Um Dateien auf einen FTP-Server hoch­zu­la­den oder von diesem her­un­ter­zu­la­den, benötigen Sie einen FTP-Client. Ein solches Programm baut die TCP-Ver­bin­dung zum Port des Servers auf, über die dann der Da­ten­aus­tausch mithilfe von Befehlen gesteuert wird. Für den Transfer nutzt man spezielle FTP-Programme für Windows, macOS und andere Be­triebs­sys­te­me, die die Datei-Über­tra­gung mit dem FTP-Protokoll we­sent­lich er­leich­tern.

9 FTP-Clients in der Übersicht

Der Markt bietet zahl­rei­che Clients für die Über­tra­gung via FTP, die sich hin­sicht­lich Funk­ti­ons­um­fang und Bedienung teilweise stark von­ein­an­der un­ter­schei­den. Es gibt sowohl kos­ten­pflich­ti­ge als auch kos­ten­freie Angebote. Einige sind nur mit Windows kom­pa­ti­bel, andere nur mit macOS oder Linux. Wir stellen Ihnen neun Programme vor.

Ent­wick­ler Plattform Kosten
Cloud­Moun­ter Elec­tro­nic Team, Inc. Windows, macOS 74,99 $ bei macOS; 29,99 $ bei Windows
Commander One Elec­tro­nic Team, Inc. macOS 29,99 $
Cyberduck Iterate Windows, macOS kostenlos
FileZilla Tim Kosse Windows, macOS, Linux kostenlos
ForkLift Bi­na­ry­Nights macOS 19,95 $
SmartFTP SmartSoft Ltd. Windows ab 79,99 $ / Jahr
Transmit Panic macOS 45 $
WinSCP Martin Přikryl Windows kostenlos
WISE-FTP AceBIT Windows kostenlos

FileZilla

FileZilla ist aus guten Gründen eine der meist­ge­nutz­ten FTP-An­wen­dun­gen. Die Open-Source-Software ist kostenlos und ab Windows 10, für Linux und macOS verfügbar. Per Drag-and-Drop können die Dateien einfach zwischen Client und Server aus­ge­tauscht werden, sobald die Ver­bin­dung her­ge­stellt ist. Dabei un­ter­stützt FileZilla auch die Über­tra­gung sehr großer Dateien und er­mög­licht die Wie­der­auf­nah­me ab­ge­bro­che­ner Da­ten­trans­fers. Die Upload- und Down­load­ge­schwin­dig­keit können Benutzer selbst ein­stel­len. Im Ser­ver­ma­na­ger lassen sich die genutzten FTP-Server inklusive Zu­gangs­in­fos speichern. Wahlweise kann das Datei-Über­tra­gungs­pro­to­koll mit FileZilla auch via SSL/TLS oder SSH ver­schlüs­selt werden. Die Features von FileZilla im Überblick:

  • kom­pa­ti­bel mit Windows, Linux und macOS
  • un­ter­stützt SSL- und SSH-Ver­schlüs­se­lung
  • kon­fi­gu­rier­ba­re Trans­fer­ge­schwin­dig­kei­ten
  • er­mög­licht Ver­bin­dung zu FTP-Proxy-Servern
  • aus­führ­li­che eng­lisch­spra­chi­ge Do­ku­men­ta­ti­on
  • Keepalive-System zur Auf­recht­erhal­tung der Netz­werk­ver­bin­dung
Bild: Screenshot der Website von FileZilla
FileZilla ist der ver­mut­lich be­kann­tes­te FTP-Client für Windows, Linux und macOS. Quelle: https://filezilla-project.org/
Vorteile Nachteile
platt­form­über­grei­fend nutzbar Login-Daten werden stan­dard­mä­ßig im Klartext ab­ge­spei­chert
un­ter­stützt Über­tra­gung großer Dateien

Cloud­Moun­ter

Cloud­Moun­ter ist weit mehr als ein klas­si­scher FTP-Client: Er vereint FTP-, SFTP- und Cloud-Storage-Funk­tio­nen in einer einzigen Anwendung, die direkt mit dem Windows-Datei-Explorer bzw. dem macOS-Finder zu­sam­men­ar­bei­tet. Cloud­Moun­ter un­ter­stützt mehrere Pro­to­kol­le und Dienste, wodurch Sie nicht nur klas­si­sche FTP-Ver­bin­dun­gen nutzen, sondern auch Cloud-Konten zentral verwalten können: FTP, SFTP und WebDAV sowie Cloud-Spei­cher­diens­te wie Dropbox, Google Drive, Microsoft OneDrive, Amazon S3, Box, MEGA und Backblaze B2 lassen sich einbinden und gemeinsam verwalten. Die Stärken von Cloud­Moun­ter auf einen Blick:

