Sie möchten Android-Apps, die Sie nor­ma­ler­wei­se auf dem Smart­phone oder dem Tablet mobil nutzen, auch auf dem hei­mi­schen Windows-PC verwenden? Mit Android-Emu­la­to­ren ist das leicht zu rea­li­sie­ren. Wie stellen drei Android-Emu­la­to­ren für Windows 10 und frühere Windows-Versionen aus­führ­lich vor, die unter anderem Games und Pro­duk­ti­vi­täts­tools aus dem Google Play Store auf den Desktop-PC bringen.

Was ist ein Emulator und wofür wird die Technik genutzt?

Emu­la­to­ren machen es möglich, un­ter­schied­lichs­te Systeme digital nach­zu­bil­den und zu si­mu­lie­ren. Ein bekanntes Beispiel ist ein Flug­si­mu­la­tor, der in der Pi­lo­ten­aus­bil­dung reale Be­din­gun­gen nachahmt und dadurch pra­xis­na­he Schu­lun­gen er­mög­licht. Emu­la­to­ren sind ver­gleich­ba­re Nachahmer: Sie sug­ge­rie­ren An­wen­dungs­pro­gram­men (z. B. Spiele-Apps) und Be­triebs­sys­te­men eine „vertraute“ (da technisch in Teil­aspek­ten nach­ge­bil­de­te) operative Umgebung, in der diese pro­blem­los aus­ge­führt werden können.

Der Clou dabei ist, dass Emu­la­tio­nen platt­form­über­grei­fend operieren und die Grenzen von System-Ar­chi­tek­tu­ren über­win­den können. Eine Linux-Anwendung kann also mit Hilfe eines Emulators in einer Windows-Umgebung erkundet und getestet werden. Die Praxis verwendet für Emu­la­tio­nen un­ter­schied­li­che Verfahren. Häufig arbeiten Emu­la­to­ren auf Basis von Vir­tua­li­sie­rung und mit so­ge­nann­ten Vir­tu­el­len Maschinen zusammen. Ein Programm wie Oracles Virtual Box ist etwa in der Lage, mit spe­zi­el­ler Vir­tua­li­sie­rungs­tech­nik auf einem Windows-Host ein Linux-System als Gast­sys­tem zu si­mu­lie­ren.

Emu­la­to­ren können viel­fäl­tig genutzt werden: Ein emu­lier­tes Be­triebs­sys­tem ist bei­spiels­wei­se eine sichere und vi­ren­freie Umgebung für Tests von Apps aus un­be­kann­ten Quellen. Auch können Nutzer in der vir­tu­el­len Sys­tem­um­ge­bung bei­spiels­wei­se Lern­vi­de­os und Tutorials pro­du­zie­ren. Ent­wick­ler können auch aus­pro­bie­ren, wie und ob ihre App-Entwürfe funk­tio­nie­ren. Auch das Surfen ist in der Regel mit einer Emulation sicherer, da das primär genutzte Be­triebs­sys­tem nicht direkt Viren und Schäd­lin­gen aus­ge­setzt ist.

Android-Emu­la­to­ren vor­ge­stellt

Da durch tech­ni­sche Fort­schrit­te viele Ein­schrän­kun­gen reduziert und die Bedienung optimiert werden konnte, werden Emu­la­to­ren nicht mehr nur von IT-Experten und Software-Ent­wick­lern ein­ge­setzt. Weltweit besonders gefragt sind derzeit etwa Emu­la­to­ren, die virtuelle Android-Geräte si­mu­lie­ren und dadurch auch Smart­phone- und Tablet-An­wen­dun­gen auf Windows-PCs und Notebooks bringen. Bei App-Tests kann man dann virtuell sogar un­ter­schied­li­che Android-Versionen und Mo­bil­ge­rä­te emulieren.

Ein be­son­de­rer Vorteil von Android-Emu­la­to­ren: Einige Systeme er­mög­li­chen einen direkten Zugang zum Google Play-Store mit einer großen Pro­gramm­aus­wahl. Zu den ge­frag­tes­ten An­wen­dun­gen gehört die Si­mu­la­ti­on von Smart­phone-Games, die Anwender platt­form­über­grei­fend und ohne Akku-Limit auf größeren Bild­schir­men spielen möchten. Im Trend liegen aktuell auch Emu­la­tio­nen von Gaming-Klas­si­kern aus den An­fangs­ta­gen des Com­pu­ter­spiels (Retro-Games) sowie von bekannten Spie­le­kon­so­len wie Xbox (Microsoft) und Play­sta­ti­on (Sony).

