Windows gibt Ihnen die Mög­lich­keit, den DNS-Server manuell an­zu­pas­sen. Das geht entweder direkt im Be­triebs­sys­tem von Microsoft oder in den Ein­stel­lun­gen Ihres Routers. Al­ter­na­ti­ve Server für das Domain Name System (DNS) sind unter Umständen besser für Sie geeignet.

In Windows 10 den DNS-Server ändern

Wenn Sie Windows 10 nutzen, ändern Sie den DNS-Server im Menü „Netz­werk­ver­bin­dun­gen“.

Schritt 1: Öffnen Sie die Ein­stel­lun­gen zu den Netz­werk­ver­bin­dun­gen, indem Sie mit der rechten Maustaste auf das Windows-Logo und an­schlie­ßend auf den gleich­na­mi­gen Menüpunkt klicken.

Bild: Windows 10: Schnellzugriffsmenü
Sie können das Schnell­zu­griffs­me­nü in Windows 10 auch mit der Tas­ten­kom­bi­na­ti­on [Windows] + [X] öffnen.

Schritt 2: Sie finden nun die Sta­tus­sei­te der ein­ge­rich­te­ten Ver­bin­dung vor. Drücken Sie unter „Er­wei­ter­te Netz­werk­op­tio­nen“ auf „Ad­ap­ter­op­tio­nen ändern“.

An­schlie­ßend wählen Sie per Rechts­klick die Ver­bin­dung aus, für die der DNS-Server-Wechsel durch­ge­führt werden soll. Nutzen Sie einen Desktop-PC, haben Sie wahr­schein­lich eine Ver­bin­dung via Netz­werk­ka­bel ein­ge­rich­tet – in diesem Fall wählen Sie „Ethernet/LAN“. Ist das Gerät über Wi-Fi mit dem Internet verbunden, wählen Sie „WLAN“. Im auf­pop­pen­den Menü klicken Sie auf „Ei­gen­schaf­ten“.

Bild: Eingerichtete Netzwerkverbindung in Windows 10
Wenn Sie sich auf dem genutzten Gerät sowohl via Kabel als auch via WLAN mit dem Internet verbinden, ist es sinnvoll, den DNS-Server in beiden Ver­bin­dungs­ty­pen zu ändern.

Schritt 3: Dop­pel­kli­cken Sie auf den Menüpunkt „In­ter­net­pro­to­koll, Version 4 (TCP/IPv4)“ und ak­ti­vie­ren Sie die Option „Folgende DNS-Ser­ver­adres­sen verwenden“. Tragen Sie nun die beiden Adressen der Google-Server (8.8.8.8 und 8.8.4.4) ein.

Bild: Windows 10: IPv4-Eigenschaften
Die manuelle Kon­fi­gu­ra­ti­on des DNS-Servers erlaubt die Eingabe von zwei Adressen (prä­fe­rier­ter und al­ter­na­ti­ver Server).

Schritt 4: Um die DNS-Server-Än­de­run­gen unter Windows 10 zu be­stä­ti­gen, drücken Sie zum Abschluss auf den „OK“-Button.

Hinweis

Al­ter­na­tiv können Sie die DNS-Server-Ein­stel­lun­gen in Windows 10 über die Kom­man­do­zei­le ändern. Hierfür geben Sie einfach folgende Befehle ein: netsh interface ip add dns name=“Name der Ver­bin­dung“ addr=8.8.8.8 index=1

netsh interface ip add dns name=“Name der Ver­bin­dung“ addr=8.8.4.4 index=2

Anstelle des Platz­hal­ters „Name der Ver­bin­dung“ verwenden Sie den ent­spre­chen­den Namen für die LAN- bzw. WLAN-Ver­bin­dung.

So ändern Sie den DNS-Server in Windows 8

Nut­ze­rin­nen und Nutzer von Windows 8 können den DNS-Server ebenfalls bequem in den Netz­werk­ein­stel­lun­gen ändern.

Schritt 1: Na­vi­gie­ren Sie zum Netzwerk- und Frei­ga­be­cen­ter. Dieses lässt sich entweder über die Sys­tem­steue­rung („Startmenü“ -> „Sys­tem­steue­rung“) oder über das Netz­werk­ver­bin­dungs-Symbol im Be­nach­rich­ti­gungs­feld der Task­leis­te aufrufen. Haben Sie das Icon gefunden, klicken Sie dieses mit der rechten Maustaste an und wählen Sie die Option „Netzwerk- und Frei­ga­be­cen­ter öffnen“.

