Cloud-Speicher-Dienste: Die besten Dropbox-Alternativen

Ob im Privaten oder für Arbeitszwecke: Online-Speicher- bzw. Cloud-Storage-Dienste für das Sichern, Synchronisieren und Teilen von Dateien sind praktisch und beliebt. Dropbox ist derjenige Anbieter, der die Verwendung von Online-Datenspeichern unter privaten Nutzern und Firmen populär gemacht hat. Allerdings existieren inzwischen viele Alternativen zu Dropbox – denn auch die Konkurrenz hat schnell das Potenzial von Cloud-Lösungen erkannt. Aber welche guten Dropbox-Alternativen gibt es? Und wodurch unterscheiden sie sich voneinander? Neben großen Konzernen (Amazon, Apple, Google, Microsoft etc.) befinden sich auch kleinere Anbieter auf dem Markt.

Cloud-Speicher: Ein Überblick

Der Begriff Filehosting bezeichnet das Bereitstellen von Dateien im Internet. Da hierfür inzwischen größtenteils das Cloud-Computing angewendet wird, spricht man in diesen Fällen von einem Cloud-Speicher bzw. von Cloud-Storage oder Cloud-Hosting.

Doch was bedeutet überhaupt Cloud-Computing? Der Begriff bezeichnet lediglich, dass Programme über Rechner ausgeführt werden, die an ein Netzwerk angeschlossen sind. Die Dateien liegen also nicht (ausschließlich) auf dem Rechner, den man bedient, sondern auch in der Cloud („Rechnerwolke“), an die der eigene Computer angeschlossen ist. Bestimmte Schnittstellen ermöglichen hierbei die Koordination zwischen dem eigenen Rechner und einem Cloud-Server (oder auch mehreren Servern), die in der Rechnerwolke miteinander vernetzt sind.

Funktionen von Cloud-Storage

Cloud-Speicher ermöglichen es, Dateien in einem Onlinespeicher abzulegen, zu sortieren und von überall aus auf diese zuzugreifen. Alles, was Sie dafür benötigen, ist ein Rechner und eine ausreichend schnelle Internetverbindung. Bei den meisten Anbietern können Sie Dokumente, Musik, Fotos, Videos etc. sowohl mit dem Computer als auch mit einem Smartphone oder Tablet verwalten, bearbeiten sowie hoch- und herunterladen. Filehosting-Plattformen werden häufig genutzt, um von überall aus auf seine Daten zuzugreifen, diese mit anderen Nutzern zu teilen oder Back-ups für Dateien anzulegen.

Des Weiteren ist Cloud-Storage besonders bei der Zusammenarbeit im Team beliebt und hilfreich. Dateien können hierbei unkompliziert untereinander ausgetauscht und von verschiedenen Personen bearbeitet werden. Im Cloud-Speicher werden die Dateien automatisch synchronisiert, sobald Änderungen an ihnen vorgenommen wurden.

Datenschutz und die Cloud

Verschiedene Cloud-Speicher-Anbieter haben in der Vergangenheit negative Schlagzeilen im Hinblick auf den Datenschutz gemacht. Nicht nur Hacker konnten sich bei Cloud-Storage-Diensten Zugang zu diversen Accounts verschaffen; auch der US-amerikanische Geheimdienst NSA nahm Einsicht in diverse Dropbox-Nutzerkonten. Bei der Nutzung der Onlinespeicher-Dienste weiß man generell nicht, wer außer einem selbst noch Zugriff auf die Dateien hat. Deshalb raten Experten stets zur Verschlüsselung aller Dateien, die man bei einem Cloud-Storage-Dienst hochlädt. Sensible Dateien sollten erst gar nicht in die Rechnerwolke gelangen.