  • kom­pa­ti­bel mit Windows und macOS
  • un­ter­stützt FTP, SFTP und FTPS für sichere Ver­bin­dun­gen
  • bindet Cloud-Speicher als Laufwerk ein
  • mehrere Ver­bin­dun­gen parallel nutzbar
  • ver­schlüs­sel­te Spei­che­rung von Zu­gangs­da­ten
  • keine lokale Syn­chro­ni­sa­ti­on notwendig
Bild: Screenshot der Website von CloudMounter
Cloud­Moun­ter er­mög­licht das Arbeiten direkt im Datei-Explorer bzw. Finder bei Windows und macOS. Quelle: https://cloud­moun­ter.net
Vorteile Nachteile
Ein­bin­dung mehrerer Server und Cloud-Dienste als Laufwerke voller Funk­ti­ons­um­fang erfordert kos­ten­pflich­ti­ge Lizenz
Zugriff direkt über Datei-Explorer

WISE-FTP

WISE-FTP ist ein kos­ten­lo­ses FTP-Programm für Windows-Be­triebs­sys­te­me (ab Vista). Die Software un­ter­stützt alle gängigen Pro­to­kol­le wie FTP, SFTP, FTPS oder FTPES und er­mög­licht dadurch den Ver­bin­dungs­auf­bau zu jedem be­lie­bi­gen FTP-Server. Dank des in­te­grier­ten Task-Planers lässt sich das Hoch- bzw. Her­un­ter­la­den von Dateien mit WISE-FTP komplett au­to­ma­ti­sie­ren: Nut­ze­rin­nen und Nutzer müssen zuvor lediglich den Ziel­ser­ver de­fi­nie­ren und festlegen, wann und wie oft ein be­stimm­ter Task aus­ge­führt werden soll. Sowohl die Au­then­ti­fi­zie­rung als auch die Datei-Über­tra­gung un­ter­lie­gen dabei dank SFTP- oder FTPS-Protokoll der maximalen Si­cher­heits­stu­fe. Zu­sätz­lich lassen sich die Daten wahlweise via Rijndael, BlowFish oder TripleDES ver­schlüs­seln. Die Features des FTP-Clients im Überblick:

  • kom­pa­ti­bel mit Windows
  • Da­ten­ver­schlüs­se­lung möglich (Rijndael, BlowFish, TripleDES)
  • in­te­grier­ter Task-Planer
  • leis­tungs­star­ke FTP-Syn­chro­ni­sa­ti­on
  • be­nut­zer­de­fi­nier­te, spei­cher­ba­re Tas­ten­kom­bi­na­tio­nen
  • Upload- und Download-Ge­schwin­dig­keit re­gu­lier­bar
Bild: Screenshot der Website von WISE-FTP
Der FTP-Client WISE-FTP kann mit ver­schie­de­nen Arten von Da­ten­ver­schlüs­se­lung betrieben werden. Quelle: https://www.wise-ftp.de/
Vorteile Nachteile
in­te­grier­ter Task-Planer nur ab Windows Vista verfügbar
Ver­schie­de­ne Ver­schlüs­se­lungs­al­go­rith­men verfügbar

Transmit

Der kos­ten­pflich­ti­ge FTP-Client Transmit ist eine erst­klas­si­ge Wahl für macOS-Geräte. Die ver­wen­de­te Engine er­mög­licht einen sehr schnellen Da­ten­trans­fer inklusive ein­stell­ba­rem Band­brei­ten-Limit. Das mac-typische Interface überzeugt nicht nur optisch, sondern auch funk­tio­nal. Dank der Syn­chro­ni­sie­rungs-Funktion können bei­spiels­wei­se ganze Ver­zeich­nis­se un­kom­pli­ziert zwischen Server und Client ab­ge­gli­chen werden. Transmit un­ter­stützt die ver­schlüs­sel­te Über­tra­gung per SSL/TSL und SSH sowie die Nutzung von On­line­spei­cher­diens­ten wie unter anderem Amazon S3, Dropbox oder WebDAV. Die je­wei­li­gen Server können vom User entweder per Quick-Connect auf­ge­ru­fen oder als Favoriten ge­spei­chert werden, wodurch sie fortan auf der Start­sei­te der Anwendung auf­ge­lis­tet sind. Die Funk­tio­nen von Transmit in der Zu­sam­men­fas­sung:

