Dropbox vs. Google Drive: Die Cloud-Speicher im Vergleich

Persönliche Fotos, wichtige Dokumente, das Video vom letzten Urlaub: Wir legen immer mehr Daten in die Cloud – und das aus unterschiedlichsten Gründen. Mobilität und Datensicherheit spielen dabei eine große Rolle.

  • Von jedem Gerät auf Dateien zugreifen
  • Von überall auf der Welt auf Dateien zugreifen
  • Alle Daten sicher an einem Ort verwahrt
  • Mit anderen zusammen Dateien verwalten und bearbeiten

Ebenso vielfältig wie die Nutzerinteressen sind die Anbieter in dem Bereich. Von kleinen Webdiensten bis zu All-in-one-Lösungen können Nutzer zwischen den unterschiedlichsten Angeboten auswählen. Dabei haben sich klare Konkurrenzen ergeben. In einem anderen Artikel erklären wir Ihnen die Unterschiede zwischen ownCloud und Nextcloud. In diesem geht es um einen Kampf der Urgesteine: Dropbox vs. Google Drive.

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Google Drive vs. Dropbox: Wer kann was?

Pioniere der Cloud-Technologie: Sowohl Google Drive als auch Dropbox sind inzwischen schon über zehn Jahre am Markt vertreten und waren für viele Nutzer der erste Berührungspunkt mit dem Konzept einer Cloud.

Google Drive

Den Speicherdienst von Google gibt es in seinen Grundzügen bereits seit 2006 – damals allerdings noch in Form der Text & Tabellen, nicht als eigenständiger Cloud-Speicher. Google Docs und alle weiteren Office-Anwendungen existieren auch weiterhin und sind ein integraler Bestandteil von Google Drive. Hatte man sich zunächst also auf Dokumente beschränkt, ist das Angebot inzwischen zu einem flexiblen Cloud-Speicher für jede Art von Datei geworden. Darüber hinaus ist Google Drive in Dienste wie Gmail (dem E-Mail-Dienst von Google) integriert, womit die Verwaltung und Verteilung von Dateien über das Internet noch einfacher wird.

Wenn man die Office-Anwendungen von Google verwendet, ist die Zusammenarbeit mit anderen Nutzern an Dokumenten, Präsentationen oder Tabellenkalkulationen sehr einfach. Alles, was man in einer dieser Anwendungen erstellt, wird automatisch in Google Drive gespeichert. Daten können einfach mit anderen geteilt werden, wobei man verschiedene Rollen vergibt: Darf die andere Person den Inhalt nur sehen, diesen kommentieren oder sogar verändern?

Google Drive kann komplett über eine Web-Schnittstelle bedient werden. Über die Website steht Nutzern eine Dateiverwaltung zur Verfügung. Man kann Ordner anlegen, Dateien oder ganze Ordner hochladen und diese verschieben. Es gibt aber auch eine Software mit dem Namen Backup and Sync, um noch bequemer mit dem Cloud-Speicher arbeiten zu können. Diese funktioniert auf Mac und PC oder auch auf iOS- und Android-Geräten.

Die Software gibt einem die Möglichkeit, ausgewählte Ordner auf der Festplatte mit dem Cloud-Speicher zu synchronisieren. Nimmt man hier Änderungen vor, finden diese parallel auch bei Google Drive statt – vorausgesetzt natürlich, es besteht eine Verbindung ins Internet. Für Nutzer, die sich für den Premiumdienst G-Suite entscheiden, gibt es das Angebot Drive File Stream. Damit können Nutzer direkt aus der Dateiverwaltung auf dem PC oder Mac auf den Cloud-Speicher zugreifen, ohne dabei den Festplattenspeicher zu verwenden.

Fakt

Google stellt anderen Entwicklern Schnittstellten zur Verfügung. Deshalb bieten viele Drittprogramme die Möglichkeit, Dateien direkt aus dem Programm in Google Drive zu speichern.