Gerade für Unternehmen kann außerdem der Server-Standort wichtig sein. Der Standort derjenigen Rechner, auf denen sich die Dateien der Nutzer befinden, bestimmt nämlich, welche Datenschutzbestimmungen hier greifen. Die Server vieler Filehoster stehen hauptsächlich oder sogar vollständig in den USA, wo der Datenschutz wesentlich lockerer gehandhabt wird als in Deutschland bzw. in der EU.

Es ist im Allgemeinen davon abzuraten, personenbezogene Kundendaten in einem Cloud-Speicher zu verwahren. Zwar trat Mitte 2016 mit dem EU-US Privacy Shield der Nachfolger vom Safe-Harbour-Abkommen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten in Kraft, mit dem Daten aus Europa, die in die USA übermittelt werden, mehr Schutz erhalten sollen. Jedoch beanstanden viele Kritiker am neuen EU-US-Datenschutzschild, dass er die Daten europäischer Nutzer nicht ausreichend schütze und US-amerikanische Behörden immer noch zu einfach Einblick in personenbezogene Daten von europäischen Nutzern nehmen könnten. Deshalb sollten Sie es umso mehr unterlassen, Kundendaten in einem Cloud-Speicher zu hinterlegen, wenn die Server des Anbieters außerhalb der EU stehen.

Dropbox: Vor- und Nachteile

Warum sind gute Dropbox-Alternativen überhaupt notwendig? Immerhin gehört der Onlinespeicher-Dienst aus den USA nach wie vor zu den beliebtesten Plattformen auf diesem Gebiet. Zu seinen Vorteilen gesellen sich aber auch einige Nachteile.

Dropbox kann man in verschiedenen Versionen nutzen. In der Gratis-Variante erhalten die Nutzer 2 GB Speicherplatz, können diesen aber durch gewisse Aktivitäten noch um ein Vielfaches erweitern – z. B. über das Weiterempfehlen von Dropbox an Freunde. Wer auf Anhieb deutlich mehr Speicherkapazität haben möchte, muss zu einem der Bezahlmodelle greifen. Es gibt auch ein Angebot für Unternehmen, mit dem man auf unbegrenzt viel Speicherplatz zurückgreifen kann.

Dropbox ist in vielerlei Hinsicht einer der besten Filehosting-Anbieter, die es auf dem Markt gibt. Die Anwendung ist beispielsweise technisch sehr ausgereift. Doch neben vielen Vorzügen verfügt Dropbox auch über einige Mankos. Die Vor- und Nachteile haben wir in der folgenden Übersicht zusammengefasst:

Vorteile

  • Aufgeräumte und leicht verständliche Benutzeroberfläche: Die Verwendung von Dropbox ist äußerst einfach. Mit der übersichtlichen Ordnerstruktur und der Drag-and-Drop-Bedienung für das Verschieben von Dateien sollte jeder schnell zurechtkommen.
  • Unterstützung vieler Betriebssysteme: Kaum ein anderer Cloud-Speicher-Dienst bietet eine so große Anzahl an Apps für die verschiedensten Betriebssysteme. Von Windows (auch die mobilen Versionen), Linux und macOS bis hin zu Android  und iOS – Dropbox können Sie auf nahezu jedem Gerät nutzen.
  • Viele Funktionen und Erweiterungen: Die Beliebtheit des Programms hat die Entwicklung diverser Funktionen nach sich gezogen – z. B. das Erstellen von Arbeitsgruppen, das Anlegen von Office-Dokumenten direkt in der Dropbox oder das Teilen von Dateien mit Nutzern, die selbst kein Dropbox-Konto besitzen. Darüber hinaus existieren diverse Tools für Dropbox.
  • Leistungsfähige Verschlüsselungstechnik: Die Dateien werden mit einer AES-256-Bit-Verschlüsselung (der stärksten aller AES-Verschlüsselungsverfahren) versehen, bevor sie gespeichert werden. Außerdem wird die Übertragung der Dateien mit TLS/SSL kodiert.

