Die 9 besten Android-Cloud-Apps – alle Smartphone-Daten in Sicherheit

Möglicherweise tragen auch Sie viele Ihrer wichtigsten Daten immer auf Ihrem Smartphone mit sich. Da ist es besonders ärgerlich, wenn das wertvolle Multifunktionsgerät plötzlich gestohlen wird, verloren oder kaputt geht. Clever, wenn Sie vorher ein Backup angelegt und Ihre Fotos, Videos und anderen Dateien in der Cloud gespeichert haben. Genau wie iOS bringt das mobile Betriebssystem Android für diese Aufgaben seine ganz eigenen Tools mit – nur reichen die nicht immer aus.

Stattdessen sind Sie oft besser beraten, auf vertrauenswürdige Cloud-Apps von externen Herstellern zurückzugreifen. Mit denen genießen Sie einige Vorzüge: So können Sie z. B. ein Dokument im Büro anlegen, unterwegs auf dem Tablet weiter daran arbeiten und es zeit- und ortsunabhängig mit Ihren Kollegen teilen. Wir stellen Ihnen die besten Android-Cloud-Apps vor.

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Backups auf Android: Onlinespeicher fürs Betriebssystem

Für viele iPhone- und iPad-Besitzer hat Apples iOS ganz klar die Nase vorn, wenn es um System- und Daten-Backups geht. Über die internen Einstellungen können sie ein komplettes Abbild ihrer Geräte mitsamt allen Accounts, Dokumenten und Konfigurationen erstellen und auf der standardmäßig 5 GB großen iCloud ablegen. Fotos lassen sich beispielsweise über die iCloud-Fotomediathek synchronisieren, alle anderen Daten sichert man via iTunes in Kombination mit einem Mac-Computer.

Aber was geht auf Googles hauseigenem Betriebssystem? Die ernüchternde Wahrheit ist, dass der Konzern bis heute keine Möglichkeit vorgelegt hat, mit der man ein lückenloses Backup auf der Google Cloud speichern könnte. Das liegt u. a. daran, dass etwa App-Daten auf Android-Geräten grundsätzlich so verschlüsselt werden, dass Programme mit Standardrechten keinen Zugriff auf sie haben. Um also beispielsweise die Spielstände Ihres liebsten Mobile Games auch nach einem System-Crash wieder laden zu können, benötigen Sie einen Root-Zugang.

Ein Smartphone auf diese Weise zu entsperren, bringt neben einigen Vorzügen aber auch Nachteile mit sich – allen voran den Verlust der Garantieleistung, weswegen Sie diesen Schritt gründlich überdenken sollten. Das mag auch der Grund sein, warum die größeren Hersteller von Android-Cloud-Apps in ihren Produktbeschreibungen kein Wort über App-Speicherungen via Root-Funktion verlieren.

Entscheiden Sie sich dagegen, können Sie in Ihren Geräteeinstellungen zumindest die Google-Datensicherung anwählen, um Ihre Kontakte, Kalendereinträge, E-Mails und Ihren Gmail-Account mit allen anderen Endgeräten zu synchronisieren, die mit Ihrem Google-Konto verbunden sind – vorausgesetzt natürlich, Sie besitzen eines.

Tipp

Einige Smartphone-Hersteller wie Samsung bieten werkseitig auch ihre eigenen Datensicherungslösungen und Clouds an. So können Sie Ihr System-Backup auch auf andere Samsung-Geräte übertragen.

Zur Speicherung von Fotos, Videos und anderen persönlichen Dateien müssen Sie dagegen auf das auf Android vorinstallierte Google Drive zurückgreifen – oder Sie bedienen sich einer vertrauenswürdigen Cloud-App eines externen Herstellers.

