Garuda Linux: Mehr als nur ein Linux für Gamer

Garuda Linux ist ein junges Betriebssystem, das sich vor allem in der Gaming-Szene großer Beliebtheit erfreut. Das Arch-Linux-Derivat bietet zwölf verschiedene Desktopumgebungen und zahlreiche Grafiktools. Garuda Linux wird nach dem Rolling-Release-Prinzip aktualisiert.

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Was ist Garuda Linux?

Garuda Linux ist ein Derivat von Arch Linux, das die Funktionalität und Wahlfreiheit der minimalistischen Linux-Distributionmit der grafischen Installationshilfe Calamares, zahlreichen Desktopumgebungen sowie weiteren benutzerfreundlichen Werkzeugen verbindet. Das Betriebssystem wird von einem internationalen Team um den indischen Entwickler Shrinivas Kumbhar (Pseudonym: Librewish) betreut und als Rolling Release seit 2020 veröffentlicht.

Die vergleichsweise junge Distribution erfreut sich u. a. bei Gamern, die Linux nutzen möchten, großer Beliebtheit. Als Paketmanager nutzt Garuda Linux Pacman und erhält Updates aus den Arch-Repositories und Chaotic-AUR. Der Name „Garuda“ ist aus der indischen Mythologie entlehnt, wo er eine Mischung aus Mensch und Adler beschreibt.

Was macht Garuda Linux besonders?

Eine Besonderheit, die Garuda Linux vor allem von Arch Linux abhebt, ist die Auswahl zwischen zwölf verschiedenen Desktopumgebungen und Window-Managern. Neben den drei KDE-Varianten Dragonized, Dragonized Gaming und Dragonized BlackArch sind u. a. auch Cinnamon, Gnome oder Xfce erhältlich. Außerdem stellt das Derivat zahlreiche grafische Hilfsmittel zur Verfügung, die auch Einsteigern und Neulingen die Einrichtung des Betriebssystems vereinfachen. Die Applikation Garuda Gamer richtet sich an Nutzer, die ihren Rechner vor allem für Spiele einsetzen möchten. Die Installation kuratierter Gaming-Software wird so deutlich vereinfacht und optimiert. Die Basis von Garuda Linux ist der Zen-Kernel Linux 5.15.10 LTS Zen1.

Für wen ist das Betriebssystem geeignet?

Garuda Linux hat sich so in kurzer Zeit den Ruf erarbeitet, insbesondere für Gamer ein sehr gut geeignetes System zu sein. Das ist auch richtig, da sich viele Optionen für Games oder Plattformen wie Steam optimieren lassen. Doch auch wer seinen Computer nicht für Spiele verwenden möchte, könnte mit Garuda Linux glücklich werden. Die Linux-Distribution nutzt viele Vorteile des individuell anpassbaren Arch Linux und ergänzt diese um übersichtliche grafische Oberflächen. Nutzer, die zwar die Vorteile eines freien Systems genießen möchten, aber nicht das Know-how für eine manuelle Installation und Wartung haben, finden mit Garuda Linux daher ebenfalls eine lohnende Alternative.

Welche Systemanforderungen stellt die Distribution?

Gerade im Vergleich zum minimalistischen Arch Linux ist Garuda Linux deutlich umfangreicher. Zwar sind die genauen Voraussetzungen abhängig von der gewählten Desktopumgebung, große Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Varianten gibt es aber nicht. Die Entwickler selbst veranschlagen ein Minimum von 4 GB RAM und 30 GB Speicherplatz. Empfohlen für eine reibungslose Installation und eine ruckelfreie Verwendung werden allerdings 8 GB RAM und mindestens 40 GB Speicher. Für die Installation von Garuda Linux wird außerdem ein Datenträger mit mindestens 4 GB benötigt. Die Gaming-Desktops brauchen das Doppelte.

Welche Vor- und Nachteile hat Garuda Linux?

Um zu entscheiden, ob Garuda Linux das richtige Betriebssystem für Ihre Ansprüche ist, lohnt sich ein genauer Blick auf die Vor- und Nachteile der Distribution.

Vorteile

  • Desktopumgebungen: Mit gleich zwölf verschiedenen Desktopumgebungen finden vermutlich die meisten Nutzer die Variante, die den eigenen Vorstellungen am nächsten kommt. Die Bandbreite reicht dabei von schlanken Optionen wie Xfce bis zu ausgewählten Gaming-Umgebungen.
  • Benutzerfreundlichkeit: Auch neben den Desktopumgebungen ist Garuda Linux nicht nur schön anzusehen, sondern auch sehr benutzerfreundlich. Zahlreiche grafische Werkzeuge erleichtern die Arbeit mit dem Betriebssystem und machen es auch für Einsteiger übersichtlich. Calamares hilft bei der Installation und Pacman unterstützt beim Paketmanagement.
  • Auswahl: Auswahl gibt es nicht nur in Bezug auf den Desktop, sondern auch bei den unterschiedlichen Programmen. Welche Software installiert werden soll, entscheidet jeder Nutzer ganz individuell. Hier kommt der Ansatz von Arch Linux noch deutlich zum Tragen. Neben dem Repository des Ausgangssystems können Pakete auch von Chaotic-AUR bezogen werden.
  • Rolling Release: Das Rolling-Release-Modell sorgt dafür, dass das System immer auf dem neuesten Stand ist. Updates, Fixes und Neuheiten werden so direkt eingespielt und gewährleisten ein modernes Betriebssystem.
  • Sicherheit: Damit das nicht zu Problemen führt, ist Snapper mit dabei. Das Btrfs-Tool wird automatisch bei der Installation mitkonfiguriert und erstellt Snapshots. Sollte sich also durch das Rolling-Release-Prinzip ein Fehler einschleichen, ist es problemlos möglich, das System auf einen vorherigen Stand zurückzusetzen. Mit FireDragon gibt es dazu einen Webbrowser, der die Privatsphäre seiner Nutzer besonders gut schützt.

Nachteile

  • Umfang: Gerade im Vergleich zu Arch Linux ist Garuda Linux eher groß und stellt dementsprechend auch höhere Anforderungen. Zwar kann man sein System selbst gestalten, schlank wird es aber eher nicht.
  • Vorinstallierte Software: Garuda Linux wählt einen Mittelweg und stellt nur wenig vorinstallierte Software zur Verfügung. Das könnte einerseits zu viel für Nutzer sein, die den Ansatz von Arch Linux bevorzugen. Andererseits dürfte Usern, die direkt nach dem Aufsetzen mit dem System arbeiten möchten, das ein oder andere Programm fehlen. Das gilt beispielsweise für Büroprogramme.

Welche alternativen Betriebssysteme bieten sich an?

Insgesamt ist Garuda Linux ein sehr vielversprechendes Betriebssystem, das gerade Gamer vollkommen zufriedenstellen dürfte. Für Nutzer, die einen anderen Schwerpunkt bevorzugen, gibt es allerdings auch zahlreiche alternative Linux-Distributionen für Laptop und PC. Manjaro Linux etwa wählt einen ähnlichen Ansatz, legt den Fokus aber nicht so sehr auf das Gaming. Ubuntu, Debian sowie Abspaltungen wie Linux Mint oder Elementary OS 6 haben zurecht eine große Fangemeinde. Dazu gibt es starke Linux-Server-Distributionen wie die CentOS-Nachfolger AlmaLinux und Rocky Linux.


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