MariaDB lässt sich unter RHEL 9 mit wenigen Schritten in­stal­lie­ren:

  1. RHEL 9 auf den neuesten Stand bringen
  2. MariaDB-Re­po­si­to­ry ein­rich­ten und den Da­ten­bank­ser­ver kon­fi­gu­rie­ren
  3. MariaDB in­stal­lie­ren und starten
  4. Datenbank absichern und in der Firewall freigeben
  5. Be­nut­zer­kon­to anlegen und Remote-Zugriff ak­ti­vie­ren

Was sind die Vorteile von MariaDB unter RHEL 9?

MariaDB bietet eine hohe Leistung und läuft zu­ver­läs­sig. RHEL 9 sorgt für ein stabiles und sicheres Be­triebs­sys­tem mit langem Support-Zeitraum. In Kom­bi­na­ti­on er­mög­li­chen beide Systeme den Aufbau einer robusten Da­ten­bank­um­ge­bung, die sich lang­fris­tig betreiben und leicht warten lässt.

Tipp

In einem separaten Artikel liefern wir Ihnen einen aus­führ­li­chen Vergleich zwischen CentOS und RHEL.

Vor­aus­set­zun­gen für die In­stal­la­ti­on

Bevor Sie mit der In­stal­la­ti­on starten, prüfen Sie, ob Ihr System folgende Punkte erfüllt:

  • RHEL 9 in­stal­liert
  • Root-Rechte oder Zugriff über sudo
  • Min­des­tens 1 GB RAM (empfohlen: 2 GB)
  • Min­des­tens 2 GB freier Spei­cher­platz
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Schritt für Schritt: MariaDB unter RHEL 9 in­stal­lie­ren

Wer unter RHEL 9 eine re­la­tio­na­le Datenbank benötigt, kann MariaDB schnell und zu­ver­läs­sig ein­rich­ten. Die In­stal­la­ti­on lässt sich auch in stan­dar­di­sier­ten Sys­tem­um­ge­bun­gen pro­blem­los durch­füh­ren.

Schritt 1: System ak­tua­li­sie­ren

Bevor Sie Pakete in­stal­lie­ren, sollten Sie Ihr System auf den neuesten Stand bringen. So vermeiden Sie mögliche Konflikte mit ver­al­te­ten Ab­hän­gig­kei­ten.

sudo dnf update -y
sudo dnf upgrade -y
bash

Schritt 2: MariaDB-Re­po­si­to­ry hin­zu­fü­gen

RHEL 9 liefert meist eine ältere Version von MariaDB mit. Wenn Sie eine aktuelle Version in­stal­lie­ren möchten, fügen Sie das of­fi­zi­el­le Re­po­si­to­ry hinzu. Öffnen Sie eine neue Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei:

sudo vi /etc/yum.repos.d/MariaDB.repo
bash

Fügen Sie dann den folgenden Inhalt ein:

[mariadb]
name = MariaDB
baseurl = https://downloads.mariadb.com/MariaDB/mariadb-11.7/yum/rhel9-amd64
gpgkey=https://downloads.mariadb.com/MariaDB/MariaDB-Server-GPG-KEY
gpgcheck=1
bash

An­schlie­ßend leeren Sie den Pa­ket­cache und bauen ihn neu auf:

sudo dnf clean all
sudo dnf makecache
bash

Schritt 3: MariaDB in­stal­lie­ren

In­stal­lie­ren Sie nun den MariaDB-Server. Der Befehl lädt die nötigen Pakete aus dem ein­ge­rich­te­ten Re­po­si­to­ry und in­stal­liert sie au­to­ma­tisch:

sudo dnf install mariadb-server -y
bash

Schritt 4: MariaDB starten und ak­ti­vie­ren

Nach der In­stal­la­ti­on starten Sie den MariaDB-Dienst mit dem folgenden Befehl:

sudo systemctl start mariadb
bash

Damit MariaDB auch nach einem Neustart au­to­ma­tisch läuft, ak­ti­vie­ren Sie den Dienst dauerhaft:

sudo systemctl enable mariadb
bash

Mit diesem Befehl prüfen Sie den aktuellen Status des Dienstes:

sudo systemctl status mariadb
bash

Schritt 5: MariaDB absichern

MariaDB bringt ein prak­ti­sches Si­cher­heits-Setup mit. Das Programm „mariadb_secure_in­stal­la­ti­on“ führt Sie durch mehrere wichtige Schritte, um Ihre Datenbank ab­zu­si­chern:

sudo mariadb_secure_installation
bash

Sie werden gefragt, ob Sie ein Root-Passwort setzen, anonyme Benutzer entfernen, Root-Logins per Remote-Zugriff verbieten und die Test­da­ten­bank löschen möchten. Be­stä­ti­gen Sie alle Schritte mit y, um die Stan­dard­ein­stel­lun­gen an­zu­wen­den.

Schritt 6: Ver­bin­dung zur Datenbank testen

Testen Sie den Zugriff zur MariaDB-Konsole:

sudo mariadb -u root -p
bash

Geben Sie das zuvor gesetzte Passwort ein. Wenn Sie die Datenbank-Shell sehen, ist MariaDB er­folg­reich in­stal­liert und bereit für den Einsatz:

Welcome to the MariaDB monitor...
MariaDB [(none)]>
sql

Schritt 7: Firewall für MariaDB öffnen

Damit Sie von außen auf die Datenbank zugreifen können, müssen Sie den Stan­dard­port 3306 in der Firewall freigeben:

sudo firewall-cmd --permanent --add-service=mysql
sudo firewall-cmd --reload
bash

Dadurch sind ein­ge­hen­de Ver­bin­dun­gen über den MariaDB-/MySQL-Port erlaubt.

Schritt 8: Datenbank und Benutzer anlegen

Loggen Sie sich erneut in die MariaDB-Shell ein, um eine neue Datenbank und ein Be­nut­zer­kon­to mit Passwort anzulegen:

sudo mariadb -u root -p
bash

Führen Sie dann folgende Befehle aus:

CREATE DATABASE example_db;
CREATE USER 'user'@'localhost' IDENTIFIED BY 'safepassword';
GRANT ALL PRIVILEGES ON example_db.* TO 'user'@'localhost';
FLUSH PRIVILEGES;
sql

Sie haben damit eine eigene Datenbank und einen Benutzer ein­ge­rich­tet, der darauf vollen Zugriff hat.

Schritt 9: Remote-Zugriff ak­ti­vie­ren

Wenn Sie möchten, dass andere Rechner über das Netzwerk auf Ihre MariaDB-Datenbank zugreifen können, müssen Sie die Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei anpassen:

sudo vi /etc/my.cnf.d/mariadb-server.cnf
bash

Suchen Sie die Zeile mit bind-address und ändern Sie diese:

bind-address = 0.0.0.0
bash

Damit erlauben Sie Ver­bin­dun­gen von allen IP-Adressen. Starten Sie an­schlie­ßend den Dienst neu:

sudo systemctl restart mariadb
bash
Tipp

Sie wollen MariaDB auf einem anderen System nutzen? In unserem Ratgeber finden Sie unter anderem aus­führ­li­che An­lei­tun­gen, wie Sie MariaDB unter AlmaLinux 9 in­stal­lie­ren oder MariaDB unter Ubuntu 24.04 in­stal­lie­ren.

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