Externe Cloud-Apps für Android

Android-Cloud-Apps sind Programme fürs Smartphone, mit denen man Daten anstatt auf dem lokalen Speicher in der Cloud sichern und von jedem beliebigen Endgerät abrufen kann, wenn man sich dafür authentifiziert hat (z. B. mittels passwortgeschütztem Sharing-Link). Abgesehen von kleinen Unterschieden funktionieren sie alle in etwa gleich:

Nutzer können jederzeit eine manuelle Sicherung ihres Systems oder von ausgewählten Dateien bzw. Datenkategorien durchführen. Alternativ lässt sich ein automatischer Speicherplan erstellen, mit dem Ihre Daten entweder in festgelegten Zeitintervallen in die Cloud geladen werden oder immer dann, wenn Sie eine Datei erstellen, verändern, kopieren oder löschen. Um Ihr mobiles Datenvolumen sowie Akkulaufzeit zu sparen, können Sie festlegen, dass Sicherungen nur bei vorhandener WLAN-Verbindung oder unterwegs via UMTS oder LTE eingeleitet werden. Einige Cloud-Apps erlauben es zudem, sämtliche installierten Anwendungen inklusive der dazugehörigen Konfigurations-, Personen- und Zugangsdaten zu sichern – vorausgesetzt, Ihr Gerät ist „gerootet“.

Tipp

Beachten Sie, dass Sie bei der Sicherung von App-Daten auch persönliche Informationen wie Kontakte, Nachrichten und Bilder sowie gespeicherte WLAN-Passwörter mit in Ihre Android-Cloud übertragen.

Als Android-Nutzer werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit bereits ein eigenes Google-Konto angelegt haben, weshalb es für Sie naheliegend ist, einfach die Cloud vonGoogle Drive für System-Backups und Datensicherungen zu verwenden. Wenn Sie das nicht wollen, steht Ihnen aber jederzeit eine große Auswahl an externen Apps zur Verfügung, von denen einige ebenfalls mit der Google Cloud kompatibel sind. Bei den unzähligen Tools im Play Store ist es jedoch nicht gerade einfach, die besten unter ihnen auszumachen, es sei denn, Sie halten sich gleich an vertrauenswürdige Anbieter wie IONOS oder Microsoft.

Bei weniger bekannten Produkten ist es dagegen sinnvoll, wenn Sie schon vor dem Download genau wissen, was eine gute Cloud für Android überhaupt ausmacht. Für diese gelten nämlich die gleichen Gütekriterien, mit denen auch Cloud Storage Provider im Allgemeinen aufwarten sollten:

  • Ein möglichst großer Speicher (mindestens 1 GB für seltene Datensicherungen)
  • Eine kostenlose Version für Privat- und Gelegenheitsnutzer
  • Ein großer Umfang an speicherbaren Datenkategorien (nicht nur Kalendereinträge und Fotos, sondern auch App-Daten)
  • Eine hohe Synchronisationsgeschwindigkeit, damit hochgeladene Dateien auch unmittelbar auf anderen Geräten abrufbar sind
  • Optimale Nutzerfreundlichkeit und reibungslose Funktionalität
  • Zusatzfunktionen wie File-Sharing, Ordnerstrukturen und Software-Integrationen
  • Hoher Datenschutz (Faktoren hierfür sind: Verbindungsverschlüsselungen, Serverstandorte und Datenschutzrichtlinien)
  • Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bei Pro-Versionen

Die besten Android-Cloud-Apps

Einige Cloud-Apps im Play Store sind grundsätzlich beliebter als andere, jedoch sollte die bloße Anzahl der Downloads bei der Wahl Ihres Favoriten nicht das einzige Kriterium sein. Denn die vielen verschiedenen Cloud-Apps für Android arbeiten zwar alle nach demselben Prinzip, bieten aber unterschiedlich viel Speicherplatz sowie verschiedene Preismodelle und Zusatzfunktionen. Letzten Endes hilft Ihnen nur der Selbsttest, um herauszufinden, welche am besten zu Ihnen passt. Dabei können oft so kleine Details wie das Design der Benutzeroberfläche oder die Menüstruktur ausschlaggebend sein. Im Folgenden bieten wir Hilfe bei der Vorauswahl.

