Robocopy gehört seit Windows Vista zur Grund­aus­stat­tung von Windows. Das beliebte Tool, das vor allem Sys­tem­ad­mi­nis­tra­to­ren und IT-Profis schätzen, gilt als besonders robust und zu­ver­läs­sig. Ko­pier­ak­tio­nen, die andere Tools über­for­dern oder die aufgrund von Fehlern ab­ge­bro­chen werden, kann Robocopy unter Windows 10 oft noch er­folg­reich durch­füh­ren.

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Was ist Robocopy?

Robocopy ist ein Windows-Tool, das auf Ko­pier­vor­gän­ge und Backups spe­zia­li­siert ist. Gesteuert wird das Programm mit spe­zi­el­len Befehlen und Pa­ra­me­tern, die in der Ein­ga­be­auf­for­de­rung von Windows ein­ge­ge­ben werden. Weniger versierte Windows-Nutzer müssen al­ler­dings nicht zwingend auf die Kom­man­do­zei­le (cmd.exe) zu­rück­grei­fen. Al­ter­na­tiv gibt es spezielle Software, die die Bedienung ver­ein­facht und für die Nutzung von Robocopy eine grafische Ober­flä­che zur Verfügung stellt. Ein Beispiel ist das kos­ten­lo­se GUI-Tool Ro­bo­Mir­ror.

Unter den bord­ei­ge­nen Ko­pier­werk­zeu­gen von Windows ist Robocopy das viel­sei­tigs­te Tool – gefolgt von xcopy, das noch etwas leis­tungs­stär­ker ist als das ebenfalls in Windows ent­hal­te­ne Programm copy. Insgesamt 72 Parameter lassen kaum Wünsche offen, nahezu jede er­denk­li­che Da­ten­si­che­rung lässt sich über Robocopy mit maß­ge­schnei­der­tem Code umsetzen. Dabei kann das Programm sogar in­kre­men­tel­le Backups erstellen, die auf Kom­plett­si­che­run­gen ver­zich­ten und bei re­gel­mä­ßi­gen Durch­läu­fen nur neuere Än­de­run­gen sichern. Die platz­spa­ren­de Si­che­rungs­me­tho­de belastet etwa bei Backups im Netzwerk oder in der Cloud die Band­brei­te und die Res­sour­cen nicht so stark.

Tipp

Für sichere und au­to­ma­ti­sche Backups in der Cloud können Sie auch pro­fes­sio­nel­le Anbieter nutzen, die kos­ten­güns­tig aus­rei­chend Spei­cher­platz zur Verfügung stellen.

Zudem ist das Tool in der Lage, mit nur wenig Code ganze Ver­zeich­nis­struk­tu­ren zu spiegeln, also auch Un­ter­ver­zeich­nis­se in Ko­pier­ak­tio­nen und Backups ein­zu­schlie­ßen. Mit dieser Funk­ti­ons­viel­falt kann das code­ba­sier­te Tool optimal andere Backup-Routinen ergänzen, die sich bei­spiels­wei­se auf die Er­stel­lung eines Windows-10-Backup kon­zen­trie­ren. Es kann zudem bei Server-Backups als Ergänzung oder Al­ter­na­ti­ve zu rsync genutzt werden.

Funk­ti­ons­viel­falt und Fle­xi­bi­li­tät von Robocopy-Backups er­schlie­ßen sich einem al­ler­dings erst nach einer gewissen Ein­ar­bei­tungs­pha­se. Gerade Anfänger müssen sich zu Beginn in­ten­si­ver mit dem Programm be­schäf­ti­gen, selbst wenn sie ein GUI-Tool mit einer gra­fi­schen Be­dien­ober­flä­che nutzen. Erst dann können sie effizient Backups durch­füh­ren und das be­ein­dru­cken­de Potenzial von Robocopy unter Windows 10 voll aus­schöp­fen. Einfache Ko­pier­auf­ga­ben können aber auch Anfänger zügig mit relativ über­sicht­li­cher Be­fehls­syn­tax erstellen. Bei der Ver­wen­dung von Robocopy ist al­ler­dings Vorsicht geboten. An­dern­falls können bei der Anwendung Dateien auch ver­se­hent­lich gelöscht oder über­schrie­ben werden.