Nachteile

  • Immer wieder Probleme mit der Datensicherheit: Dropbox stand vor allem hinsichtlich der Sicherheit der gespeicherten Dateien und Nutzerdaten häufig in der Kritik – etwa aufgrund der Zusammenarbeit mit dem US-Geheimdienst NSA oder weil Hacker an E-Mail-Adressen und Passwörter von Nutzern gelangen konnten.
  • Server stehen mehrheitlich in den USA: Die Dateien von privaten Dropbox-Nutzern befinden sich allesamt auf US-amerikanischen Servern und fallen somit unter die Datenschutzbestimmungen der USA. Zwar verwendet Dropbox inzwischen auch Rechenzentren in Deutschland für das Hosten der Konten; die Nutzung der deutschen Server ist vorerst aber nur für Unternehmenskunden möglich, die mehr als 250 Dropbox-Nutzer haben.
  • Wenig kostenloser Speicherplatz: In der Gratis-Variante von Dropbox erhalten die Nutzer zu Anfang nur 2 GB Speicherplatz. Über das Werben von neuen Nutzern und andere Aktionen können Sie zwar noch weiteren Gratis-Cloud-Speicher hinzugewinnen, aber bei anderen Cloud-Filehosting-Diensten erhält man von vornherein mehr kostenfreie Speicherkapazität.
  • Keine Cloud-Office-Anwendungen: Dokumente wie Textdateien oder Präsentationen müssen mit einem geeigneten Programm geöffnet werden, das auf dem jeweiligen Rechner bzw. mobilen Endgerät installiert sein muss. Doch nicht auf jedem Computer und vor allem nicht auf jedem Mobilgerät ist die entsprechende Software für die Bearbeitung installiert. Einige andere Cloud-Storage-Dienste haben dieses Problem damit gelöst, dass man die Dokumente direkt im Browser über entsprechende Programme bearbeiten kann (etwa bei Microsoft OneDrive mit Microsoft Office Online). Eine solche Funktion bietet Dropbox nicht.

Alternativen zu Dropbox

Dropbox ist einer der ältesten Filehosting-Dienste, doch inzwischen haben sich viele Unternehmen auf den Cloud-Speicher-Markt vorgewagt. Nachfolgend stellen wir Ihnen einige der besten Dropbox-Alternativen vor.

STRATO HiDrive

Auch der Webhoster STRATO schickt mit HiDrive eine interessante Alternative zu Dropbox ins Rennen, die sich gleichermaßen an Privat- und Businesskunden richtet. Der Cloud-Service bietet Ihnen auf allen Geräten maximale Flexibilität und Freiheiten beim Zugriff und bei der Speicherung auf Ihre Dateien. Zu diesem Zweck hält STRATO zusätzlich zu der plattformübergreifenden Webanwendung Desktop-Clients für Windows und macOS sowie mobile Apps für iOS und Android bereit, die eine intuitive und effektive Synchronisierung Ihres Datenbestands ermöglichen. Letztere bieten beispielsweise dank Scan-Funktion die Möglichkeit, fotografierte Dokumente direkt als PDF in der Cloud zu speichern (inklusive Texterkennung).

Tipp

Ausführliche Informationen zu HiDrive und den verfügbaren Paketen für Privat- und Businesskunden finden Sie auf der offiziellen Website von STRATO.

Alle Dateien werden verschlüsselt (AES 256) und in zertifizierten Rechenzentrum in Deutschland (ISO 27001) gespeichert. Zudem sorgen TLS-Übertragung und vollautomatische Back-ups für zusätzlichen Schutz. Anders als andere Cloud-Anbieter offeriert STRATO allerdings keine kostenfreie Variante des Speicherdienstes. Privatkunden können sich für eines von vier kostenpflichtigen Paketen entscheiden, die zwischen 2 Euro (100 GB) und 15 Euro (2 TB) im Monat kosten. Die Businesspakete bieten bis zu 20 Benutzern Speicherkapazitäten von bis zu 10 TB (100 Euro pro Monat). In allen Fällen ist eine Einrichtungsgebühr von 10 Euro zu leisten.

