Tensor Pro­ces­sing Units (TPUs) sind spe­zia­li­sier­te Hard­warechips, die von Google ent­wi­ckelt wurden, um KI-An­wen­dun­gen wie ma­schi­nel­les Lernen und neuronale Netzwerke schneller und ef­fi­zi­en­ter aus­zu­füh­ren. Sie sind auf die Ver­ar­bei­tung von Tensoren optimiert, was sie ideal für Deep-Learning-Modelle macht.

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Was ist eine Tensor Pro­ces­sing Unit?

Eine Tensor Pro­ces­sing Unit ist ein speziell ent­wi­ckel­ter Prozessor, der für ma­schi­nel­les Lernen optimiert ist. Anders als her­kömm­li­che CPUs oder GPUs ist eine TPU für die schnelle Aus­füh­rung von Matrix- und Vek­tor­ope­ra­tio­nen ausgelegt, die in neu­ro­na­len Netz­wer­ken häufig vorkommen. Sie wurde erstmals 2016 von Google vor­ge­stellt und ist seither in ver­schie­de­nen Ge­ne­ra­tio­nen verfügbar. TPUs arbeiten besonders effizient bei der Be­rech­nung von Tensoren, die die Grundlage für neuronale Netze bilden.

TPUs sind in Googles Cloud-Computing-Plattform in­te­griert und un­ter­stüt­zen Frame­works wie Ten­sor­Flow direkt. Die Hardware ist speziell auf geringe Latenz und hohen Da­ten­durch­satz ausgelegt, wodurch Zeiten für Training und KI-Inferenz stark verkürzt werden. TPUs enthalten spe­zia­li­sier­te Re­chen­ein­hei­ten wie Matrix-Mul­ti­pli­ka­to­ren, die Tausende von Ope­ra­tio­nen parallel ausführen können. Ihr Design er­mög­licht eine hohe En­er­gie­ef­fi­zi­enz im Vergleich zu her­kömm­li­chen Pro­zes­so­ren. TPUs werden sowohl für die Forschung als auch für pro­duk­ti­ve KI-An­wen­dun­gen genutzt.

Wie funk­tio­nie­ren TPUs?

TPUs sind speziell auf die ef­fi­zi­en­te Ver­ar­bei­tung von Tensoren ausgelegt. Ihre Funk­ti­ons­wei­se lässt sich in folgenden Punkten zu­sam­men­fas­sen:

  • Tensoren als Aus­gangs­punkt: Tensoren sind mehr­di­men­sio­na­le, Array-ähnliche Da­ten­struk­tu­ren, die in neu­ro­na­len Netz­wer­ken zentral sind.
  • Matrix Multiply Units: Spe­zia­li­sier­te Re­chen­ein­hei­ten führen sehr schnell große Ma­tri­zen­ope­ra­tio­nen aus.
  • Sy­sto­li­sche Ar­chi­tek­tur: TPUs nutzen sy­sto­li­sche Arrays, bei denen Daten in einem rhyth­mi­schen Muster durch die Re­chen­ein­hei­ten fließen, was ideal für parallele Be­rech­nun­gen ist.
  • On-Chip Speicher: Großer, direkter Speicher am Chip reduziert Ver­zö­ge­run­gen durch Da­ten­trans­fers und be­schleu­nigt Be­rech­nun­gen.
  • Training und Inferenz: TPUs un­ter­stüt­zen sowohl Trainings- als auch In­fe­renz­auf­ga­ben, wobei un­ter­schied­li­che Ge­ne­ra­tio­nen un­ter­schied­li­che Schwer­punk­te setzen.
  • Soft­ware­inte­gra­ti­on: Durch Frame­works wie Ten­sor­Flow (bzw. andere KI-Frame­works) und op­ti­mier­te Com­pi­ler­schrit­te (z. B. Über­tra­gung von Tensor-Ope­ra­tio­nen in TPU-Code) wird die spe­zia­li­sier­te Hardware effizient genutzt.