Android-Emu­la­to­ren etwa für Windows 10 sind zudem im be­ruf­li­chen Umfeld nützlich, da die viel­ge­nutz­ten Pro­duk­ti­vi­täts­tools der Mo­bil­ge­rä­te auch auf weiteren Ar­beits­ge­rä­ten verwendet werden können. Der App-Transfer pro­fi­tiert nicht zuletzt von der Un­ter­stüt­zung gängiger Be­triebs­sys­te­me. Neben diversen Windows-Versionen werden oft auch Linux und macOS von Apple un­ter­stützt. Was ebenfalls zur Ver­brei­tung beiträgt: Android-Emu­la­to­ren sind teilweise kostenlos zu haben.

In der Folge stellen wir Ihnen drei kos­ten­lo­se Android-Emu­la­to­ren vor, erläutern deren Vor- und Nachteile und gehen auf Si­cher­heits­aspek­te ein. Denn mit stei­gen­der Be­liebt­heit wachsen leider auch die Si­cher­heits­ri­si­ken. So wurde in den bekannten Android-Emulator AndY eine Bitcoin-Mining-Software ein­ge­schleust, um bei Anwendern heimlich teure Re­chen­power für die Ge­ne­rie­rung von Bitcoins ab­zu­zwei­gen. Der ebenfalls populäre NoxPlayer in­fi­zier­te jüngst viele Computer mit Schad­soft­ware (Malware). Dafür miss­brauch­ten Hacker die Update-Funktion des Android-Emulators.

Hinweis

Wegen der Si­cher­heits­ri­si­ken sollten Sie Android-Emu­la­to­ren aus­schließ­lich bei ver­trau­ens­wür­di­gen Quellen her­un­ter­la­den. Beim In­stal­la­ti­ons­pro­zess sollte nach Mög­lich­keit die be­nut­zer­de­fi­nier­te In­stal­la­ti­on gewählt werden (um etwa die In­stal­la­ti­on un­er­wünsch­ter Software aus­zu­schlie­ßen). Sie können die her­un­ter­ge­la­de­ne In­stal­la­ti­ons­da­tei bei Bedarf noch mit mehreren Vi­ren­scan­nern über den Online-Dienst Vi­rus­T­o­tal prüfen.

Bluestacks

Bluestacks (bereits seit 2011 auf dem Markt) ist der be­kann­tes­te und weltweit wohl am meisten genutzte Android-Emulator. Der Emulator aus den USA überzeugt durch eine gute Pro­dukt­pfle­ge und laufende Updates. Hinzu kommen eine leichte In­stal­la­ti­on und eine intuitive Bedienung. Hat man Probleme mit der Software, hilft bei­spiels­wei­se die Bluestacks Community auf der bekannten Reddit-Plattform mit über 25.000 Mit­glie­dern. Zudem bietet die of­fi­zi­el­le Website um­fang­rei­che Hil­fe­stel­lun­gen (z. B. Hinweise zur Bedienung und zur optimalen Kon­fi­gu­ra­ti­on des Emulators).

Wie die meisten Android-Emu­la­to­ren hat sich Bluestacks vor allem auf Games spe­zia­li­siert, die in höherer Auflösung auch auf größeren Bild­schir­men flüssig gespielt und mit Maus und Tastatur gesteuert werden können. Beim Erstellen von Spiel­steue­run­gen können User auf bereits vor­be­rei­te­te Ba­sis­kon­fi­gu­ra­tio­nen zu­rück­grei­fen. Darüber hinaus können Sie Ihr eigenes Gamepad einsetzen und an in­di­vi­du­el­le Be­dürf­nis­se anpassen (etwa durch Key­map­ping). Auch gewohnte Touch­screen-Funk­tio­nen können am PC simuliert werden (Antippen, Wischen, Schütteln, Zoomen, Kippen etc.). Durch die Mul­ti­tas­king-Fähigkeit von Bluestacks kann man App-Wechsel vornehmen und in mehreren An­wen­dun­gen parallel aktiv sein.