Vorteile Nachteile
✔ Daten sind von überall aus und mit jedem Gerät verfügbar (online oder offline) ✘ Keine kostenfreie Edition verfügbar
✔ Sehr benutzerfreundlich (auch bei gemeinsamer Nutzung des Speicherplatzes) ✘ Für alle Pakete fällt eine Einrichtungsgebühr in Höhe von 10 Euro an.
✔ Erstklassiges Sicherheitspaket (Server, Verschlüsselung, Back-up-System, etc.)  

Amazon Drive

Bei Amazon Drive (früher Amazon Cloud Drive) haben Sie die Auswahl zwischen einem kostenfreien Basismodell und verschiedenen kostenpflichtigen Speicherplänen. Entscheiden Sie sich für die kostenfreie Lösung, erhalten Sie insgesamt 5 GB Speicherplatz, den Sie für Fotos, Videos und für alle anderen Dateien verwenden können. Für Amazon-Prime-Kunden (ab ca. 8 Euro im Monat) ist der Fotospeicherplatz sogar unbegrenzt – neben allen anderen Prime-Vorteilen (wie besseren Versandbedingungen bei Amazon-Bestellungen oder der Nutzung des Video- und Musikangebots. Die Bezahlverträge, die jeweils für ein Jahr gelten, beginnen bei ca. 20 Euro für 100 GB. Für den volumenstärksten Speicherplan, der Zugriff auf 30 TB verfügbaren Speicher gewährt, zahlt man rund 3.000 Euro.

Allen Amazon-Drive-Angeboten fehlen allerdings einige Funktionen, die bei den meisten anderen Anbietern selbstverständlich sind, insbesondere Team-Funktionen für das gemeinsame Arbeiten an einem Dokument oder die Möglichkeit der Dateisynchronisation werden schmerzlich vermisst.

Vorteile Nachteile
✔ Unbegrenzter Fotospeicherplatz für Amazon-Prime-Kunden ✘ Internationale Serverstandorte – Sie wissen nicht, wo Ihre Daten gespeichert werden
✔ Nahtlose Verknüpfung mit anderen Amazon-Prime-Diensten ✘ Keine Funktionen für die Zusammenarbeit mit mehreren Nutzern und keine automatische Synchronisierung der Dateien
✔ Sehr flexible Speicherpläne  

Box

Das kalifornische Unternehmen Box gibt es schon seit 2005 und damit sogar zwei Jahre länger als Dropbox. Die beiden Anbieter ähneln sich in vielerlei Hinsicht: Auch Box nutzt die starke AES-Verschlüsselung mit 256-Bit-Schlüssellänge und punktet durch seine Funktionen. Die Bedienung des Programms fällt sogar noch ein Stück weit einfacher aus als bei Dropbox.

Private Nutzer erhalten 10 GB Gratis-Speicher. Allerdings dürfen bei diesem Angebot hochgeladene Dateien nicht größer als 250 MB sein – der Upload voluminöserer Dateien ist demnach nicht möglich (zumindest nicht in einem Stück). Für 9 Euro im Monat wird die Upload-Begrenzung auf 5 GB angehoben; gleichzeitig stehen Ihnen hier insgesamt 100 GB an Speicherplatz zur freien Verfügung – was verglichen mit anderen Anbietern relativ wenig Speicherplatz für den Preis darstellt. Es existieren weitere Pakete für Business-Kunden, die bei monatlich 4,50 Euro beginnen (mit 100 GB Speicherplatz und einer Datei-Upload-Grenze von 2 GB). Dank der „Box Zones“ ist u. a. auch die Speicherung der Daten in Deutschland (Frankfurt) möglich.