Moderne TPU-Ge­ne­ra­tio­nen wie Trillium und Ironwood bieten zu­sätz­li­che Hardware-Op­ti­mie­run­gen (z. B. Spar­se­Co­res), die bestimmte KI-Workloads wie Em­bed­dings noch ef­fi­zi­en­ter ver­ar­bei­ten können. Für die ef­fi­zi­en­te Nutzung der TPU-Ar­chi­tek­tur spielt zudem der XLA-Compiler (Ac­ce­le­ra­ted Linear Algebra) eine wichtige Rolle, da er Tensor-Ope­ra­tio­nen aus Frame­works wie Ten­sor­Flow in op­ti­mier­ten TPU-Code übersetzt.

CPU vs. GPU vs. TPU: So un­ter­schei­den sich die Pro­zes­so­ren

CPUs (Central Pro­ces­sing Units) sind All­zweck­pro­zes­so­ren, die eine Vielzahl von Aufgaben ausführen können, jedoch bei massiv par­al­le­len Ope­ra­tio­nen limitiert sind. GPUs (Graphics Pro­ces­sing Units) sind für die parallele Ver­ar­bei­tung von großen Da­ten­men­gen optimiert, ins­be­son­de­re für Gra­fik­an­wen­dun­gen und nu­me­ri­sche Be­rech­nun­gen. TPUs hingegen sind speziell für ma­schi­nel­les Lernen ent­wi­ckelt und op­ti­mie­ren Ma­trix­ope­ra­tio­nen, die in neu­ro­na­len Netz­wer­ken do­mi­nie­ren. Während GPUs Tausende von Kernen für parallele Be­rech­nun­gen bieten, enthalten TPUs spe­zia­li­sier­te Ma­trix­ein­hei­ten, die in der Regel noch schneller und ef­fi­zi­en­ter große Ten­sor­ope­ra­tio­nen ausführen. TPUs sind zudem en­er­gie­ef­fi­zi­en­ter für KI-Aufgaben, da sie genau für diese Art von Be­rech­nun­gen entworfen wurden. CPUs bleiben un­ver­zicht­bar für all­ge­mei­ne Steue­rungs­auf­ga­ben, während TPUs für spe­zi­fi­sche Hoch­leis­tungs-KI-Be­rech­nun­gen zuständig sind. In Cloud-Um­ge­bun­gen er­mög­li­chen TPUs außerdem die Be­schleu­ni­gung komplexer Modelle, die auf her­kömm­li­chen GPUs nur schwer ska­lier­bar wären.

Merkmal CPU GPU TPU
Op­ti­mie­rung All­ge­mei­ne Aufgaben Parallele Be­rech­nun­gen Ten­sor­ope­ra­tio­nen (KI)
Re­chen­ein­hei­ten Wenige, leis­tungs­stark Viele, einfacher Spe­zia­li­sier­te Ma­trix­ein­hei­ten
En­er­gie­ef­fi­zi­enz Mittel Mittel Hoch für KI-Aufgaben
An­wen­dungs­be­reich Be­triebs­sys­tem, Apps Grafiken, KI KI-Training und Inferenz
Spei­cher­zu­griff Allgemein Hoch­par­al­lel Direkt am Chip, optimiert
Hinweis

TPUs sind bisher über­wie­gend in der Google Cloud verfügbar, während GPUs breiter in der Industrie genutzt werden.

An­wen­dungs­ge­bie­te von TPUs

TPUs werden in Bereichen ein­ge­setzt, in denen große Da­ten­men­gen und komplexe Modelle ver­ar­bei­tet werden müssen. Sie sind daher vor allem relevant für KI, Cloud-Computing und Da­ten­ana­ly­se, da sie die Trai­nings­zei­ten von neu­ro­na­len Netzen drastisch verkürzen können.

Künst­li­che In­tel­li­genz

TPUs werden vor allem für ma­schi­nel­les Lernen und Deep Learning ein­ge­setzt, da sie die re­chen­in­ten­si­ven Ope­ra­tio­nen in neu­ro­na­len Netzen erheblich be­schleu­ni­gen. Sie er­mög­li­chen das Training komplexer Modelle in deutlich kürzerer Zeit als her­kömm­li­che CPUs oder GPUs. Dabei kommen sie sowohl bei klas­si­schen Aufgaben wie KI-Bil­der­ken­nung und au­to­ma­ti­scher Sprach­er­ken­nung als auch bei An­wen­dun­gen des Natural Language Pro­ces­sing zum Einsatz.