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Die Standardausgabe von Google Drive ist kostenlos. Hier stehen dem Nutzer 15 GB zur Verfügung. Bedenken muss man dabei allerdings, dass auch der Speicher des Gmail-Kontos Teil von Google Drive ist. Hat man also große Anhänge in seinem E-Mail-Konto gespeichert, kann dies schon einen großen Teil des Cloud-Speichers belegen. Wer mehr Speicherplatz benötigt, muss zu Google One upgraden. Der Premiumdienst bietet in seiner kleinsten Version derzeit 100 GB für knapp unter 2 Euro im Monat. Für ca. 300 Euro pro Monat kann man aber auch 30 TB bekommen.

Die Rechenzentren von Google sind über die ganze Welt verteilt, wobei der größte Teil der Server in den USA steht. Da Google ein US-Unternehmen ist, ist es möglich, dass gemäß des Patriot Acts die US-amerikanische Regierung unter bestimmten Umständen Daten auf den Servern anfragen kann. Google selbst kann dagegen nur begrenzt vorgehen.

Alle Daten werden beim Bewegen (also beispielsweise beim Transport von einem Server zum anderen) mit 256-Bit-AES verschlüsselt. Dateien, die sich nicht in Bewegung befinden, werden mit 128-Bit verschlüsselt. Nutzer greifen grundsätzlich über einen HTTPS-Tunnel auf den Service zu. Das eigene Konto kann man durch eine Zwei-Faktor-Authentisierung sichern.

Besondere Features von Google Drive:

  • Integration mit anderen Anwendungen von Google
  • Verschlüsselung der Dateien
  • Zugriff über Browser oder mit spezieller Software
  • 15 GB kostenloser Speicherplatz
  • Synchronisationssoftware

Dropbox

Dropbox ist seit 2007 auf dem Markt vertreten und war für viele PC-Nutzer vermutlich der erste Kontakt mit Cloud-Storage. Von Anfang an dabei war die entsprechende Software: Nach der Installation befindet sich ein Ordner auf dem eigenen PC oder Mac, der (bei bestehender Internetverbindung) konstant mit einer identischen Version auf dem Server der Firma synchronisiert wird. Die Idee dahinter: Zwei oder mehrere Menschen haben Zugriff auf diesen Ordner und können so die Dateien darin verwenden. Ein regelmäßiger Austausch der verschiedenen Dateien ist nicht möglich.

Man muss sich aber nicht auf einen Ordner beschränken. Unterschiedliche Ordner kann man auch mit unterschiedlichen Menschen teilen. Das machte Dropbox damals, aber auch heute noch so interessant für die professionelle Zusammenarbeit. Doch auch für private Zwecke ist der Dienst hilfreich: Der Versand von großen Dateien, z. B. Urlaubsfotos, per E-Mail scheiterte oft an Größenbeschränkungen. Mit dem Cloud-Storage-Dienst von Dropbox sind solche Bedenken kaum noch nötig.

Prinzipiell benötigen alle Nutzer für die Zusammenarbeit einen Account bei Dropbox. Damit man Daten aber auch Menschen, die nicht bei dem Dienst angemeldet sind, zur Verfügung stellen kann, lassen sich für einzelne Dateien oder Ordner individuelle Download-Links erstellen.

Die Desktop-Software von Dropbox ist für Windows, macOS und Linux verfügbar. Außerdem gibt es Mobile-Apps für Android und iOS. Man kann aber auch über die Webanwendung auf die Dateien zugreifen. Auf der Website von Dropbox kann man Dateien hochladen, verwalten und mit anderen Nutzern zusammenarbeiten. So ist es beispielsweise möglich, Kommentare zu Dateien zu hinterlassen.

Fakt

Auch Dropbox bietet anderen Entwicklern Schnittstellen an. So kann auch dieser Dienst in Kombination mit anderer Software eingesetzt werden.

Noch relativ neu ist der Dienst Dropbox Paper: Der Service bietet eine Online-Textverarbeitung, mit der mehrere Nutzer gemeinsam an einem Dokument arbeiten können. Dropbox will mit Paper aber noch weiter gehen und stellt den Service als digitalen Arbeitsplatz vor. Über Paper können sich Mitarbeiter austauschen, Medieninhalte teilen und Meetings vorbereiten.