Die Be­fehls­syn­tax für Robocopy-Backups

Wie alle Kom­man­do­zei­len-Tools von Windows 10 benötigt auch Robocopy eine spezielle Be­fehls­syn­tax, um bestimmte Aufgaben erfüllen zu können. Der grund­le­gen­de Aufbau der Syntax sieht so aus:

robocopy <source> <destination> [<file>[...]] [<options>]

Der Parameter „source“ gibt den Pfad zum Quell­ver­zeich­nis an. Den Pfad zum Ziel­ver­zeich­nis der je­wei­li­gen Ko­pier­ak­ti­on definiert der Parameter „de­sti­na­ti­on“. Beim Parameter „file“, der die zu ko­pie­ren­den Dateien angibt, sind auch Platz­hal­ter erlaubt. Geben sie *.* anstelle eines konkreten Da­tei­na­mens ein, werden alle Dateien im Quell­ver­zeich­nis (ohne Un­ter­ver­zeich­nis­se) kopiert. Sollen alle Dateien eines be­stimm­ten Dateityps erfasst werden, kann ein Asterisk mit dem Dateityp kom­bi­niert werden. Bei­spiels­wei­se werden aus­schließ­lich aktuelle Word-Dateien mit der Da­tei­endung „.docx“ mit folgender Syntax kopiert:

robocopy <Quellverzeichnis> <Zielverzeichnis> *.docx

Am Ende eines Ko­pier­be­fehls kann die Syntax noch durch weitere Optionen ergänzt werden. So kann man unter anderem gezielt festlegen, wie häufig ein Ko­pier­ver­such bis zur er­folg­rei­chen Aus­füh­rung wie­der­holt werden soll. Außerdem lässt sich die Wartezeit zwischen den Wie­der­ho­lungs­ver­su­chen de­fi­nie­ren. Solche Steue­rungs­pa­ra­me­ter tragen we­sent­lich zur Funk­ti­ons­viel­falt und Ro­bust­heit bei. Sie sind ein ent­schei­den­der Vorteil gegenüber dem Windows-Explorer, der dem Anwender keine Ein­griffs­mög­lich­kei­ten bietet und auf­wen­di­ge Ko­pier­ak­tio­nen mit vielen Dateien manchmal ohne er­kenn­ba­ren Grund abbricht.

Die wich­tigs­ten Robocopy-Befehle im Überblick

Nach­fol­gend finden Sie einen Überblick über die wich­tigs­ten Ko­pier­be­feh­le und -optionen, mit denen Sie bereits zahl­rei­che all­täg­li­che Backups mit Robocopy rea­li­sie­ren können. Wie Sie diese Robocopy-Befehle sinnvoll einsetzen, zeigen wir Ihnen danach anhand von konkreten Bei­spie­len.