Besonders angesagte Top-Spiele findet man zügig über ein gesondert im­ple­men­tier­tes App-Center. Außerdem kann man Bücher, Musik und Filme down­loa­den und in­ter­es­san­te Apps sowie lieb­ge­won­ne­ne Programme, die man bereits käuflich erworben hat, aus dem Google Play Store in­stal­lie­ren. Der Android-Emulator ist für seine breite Un­ter­stüt­zung von Android-Apps bekannt, In­stal­la­ti­ons- und Kom­pa­ti­bi­li­täts­pro­ble­me kommen eher seltener vor.

Der Zugang zum Play Store und eine an­schlie­ßen­de Syn­chro­ni­sa­ti­on mit einem schon be­stehen­den Konto (z. B. zum Her­un­ter­la­den von bereits er­wor­be­nen Apps) sind nur mit einem Google-Login möglich. Sie müssen sich also bei Gmail re­gis­trie­ren und eine ent­spre­chen­de Mail-Adresse vorweisen können. Diese Re­gis­trie­rungs­pflicht wird Bluestacks des Öfteren als Nachteil ausgelegt. Die al­ler­meis­ten User haben aber ohnehin schon einen Google Account, der ja auch schon bei Android-Smart­phones und -Tablets für die Play-Store-Nutzung ver­bind­lich ist.

Für spezielle An­wen­dun­gen und Spiele kann man den Google Store umgehen und direkt so­ge­nann­te APK-Dateien (APK = Android ap­pli­ca­ti­on package) in­stal­lie­ren. Die Dateien gibt es auf spe­zi­el­len Internet-Seiten, deren Se­rio­si­tät Sie aber unbedingt vor dem Download und vor der In­stal­la­ti­on prüfen sollten. Sie können APK-Dateien besonders bequem über Drag-n-Drop in­stal­lie­ren, indem Sie die Setup-Datei einfach in das Emulator-Fenster ziehen. Wenn Bluestacks schon in­stal­liert und im System bereits mit .apk-Dateien verknüpft ist, reicht auch ein Dop­pel­klick auf die In­stal­la­ti­ons­da­tei.

Bluestacks läuft – wie die meisten Emu­la­to­ren – am besten mit Windows 10 (64 Bit), un­ter­stützt aber bereits Versionen ab Windows 7 (32- oder 64 Bit-Versionen). 2 GB RAM sollte der Ar­beits­spei­cher min­des­tens groß sein. Der Anbieter stellt ver­schie­de­ne Download-Versionen für 32- und 64-Bit-Versionen zur Verfügung. Wer einen 64-Bit-Windows-PC nutzt, kann sogar eine In­stal­la­ti­ons­ver­si­on für 64-Bit-Android-Apps her­un­ter­la­den (besonders vor­teil­haft für leis­tungs­hung­ri­ge Spiele). Die aktuelle Version (Bluestacks 4) emuliert Android Nougat – nicht die aktuelle Version, aber die meisten aktuell an­ge­bo­te­nen Apps und Spiele laufen pro­blem­los auf dem OS.

Zu den Nach­tei­len des Android-Emulators zählt, dass es kostenlos nur eine wer­be­fi­nan­zier­te Version gibt (mit Sponsored Ads & Wer­be­un­ter­bre­chun­gen). Das wer­be­freie Pre­mi­um­a­bo kostet monatlich nur ein paar Dollar. Mit Werbung innerhalb der Play-Store-Apps (In-App-Werbung) müssen Sie aber auch im Premium-Abon­ne­ment leben. In der Community wird wie­der­holt beklagt, dass Bluestacks ungefragt Spiele, Bloat- und Adware im Hin­ter­grund in­stal­liert. Der Her­stel­ler beteuert in seinem Blog, dass die of­fi­zi­el­le Version keine ver­steck­te Malware, Spyware oder andere un­ter­wünsch­te Zu­satz­soft­ware enthält. Eine Prüfung der aktuellen of­fi­zi­el­len In­stal­la­ti­ons­da­tei ergab bei Vi­rus­T­o­tal keine Auf­fäl­lig­kei­ten.

