Wenn Sie Git auf Ubuntu 24.04 in­stal­lie­ren, können Sie Än­de­run­gen an Code nach­voll­zie­hen, mit anderen Ent­wick­le­rin­nen und Ent­wick­lern zu­sam­men­ar­bei­ten und Projekte effizient verwalten. Git ist eines der wich­tigs­ten Werkzeuge für die Ver­si­ons­ver­wal­tung von Soft­ware­pro­jek­ten.

Schritt 1: Welcher Server passt zu Ihrem Vorhaben?

Bevor Sie Git in­stal­lie­ren, sollten Sie überlegen, auf welcher Art von Server Ihr Projekt betrieben werden soll. Git selbst benötigt nur wenige Res­sour­cen, wird jedoch häufig im Zu­sam­men­hang mit Ent­wick­lungs­um­ge­bun­gen, Web­pro­jek­ten oder au­to­ma­ti­sier­ten De­ploy­ments ein­ge­setzt. In der Praxis kommen dafür meist zwei Ser­ver­ar­ten infrage: VPS (Virtual Private Server) oder Dedicated Server.

Ein VPS ist im Grunde eine Art virtuelle Maschine, die auf einem phy­si­schen Host-System betrieben wird. Mehrere virtuelle Server teilen sich dabei die Hardware des Host­sys­tems, erhalten jedoch eigene Res­sour­cen wie Ar­beits­spei­cher, CPU-Anteile und Spei­cher­platz. Für kleinere Projekte, per­sön­li­che Ent­wick­lungs­um­ge­bun­gen oder erste Ex­pe­ri­men­te mit Git ist ein VPS in den al­ler­meis­ten Fällen aus­rei­chend. Er lässt sich flexibel skalieren und ist in der Regel kos­ten­güns­ti­ger als eine physische Maschine.

Ein Dedicated Server hingegen stellt Ihnen die gesamte Hardware exklusiv zur Verfügung. Sie teilen sich die Res­sour­cen also nicht mit anderen Nut­ze­rin­nen und Nutzern. Diese Variante eignet sich vor allem für größere Ent­wick­lungs­pro­jek­te, Teams mit mehreren Ent­wi­ckeln­den oder komplexe An­wen­dun­gen mit vielen Re­po­si­to­ries. Auch wenn CI/CD-Pipelines oder um­fang­rei­che Build-Prozesse laufen sollen, bietet ein de­di­zier­ter Server mehr Leis­tungs­re­ser­ven.

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Schritt 2: Pa­ket­lis­ten ak­tua­li­sie­ren

Bevor neue Software in­stal­liert wird, sollten Sie zunächst die Pa­ket­lis­ten Ihres Systems ak­tua­li­sie­ren. Ubuntu verwaltet Software über den Pa­ket­ma­na­ger APT (Advanced Package Tool). Dieser greift auf zentrale Soft­ware­quel­len zu und sorgt dafür, dass Programme sicher in­stal­liert und ak­tua­li­siert werden können. Ak­tua­li­sie­ren Sie also zunächst die Pa­ket­in­for­ma­tio­nen mit folgendem Befehl:

sudo apt update
sudo apt upgrade
bash

Der Befehl lädt die aktuellen Pa­ket­lis­ten aus den Ubuntu-Re­po­si­to­ries herunter. Dadurch stellt das System sicher, dass bei der In­stal­la­ti­on die neuesten ver­füg­ba­ren Versionen der Software verwendet werden. Vor­aus­set­zung ist, dass Sie über sudo-Rechte verfügen.

Schritt 3: Git in­stal­lie­ren

Nach der Ak­tua­li­sie­rung der Pa­ket­lis­ten können Sie auch schon Git direkt über den Pa­ket­ma­na­ger in­stal­lie­ren. Ubuntu stellt Git bereits in den of­fi­zi­el­len Pa­ket­quel­len bereit, sodass keine zu­sätz­li­chen Re­po­si­to­ries benötigt werden. Der Git Ubuntu Install gelingt mit dem un­ten­ste­hen­den Befehl:

sudo apt install git -y
bash

Der Parameter -y bestätigt au­to­ma­tisch alle In­stal­la­ti­ons­ab­fra­gen. Während der In­stal­la­ti­on lädt Ubuntu die er­for­der­li­chen Dateien herunter und richtet Git auf Ihrem System ein. Je nach In­ter­net­ver­bin­dung dauert dieser Vorgang in der Regel nur wenige Sekunden.