/COPY:copyflag[s] Kopiert Da­tei­ei­gen­schaf­ten - Stan­dard­ein­stel­lung: /COPY:DAT - D: Da­tei­in­hal­te - S: Si­cher­heits­in­for­ma­tio­nen (NTFS-Zu­griffs­steue­rungs­lis­ten, ACLs) - A: Attribute - O: Be­sit­zer­in­for­ma­tio­nen - T: Zeit­stem­pel - U: Über­wa­chungs­in­for­ma­tio­nen (NTFS-Über­wa­chung von Da­tei­zu­grif­fen)
/COPYALL Kopiert alle Da­tei­in­for­ma­tio­nen (Al­ter­na­ti­ve zu: COPY:DATSOU)
/NOCOPY Da­tei­in­for­ma­tio­nen werden nicht kopiert (wird häufig in Kom­bi­na­ti­on mit /PURGE verwendet)
/PURGE Dateien und Ver­zeich­nis­se im Ziel­ver­zeich­nis werden gelöscht, wenn sie im Quell­ver­zeich­nis nicht mehr exis­tie­ren
/MIR Quell­ver­zeich­nis wird ge­spie­gelt (ent­spricht der Kom­bi­na­ti­on aus /E + /PURGE)
/MON:n Robocopy wird nach n Än­de­run­gen au­to­ma­tisch wieder aktiv (Hin­ter­grund­be­trieb für au­to­ma­ti­sche Backups)
/MOT:n Robocopy wird nach n Minuten au­to­ma­tisch wieder aktiv (Hin­ter­grund­be­trieb für au­to­ma­ti­sche Backups)
/RH:hhmm-hhmm Bestimmt einen Zeitraum, in dem Robocopy aktiv wird
/XF Schließt bestimmte Da­tei­ty­pen aus
/XD Schließt bestimmte Ver­zeich­nis­se aus
/R:n Definiert die Anzahl von Wie­der­ho­lungs­ver­su­chen für feh­ler­haf­te Ko­pier­vor­gän­ge (Stan­dard­ein­stel­lung: 1.000.000)
/W:n Definiert die Wartezeit zwischen Wie­der­ho­lun­gen (in Sekunden). Der Stan­dard­wert von n ist 30 (also eine Wartezeit von 30 Sekunden bis zum nächsten Ko­pier­ver­such).
/L Backup-Dateien auflisten (ein Testlauf für Kon­troll­zwe­cke, Backup wird nicht durch­ge­führt)
/LOG: Legt bei jedem Backup-Durchlauf bzw. Sync-Vorgang eine neue Logdatei an
/LOG+: Führt eine bereits be­stehen­de Logdatei fort
/TEE In­for­ma­tio­nen sowohl auf dem Bild­schirm als auch in der Logdatei ausgeben
/MOV Dateien werden ver­scho­ben und nach dem Kopieren aus dem Quell­ver­zeich­nis gelöscht
/MOVE Dateien und Ver­zeich­nis­se werden ver­scho­ben und nach dem Kopieren aus dem Quell­ver­zeich­nis gelöscht
robocopy /? Ruft die Hilfe von Robocopy in der Ein­ga­be­auf­for­de­rung auf

So wird Robocopy auf­ge­ru­fen

Robocopy steuert man über die Windows Ein­ga­be­auf­for­de­rung (cmd.exe). Diese rufen Sie zuerst über den Ausführen-Dialog von Windows 10 auf:

  1. Tas­ten­kom­bi­na­ti­on [WIN] + [R] drücken
  2. „cmd“ in das Ein­ga­be­feld eintragen (1)
  3. den OK-Button drücken (2)

An­schlie­ßend öffnet sich die Ein­ga­be­auf­for­de­rung. Dort können Sie direkt die Be­fehls­syn­tax von Robocopy für Backups und Ko­pier­ka­tio­nen und eingeben.

So erstellt man Backups mit Robocopy

Robocopy eignet sich ideal für all­täg­li­che Backup-Routinen. Wir zeigen Ihnen anhand von einfachen Bei­spie­len, wofür Sie die Parameter und Optionen einsetzen können und welchen Code Sie dafür brauchen.

Spie­ge­lung von Ver­zeich­nis­sen

Zu den besonders häufig ver­wen­de­ten Robocopy-Optionen unter Windows 10 zählt die Spie­ge­lungs­funk­ti­on (/MIR), die Kom­plett­back­ups des Quell­ver­zeich­nis­ses anlegt:

robocopy C:\Users\Peter\Desktop\test Z:\ /MIR

Bei dem An­wen­dungs­bei­spiel wird das gesamte Quell­ver­zeich­nis (test) mit sämt­li­chen (auch leeren) Un­ter­ver­zeich­nis­sen auf das Ziel­lauf­werk (Z:\) kopiert. Dabei befindet sich das Quell­ver­zeich­nis auf dem DXesktop des gerade aktiven Be­nut­zer­pro­fils (in unserem Beispiel heißt der an­ge­mel­de­te Benutzer Peter).

Vor­ab­check mit Probelauf

Möchten Sie erstmal testweise her­aus­fin­den, welche Dateien der Spie­ge­lungs­be­fehl des Robocopy-Backups erfasst und ob es Feh­ler­mel­dun­gen gibt, können Sie den Parameter /L hin­zu­fü­gen. Dann do­ku­men­tiert die Kom­man­do­zei­le die Aktion (dort werden dann auch Fehler angezeigt), legt aber noch keine Kopien des Aus­gangs­ver­zeich­nis­ses an:

robocopy C:\Users\Peter\Desktop\test Z:\ /MIR /L

Fein­steue­rung von Robocopy-Backups

Für die Fein­steue­rung eines Backups legen wir nun die Zahl der Ko­pier­ver­su­che (R:3 = drei Versuche) sowie die Wartezeit (W:2 = 2 Sekunden) zwischen den einzelnen Ko­pier­ver­su­chen fest. Zudem soll im Ver­zeich­nis „Log­da­tei­en“ eine Datei (logdatei.log) angelegt werden, die den Ablauf des Robocopy-Backups für Kon­troll­zwe­cke pro­to­kol­liert:

robocopy C:\Users\Peter\Desktop\test Z:\ /MIR /R:3 /W:2 /LOG+:Z:\Logdateien\logdatei.log

