| IONOS | Proprietär | + | Einsteigende bis Profis, die Website und optional Onlineshop schnell und ohne viel technisches Vorwissen umsetzen möchten |
| Shopify | Proprietär | ++ | Einsteiger bis Profis mit Fokus auf Onlineshop und zusätzlicher Website |
| Magento | Open-Source und proprietär | +++ | Fortgeschrittene und Profis mit anspruchsvollen oder größeren E-Commerce-Projekten |
| WordPress | Open-Source | + | Blogs, Corporate Websites und flexible Webprojekte mit Erweiterungsbedarf |
| Joomla! | Open-Source | + | Fortgeschrittene, die ein kostenloses CMS mit vielen Erweiterungsmöglichkeiten suchen |
| Weebly | Proprietär | + | Einsteigende und kleinere Projekte, bei denen eine einfache Bedienung im Vordergrund steht |
| Webflow | Proprietär | ++ | Designorientierte Webprojekte mit höheren Ansprüchen an Gestaltung und Layout-Kontrolle |
Alle Angaben sind auf dem Stand von April 2026.
Drupal-Alternativen im Detail
In unserer Auswahl der besten Drupal-Alternativen sind etliche bekannte, aber auch weniger bekannte Anbieter vertreten. Je nach verfügbaren Ressourcen, eventuell vorhandenen Programmierkenntnissen oder zeitlichen Restriktionen bieten sich eher Editoren mit Baukastenprinzip an oder stattdessen kostenlose Open-Source-Lösungen, bei denen Sie sich aus einem Fundus die benötigten Funktionen selbst zusammenstellen.
IONOS Homepage-Baukasten: Für Einsteigende bis Profis die passende Lösung
IONOS ist aufgrund der unterschiedlichen Paketlösungen, die für Websites und Onlineshops verfügbar sind, eine echte Alternative zu Drupal. Dadurch, dass die wichtigsten Funktionen bereits in den Basis-Paketen enthalten sind und die Erstellung per Homepage-Baukasten schnell und einfach ein professionelles Ergebnis bringt, ist die Lösung für Einsteigende wie auch Profis gleichermaßen geeignet. Hinzu kommen innovative KI-Funktionen: So lassen sich Website-Vorschläge auf Basis weniger Angaben automatisch generieren – inklusive passender Texte und Bilder.
Das Baukasten-System für Websites lässt sich auf Wunsch um eine umfassende Onlineshop-Funktion erweitern. Auch hier erleichtert die Vielzahl an Vorlagen den Einstieg. Um den Erfolg zu unterstützen, kommen abhängig vom gewählten Paket auch noch Tools zur Suchmaschinenoptimierung und Website-Analyse-Funktionen hinzu.
Dazu sind die Paketleistungen im Anbietervergleich weiterhin im unteren bis mittleren Preissegment einzustufen. Außerdem ist der Funktionsumfang durch die Zusammenstellung in Pakete klar definiert. Nutzer erhalten neben dem Hosting einer Website auch eine eigene E-Mail-Adresse, eine individuelle Domain und ein TLS/SSL-Zertifikat.
| Vorteile | Nachteile | |
|---|---|---|
| ✓ Günstiges Gesamtpaket für Website und Shop | ✗ Funktionsumfang in den Einsteiger-Paketen etwas begrenzter | |
| ✓ Viele Vorlagen, darunter auch für Branchen-Websites | ||
| ✓ Schnelle Umsetzung dank KI-Funktionen |
Geeignet für: Einsteigende, Fortgeschrittene und Profis
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Shopify: Schnell zum Onlineshop mit zusätzlicher Website
Nutzerinnen und Nutzer, die eine Drupal-Alternative zur Erstellung eines Webshops suchen, sollten auch einen genaueren Blick auf Shopify werfen. Wie bei IONOS gibt es bei Shopify mehrere Pakete mit wachsendem Funktionsumfang, je höher die monatlichen Kosten ausfallen. Diese reichen bis in den gehobenen Preisbereich. Dafür erhalten Unternehmen zahlreiche Funktionen über den reinen Onlineshop hinaus, beispielsweise in Form von Reportings oder Möglichkeiten für den internationalen Verkauf, die beim Vertrieb auf Länderebene helfen sollen.