Der Her­stel­ler beteuert in der Privacy Policy, dass er sich an die in Europa geltenden Da­ten­schutz­be­stim­mun­gen hält. Al­ler­dings gibt das US-Un­ter­neh­men erhobene Daten an Dritte weiter und ist in jedem Fall dem Cloud-Act ver­pflich­tet (in be­stimm­ten Fällen müssen erhobene Daten ame­ri­ka­ni­schen Er­mitt­lungs­be­hör­den zur Verfügung gestellt werden).

Im Netz berichten User wie­der­holt von Per­for­mance-Problemen. Solche Probleme sind bei Emu­la­to­ren aber generell keine Sel­ten­heit, da sie als „System-im-System“ laufen und gerade bei Spielen viele Res­sour­cen benötigen. Es gibt aber auch Quellen, die Bluestacks als einen besonders leis­tungs­fä­hi­gen und schnellen Emulator einstufen, der sich durch eine gute Per­for­mance und geringe Latenzen aus­zeich­net.

Wie andere Android-Emu­la­to­ren hat Bluestacks einige Stell­schrau­ben, mit denen sich die Per­for­mance ver­bes­sern lässt (z. B. eine flexible Zuweisung von Rechen- und Sys­tem­res­sour­cen, Ak­ti­vie­rung der Vir­tua­li­sie­rung). Letzt­end­lich hängt die Per­for­mance ent­schei­dend davon ab, welche Res­sour­cen generell zur Verfügung stehen. Dabei spielt natürlich auch die Leis­tungs­fä­hig­keit des Netzwerks eine Rolle, über das man auch live mit anderen Usern spielen kann (Bluestacks un­ter­stützt zahl­rei­che Team- und Online-Games).

Vorteile Nachteile
Be­kann­tes­ter Android-Emulator im Vergleich (mit größter Community) Kos­ten­lo­se Version enthält Werbung, wie­der­holt Gerüchte um ver­steck­te Pro­gramm­be­stand­tei­le (Spy- und Bloatware)
Seit Jahren gute Pro­dukt­pfle­ge und re­gel­mä­ßi­ge Updates Schwächen beim Da­ten­schutz (US-Un­ter­neh­men un­ter­liegt Cloud Act)
Viele Funk­tio­nen (Mul­ti­tas­king, de­tail­lier­te Anpassung der Spiel­steue­rung, Fake-GPS) Screen Recorder muss nach­in­stal­liert werden
Spielen in hoher Auflösung an großen Bild­schir­men möglich ältere Android-Version (7.1/Nougat)
Mul­ti­tas­king möglich
Un­ter­stützt App-In­stal­la­ti­on via Google Play Store und APK-Dateien
GPS ak­ti­vier­bar (dadurch z. B. Fake-GPS für Games nutzbar)

Wir empfehlen den sicheren Download von der Her­stel­ler­sei­te.

MEmu

MEmu adres­siert in erster Linie Gamer. Sie können mit Hilfe des Android-Emulators aber auch normale Android-Apps auf Ihrem Windows-Rechner nutzen. Es gibt sogar einen spe­zi­el­len Bereich auf der Homepage, in dem der Her­stel­ler Business-Optionen jenseits des Gamings aufzeigt.

Ist MEmu über eine einfache Setup-Datei bequem in­stal­liert und ent­spre­chend kon­fi­gu­riert, haben Sie Zugang zum Google Play Store. Über ein eigenes Games Center bietet MEmu auch einen direkten Zugang zu einer um­fang­rei­chen Spie­le­aus­wahl. APK-Dateien können zur In­stal­la­ti­on von weiteren Apps verwendet werden (Drag-and-Drop-Methode wird un­ter­stützt).

Die Bedienung von MEmu ist nicht besonders kom­pli­ziert. Über eine Be­dien­leis­te am Bild­schirm­rand macht der Android-Emulator wichtige Steue­rungs­funk­tio­nen zu­gäng­lich. Die Spiel­steue­rung erfolgt mit an­ge­schlos­se­nem Konsolen-Con­trol­ler oder mit Maus und Tastatur. Typische Touch­screen-Eingaben oder spezielle Aktionen können besonders effizient durch in­di­vi­du­ell fest­ge­leg­te Tas­ten­kom­bi­na­tio­nen simuliert werden (Key­map­ping). Ein Screen-Recorder, mit dem Sie das Gameplay auf­zeich­nen können, ist fester Be­stand­teil des Programms. Auch Bild­schirm­fo­tos (Screen­shots) sind möglich.