In dem Beispiel muss das Log­da­tei­en-Ver­zeich­nis bereits vorhanden sein, sonst wird der Ko­pier­vor­gang ab­ge­bro­chen. Möchte man Dateien (z. B. Word-Dateien) beim Robocopy-Backup aussparen, kann der /XF-Parameter (XF = eXclude File) genutzt werden.

robocopy C:\Users\Peter\Desktop\test Z:\ /MIR /XF *.docx

Ganze Ver­zeich­nis­se klammert man mit der XD-Option (eXclude Directory) aus. Da das aus­zu­las­sen­de Ver­zeich­nis (Meine Dokumente) aus zwei Worten mit Leer­zei­chen besteht, wird es in An­füh­rungs­zei­chen gesetzt:

robocopy C:\Users\Peter\Desktop\test Z:\ /MIR /XD "Meine Dokumente"
Hinweis

Vor­aus­set­zung für feh­ler­freie Ko­pier­ak­tio­nen mit Robocopy unter Windows 10 sind exakte Pfad­an­ga­ben. Enthalten diese Leer­zei­chen, ist der Pfad in An­füh­rungs­zei­chen zu setzen.

Mit Robocopy ist noch eine we­sent­lich de­tail­lier­te­re Fein­steue­rung von Backups möglich. So kann man auch Da­tei­at­tri­bu­te gezielt ein- oder aus­schlie­ßen. Maß­geb­lich ist hierfür die Option /COPY:copyflag[s]. Robocopy verwendet stan­dard­mä­ßig den Befehl /COPY:DAT, überträgt via Backup also die Da­tei­in­hal­te (D = Data), Attribute wie schreib­ge­schützt oder versteckt (A = At­tri­bu­tes) und den Zeit­stem­pel (T = Timestamp). Der Timestamp gibt Auskunft über Er­stel­lungs­da­tum, Än­de­rungs­da­tum und das Datum des letzten Zugriffs. Für in­kre­men­tel­le Backups sind solche Zeit­stem­pel es­sen­zi­ell, da sie nur aktuelle Än­de­run­gen an Dateien und Ver­zeich­nis­sen be­rück­sich­ti­gen. Ein weiterer Parameter ist bei­spiels­wei­se S (= Security), der NTFS-Zu­griffs­rech­te trans­fe­riert.

Der Aus­schluss von einzelnen Ko­pier­flags kann helfen, wenn z. B. bestimmte Si­cher­heits­rech­te auf dem Ziel­sys­tem nicht korrekt gesetzt werden können und die Ko­pier­ak­ti­on aus dem Grunde scheitert oder nicht voll­stän­dig durch­ge­führt wird. In dem Fall kann man gezielt auf das S-Copyflag ver­zich­ten. Der Ein­schluss des Flags A (für Da­tei­at­tri­bu­te) kann etwa gezielt den Schreib­schutz von Dateien auf die Si­cher­heits­ko­pien über­tra­gen. Der Code sieht bei der Über­tra­gung von Da­tei­in­halt, Attribut (z. B. Schreib­schutz) und Zeit­stem­pel wie folgt aus:

robocopy C:\Users\Peter\Desktop\test Z:\ /MIR /COPY:DAT

Gerade bei lang­wie­ri­gen Backup-Prozessen kann es sinnvoll sein, mit der Option /Z in Etappen zu sichern. Nach einem Neustart von Robocopy wird der Si­che­rungs­auf­trag dort fort­ge­setzt, wo er un­ter­bro­chen wurde. Mehr­ma­li­ge Un­ter­bre­chun­gen sind kein Problem. Bei dieser Methode spart man Zeit und Res­sour­cen, da große Dateien nicht immer wieder voll­kom­men neu gesichert werden müssen.