Für die Kombination aus Website und Onlineshop stellt Shopify einen einfachen Website-Editor zur Verfügung, mit dem sich beispielsweise auch ein Blog einrichten und über ein zentrales Content-Management-Interface organisieren lässt. Für die individuelle Ausgestaltung können Nutzerinnen und Nutzer auf zahlreiche Zusatz-Apps zugreifen, die teilweise zusätzliche Kosten verursachen. Damit ist diese Alternative zu Drupal auch für Einsteigende geeignet – Nutzer sollten sich im Vorfeld aber klar darüber sein, welche Funktionen bei der finalen Kombination aus Website und Onlineshop benötigt werden und dies bereits vor der ersten Buchung eines Pakets planen.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| ✓ Website und Onlineshop sind auch ohne besondere Kenntnisse schnell eingerichtet | ✗ Um die Funktionen bestmöglich nutzen zu können, sollten Nutzer genau wissen, was sie am Ende benötigen werden |
| ✓ Viele Designs und Apps für die Gestaltung der einzelnen Inhalte | ✗ Individualisierungen sind teils kostenpflichtig |
Geeignet für: Einsteigende, Fortgeschrittene und Profis
Magento: E-Commerce-Anwendungen im Fokus
Magento ist eine etablierte E-Commerce-Lösung und hält Nutzerinnen und Nutzern eine Vielzahl an unterschiedlichen Möglichkeiten in Bezug auf die Gestaltung und die Funktionen eines Onlineshops bereit. Die Magento Open Source gibt es als kostenlose Open-Source-Software zum Download, sodass man direkt mit der Erstellung eines Webshops starten kann.
Anders sieht es bei Adobe Commerce aus. Dabei handelt es sich um die kommerzielle Enterprise-Lösung auf Basis von Magento für größere und komplexere E-Commerce-Projekte. Adobe bietet diese Lösung inzwischen je nach Anforderung sowohl als Cloud-Plattform als auch in einer vollständig verwalteten SaaS-Variante an. Sie ist auf den professionellen Einsatz im B2C- und B2B-Bereich ausgerichtet, bietet zusätzliche Funktionen und wird individuell bepreist, sodass die Kosten je nach Umfang des Vorhabens stark variieren können.
Der Funktionsumfang von Magento fokussiert sich auf den Betrieb einer E-Commerce-Plattform. Für umfangreiche Corporate-Website-Anforderungen wird oft eine ergänzende Content-Lösung genutzt. Sofern diese schon besteht, kann Magento einfach integriert werden. Aufgrund ihres Umfangs bietet sich diese Drupal-Alternative eher für Fortgeschrittene und Profis an.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| ✓ Sehr professionelle und umfangreiche Onlineshop-Lösung | ✗ In der kommerziellen Variante potenziell sehr kostspielig |
| ✓ Magento Open Source kostenlos verfügbar | ✗ Website muss separat gehostet werden |
Geeignet für: Fortgeschrittene und Profis
WordPress: Vielseitige Alternative zu Drupal und Co.
WordPress ist eines der bekanntesten CMS, das für Corporate Websites, Blogs und auch Onlineshops genutzt werden kann. Dabei punktet die Software-Lösung mit einer sehr umfangreichen Auswahl an Design-Vorlagen und einer individualisierten Anpassung der Funktionen durch Plugins. WordPress ist grundsätzlich kostenlos verfügbar und kann als Open-Source-CMS frei genutzt werden. Zusätzliche Kosten entstehen in der Praxis jedoch unter anderem für Hosting, Domain, Premium-Themes oder manche WordPress-Plugins. Wer eine professionelle Website erstellen und betreiben möchte, sollte diese laufenden Ausgaben daher von Beginn an mit einplanen.