Bild: Windows 8: Netzwerkverbindungs-Icon im Benachrichtigungsfeld
Das Netz­werk­ver­bin­dungs-Symbol ist häufig nicht direkt auf der Windows-Task­leis­te, sondern unter „Aus­ge­blen­de­te Symbole ein­blen­den“ zu finden.

Schritt 2: Öffnen Sie die Ad­ap­t­er­ein­stel­lun­gen, indem Sie auf die ent­spre­chen­de Schalt­flä­che klicken.

Bild: Netzwerk- und Freigabecenter von Windows 8
In den Ad­ap­t­er­ein­stel­lun­gen kon­fi­gu­rie­ren Sie ver­knüpf­te und ein­ge­rich­te­te Netz­werk­ad­ap­ter (LAN, WLAN etc.).

Schritt 3: Nun gehen Sie per Rechts­klick auf die zu kon­fi­gu­rie­ren­de Ver­bin­dung und wählen im daraufhin auf­tau­chen­den Menü den Punkt „Ei­gen­schaf­ten“ aus.

Schritt 4: Klicken Sie im Anschluss doppelt auf „In­ter­net­pro­to­koll Version 4 (TCP/IPv4)“. Sie gelangen in das Menü zum Ändern der DNS-Server in Windows 8, wo Sie die bereits genannten Adressen der öf­fent­li­chen Google-DNS-Server (8.8.8.8 und 8.8.4.4) eintragen.

Bild: Windows 8: Eigenschaften von LAN-Verbindung und IPv4
Eingabe der Google-Adressen zur Änderung der DNS-Server in Windows 8.

DNS-Server ändern unter Windows 7

Die Änderung des DNS-Servers in Windows 7 funk­tio­niert über die Ein­stel­lun­gen zur Netz­werk­ver­bin­dung.

Schritt 1: Öffnen Sie im ersten Schritt das Netzwerk- und Frei­ga­be­cen­ter. Hierfür rufen Sie entweder die Sys­tem­steue­rung auf – wo Sie einen ent­spre­chen­den Menüpunkt finden – oder rechts­kli­cken auf das Netz­werk­ver­bin­dungs-Symbol im Be­nach­rich­ti­gungs­feld der Task­leis­te (System Tray) und an­schlie­ßend auf die Option „Netzwerk- und Frei­ga­be­cen­ter öffnen“.

Bild: Windows 7: Netzwerksymbol im System Tray
Wenn Sie das Mi­ni­sym­bol Ihrer Netz­werk­ver­bin­dung nicht finden, können Sie das Netzwerk- und Frei­ga­be­cen­ter in Windows 7 auch über die Sys­tem­steue­rung öffnen.

Schritt 2: Wählen Sie im nächsten Menü den Punkt „Ad­ap­t­er­ein­stel­lun­gen ändern“ und an­schlie­ßend die Ver­bin­dung aus, deren DNS-Ein­stel­lun­gen Sie ändern wollen.

Bild: Übersicht der Netzwerkverbindungen in Windows 7
Kabel- und WLAN-Ver­bin­dun­gen lassen sich in Windows 7 ganz einfach anhand des Symbols un­ter­schei­den: Erstere sind mit dem typischen Ka­bel­ste­cker, letztere durch das Si­gnal­stär­ke-Icon ge­kenn­zeich­net.

Schritt 3: Für die aus­ge­wähl­te Ver­bin­dung rufen Sie über Rechts­klick und den Menüpunkt „Ei­gen­schaf­ten“ die Protokoll- und Ser­vice­über­sicht auf. Suchen Sie dort nach dem Eintrag „In­ter­net­pro­to­koll Version 4 (TCP/IPv4)“ und starten Sie per Dop­pel­klick das Menü zur Änderung des DNS-Servers unter Windows 7.

Bild: Windows-7-LAN-Verbindung: IPv4-Eintrag im „Eigenschaften“-Menü
Stan­dard­mä­ßig sind in Windows 7 sowohl IPv4 als auch IPv6 aktiviert – ob es sich lohnt, das IPv6-DNS-Setup zu ändern, hängt aber in erster Linie von Ihrem Router ab, der die ent­spre­chen­de Un­ter­stüt­zung liefern muss.