IONOS HiDrive: Deutsche Datensicherheit

Der deutsche Onlinespeicher punktet vor allem mit seiner Datensicherheit: Gespeicherte Daten können Sie nicht nur mit einem PIN-Code sichern, da sämtliche IONOS-Server zudem im Inland stehen, ist der Datenschutz gemäß europäischen und nationalen Gesetzen – namentlich DSGVO und BDSG-neu – gesichert. Dies macht den Onlinespeicher von IONOS auch zu einer guten Wahl für Unternehmen: Mit 2 TB können Teams HiDrive auch für Kollaboration verwenden. Die Daten werden jederzeit auf allen Geräten synchronisiert. Dank verschiedener Protokolle funktionieren Datenaustausch und Backup schnell und sicher: WebDAV, (S)FTP/FTPS, rsync, SMB/CIFS, SCP und Git stehen zur Verfügung – außer WebDAV allerdings erst in der Pro-Version.

Sie können Pakete in verschiedenen Größenordnungen wählen: 100 GB, 250 GB, 1 TB oder 2 TB. Der Funktionsumfang der übersichtlichen Benutzeroberfläche ist in der großen Pro-Variante noch um Geräte-Backup und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung erweitert.

Vorteile Nachteile
✔ Hohe Datensicherheit ✘ Keine kostenlose Version
✔ Server zu 100 Prozent in Deutschland  
✔ Business-Varianten voll in die eigene Systemlandschaft integrierbar  

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Google Drive: 15 GB kostenlos

Für Android-Nutzer mit einem Google-Konto ist Google Drive die komfortabelste Lösung, da die App direkt auf dem System vorinstalliert ist und somit keine zusätzliche Einrichtung erfordert. Mit 15 GB für Backups und Datensicherungen bietet sie den meisten kostenlosen Speicherplatz von allen Cloud-Apps auf unserer Liste. Benötigt man einen größeren Onlinespeicher, kann man von Google Drive zu Google One upgraden. Abhängig von seinem Abonnement kann man so bis zu 300 TB Speicherplatz erhalten.

Ordnerverwaltung, Datensynchronisation mit der Google Cloud und File-Sharing (mit anderen Google-Nutzern oder per externem Link) steuern Sie einfach über den prominent platzierten „+“-Button auf der Startseite. Fotos können Sie über Google Fotos ebenfalls in der Cloud speichern lassen, auch automatisch zum Zeitpunkt der Aufnahme. Die Integration mit den beliebten Google-Workspace-Applikationen Google Docs, Google Tabellen und Google Präsentationen ist ein weiterer Vorzug der App. Jedoch müssen Sie damit erstellte Dokumente erst in ein Office-Format konvertieren, bevor Sie sie herunterladen und offline verwenden können. Weiterhin überzeugt Google Drive mit einer ressourcenschonenden Funktionalität und einer hohen Synchronisationsgeschwindigkeit. Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung und verschlüsselte Verbindungen bieten ausreichend Sicherheit. Viele Android-Nutzer werden ihre sensiblen Daten aber trotzdem nicht gerne in die Hände des IT-Großkonzerns geben wollen.

Vorteile Nachteile
✔ 15 GB kostenloser Speicherplatz ✘ Google-Workspace-Dateien müssen erst in Office-Formate konvertiert werden, um sie offline verwenden zu können
✔ auf Android-Geräten vorinstalliert ✘ verbreitete Sicherheitsbedenken gegenüber Google
✔ einwandfreie Funktionalität und einfache Bedienung  

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Dropbox: Altbewährt

Gegründet im Jahr 2007, gehört die weit verbreitete Dropbox zu den Pionieren der Branche und galt eine Zeit lang sogar als Synonym für die Online-Cloud. Die Desktop-Anwendung als auch die Mobile App sind seitdem nahezu unverändert geblieben. Große Modifikationen waren wohl auch nicht nötig, denn die intuitive Benutzeroberfläche erlaubt auf allen Plattformen nach wie vor eine einheitliche Bedienung.

Die für Dropbox üblichen hohen Synchronisationsgeschwindigkeiten verdankt die App ihrer besonderen Technologie. Statt ständig komplette Dateien zu synchronisieren, werden nur Änderungen übertragen. Dies ermöglicht eine Rekordzeit-Synchronisation zwischen all Ihren Geräten.

Dass sich aber eine Vielzahl der Server von Dropbox in den USA befindet, sehen einige Nutzer als Datenschutzproblem. Auch der kostenlose Speicherplatz ist keine Offenbarung: 2 GB stehen weit hinter den 15 GB von Google Drive zurück. Mit kostenpflichtigen Abonnements können Sie den Speicherplatz auf bis zu 2 TB erweitern. Für Unternehmen bietet Dropbox sogar unbegrenzten Cloud-Speicher an.