Dank ihrer hohen Par­al­le­li­tät können TPUs Modelle mit Mil­li­ar­den von Pa­ra­me­tern effizient ver­ar­bei­ten, sodass sie sich her­vor­ra­gend für die Anwendung mit großen Trans­for­mer-Modellen eignen. Zudem er­leich­tern sie die schnelle Iteration und Op­ti­mie­rung von Modellen, was in Forschung und Ent­wick­lung sowie in kom­mer­zi­el­len An­wen­dun­gen von ent­schei­den­der Bedeutung ist.

Cloud Computing

Google in­te­griert TPUs direkt in seine Cloud-Plattform, wodurch Un­ter­neh­men sowie Ent­wick­le­rin­nen und Ent­wick­ler leis­tungs­star­ke KI-Services nutzen können, ohne in eigene Hardware in­ves­tie­ren zu müssen. Über die Cloud lassen sich Trai­nings­jobs flexibel skalieren, sodass sowohl kleine Ex­pe­ri­men­te als auch groß angelegte Trai­nings­pro­jek­te effizient durch­ge­führt werden können. TPUs be­schleu­ni­gen dabei nicht nur das Training, sondern auch die Inferenz, wodurch Modelle schneller produktiv ein­ge­setzt werden können. Diese In­te­gra­ti­on er­mög­licht die Nutzung von KI in großem Maßstab, ohne dass lokale Re­chen­res­sour­cen erweitert oder gewartet werden müssen.

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Edge Computing

Google stellt auch spe­zia­li­sier­te Edge-TPUs bereit, die für kleinere Modelle direkt an End­ge­rä­ten genutzt werden können. Der Einsatz im Edge Computing er­mög­licht die Ver­ar­bei­tung von Daten in Echtzeit, ohne dass sie erst in entfernte Re­chen­zen­tren gesendet werden müssen. An­wen­dun­gen finden sich in autonomen Fahr­zeu­gen, Smart Citys oder in­dus­tri­el­len IoT-Systemen. Durch den Einsatz von TPUs am Edge können KI-Modelle lokal in­fe­rie­ren, was Latenz reduziert, Band­brei­te spart und Da­ten­schutz­vor­tei­le bietet.

Da­ten­ana­ly­se

Auch bei der Ver­ar­bei­tung großer und komplexer Da­ten­men­gen kommen TPUs zunehmend zum Einsatz. Im Bereich AI Data Analysis be­schleu­ni­gen sie an­spruchs­vol­le Analysen und Vor­her­sa­ge­mo­del­le, die auf um­fang­rei­chen Da­ten­sät­zen basieren, erheblich. So können Un­ter­neh­men und For­schungs­ein­rich­tun­gen bei­spiels­wei­se Fi­nanz­da­ten, me­di­zi­ni­sche Da­ten­sät­ze oder Echtzeit-Streaming-Daten effizient ver­ar­bei­ten und ana­ly­sie­ren.

Forschung und Ent­wick­lung

TPUs werden in wis­sen­schaft­li­chen Projekten ein­ge­setzt, um KI-Modelle für Forschung, Si­mu­la­tio­nen oder die Analyse komplexer Ex­pe­ri­men­te zu trai­nie­ren. Sie er­mög­li­chen die Ver­ar­bei­tung großer Da­ten­men­gen in kurzer Zeit und re­du­zie­ren so die Dauer von Ex­pe­ri­men­ten und Si­mu­la­tio­nen erheblich. Dadurch können For­schen­de schneller Hy­po­the­sen testen, Modelle op­ti­mie­ren und Er­geb­nis­se va­li­die­ren. Die hohe Re­chen­leis­tung der TPUs erlaubt es, auch besonders komplexe oder da­ten­in­ten­si­ve Projekte effizient um­zu­set­zen, wodurch iterative Ent­wick­lungs­zy­klen deutlich be­schleu­nigt werden.

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