Vorteile Nachteile
✔ Sehr einfache Bedienung und viel kostenloser Speicherplatz (10 GB) ✘ Datei-Upload bei kostenlosem Angebot auf 250 MB begrenzt
✔ Desktop-Clients und Apps für die meisten Plattformen (Windows, macOS, Android, BlackBerry 10, iOS) ✘ Das Bezahlmodell für Privatanwender stellt nicht die beste Wahl dar: Es gibt einige Dropbox-Alternativen, bei denen man mehr für das Geld bekommt.
✔ Viele Funktionen für die gemeinsame Arbeit an Dokumenten und Projekten (Notizen, Kalender etc.)  
✔ Preis-Leistungs-Verhältnis vor allem für Unternehmenskunden gut  

Google Drive

Bei Google Drive handelt es sich um einen ebenfalls weit verbreiteten Cloud-Storage-Dienst. Hier erhalten Sie 15 GB Speicherplatz kostenlos, wenn Sie ein Google-Konto einrichten. Allerdings zählen zu diesem Speicherkontingent auch alle Dateien, die Sie bei anderen Google-Diensten speichern (Gmail, Google Photos). Wer mehr Onlinespeicher benötigt, zahlt für 100 GB ca. 2 US-DollarEuro im Monat, für 1 TB werden monatlich ca. 10 Euro fällig. Egal, ob Sie sich für die kostenfreie oder bezahlte Variante von Google Drive entscheiden: Ihre Daten werden hier stets mit AES-128-Bit-Sicherung verschlüsselt – auch schon während sie übertragen werden.

Einer der größten Pluspunkte von Google Drive ist die integrierte Office-Suite. Mit ihr können Sie direkt im Browser an Textdokumenten (Google Docs), Tabellen (Google Sheets) und Präsentationen (Google Slides) arbeiten. Die Dokumente können auch sehr gut im Team bearbeitet werden – beispielsweise wird eine Änderung automatisch gespeichert und eine komplette Versionsgeschichte von jedem Dokument angelegt (bis zu 30 Tage zurückverfolgbar). Mit verschiedenen Kommentar- und Chatfunktionen können einzelne Nutzer schnell miteinander kommunizieren.

Vorteile Nachteile
✔ Extrem viel kostenloser Speicherplatz (15 GB); auch die Bezahlmodelle sind vergleichsweise günstig ✘ Internationale Serverstandorte – Sie wissen nicht, wo Ihre Daten gespeichert werden
✔ Sehr gute Funktionalität der mitgelieferten Google-Office-Suite (Google Docs, Google Sheets und Google Slides); auch das gleichzeitige Arbeiten mehrerer Nutzer an Dokumenten ist problemlos möglich ✘ Keine Angaben über den Grad der Verschlüsselung
✔ Gute Benutzeroberfläche  

iCloud Drive

iCloud Drive ist ein Bestandteil der iCloud und bietet Ihnen 5 GB an Gratis-Speicher, der sich jederzeit erweitern lässt. 50 GB erhält man für eine monatliche Gebühr von 99 Cent (weitere Kapazitäten bis 2 TB für maximal 9,99 Euro im Monat). Der Cloud-Speicher von Apple ist übrigens nicht nur für Geräte von Apple verfügbar, sondern kann auch auf Windows-Rechnern genutzt werden. Dennoch ist iCloud Drive in erster Linie eine gute Option für Apple-Nutzer, die etwa durch einen Mac und/oder ein iPhone schon ein iCloud-Konto haben und dieses auch abseits des Onlinespeichers nutzen. Mit iWork verfügt auch Apples Dienst über Office-Anwendungen, die man direkt im Browser nutzen kann.