Hinweis

Wenn Sie zu­sätz­lich grafische Git-Tools oder In­te­gra­tio­nen mit anderen Ver­si­ons­ver­wal­tungs­sys­te­men benötigen, können Sie statt git auch das Metapaket git-all in­stal­lie­ren. Dieses enthält alle ver­füg­ba­ren Git-Zu­satz­pa­ke­te.

Schritt 4: In­stal­la­ti­on über­prü­fen

Nach der In­stal­la­ti­on empfiehlt es sich, in einem nächsten Schritt zu prüfen, ob Git korrekt in­stal­liert wurde. Dazu können Sie die in­stal­lier­te Version anzeigen lassen. Führen Sie hierzu den folgenden Befehl aus:

git --version
bash

Nach einem er­folg­rei­chen Git Ubuntu Install unter Ubuntu 24.04 gibt das Terminal die aktuell in­stal­lier­te Ver­si­ons­num­mer aus. Damit ist bestätigt, dass Git auf Ihrem Ubuntu-System verfügbar ist und verwendet werden kann.

Bild: Versionsanzeige von Git im Terminal
Die Anzeige der Ver­si­ons­num­mer von Git bestätigt die er­folg­rei­che In­stal­la­ti­on des Dienstes.

Schritt 5: Git kon­fi­gu­rie­ren

Bevor Sie Git aktiv nutzen, sollten Sie einige grund­le­gen­de Ein­stel­lun­gen festlegen. Dazu gehören ins­be­son­de­re Ihr Name und Ihre E-Mail-Adresse. Diese In­for­ma­tio­nen werden später bei jedem Git-Commit ge­spei­chert, damit Än­de­run­gen eindeutig einer Person zu­ge­ord­net werden können.

Setzen Sie zunächst Ihren Namen:

git config --global user.name "Ihr Name"
bash

An­schlie­ßend hin­ter­le­gen Sie Ihre E-Mail-Adresse:

git config --global user.email "ihre@emailadresse.de"
bash

Die Option --global sorgt dafür, dass diese Ein­stel­lun­gen sys­tem­weit für Ihren User gelten. Sie müssen diese Angaben daher nur einmal festlegen.

Um alle gesetzten Kon­fi­gu­ra­tio­nen an­zu­zei­gen, können Sie folgenden Befehl verwenden:

git config --list
bash

Das Terminal zeigt daraufhin eine Übersicht aller aktuellen Git-Ein­stel­lun­gen.

Bild: Anzeige von Git-Einstellungen im Terminal
Im Terminal werden Ihnen die von Ihnen fest­ge­leg­ten Ein­stel­lun­gen über­sicht­lich angezeigt.

Schritt 6: Erstes Re­po­si­to­ry erstellen (optional)

Nach der In­stal­la­ti­on und Kon­fi­gu­ra­ti­on können Sie sich ein Git-Tutorial ansehen oder – wenn Sie bereits Erfahrung haben – Git direkt verwenden. Dazu können Sie bei­spiels­wei­se ein neues Re­po­si­to­ry erstellen. Wechseln Sie zunächst in ein ge­wünsch­tes Ver­zeich­nis:

cd projektordner
bash

In­itia­li­sie­ren Sie an­schlie­ßend ein neues Git-Re­po­si­to­ry:

git init
bash

Git legt daraufhin ein ver­steck­tes Ver­zeich­nis .git an. Darin speichert das System alle In­for­ma­tio­nen zur Ver­si­ons­ver­wal­tung Ihres Projekts. Von diesem Zeitpunkt an können Sie Än­de­run­gen verfolgen, Commits erstellen und Ihr Projekt struk­tu­riert verwalten.

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