Xbox Cloud Gaming (xCloud): Der Microsoft-Dienst im Portrait

Ähnlich wie bei Google Stadia handelt es sich bei Xbox Cloud Gaming um einen Videospiel-Streaming-Dienst. Das bedeutet, dass Sie als Nutzer durch ein Abonnement bei xCloud die Möglichkeit haben, Videogames über das Internet zu streamen und zu spielen. Wie das genau funktioniert und wie sich die Mitgliedschaft beim Gaming-Dienst von Microsoft gestaltet, lesen Sie hier.

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Was ist xCloud (Xbox Cloud Gaming)?

xCloud zählt zur Zunft der sogenannten Cloud-Gaming-Dienste – eine Form des Cloud Computing. Technisch bedeutet das, dass die Spiele nicht mehr auf dem eigenen Computer, sondern in der Cloud auf Serverressourcen des Betreibers ausgeführt werden. Um den Service nutzen zu können, benötigen Sie neben einer Mitgliedschaft beim Cloud-Gaming-Anbieter eine stabile Internetverbindung und ein unterstütztes Endgerät zum Spielen. Ihre Eingaben werden dann automatisch an die Server im Rechenzentrum gesendet und synchronisiert.

Wenn Sie sich auf die Frage „Wie funktioniert Cloud Gaming?“ eine genauere Antwort wünschen, empfehlen wir Ihnen den verlinkten Artikel.

Xbox Cloud Gaming: Nutzungsvoraussetzungen

Um Spiele via xCloud spielen zu können, benötigen Sie ein aktives Abonnement des Xbox Game Pass Ultimate. Entscheiden Sie sich dafür, fällt ein monatlicher Festpreis an. Wahlweise können nutzen Sie Microsofts Gaming-Stream auf dem PC oder auf Mobilgeräten, wobei folgende Systemversionen vorausgesetzt werden:

  • Windows-Rechner benötigen das Betriebssystem mindestens in der Version 10
  • Android-Geräte benötigen mindestens Version 6.0
  • Apple-User können xCloud ab iOS 14.4 nutzen

Unterstützte Browser sind Microsoft Edge, Google Chome und Safari. Allerdings wird Xbox Cloud Gaming hauptsächlich über die App des Xbox-Game-Passes verwendet.

Eingaben führen Sie entweder mit dem offiziellen Xbox-Controller oder mit einem anderen kompatiblen Gamepad durch. Hauptsächlich steuern Sie den xCloud-Service aber über die Eingaben auf dem Display – vor allem bei mobilen Endgeräten.

Wichtigste Voraussetzung für einen Dienst, der Videospiele über das Internet streamt, ist aber eine entsprechend leistungsstarke Internetverbindung. Android-Smartphones und -Tablets geben sich bei der Nutzung von xCloud mitunter schon mit einer Bandbreite von mindestens 7 MBit/s zufrieden. Apple-Geräte fordern eine Bandbreite von 10 MBit/s. Für einen reibungslosen Betrieb an Desktop-PC oder Laptop ist eine Leitung von mindestens 20 MBit/s als Minimum zu empfehlen.

Prinzipiell ist Xbox Cloud Gaming darauf ausgelegt, auch unterwegs mit Zugriff auf mobile Daten verwendet zu werden. Allerdings sollte WLAN die Verbindung Ihrer Wahl sein, um Datenvolumen und Mobilfunkrechnung zu schonen.

Vorteile und Features von Xbox Cloud Gaming

Ein großer Vorteil von xCloud ist der Cloud-Gaming-Aspekt an sich: Spiele müssen nicht mehr einzeln installiert und aktuell gehalten werden. Außerdem benötigen Sie nicht mehr die modernste und teuerste Hardware, um anspruchsvolle Titel starten zu können. Weil die Spiele komplett über das Internet laufen, haben Sie minimalen Aufwand. Der Großteil der Rechenlast liegt bei den externen Servern der Betreiber, die außerdem in aller Regelmäßig gewartet werden.

Der zweite große Vorteil von Xbox Cloud Gaming ist der Game Pass. Dieser umfasst eine sehr große Spiele-Bibliothek, deren Inhalte sofort in der Cloud zur Verfügung stehen. Mit einem Zugang haben Sie sofort Zugriff auf hunderte Stunden spannenden Gameplays und abendfüllender Unterhaltung in Blockbuster-Qualität. Das alles kommt per Sofort-Zugriff über die Internetleitung und kann außerdem auch mobil genutzt werden. Die Nutzung auf mehreren Endgeräten gehört bei xCloud zum Konzept, denn die Speicherstände der einzelnen Titel werden ebenfalls in der Cloud abgelegt und sind auf diese Weise jederzeit via PC oder über Mobilgeräte abrufbar.

Hinweis

Bei Xbox Cloud Gaming werden die Datenpakete zwischen Server und Client in wenigen Millisekunden übertragen, um einen reibungslosen Spielablauf zu gewährleisten. Sind die Latenzen gering und verfügt die Internetleitung über ausreichend Bandbreite, steht flüssigen Darstellungen mit 60 Bildern pro Sekunde bei einer Full-HD-Auflösung von 1080p nichts mehr im Wege.

Ein weiterer Vorteil von xCloud ist die Unterstützung von Xbox Remote Play: Damit ist es möglich, Spiele von der eigenen Konsole direkt auf dem Windows-PC, Smartphone oder anderem Gerät zu spielen. Neben der entsprechenden Xbox-App benötigen Sie einen unterstützten Web-Browser sowie eine zuverlässige Internetverbindung und einen Bluetooth-fähigen Controller.

Probleme und Nachteile von xCloud

Wenn Sie in einer Region leben, in der kein schnelles Internet verfügbar ist, ist das Game-Streaming-Modell prinzipiell ein unvorteilhaftes. Ein dauerhafter Downstream von multimedialen Inhalten bei gleichzeitigem Upload von Controller-Eingaben ist nur bei einer entsprechend leistungsfähigen Internetleitung möglich. Ist diese nicht verfügbar, kann Xbox Cloud Gaming praktisch nicht genutzt werden. Hinzu kommt die Tatsache, dass das Angebot nur im Rahmen des Game Pass Ultimate genutzt werden kann und nicht separat als Dienstleistung verfügbar ist.

Hinweis

Apropos separat: Ein separater Controller ist ebenfalls nötig. Dabei greifen Sie entweder zum offiziellen Xbox-Controller oder informieren sich im Vorfeld, ob ihr favorisiertes Modell von xCloud unterstützt wird. Die bei PC-Spielern beliebte Kombination aus Maus und Tastatur wird generell nicht unterstützt.

Zwar ist die Liste an kompatiblen Endgeräten mit Computern, Tablets und Smartphones relativ lang, allerdings ist Xbox Cloud Gaming nicht an Fernsehgeräten nutzbar. Wer gern cineastisch inszenierte Blockbuster-Games auf dem großen Bildschirm genießt, schaut aufgrund der fehlenden Kompatibilität für TV-Geräte buchstäblich in die Röhre.

Die an den Game Pass geknüpfte Spielebibliothek ist groß und es kommen monatlich Titel hinzu – allerdings sind viele beliebte Titel von Xbox und Xbox 360 nicht via Cloud Gaming spielbar. Ähnlich verhält es sich mit privaten Servern für Mehrspieler-Titel: Da die Rechenoperationen in der Cloud stattfinden, ist es auch nicht möglich, eigene Server zu erstellen. Wer also etwa einen eigenen Minecraft-Server einrichten will, muss sich eine entsprechende Alternative suchen.

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