  • kom­pa­ti­bel mit macOS
  • un­ter­stützt SSL- und SSH-Ver­schlüs­se­lung
  • er­mög­licht Ver­bin­dung zu FTP, SFTP, WebDAV und Amazon S3
  • Upload- und Download-Limit regelbar
  • Da­ten­über­tra­gung von Server zu Server per FXP
  • mehrere aktive Ver­bin­dun­gen möglich
Bild: Screenshot der Website von Transmit
Transmit setzt auf typischen macOS-Design und in­te­griert sich daher besonders gut in macOS-Systeme. Quelle: https://panic.com/transmit/
Vorteile Nachteile
Zwei-Faktor-Au­then­ti­fi­zie­rung keinerlei Nachfrage beim Löschen von Dateien
Schnitt­stel­len zu diversen Cloud-Speicher-Diensten

Cyberduck

Cyberduck ist ein kos­ten­lo­ses FTP-Programm, das alle Windows-Be­triebs­sys­te­me ab Windows 10 sowie macOS ab 10.13 un­ter­stützt. Es erlaubt die un­kom­pli­zier­te Ver­bin­dung zu allen FTP-, SFTP- oder WebDAV-Servern und Cloud-Diensten wie Amazon S3, Azure oder OpenStack. Das User-Interface ist intuitiv bedienbar und über­sicht­lich, wodurch sich neue Server schnell hin­zu­fü­gen lassen. Die Anzahl gleich­zei­ti­ger Da­tei­en­trans­fers lässt sich bei Bedarf li­mi­tie­ren, und auch die Wie­der­auf­nah­me ab­ge­bro­che­ner Transfers ist mit der Software pro­blem­los möglich. Cyberduck bietet zudem eine ex­zel­len­te Or­ga­ni­sa­ti­on der Le­se­zei­chen mittels Drag-and-drop, die bei Bedarf sogar aus anderen Pro­gram­men im­por­tiert werden können. Die ge­sam­mel­ten Fakten des Freeware-FTP-Clients:

  • kom­pa­ti­bel mit Windows und macOS
  • un­ter­stützt SSL- und SSH-Ver­schlüs­se­lung
  • er­mög­licht Ver­bin­dung zu FTP, SFTP, WebDAV, Azure, OpenStack, Amazon S3 u.v.m.
  • Anzahl gleich­zei­ti­ger Transfers re­gu­lier­bar
  • Ar­chi­vie­ren und Ex­pan­die­ren von tar-/zip-Dateien über SSH
  • cli­ent­sei­ti­ge Ver­schlüs­se­lung durch Cryp­to­ma­tor
  • je nach Service seg­men­tier­te Uploads für über 5 GB große Dateien
Bild: Screenshot der Website von Cyberduck
Cyberduck überzeugt mit einem leicht zu be­dien­den­den und über­sicht­li­chen Interface bei Windows und macOS. Quelle: https://cyberduck.io/
Vorteile Nachteile
leicht zu be­die­nen­des, über­sicht­li­ches Interface ge­le­gent­li­che Ver­bin­dungs­ab­brü­che
Cli­ent­sei­ti­ge Ver­schlüs­se­lung durch Cryp­to­ma­tor

Commander One Pro

Der Mac-Da­tei­ma­na­ger Commander One ist nach Upgrade auf die kos­ten­pflich­ti­ge Pro-Edition unter anderem auch als FTP-Client ein­setz­bar. Zu­sätz­lich zu den Pro­to­kol­len FTP, FTPS und SFTP un­ter­stützt die Software dann auch den Da­ten­aus­tausch via WebDAV und mit den On­line­spei­cher-Lösungen Dropbox, OneDrive, Google Drive, Amazon S3. Um möglichst ef­fi­zi­en­te und schnelle Upload- und Down­load­pro­zes­se ge­währ­leis­ten zu können, lässt Commander One die gleich­zei­ti­ge Über­tra­gung mehrerer Dateien zu, wobei eine War­te­schlan­gen­funk­ti­on Band­brei­ten-Engpässe ver­hin­dert. Optional können Nut­ze­rin­nen und Nutzer beim Ver­bin­dungs­auf­bau mit dem je­wei­li­gen FTP-Server auch ein Limit für gleich­zei­tig statt­fin­den­de Ver­bin­dun­gen festlegen. Die wich­tigs­ten Features des FTP-Programms für macOS in der Zu­sam­men­fas­sung:

  • kom­pa­ti­bel mit macOS
  • er­mög­licht Ver­bin­dung zu FTP, FTPS, SFTP, WebDAV, Google Drive, OneDrive und Amazon S3
  • in­te­grier­ter Prozess-Manager
  • eigener Terminal-Emulator
  • ver­schie­de­ne Themes verfügbar
  • speichert sämtliche Server-Ein­stel­lun­gen und An­mel­de­infor­ma­tio­nen au­to­ma­tisch im macOS-Schlüs­sel­bund
Bild: Screenshot der Website von Commander One
Commander One ist eine Da­tei­ver­wal­tung, die auch als FTP-Client ein­setz­bar ist. Quelle: https://mac.eltima.com/de/file-manager.html
Vorteile Nachteile
speichert Server-Daten au­to­ma­tisch im macOS-Schlüs­sel­bund keine Funktion zum Syn­chro­ni­sie­ren von Ver­zeich­nis­sen
mit eigenem Terminal aus­ge­stat­tet

SmartFTP

Die kom­mer­zi­el­le FTP-Lösung SmartFTP kann vor dem Kauf 30 Tage lang getestet werden. Der FTP-Client lässt sich auf allen Windows-Be­triebs­sys­te­men ab Windows 10 in­stal­lie­ren und un­ter­stützt die Pro­to­kol­le FTP, FTPS und SFTP sowie abhängig von der Edition die Dienste WebDAV, Amazon S3, Google Drive, Microsoft OneDrive, Google Cloud Storage, Backblaze B2, Box und Terminal Emulator. Außerdem ist auch die Ver­bin­dung zu mehreren Servern möglich, sodass Daten per FXP von Server zu Server ver­scho­ben werden können. Sehr praktisch ist die in­te­grier­te Such­funk­ti­on, die vor allem auf größeren FTP-Servern von Vorteil ist. Nach Ablauf der Testphase können sich Be­nut­ze­rin­nen und Benutzer zwischen der Pro­fes­sio­nal-, der Ultimate- und der En­ter­pri­se-Edition ent­schei­den, die Un­ter­schie­de hin­sicht­lich des Funk­ti­ons­um­fangs aufweisen. Die En­ter­pri­se-Edition von SmartFTP enthält folgende Features:

  • kom­pa­ti­bel mit Windows
  • un­ter­stützt SSL- und SSH-Ver­schlüs­se­lung
  • er­mög­licht Ver­bin­dung zu FTP, SFTP, WebDAV, Google Drive, Microsoft OneDrive und Amazon S3
  • Zeitpläne für Transfers
  • Wie­der­auf­nah­me ab­ge­bro­che­ner Transfers
  • gleich­zei­ti­ge Ver­bin­dung zu mehreren Servern
Bild: Screenshot der Website von SmartFTP
Mit SmartFTP können Sie unter Windows auch Zeitpläne für Transfers umsetzen. Quelle: https://www.smartftp.com/
Vorteile Nachteile
Wie­der­auf­nah­me ab­ge­bro­che­ner Da­ten­trans­fers ver­gleichs­wei­se teuer
in­te­grier­ter Remote-Browser

ForkLift

Das FTP-Programm ForkLift zählt seit Jahren zu den funk­ti­ons­stärks­ten Lösungen für Mac-Computer. So un­ter­stützt die kos­ten­pflich­ti­ge Software nicht nur diverse Pro­to­kol­le wie FTP, SFTP, SMB, AFP und NFS, sondern bietet auch Schnitt­stel­len zu On­line­diens­ten wie Amazon S3, Google Drive oder Backblaze B2. Nut­ze­rin­nen und Nutzer können Ver­bin­dun­gen zu mehreren Servern gleich­zei­tig aufbauen und Dateien zwischen diesen bequem per Drag-and-drop ver­schie­ben. Mit einem einzigen Klick lassen sich darüber hinaus komplette Ver­zeich­nis­se syn­chro­ni­sie­ren (in eine oder in beide Rich­tun­gen), wodurch sich bei­spiels­wei­se Än­de­run­gen an den lokalen Dateien blitz­schnell auf den FTP-Server über­tra­gen lassen – zudem lassen sich Dateien sta­pel­wei­se um­be­nen­nen. Die Funk­ti­ons­pa­let­te des FTP-Clients in der Zu­sam­men­fas­sung:

  • kom­pa­ti­bel mit macOS
  • er­mög­licht unter anderem Ver­bin­dun­gen zu FTP, SFTP, SMB, Google Drive und Amazon S3
  • Passwort-Schutz für Ser­ver­in­for­ma­tio­nen
  • einfache Da­tei­or­ga­ni­sa­ti­on mithilfe von Tags
  • Ver­zeich­nis­syn­chro­ni­sa­ti­on
  • Vorschau- (Bilder, PDF, Text) bzw. Playback-Funktion (Video-, Audio-Dateien)
Bild: Screenshot der Website von ForkLift
ForkLift ist ein FTP-Programm für macOS, das sich ins­be­son­de­re durch eine prak­ti­sche Vorschau-Funktion von der Kon­kur­renz abhebt. Quelle: https://www.bi­na­ry­nights.com/
Vorteile Nachteile
Passwort-Schutz für Ser­ver­da­ten Updates nur ein bzw. zwei Jahre inklusive, danach neue Kosten
prak­ti­sche Vorschau-/Playback-Funktion

WinSCP

WinSCP ist ein Open-Source-Programm für Windows (ab Windows 7), das neben den Pro­to­kol­len FTP, SFTP, WebDAV und S3 unter anderem auch das Ver­schlüs­se­lungs­pro­to­koll SCP un­ter­stützt. Nut­ze­rin­nen und Nutzer pro­fi­tie­ren bei der Ver­bin­dung zu SSH-Servern von einem ver­schlüs­sel­ten Datei-Austausch, und auch die Über­mitt­lung der An­mel­de­da­ten erfolgt in diesem Fall codiert. Mit WinSCP können Ver­zeich­nis­se syn­chro­ni­siert und Dateien kopiert, gelöscht oder ver­scho­ben werden. Je nach Geschmack kann sich der User für eine von zwei Benutzer-Ober­flä­chen ent­schei­den: Die Explorer-Ober­flä­che ist an die bekannte Windows-Ord­ner­struk­tur angelehnt, während die Norton-Commander-Ober­flä­che dem na­mens­ge­ben­den Da­tei­ma­na­ger nach­emp­fun­den ist. Häufig genutzte Ver­bin­dun­gen lassen sich mit WinSCP als Favoriten speichern. Die Fakten im Überblick:

  • kom­pa­ti­bel mit Windows
  • un­ter­stützt SSL-, SSH- und SCP-Ver­schlüs­se­lung
  • er­mög­licht Ver­bin­dung zu FTP und SFTP
  • Ver­zeich­nis-Syn­chro­ni­sa­ti­on in halb- oder voll­au­to­ma­ti­sier­ten Schritten
  • in­te­grier­ter Text-Editor
  • optionale portable Version er­mög­licht Nutzung ohne In­stal­la­ti­on
Bild: Screenshot der Website von WinSCP
Beim Open-Source-Programm WinSCP können Nut­ze­rin­nen und Nutzer zwischen zwei Be­nut­zer­ober­flä­chen wählen. Quelle: https://winscp.net/eng/docs/lang:de
Vorteile Nachteile
Open Source Probleme beim Transfer großer Dateien
wahlweise Commander- oder Explorer-Ober­flä­che

So funk­tio­niert die Datei-Über­tra­gung via (S)FTP

Um einen FTP-Server zu erreichen, ist zunächst einmal der Ver­bin­dungs­auf­bau durch einen FTP-Client notwendig. Er baut eine TCP-Ver­bin­dung zum Control Port des Servers (stan­dard­mä­ßig Port 21) auf und kann an­schlie­ßend Befehle senden, die der Server be­ant­wor­tet. Über einen weiteren Port läuft an­schlie­ßend die Über­tra­gung der Dateien. Hierbei sind zwei Über­tra­gungs­mo­di zu un­ter­schei­den:

  • Beim aktiven Modus teilt der Client dem Server beim Ver­bin­dungs­auf­bau über Port 20 die eigene IP-Adresse und seinen Port mit, wodurch der Server weiß, auf welchem Port er den Client erreichen kann.
  • Im passiven Modus erhält der Server vom Client keine IP-Adresse, z. B. aufgrund einer blo­ckie­ren­den Firewall, und bietet dem Client daher einen Port an, sodass dieser die Ver­bin­dung aufbauen kann.

Wer eine Web­hos­ting-Lösung mit FTP-Zugang nutzt, pro­fi­tiert von der sehr schnellen und einfachen Datei-Über­tra­gung zwischen dem ver­wen­de­ten Gerät und dem Webserver. Dabei hilft eine FTP-Software mit ihrem einfach be­dien­ba­ren User-Interface, das den brow­ser­ba­sier­ten Clients fehlt.

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