Der Android-Emulator erlaubt auch den Einsatz von Au­to­ma­ti­sie­rungs- und Makro-Skripten. Ein in­te­grier­ter Ma­kro­re­kor­der kann Tas­ta­tur­ab­fol­gen auf­zeich­nen. MEmu verfügt außerdem über einen Mul­ti­play­er-Modus. Sie können dadurch mehrere MEmu-Instanzen laufen lassen und mit ver­schie­de­nen Google-Konten das gleiche Spiel spielen. Man kann im Mul­ti­play­er-Modus auch mit einem Account mehrere Apps und Spiele starten.

Sie können bei der Kon­fi­gu­ra­ti­on des Android-Emulators nicht nur das ge­wünsch­te Mo­bil­ge­rät auswählen. Bild­schirm­grö­ße und Aus­rich­tung können definiert werden und man kann festlegen, ob Kamera und Mikrofon genutzt werden sollen. User können einige Spiele mit aktueller Hardware sogar in der Top-Auflösung von 4K (ca. 4000 × 2000 Bild­punk­te) spielen. Die HD-Wie­der­ga­be von Videos ist ebenso möglich. Falls eine App einen GPS-Standort benötigt, lässt sich dieser virtuell si­mu­lie­ren. Sie können den vir­tu­el­len GPS-Standort auch ändern, um Apps aus Google-Stores anderer Länder zu in­stal­lie­ren.

Flexibel ist außerdem die Wahl des Be­triebs­sys­tems: So kann man bei­spiels­wei­se zwischen Android Lollipop (Android 5.1) und dem neueren Android Nougat (Android 7.1) wählen. Windows-Nutzer erfreut die breite Un­ter­stüt­zung: Neben Windows 10 werden auch Windows 8, 7, Windows Vista und sogar noch Windows XP (ab Service Pack 3) un­ter­stützt.

Zu den Nach­tei­len des Android-Emulators für Windows 10 zählt, dass er Werbung enthält. Stören Sie Sponsored Ads, kann eine wer­be­freie und kos­ten­pflich­ti­ge Premium-Version (jährlich: 29,98 Dollar, monatlich: 2,99 Dollar) erworben werden (Werbung innerhalb von Spielen wird davon al­ler­dings nicht erfasst). Der Her­stel­ler weist darauf hin, dass die Spiele durch die De­ak­ti­vie­rung von Werbung schneller werden (durch Ent­las­tung der Netzwerk- und Hard­ware­res­sour­cen). Die Premium-Version bietet auch ver­schie­de­ne Skins und einen besseren Premium-Support.

Auf der Privacy-Policy-Seite bekennt sich der chi­ne­si­sche Her­stel­ler Microvirt zur in Europa gültigen Da­ten­schutz­grund­ver­ord­nung (EU General Data Pro­tec­tion Re­gu­la­ti­on; GDPR) und ga­ran­tiert einen an­ge­mes­se­nen Da­ten­schutz. Zugleich wird dort aber auch kom­mu­ni­ziert, dass das Un­ter­neh­men aus Shanghai per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten sammelt und an Dritte wei­ter­gibt.

Vorteile Nachteile
Viel­sei­tigs­ter Android-Emulator im Vergleich (fo­kus­siert neben Games auch Business-An­wen­dun­gen) Enthält Werbung in der kos­ten­lo­sen Version (kos­ten­pflich­ti­ge Pre­mi­um­ver­si­on ist werbefrei)
Leichte In­stal­la­ti­on, guter Be­dien­kom­fort Neuestes Android-Version wird nicht emuliert
Besonders flexible Kon­fi­gu­ra­ti­on speziell für Games (um­fang­rei­ches Key-Mapping für optimales Gameplay)
4k-Auflösung möglich für fo­to­rea­lis­ti­sche Grafik
Viele Funk­tio­nen (Mul­ti­tas­king, Screen­shots, Screen Recording, Fake-GPS)
Un­ter­stützt einfache App-In­stal­la­ti­on via Google Play Store und APK-Dateien

Wir empfehlen den sicheren Download des Android-Emulators von der Her­stel­ler­sei­te.