Ähnlich wie der Konkurrent Google bietet auch Dropbox ein eigenes Textverarbeitungstool namens Dropbox Paper, das Sie zusätzlich herunterladen und mit der App koppeln müssen. Es ist zwar nicht annähernd so umfangreich wie ein Office-Programm von Microsoft, aber mit ebendiesem sowie Adobe-Acrobat-Produkten direkt verknüpfbar.

Vorteile Nachteile
✔ weit verbreitet ✘ relativ wenig kostenloser Speicherplatz
✔ bewährte Funktionalität und intuitive Bedienung ✘ Vielzahl der Server steht in den USA
✔ hohe Synchronisationsgeschwindigkeit  
✔ Integration mit MS Office und Adobe Acrobat  
✔ kostengünstige Business-Variante  

Microsoft OneDrive: Volle Office-Integration

Der größte Vorzug von OneDrive ist offenkundig: Als Cloud-App aus dem Hause Microsoft ist es in eine Fülle an Windows-Anwendungen integriert. So ist es etwa möglich, Docs, Excel-Sheets und PowerPoint-Präsentationen direkt aus der jeweiligen Anwendung heraus in die Cloud zu laden. Das Desktop-Pendant zur Mobile App ist bereits auf jeder neuen Windows-Version ab Windows 8.1 vorinstalliert – eine ideale Ausgangssituation fürs File-Sharing mit Freunden, Familie und Kollegen, die sich lieber in ihrer gewohnten Desktop-Umgebung bewegen wollen, anstatt ihr Smartphone zum Datenaustausch zu verwenden.

Freigaben erteilen und erhalten Sie mithilfe von Links mit Ablaufdatum, die besondere Sicherheit garantieren. Schade nur, dass die Server von Microsoft in den USA stehen und ein neues Datenschutzabkommen mit Europa noch in den Sternen steht. Größere Komplikationen sind aber bislang ausgeblieben, auch dank moderner TSL-Verschlüsselung von Datenverbindungen.

Neukunden erhalten 5 GB kostenlosen Speicherplatz – früher waren es 15 GB –, müssen aber keine funktionellen Einschränkungen gegenüber den teureren Versionen befürchten. Auch beim zuvor besten Preis-Leistungs-Verhältnis musste Microsoft wegen zu hoher Datenspitzen ein paar Abstriche machen. Sie können OneDrive auch im Paket mit einem Microsoft-365-Abonnement erwerben: Die Personal-Version bietet einem Benutzer 1 TB Speicher, die Family-Variante hat hingegen für sechs Benutzer 6 TB Speicher im Angebot und enthält spezielle Premiumfunktionen. Darüber hinaus existiert ein attraktives Business-Paket.

Vorteile Nachteile
✔ konsequente Microsoft-Integration ✘ sämtliche Server stehen in den USA
✔ auf Betriebssystemen ab Windows 8.1 vorinstalliert ✘ Neukunden erhalten weniger Speicherplatz als Bestandskunden
✔ Dateifreigaben per Link mit Ablaufdatum  
✔ als Paket mit Microsoft 365 erhältlich  
✔ attraktives Business-Paket  

Super Backup: Preisschlager

Lassen Sie sich von den Werbebannern der kostenlosen Version und der etwas holprigen deutschen Sprachausgabe nicht beirren – die externe Cloud-App „Super Backup: SMS & Contact“, wie sie im Play Store heißt, kann durchaus mit den großen Herstellern mithalten. Dem Namen entsprechend liegt ihre Stärke bei der Speicherung von SMS und Kontakten, aber auch Anruflisten, Kalendereinträge und Bilder lassen sich lokal im internen Speicher oder auf einer SD-Karte sichern. Eine eigene Cloud betreiben die Hersteller nicht, dafür unterstützt Super Backup die Google Cloud sowie Dropbox. Kopien von Dateien lassen sich außerdem an Ihr Gmail-Konto schicken.