Vorteile Nachteile
✔ Dateien sind von allen mit iCloud Drive verbundenen Geräten optimal abrufbar und werden stets synchronisiert. ✘ Abgesehen von Windows keine Unterstützung von anderen Nicht-Apple-Plattformen (etwa Android oder Windows Phone)
✔ Apple bietet eigenes Office-Paket an, mit dem mehrere Nutzer parallel an Dokumenten arbeiten können. ✘ Keine Angaben zu den Serverstandorten – Sie wissen nicht, wo Ihre Daten gespeichert werden

Microsoft OneDrive

Bei Microsofts Cloud-Speicher OneDrive erhalten Sie 5 GB Gratis-Speicherplatz. Für 2 Euro im Monat lässt sich dieser den Speicherplatz auf 50 GB ausweiten. Dokumente lassen sich hierbei mit Microsoft Office Online im Browser bearbeiten. Auch das gemeinsame Arbeiten wird in Microsofts Alternative zu Dropbox durch diverse Funktionen unterstützt.

Für monatlich 7 Euro können Sie nicht nur auf 1 TB zurückgreifen, sondern zudem mit Office 365 die bekannten Microsoft-Office-Anwendungen wie Word, Excel, PowerPoint und Co. verwenden. Das Besondere hierbei ist, dass Sie (im Gegensatz zu den Office-Programmen von Google Drive) die Office-Anwendungen auch offline nutzen können. Für 10 Euro im Monat haben bis zu 5 Nutzer Zugriff auf den Microsoft-OneDrive-Account (mit 1 TB Speicherplatz pro Person) sowie auf Office 365. Für Unternehmen gibt es noch einmal andere Preismodelle – in einem weiteren Artikel unseres Ratgebers finden Sie eine komplette Übersicht zu den verschiedenen verschiedenen Lizenzmodellen der OneDrive-Office-365-Kombination.

Vorteile Nachteile
Mit Office 365 erhält man eine hervorragende, vollwertige Office-Suite mit vielen Funktionen Nur 5 GB Speicherkapazität beim kostenlosen Account; Gratis-Cloud-Storages von anderen Anbietern haben mehr Speicherplatz
Viele Angebote für Privat- und Unternehmenskunden, die mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen Internationale Serverstandorte – Sie wissen nicht, wo Ihre Daten gespeichert werden
Benutzerfreundliche Bedienung  

SecureSafe

Die Cloud-Lösungen von SecureSafe sprechen besonders Unternehmen an, die ihre Daten bestmöglich schützen möchten. Alle Daten werden auf Servern in der Schweiz gespeichert und dabei selbstverständlich verschlüsselt aufbewahrt. Eine dreifach redundante Datensicherung und eine Benutzerauthentifizierung via Secure Remote Password Protocol (SRP) sprechen ebenfalls für den Schutz der Dateien. Dabei fungiert die Dropbox-Alternative nicht nur als Onlines-Speicher für Ihre Dateien, sondern auch als Manager für Ihre persönlichen Passwörter inklusive praktischer Import- und Export-Funktion.

Für Privatpersonen gibt es eine gebührenfreie Variante, bei der Sie aber nur über 100 MB Speicherplatz verfügen und 50 Passwörter speichern können – mehr Speichervolumen gibt es gegen einen Aufpreis (z. B. 100 GB für 11 Euro im Monat). Für Firmen ist vor allem das Angebot interessant, bei dem man ab drei Mitarbeitern 8,50 Euro pro Kopf zahlt und 100 GB an Team-Speicher für jeden Nutzerfür bis zu 10 getrennte Arbeitsbereiche erhält.

Vorteile Nachteile
✔ Serverstandort in der Schweiz (ähnlich hoher Datenschutz wie in der EU) ✘ Sehr wenig Speicherplatz bei kostenloser Version (100 MB)
✔ Hohe Sicherheit auf allen Gebieten (Log-in, Passwörter, Verschlüsselung der Daten und Datenübermittlung usw.) ✘ Relativ teuer; nur für Speicherung von kleinen Dateien und Passwörtern geeignet