Ist WordPress kostenlos? Ja, die CMS-Software ist frei verfügbar und kann kostenlos heruntergeladen und genutzt werden. Auf WordPress.com finden Sie aber auch eine bereits gehostete Bezahlvariante. Auch unabhängig davon fallen aber generell bei Open-Source-CMS in der Regel noch Kosten für Hosting, Domain und eventuell kostenpflichtige Erweiterungen an.
Nutzende, die zusätzlich einen Onlineshop in das Angebots-Portfolio integrieren möchten, können WordPress mit WooCommerce erweitern. Die E-Commerce-Lösung ist als Open-Source-Plattform für WordPress verfügbar und bietet Funktionen für Produkte, Bezahlvorgänge, Bestände und weitere typische Shop-Anforderungen.
Die Funktionen von WordPress sind dabei nicht selbsterklärend, sodass man ein gewisses Basiswissen benötigt, um professionelle Websites zu erstellen. Für die Einbindung eines Webshops sind zusätzliche Kenntnisse vonnöten, um notwendige Plugins direkt zu Beginn zu integrieren und damit alle Möglichkeiten von WordPress zu nutzen.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| ✓ Vorschau-Funktion zeigt direkt, wie finale Website-Inhalte dargestellt werden | ✗ Kombination aus Website und Onlineshop kann je nach Bedarf zusätzliche Kosten verursachen |
| ✓ Viele Plugins erlauben hohen Individualisierungsgrad | ✗ Basiswissen bei der Erstellung von Website und Webshop notwendig |
Geeignet für: Einsteigende, Fortgeschrittene und Profis
Joomla: CMS mit Community-Support
Joomla präsentiert sich in seiner Ausgangsform als kostenlose CMS-Lösung, mit der man aus einem umfangreichen Arsenal an Funktionen und Erweiterungsmöglichkeiten schöpfen kann. Das Besondere: Joomla ist weiterhin stark um eine User-Community herum angelegt. Einen klassischen Kundenservice wie bei gehosteten Baukasten-Systemen gibt es daher nicht.
Im Zusammenspiel mit den vielen Funktionsmöglichkeiten des CMS bringt dies für Einsteigende die größte Herausforderung mit sich. Die Erstellung einer Website mit Joomla ist weniger intuitiv als bei anderen Anbietern. Dafür freuen sich versierte Website-Betreibende über die vielen Möglichkeiten, die Joomla als eine der Drupal-Alternativen bietet. Da Joomla selbst kostenlos verfügbar ist, fallen in der Praxis vor allem Kosten für Hosting, Domain und gegebenenfalls kostenpflichtige Erweiterungen an.
Möchten Sie zusätzlich einen Onlineshop als Teil Ihres Webangebots bereitstellen, gibt es beim CMS eine Reihe von Shop-Erweiterungen und E-Commerce-Integrationen, mit denen die individuellen Anforderungen jeweils abgeglichen werden sollten. Durch die Vielzahl an Shop-Erweiterungen, die teilweise sogar kostenlos sind, zahlen Nutzer auch nur für die Leistungen, die sie wirklich benötigen.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| ✓ Viele Funktionen und Erweiterungen, beispielsweise Onlineshop-Plugins | ✗ Für Einsteigende kann die Vielfalt anfangs überfordernd wirken |
| ✓ Kostenloses CMS und günstiger Einstieg | ✗ Bei technischen Fragen auf Hilfe aus der Community angewiesen |
Geeignet für: Fortgeschrittene und Profis
Weebly: Erst ab Pro-Version ohne Werbung
Bei Weebly gibt es einige Parallelen zu Drupal, da das CMS ebenfalls als Baukasten aufgebaut ist. Damit können Nutzende per Drag-and-Drop in wenigen Schritten eine Website erstellen. Die grundlegenden Funktionen sind dabei bereits kostenlos nutzbar. Dafür ist die Website im Free-Paket mit einem Weebly-Subdomain-Modell und Branding verbunden. Für eine eigene Domain ist ein Upgrade auf ein kostenpflichtiges Paket erforderlich. Aktuell stehen dafür unter anderem die Tarife Personal, Professional und Performance zur Verfügung.