Videos und Musik gehören leider nicht zu den speicherbaren Dateikategorien. Die Sicherung von Apps samt Daten geht zudem nur auf einem gerooteten Gerät. Ein kleiner Bonus ist außerdem die Option, das minimalistische, aber funktionale Design der App im dunklen Modus darstellen zu lassen.

Jedoch bietet Super Backup trotz all seiner Möglichkeiten eher wenig Komfort bei der Bedienung. So muss jede Kategorie händisch gespeichert und wiederhergestellt werden. Zudem lassen sich die Zeiteinstellungen für die automatische Sicherung nur im begrenzten Maße personalisieren. Premium-Nutzer zahlen nur einen einmaligen Preis, um die Werbeanzeigen in der App dauerhaft loszuwerden.

Vorteile Nachteile
✔ SMS-Sicherung ✘ Werbeanzeigen und eher unkomfortable Bedienung
✔ unterstützt Google Drive, Dropbox und Gmail ✘ speichert keine Videos oder Musik
✔ App-Sicherung auf Root-Geräten  
✔ günstigster Preis  

Titanium Backup: Funktionsumfang für Profis

Titanium Backup klingt nicht nur mächtig, es gilt bei Android-Experten auch als Standard für professionelle Smartphone-Nutzer, die ihr Gerät in- und auswendig kennen. Die App ist jedoch ausschließlich mit Root-Zugang verwendbar, ohne diesen verweigert sie schlichtweg die Funktion. Haben Sie aber die komplexe Einrichtung hinter sich gebracht und Ihren Weg durch die leicht konfuse Benutzeroberfläche gefunden, können Sie nahezu alles speichern: Systemeinstellungen, Widgets, Hintergründe, sogar die personalisierte Konfiguration der Cloud-App selbst. Die Sicherung erfolgt dabei entweder lokal oder bei einem Anbieter (wahlweise Google Drive, Dropbox oder Box), bei dem Sie sich einfach über die Einstellungen einloggen. Wiederherstellen können Sie Ihre Daten außerdem nicht nur auf dem Ursprungsgerät, sondern auch auf anderer Hardware, abweichenden Android-Versionen oder sogar Custom-ROMs.

Titanium Backup macht seinem Ruf alle Ehre und gewährt Ihnen Tiefenzugriff auf Ihr Android-System. Dank Zusatzfunktionen wie Verschlüsselung, Datenmanipulation und Datenträgerbereinigung qualifiziert sich die App als Multifunktionstool, das von den ambitionierten Entwicklern ständig weiterentwickelt und gewartet wird. Aber Achtung: Wenn Ihnen Fachbegriffe wie XML, Nandroid und ADB nichts sagen, werden Sie mit Titanium Backup (PRO) eher wenig anfangen können. Lernbegierigen dagegen bietet das Entwicklerteam umfassende Hilfestellung in Form einer Wiki sowie der hauseigenen Knowledge Base titaniumtrack.com/kb – beide sind jedoch auf Englisch.

Vorteile Nachteile
✔ größter Funktionsumfang ✘ nur mit Root-Zugriff nutzbar
✔ Tiefenzugriff auf Android-Systeme ✘ für Anfänger zu komplex
✔ Sicherung bei Google Drive, Dropbox und Box  
✔ günstiger Preis  
✔ intensiver Entwickler-Support  

Box: Für Firmen

Die Cloud-App mit dem schlichten Namen ist der deutlich bekannteren Dropbox in vielerlei Hinsicht ähnlich. So wirkt die Benutzeroberfläche sehr vertraut und es gibt eine integrierte Dokumentfunktion namens Box Note. Jedoch bietet Box deutlich mehr kostenlosen Speicherplatz: Die standardmäßigen 10 GB gehen schon in Richtung Google Drive. Im Paket Personal Pro gibt es 100 GB, absolut unbegrenzten Speicherplatz erhalten Sie dagegen in den verschiedenen Business-Paketen. Dann bietet das Programm auch erweiterte Steuerelemente sowie Administrator-Funktionen und erfasst eine ausführliche Verlaufshistorie aller Dateiänderungen, die durch eine unbegrenzte Anzahl externer Mitarbeiter durchgeführt werden können. Box eignet sich daher insbesondere für Firmen und Arbeitsgruppen.