Android Studio

Android Studio ist ein Ent­wick­ler­tool, das unter anderem auch einen Android-Emulator (Android Virtual Device Manager) enthält. Ent­wick­ler, App- und Usability-Tester sowie Nutzer von Pro­duk­ti­vi­täts­tools finden hier ein Programm mit vielen Funk­tio­nen und An­wen­dungs­mög­lich­kei­ten, das auch ganz aktuelle Android-Versionen si­mu­lie­ren kann (z. B. Android 11). Wenn sie im Kon­fi­gu­ra­tor eine neuere Android-Version mit einem in­te­grier­ten Google Play Store wählen, können Sie auf Ihre gewohnten An­wen­dun­gen sowie auf das sonstige Store-Angebot zu­rück­grei­fen.

Da Android Studio nicht in erster Linie Nor­mal­an­wen­der und Gamer adres­siert, müssen man gewisse Einbußen im Komfort in Kauf nehmen. Die Kon­fi­gu­ra­ti­ons­mög­lich­kei­ten speziell für Gamer sind bei den anderen Emu­la­to­ren de­tail­lier­ter und um­fang­rei­cher. Auch bei der Bedienung der Android-Emulators für Windows 10 müssen User Abstriche machen. Die Ober­flä­che der Ent­wick­lungs­um­ge­bung erscheint auf den ersten Blick etwas un­über­sicht­lich und überladen.

Bis man den Google Play Store aufrufen kann, muss eine um­fang­rei­che­re In­stal­la­ti­ons­pro­ze­dur durch­lau­fen werden. Dabei müssen Sie auch Java in­stal­lie­ren (wenn es nicht vorher schon in­stal­liert wurde) und unter Umständen auch Ein­stel­lun­gen im BIOS vornehmen (Ak­ti­vie­rung der Hard­ware­be­schleu­ni­gung: VT-x). Ist das Programm startklar und hat man sich erstmal an die Ober­flä­che gewöhnt, ist die Bedienung durchaus in Ordnung. Apps steuert man auch hier mit Maus und Tastatur.

Der größte Vorteil des Emulators ist die Si­cher­heit. Android-Emu­la­to­ren werden häufiger dafür kri­ti­siert, dass die Syn­chro­ni­sa­ti­on mit dem Google Konto für die Nutzung des Play Stores ein gewisses Si­cher­heits­ri­si­ko darstellt. Da Emulator und Play Store aus gleichem Hause kommen, können Si­cher­heits­ri­si­ken minimiert werden. Auch bietet der Emulator „Android pur“, ist also frei von Werbung und Sponsored-Ads. Un­er­wünsch­te Zu­satz­pro­gram­me, (Bloat-, Mal- und Adware) sind ebenfalls nicht enthalten. Zudem steht die Erhebung von verwert- und ver­kauf­ba­ren Userdaten bei dem Ent­wick­ler­tool weniger im Fokus. Al­ler­dings ist Google ein US-Un­ter­neh­men, das dem Cloud Act un­ter­liegt und in gewissem Umfang ebenfalls Userdaten sammelt.

Auch bei diesem Emulator gilt die Regel: je mehr Leistung und Sys­tem­res­sour­cen (CPU-Power, Ar­beits­spei­cher, leis­tungs­fä­hi­ge Gra­fik­kar­te, Spei­cher­platz etc.) zur Verfügung stehen, desto stabiler und flüssiger laufen die An­wen­dun­gen. Beim OS empfiehlt Google die ak­tu­ells­te Windows-Version (Windows 10, 64 Bit), es stehen aber auch für ältere Varianten Downloads zur Verfügung. Android-Emu­la­to­ren für macOs und Linux können Sie beim Her­stel­ler ebenso her­un­ter­la­den.

Vorteile Nachteile
Si­chers­ter Android-Emulator im Vergleich Schwächen beim Da­ten­schutz (Google-Produkt aus USA un­ter­liegt dem Cloud Act)
Speziell für Business-An­wen­dun­gen geeignet Kein PC-op­ti­mier­tes Gameplay (durch flexibles Key-Mapping)
Enthält keine Werbung Kom­pli­zier­tes­te In­stal­la­ti­on
Die jeweils aktuelle Android Version kann emuliert werden Schwächen beim Be­dien­kom­fort und bei der Kon­fi­gu­ra­ti­on (vor allem weniger Son­der­funk­tio­nen für Gaming am PC)

Wir empfehlen den sicheren Download von der Her­stel­ler­sei­te.

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