Mit den kostenpflichtigen Paketen schalten Nutzer zusätzliche Funktionen und mehr Gestaltungsspielraum frei. So bietet Weebly in den größeren Tarifen unter anderem weitergehende Anpassungsmöglichkeiten und zusätzliche Optionen für den professionellen Einsatz. Zudem werden erst in den höheren Paketen die von der Plattform automatisch geschaltete Werbung entfernt.
Das Einrichten eines Onlineshops ist bei Weebly grundsätzlich eine leicht zugängliche Lösung. Gleichzeitig muss man bedenken, dass Weebly eng mit Square, einem Anbieter für Zahlungs- und E-Commerce-Lösungen, verknüpft ist: Inzwischen benötigen Nutzerinnen und Nutzer ein Square-Konto, um weiterhin Produkt-Updates und Vorteile für die Verwaltung ihrer Website zu erhalten.
Weebly eignet sich als Alternative zu Drupal aufgrund der einfachen Bedienbarkeit besonders für Anfängerinnen und Anfänger. Sobald diese über das Anfänger-Stadium hinauswachsen, sollten die höherstufigen Pakete jedoch gründlich mit anderen Angeboten verglichen werden.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| ✓ Einfache Erstellung einer Website per Baukasten-System | ✗ Eigene Domain und weitergehende Funktionen erst in kostenpflichtigen Tarifen |
| ✓ Einstieg bereits mit kostenlosem Paket möglich |
Geeignet für: Einsteigende und Fortgeschrittene
Webflow: Programmierkenntnisse erleichtern die Einrichtung
Webflow bietet eine Mischung aus CMS und Website-Baukasten. Nach der Registrierung können Nutzerinnen und Nutzer entweder auf ein vorgefertigtes Template zurückgreifen oder die gewünschte Website komplett selbst gestalten. Beim Angebot der Templates sind, im Vergleich zu beispielsweise WordPress, nur wenige kostenlos. Viele der weiteren Design-Vorschläge sind kostenpflichtig und werden separat erworben. Auf dem offiziellen Template-Marktplatz zeigt sich dabei, dass einzelne Vorlagen schnell kostspielig werden können.
Webflow arbeitet mit Boxen, die sich übereinander, nebeneinander oder ineinander anordnen lassen. Aus diesen Boxen entsteht am Ende das fertige Design der Website. Von der Bedienung her erinnert Webflow dabei eher an ein Bildbearbeitungsprogramm wie Photoshop oder GIMP. Trotzdem sind Programmierkenntnisse von Vorteil, wenn man das Design stark individualisieren will. Damit eignet sich Webflow weniger für Einsteigerinnen und Einsteiger als andere der vorgestellten Systeme.
Die grundlegende Nutzung von Webflow ist kostenlos. Für Website-Projekte stehen darüber hinaus verschiedene kostenpflichtige Site Plans zur Verfügung. Je nach Paket steigen dabei unter anderem der Funktionsumfang, die Zahl der CMS-Inhalte und die mögliche Bandbreite. Der Wechsel in ein kostenpflichtiges Paket kann vor allem dann sinnvoll sein, wenn eine Website professionell betrieben werden soll und dafür mehr Inhalte, zusätzliche Funktionen oder höhere Leistungsreserven benötigt werden. Falls ein Onlineshop Bestandteil der Webflow-Lösung sein soll, fallen dafür zusätzliche Kosten an.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| ✓ Sehr individuelle und umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten | ✗ Aufgrund der Komplexität bei der Erstellung für Einsteigende weniger geeignet |
| ✗ Trotz Paketpreisen Zusatzkosten bei der Nutzung von Templates |
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