Zwar ist die Cloud-App für Android noch recht neu auf dem Markt, ihre einwandfreie Funktionalität hält aber mühelos mit der namhafteren Konkurrenz mit. Zudem ist Box bereits in viele Datei-Management-Programmen integriert. Das Profi-Tool Titanium Backup Pro (s. o.) lässt sogar Sicherungen in der Box-Cloud zu. Lediglich beim Upload größerer Dateien kann Box manchmal schwächeln. Das liegt an der vergleichsweise geringen maximalen Dateikapazität, die in der kostenlosen Version nur 250 MB beträgt. Sie sollten Ihre Daten also lieber gut organisiert und in mehreren kleinen Blöcken hochladen.

Vorteile Nachteile
✔ vertraute Benutzeroberfläche ✘ nicht so weit verbreitet wie die namhafte Konkurrenz
✔ integrierte Dokumentfunktion Box Note ✘ Schwächen bei der Upload-Dateikapazität
✔ großer kostenloser Speicherplatz  
✔ unbegrenzter Speicher in Business-Paketen  
✔ in viele Datei-Management-Programmen integriert  

Übersicht: die besten Android-Cloud-Apps im Vergleich

Im Folgenden haben wir die Eigenschaften der 9 besten Android-Cloud-Apps noch einmal für Sie zusammengefasst:

  Speicherorte Kostenloser Cloud-Speicher App-Sicherung auf Root-Geräten Größtes Verkaufs-argument Preise für Privatbenutzer
IONOS HiDrive Lokal, hauseigene Cloud - k. A. Deutscher Datenschutz Ab 100 GB: 1,50 €/Monat Verschiedene Pakete & Angebote Max. 2 TB: 20 €/Monat
Google Drive Lokal, hauseigene Google Cloud 15 GB k. A. Größter kostenloser Speicher Ab 100 GB: 1,99 €/Monat Verschiedene Pakete Max. 2 TB: 9,99 €/Monat
Dropbox Lokal, hauseigene Cloud 2 GB k. A. Weit verbreitet 2 TB: 9,99 €/Monat
Microsoft OneDrive Lokal, hauseigene Cloud 5 GB k. A. Windows-Integration Ab 100 GB: 2,00 €/Monat Im Paket mit Office 365: ab 1 TB (1 Nutzer): 7,00 €/Monat
Super Backup Lokal, Google Cloud, Dropbox, Gmail Abhängig von der verwendeten Cloud Ja Bester Preis Einmalig 1,99 US-Dollar (Werbung entfernen)
Titanium Backup Pro Lokal, Google Cloud, Dropbox, Box Abhängig von der verwendeten Cloud Ja (Root zwingend notwendig) Größter Funktionsumfang Einmalig 5,99 US-Dollar (alle Funktionen freischalten)
Box Lokal, hauseigene Cloud 10 GB k. A. Ideal für Firmen 100 GB: 9,00 €/Monat

Stand: April 2021

Hinweis

Android-Nutzer können Apps auch außerhalb des Google Play Stores herunterladen und installieren. Bei der Ausführung solcher Apps kann es jedoch zu sogenannten Parsingfehlern kommen.

Erweiterung zum Cloud-Speicher: Mit dem Online-Backup auf der sicheren Seite sein

Wenn Sie Ihre wichtigen Dateien immer parat haben wollen, ist ein Online-Speicher die richtige Wahl. Greifen Sie von den unterschiedlichsten Geräten auf Ihre Daten zu und arbeiten Sie gemeinsam mit anderen an Dokumenten, Tabellen oder Präsentationen. Doch ein Online-Speicher ist nicht als Schutzmechanismus gedacht. Wenn Sie Ihre sensiblen Daten nachhaltig absichern möchten, sollten Sie zusätzlich zu einer Online-Backup-Lösung greifen.

Ein Online-Backup-Dienst legt professionelle Sicherungskopien für Sie ab – voll automatisch und in kurzen, regelmäßigen Abständen. Sollten PC, Laptop oder Smartphone durch Malware infiziert werden, verloren gehen oder nicht mehr funktionstüchtig sein, haben Sie Ihre sensiblen Daten immer sicher online hinterlegt. Dabei entscheiden Sie selbst, wie umfangreich das Backup sein soll und in welchem Rhythmus die Sicherungen angelegt werden. Wir haben zwei Optionen, die für Ihre Backup-Strategie geeignet sein könnten.