SpiderOak

SpiderOak steht unter den US-amerikanischen Anbietern für die beste Verschlüsselung der Dateien – nicht umsonst hat der ehemalige CIA-Mitarbeiter und Whistleblower Edward Snowden SpiderOak als Cloud-Lösung empfohlen. Die Verschlüsselung beginnt hier nicht erst bei der Übertragung, sondern bereits auf dem eigenen Rechner. So sollen ausschließlich die Account-Inhaber auf die Dateien zugreifen können – der Anbieter versichert zudem, dass auch er keinen Einblick in die Dateien auf dem Cloud-Speicher nehmen kann. Die Sicherheit hat allerdings ihren Preis: SpiderOak können Sie nur einen gewissen Zeitraum lang kostenlos testen. Danach müssen Sie sich für eines der Pakete entscheiden, die vor allem auf Unternehmenskunden abzielen um im Vergleich etwas teurer sind als andere Onlinespeicher.

Vorteile Nachteile
✔ Größtmögliche Sicherheit der Daten: Dateien werden zu jedem Zeitpunkt verschlüsselt; das „Zero-Knowledge-Prinzip“ soll zudem gewährleisten, dass selbst die Mitarbeiter von SpiderOak keinen Zugriff auf die Dateien haben. ✘ Serverstandort ist ausschließlich in den USA – die Daten genießen deshalb einen schwächeren Datenschutz als auf einem deutschen Server.
✔ Sehr guter (englischsprachiger) Kundenservice ✘ Keine deutsche Version verfügbar
✔ Unterstützt auch Linux-Betriebssysteme ✘ Keine dauerhaft kostenlose Version erhältlich

Your Secure Cloud

Your Secure Cloud legt ebenfalls großen Wert auf Sicherheit – auch hier werden die Daten schon auf dem Rechner der Nutzer verschlüsselt. Darüber hinaus kann die Dropbox-Alternative mit dem Server-Standort punkten: Das 2014 in Nürnberg gegründete Unternehmen speichert die Dateien ausschließlich auf Servern in Deutschland. Eine Chatfunktion, Gruppenmanagement sowie die Möglichkeit, ein Wiki anzulegen, erleichtern die Zusammenarbeit an einem Projekt mit mehreren Mitarbeitern. In der Aktivitäten-Übersicht sehen Sie zudem jegliche Änderungen an den einzelnen Bibliotheken, in denen Your Secure Cloud Ihre Dateien abspeichert.

Der Zugriff auf Ihren persönliche „Your Secure Cloud“-Online-Speicher gelingt entweder über die Webanwendung oder über die vom Anbieter gestellten Clients für macOS, Linux, Windows, iOS und Android. Nach einer 14-tägigen Testphase ist der Abschluss eines kostenpflichtigen Abonnements erforderlich, um den Service weiterhin nutzen zu können. Privatkunden bekommen dabei für monatlich ca. 2,50 Euro 10 GB an persönlichem Speicherplatz (Aufstockung auf 100 GB für ca. 8 Euro im Monat möglich). Für Teams von 2 bis 10 Personen zahlt man im Business-Modell ab 4 Euro pro Monat und Benutzer mit 50 GB Speicherkapazität (pro Nutzer).

Vorteile Nachteile
✔ Serverstandort in Deutschland – Ihre Dateien genießen den deutschen Datenschutz ✘ Kein kostenloser Speicherplatz im Angebot
✔ Sehr hohe Sicherheit der Daten durch Verschlüsselung vor, während und nach der Übertragung; auch ein zusätzlicher Passwortschutz für Ordner ist möglich ✘ Speicherplatz ist vergleichsweise teuer
✔ Unterstützt auch Linux-Betriebssysteme  