Schritt 4: Im letzten Schritt stellen Sie die Option „Folgende DNS-Ser­ver­adres­sen verwenden“ ein und geben die beiden Adressen der Public-DNS-Server ein:

Be­vor­zug­ter DNS-Server: 8.8.8.8

Al­ter­na­ti­ver DNS-Server: 8.8.4.4

DNS-Server in den Router-Ein­stel­lun­gen ändern

Statt im Be­triebs­sys­tem können Sie den DNS-Server auch in Ihrem Router ändern. Der Vorteil hierbei: Alle Geräte, die in Ihrem Netzwerk (bei­spiels­wei­se im WLAN) ein­ge­loggt sind, verwenden dann den ge­wünsch­ten DNS-Server und müssen nicht in­di­vi­du­ell kon­fi­gu­riert werden.

Wie Sie den DNS-Server anpassen, hängt von Ihrem Router ab. Die meisten Geräte lassen sich aber per Interface im Browser verwalten. In der Ge­brauchs­an­lei­tung oder direkt am Router finden Sie dafür eine URL bzw. eine IP-Adresse, die Sie direkt in die Adress­zei­le des Browsers eintragen. Dann müssen Sie nur noch Ihre Zu­gangs­da­ten eingeben (sollten Sie auch in Ihren Un­ter­la­gen finden) und suchen dann in den Menüs nach den Ein­stel­lun­gen für das Domain Name System.

Bei einer Fritz!Box bei­spiels­wei­se geben Sie http://fritz.box ein, um den Ad­mi­nis­tra­ti­ons­be­reich des Routers auf­zu­ru­fen. Die DNS-Ein­stel­lun­gen finden Sie im Bereich „Internet“ und dann „Zu­gangs­da­ten“.

Bild: DNS-Einstellungen im Administrationsbereich einer Fritz!Box
Die Fritz!Box gibt Ihnen die Mög­lich­keit, IPv4- und IPv6-Adressen der DNS-Server ein­zu­tra­gen.
Tipp

Auch in anderen Be­triebs­sys­te­men ist es möglich, den DNS-Server zu ändern:

Welche Vorteile bietet die Änderung des DNS-Servers?

Wenn Sie über Ihren Router eine In­ter­net­ver­bin­dung aufbauen, werden DNS-Server-Ein­stel­lun­gen au­to­ma­tisch geladen. In der Regel wird Ihr In­ter­net­an­bie­ter die Na­mens­auf­lö­sung über­neh­men. Nut­ze­rin­nen und Nutzer müssen sich also nicht mit der Kon­fi­gu­ra­ti­on aus­ein­an­der­set­zen. Es gilt lediglich, den Router mit den ge­wünsch­ten Geräten zu verbinden – Pro­to­kol­le wie DHCP über­neh­men im Anschluss die Zuordnung der be­nö­tig­ten Ver­bin­dungs­in­for­ma­tio­nen.

Das ist ei­gent­lich ein gutes Prinzip, doch Al­ter­na­ti­ven im DNS sind eventuell besser geeignet. Ins­be­son­de­re aus folgenden drei Gründen kann es sinnvoll bzw. notwendig sein, den Standard-DNS-Server zu ändern:

  • Ge­schwin­dig­keit: Ein anderer DNS-Server bietet unter Umständen einen Ge­schwin­dig­keits­vor­teil, der für schnel­le­re La­de­zei­ten sorgt. Beliebt sind etwa die Name­ser­ver von OpenDNS sowie die Public-DNS-Server von Google, die als besonders schnell gelten.
  • Er­reich­bar­keit: Wenn Sie statt einer Website die Feh­ler­mel­dung „DNS-Server antwortet nicht“ sehen, ist der Stan­dard­ser­ver für die Na­mens­auf­lö­sung aus­ge­fal­len. Meistens handelt es sich hierbei zwar um ein vor­über­ge­hen­des Problem, mit einem Wechsel des DNS-Servers können Sie dieses jedoch sofort beheben.
  • DNS-Sperren: Das DNS kann für Zensur ein­ge­setzt werden. In­ter­net­pro­vi­der blo­ckie­ren dann für bestimmte Domains die Na­mens­auf­lö­sung. Durch die Wahl eines anderen DNS-Servers umgehen Sie die Sperre.
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