IONOS MyBackup: Smart für Systemdaten

HiDrive zielt in erster Linie auf das Speichern von einzelnen Dateien in der Cloud ab. Fotos, Videos oder wichtige Dokumente sind dort sicher aufgehoben und können leicht mit anderen geteilt werden. Möchten Sie aber größere Datenmengen regelmäßig sichern, bietet sich MyBackup von IONOS an. Diese Cloud-Lösung ist darauf ausgelegt, automatisch Sicherungskopien anzulegen. Auf Android-Geräten können Sie mit der Backup-Software Ihre Kontakte, Fotos, Videos, Kalender und Textnachrichten sichern. Sollte Ihr Smartphone verloren gehen oder irreparabel zerstört sein, greifen Sie weiterhin auf Ihre Daten zu. Das ist auch praktisch, wenn Sie ein neues Gerät bekommen und die alten Daten übertragen möchten.

MyBackup gibt es in vier Paketen: 10 GB, 100 GB, 200 GB und 500 GB. Während Sie bei den ersten beiden Angeboten jeweils nur ein bzw. drei Endgeräte mit dem Dienst verknüpfen können, ist in den beiden größeren Paketen die Anzahl der zu sichernden Geräte unbegrenzt. So können Sie die Cloud auch für Ihren Laptop oder PC und das Tablet verwenden. MyBackup gibt es auch für iOS, Windows und macOS. Alle Daten sind mit 256-Bit AES verschlüsselt und werden in ISO-zertifizierten Rechenzentren gespeichert.

Zu den besonderen Features der Cloud-App gehört auch, dass neue Geräte direkt erkannt werden. Einfach die Software auf dem neuen Smartphone installieren, einloggen, und schon ist die Verbindung hergestellt.

Vorteile Nachteile
✔ hohe Datensicherheit ✘ keine kostenlose Version
✔ Server zu 100 Prozent in Deutschland ✘ Einsteigerangebot auf ein Gerät begrenzt
✔ Backup-Bereinigung, um Platz zu sparen  
✔ Fortsetzbare Backups nach Unterbrechungen  
✔ Anti-Ransomware  

IONOS Cloud Backup: Infrastruktur speichern

Besonders an professionelle Nutzer und Unternehmen richtet sich das Cloud Backup von IONOS. Auch bei dieser Lösung werden vollautomatisch und regelmäßig Backups in der Cloud abgelegt, im Gegensatz zu MyBackup allerdings auf höherem Niveau: Über einfache Geräte wie PC und Smartphones hinaus können auch Server, virtuelle Maschinen, Datenbanken und Cloud-Umgebungen gesichert werden.

Um das alles unterzubringen, steht Ihnen vergleichsweise viel Speicherplatz zur Verfügung. Cloud Backup bietet insgesamt acht verschiedene Kapazitätskategorien zwischen 50 GB und 5 TB. Damit lässt sich die Lösung bereits gut skalieren. Noch anpassungsfähiger ist der Tarif „Cloud Backup Flex“. Hier zahlen Sie pro genutztem Gigabyte und sind somit ganz frei in der Speicherplatznutzung. Dazu verfügt das Backup-System über Möglichkeiten zur Versionierung, inkrementelle Backups und Log-Dateien. Alle Daten werden mit 256-Bit AES verschlüsselt.

Vorteile Nachteile
✔ hohe Datensicherheit ✘ keine kostenlose Version
✔ Versionierung  
✔ Kompression der Backups  
✔ Vorgefertigte Backup-Strategien vorhanden  

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Fazit

Auf der Suche nach der richtigen Cloud-App für Android sollten Sie sich vor allem folgende Fragen stellen: Wie viel Speicherplatz benötige ich? Wie hoch ist mein Budget? Wie wichtig ist mir die Datensicherheit und wie gut kenne ich mich mit den Themen Software und Hardware aus? Sowohl IT-Entscheider in Unternehmen als auch Privatpersonen haben eine große Auswahl an kostenlosen und kostenpflichten Android-Clouds.


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