Cloud-Storage-Dienste im direkten Vergleich

  Unterstützte Plattformen Sicherheit Zusammenarbeit mit mehreren Nutzern möglich? Deutschsprachig? Speicherort Kostenlose Version verfügbar (mit Angabe zum Speicherplatz)?
Dropbox Windows, macOS, Linux, Android, iOS AES-256-Bit-Verschlüsselung, TLS/SSL Fast ausschließlich in den USA (Unternehmen ab einer bestimmten Nutzeranzahl können deutsche Server nutzen) Ja (2 GB) –erweiterbar z. B. durch das Werben/Einladen von neuen Nutzern, Verknüpfung des Facebook- und Twitter-Accounts mit Dropbox und anderen Bonusaktionen
Amazon Drive Windows, macOS, Android, iOS keine Angaben - weltweit Ja (5 GB)
Box Windows, macOS, Android, iOS AES-256-Bit-Verschlüsselung, TLS/SSL weltweit Ja (10 GB)
Google Drive Windows, macOS, Android, iOS AES-128-Bit-Verschlüsselung, TLS/SSL Europa, USA, Asien Ja (15 GB)
iCloud Drive macOS X, iOS, Windows verwendet minimal eine AES-128-Bit-Verschlüsselung, TLS/SSL keine Angaben Ja (5 GB)
Microsoft OneDrive Windows, macOS, Android, iOS AES-256-Bit-Verschlüsselung, TLS/SSL Europa, USA, Asien, Australien Ja (5 GB)
SecureSafe Windows, macOS, Android, iOS AES-256-Bit-Verschlüsselung, TLS/SSL Schweiz Ja (100 MB)
SpiderOak Windows, macOS, Linux, Android, iOS AES-256-Bit-Verschlüsselung, TLS/SSL - USA Nein (nur Testversion)
STRATO HiDrive Windows, macOS, Linux, Android, iOS AES-256-Bit-Verschlüsselung, TLS/SSL Deutschland Nein
Your Secure Cloud Windows, macOS, Linux, Android, iOS AES-256-Bit-Verschlüsselung, TLS/SSL Deutschland Nein

Die private Filehosting-Alternative: Onlinespeicher selbst machen mit ownCloud

Für Bastler gibt es auch noch die Option, sich seinen privaten Fileserver selbst einzurichten. Wer die absolute Hoheit über seine Daten in einem Cloud-Speicher haben möchte, kann auf eine Filehosting-Software wie ownCloud zurückgreifen und mit dieser einen eigenen Server aufsetzen. Die Einrichtung ist selbstverständlich mit etwas Aufwand und das Hosten Hosting der Daten mit laufenden Kosten verbunden.

ownCloud können Sie kostenfrei herunterladen. Um eine persönliche, unabhängige Cloud zu hosten, müssen Sie das Programm dann mit einem Server verbinden. Hierfür mieten Sie einen Server oder richten direkt einen NAS (Network Attached Storage) oder aber den eigenen Computer als Host für die ownCloud ein. Ein eigenständig angelegter Server garantiert Ihnen, dass außer Ihnen niemand anderes Zugriff auf die Daten hat. Er lässt sich ideal mit dem Raspberry Pi umsetzen – in unserem Tutorial zum Einrichten einer ownCloud auf dem Raspberry Pi verraten wir Ihnen, wie dies gelingt.

Fazit: An guten Dropbox-Alternativen mangelt es nicht

In Sachen Funktionalität ist Dropbox – abgesehen von der fehlenden Office-Software – kaum zu schlagen. Doch die Auflistung hat gezeigt, dass es neben Dropbox noch viele weitere Cloud-Speicher-Anbieter gibt, die nicht nur einen guten Job machen, sondern in manchen Disziplinen besser als Dropbox abschneiden.

Wer viel kostenlosen Speicherplatz haben möchte, ist mit Google Drive (15 GB) und Box (10 GB) gut bedient. Wenn die oberste Priorität auf dem Server-Standort in Deutschland liegt, können Sie zu STRATO HiDrive oder YourSecureCloud greifen. Die besten Office-Lösungen bietet hingegen Microsoft OneDrive, das vor allem mit der praktischen Integration von Office 365 punkten kann. Falls Sie hingegen Ihre Daten und vor allem Ihre Passwörter optimal schützen möchten, ist beispielsweise der Cloud-Speicher von SpiderOak eine gute Wahl – oder Sie richten sich direkt einen eigenen Fileserver in Kombination mit ownCloud ein.