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Au­to­ma­ti­sie­rung von Backups

Ein Vorteil von Robocopy ist, dass die Backup-Aufträge per Batch­da­tei aus­ge­führt werden können. Man kann eine solche Skript­da­tei auf dem Desktop ablegen und bei Bedarf mit einem Mausklick starten. Sie können sie aber auch im Autostart-Ver­zeich­nis von Windows hin­ter­le­gen, um das Backup bei jedem Sys­tem­start au­to­ma­tisch aus­zu­füh­ren. Zu dem Ordner gelangen Sie, wenn Sie in die Adress­zei­le des Windows-Explorers das Wort „Autostart“ eingeben und an­schlie­ßend die ENTER-Taste drücken. Al­ter­na­tiv können Sie auch mit [Windows] + [R] das Fenster „Ausführen“ öffnen und dort „shell:startup“ eingeben und auf „OK“ klicken. Danach können Sie die Batch-Datei mit der Maus in das auf­ge­ru­fe­ne Ver­zeich­nis schieben. Eine Kopie der Batch-Datei oder ein Ver­knüp­fungs­link auf die Batch-Datei funk­tio­niert ebenfalls.

Eine weitere Methode zur Au­to­ma­ti­sie­rung von Backups ist die Monitor-Funktion von Robocopy, die ein Quell­ver­zeich­nis dauerhaft über­wa­chen kann. Werden dort Än­de­run­gen vor­ge­nom­men, findet au­to­ma­tisch eine Sicherung statt. Robocopy kann auch re­gel­mä­ßig nach einer fest­ge­leg­ten Zeit­span­ne (z. B. einmal pro Stunde) aktiv werden. Ein be­stimm­ter Zeitpunkt (z. B. 18 Uhr) kann ebenfalls ein re­gel­mä­ßi­ges Backup auslösen. Das Mo­ni­to­ring de­fi­nie­ren Sie mit den Optionen /MON:n (für eine bestimmte Anzahl von Än­de­run­gen) und MOT:n (für ein zeit­ba­sier­tes Backup). Einen ganz be­stimm­ten Zeitpunkt legt man mit /RH:hhmm-hhmm fest. Man kann die Parameter/MON und /MOT auch kom­bi­nie­ren:

robocopy C:\Users\Peter\Desktop\test Z:\ /MIR /R:3 /W:4 /LOG+:Z:\Logdateien\logdatei.log /MON:1 /MOT:25

In diesem Beispiel nimmt Robocopy eine Sicherung nach 25 Minuten vor, wenn min­des­tens eine Änderung erfolgt ist. Die Än­de­run­gen werden in der Log-Datei pro­to­kol­liert. Ver­zich­ten Sie auf eine aus­drück­li­che Zeit­an­ga­be, nutzt Robocopy für die au­to­ma­ti­sche Ver­zeich­nis­über­prü­fung eine Default-Ein­stel­lung (Über­prü­fung und ggf. Backup nach 1 Minute). Möchten Sie vor allem zu Beginn eines neuen Backup-Auftrages die Ak­ti­vi­tä­ten von Robocopy genauer im Blick behalten, können Sie /TEE nutzen, dann erfolgt eine doppelte Ausgabe in der Logdatei und am Bild­schirm (genauer: in der Ein­ga­be­auf­for­de­rung).

Hinweis

Per­ma­nen­te Hin­ter­grund­ak­ti­vi­tä­ten können die Res­sour­cen belasten, wenn etwa ständig große Dateien über das Netzwerk bzw. in die Cloud über­tra­gen werden. Man sollte also gerade bei Au­to­ma­ti­sie­run­gen vor­sich­tig vorgehen und Ak­tua­li­sie­rungs- und Backup-Zyklen mit Bedacht festlegen. Er­fah­rungs­ge­mäß ist es sinnvoll, sich das Backup-Ver­zeich­nis re­gel­mä­ßig an­zu­schau­en, vor allem zu Beginn eines neu de­fi­nier­ten Backup-Auftrags. Dadurch können Sie sich ver­ge­wis­sern, was Robocopy überhaupt macht. So wird etwa bei un­sicht­ba­ren Hin­ter­grund­ak­ti­vi­tä­ten schnell klar, ob auch über­flüs­si­ge, feh­ler­haf­te, un­ge­woll­te oder unnötige Ko­pier­ope­ra­tio­nen statt­fin­den.

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