Wer Dropbox kostenlos nutzen möchte, beginnt mit einem 2-GB-Speicherplatz. Empfiehlt man den Dienst weiter, erhält man für jeden angemeldeten neuen Nutzer weitere 500 MB, bis zu einem maximalen Speicherplatz von 16 GB. Mehr Speicherplatz erhält man in einem der verschiedenen Abonnements: Während Nutzer (derzeit) für fast 10 Euro 1 TB bekommen, können sie für fast 20 Euro mit dem doppelten Volumen arbeiten. Zusätzlich bekommt man viele weitere Features, z. B. eine Volltextsuche oder einen Versionsverlauf von 120 Tagen.

Hinweis

Dropbox gibt es auch speziell für Unternehmen. Hierbei bezahlt man pro Nutzer und kann dann (abhängig vom gewählten Tarif) so viel Speicherplatz für sich beanspruchen, wie man benötigt.

Die Server von Dropbox befinden sich in den USA. Da Dropbox ebenfalls ein US-Unternehmen ist, sind auch hier die Nutzerdaten durch den Patriot Act von den US-amerikanischen Behörden anforderbar. Dropbox veröffentlicht jedoch einen Transparenzbericht, in dem jede Anfrage von Behörden dokumentiert wird. Die Dateien sind ruhend und in der Bewegung verschlüsselt. Dafür greift das Unternehmen zu einer 256-Bit- (ruhende Dateien) oder 128-Bit-Verschlüsselung (Dateien in Bewegung). Der Transport funktioniert auch bei Dropbox über einen SSL-Tunnel.

Besondere Features von Dropbox:

  • Synchronisationssoftware
  • 2 GB kostenloser Speicherplatz
  • Verschlüsselung
  • Dropbox Paper
  • Weitere Features zur Zusammenarbeit für Premiumkunden

Wo liegen die Unterschiede?

In den ersten Jahren haben Google und Dropbox sehr unterschiedliche Richtungen eingeschlagen. Auch wenn sich die beiden Dienste immer weiter annähern, sind die damaligen Ausrichtungen noch heute zu erkennen. Der Fokus bei Dropbox lag und liegt auf der Synchronisation von Dateien bei verschiedenen Nutzern. Die hierfür bereitgestellte Software macht die Zusammenarbeit in ausgewählten Ordnern außerordentlich einfach.

Für Google war Drive zunächst nur der Speicherplatz für Gmail-Konten und die Cloud-Computing-Dienste rund um Google Docs. Erst 2012 konnten Nutzer ihren Cloud-Speicher auch einheitlich verwalten. Dafür stellt der Dienst seinen Nutzern aber auch enorm viel kostenlosen Speicherplatz zur Verfügung. Die Strategie ist damals auch bei Einführung von Gmail aufgegangen und hat dem E-Mail-Dienst von Google viele Fans beschert.

Die Entwicklungen zeigen, dass die beiden Cloud-Storage-Anbieter sich mehr und mehr entgegenkommen. Auch Google stellt eine Software bereit, die die Synchronisation von Ordnern auf dem eigenen PC mit dem Cloud-Speicher zulässt. Dropbox hingegen zielt mit Paper auf Funktionen, die man zuvor nur von Google Docs kannte.

Inzwischen spielt für viele Nutzer nur noch der Speicherplatz eine Rolle – und da bietet Google klar mehr, sowohl in der kostenlosen wie auch in der kostenpflichtigen Version. Dazu weist Google diesbezüglich ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis auf. Dropbox punktet hingegen mit einer einzigartigen Idee, die zu mehr Geschwindigkeit führt: Statt nach einer Änderung die komplette Datei auszutauschen, kopiert Dropbox nur die veränderten Bits. Das beschleunigt die Übertragung ungemein.

In puncto Datensicherheit schenken sich beide Unternehmen wenig: Inzwischen verwenden sowohl Google als auch Dropbox Standards, die allgemein als sicher angesehen werden. Das war nicht immer so. In der Vergangenheit standen beide Dienste im Zentrum von Datenklau-Skandalen: 2013 wurde bekannt, dass die US-amerikanische Behörde NSA Server von Google überwachte, und 2016 haben Unbekannte die Zugangsdaten von mehreren Millionen Dropbox-Konten im Internet veröffentlicht.

Fazit

Neben der Speicherkapazität kommt es darauf an, was man mit dem Cloud-Storage anfangen möchte. Der Austausch von Dateien in einem geteilten Ordner, wie von Dropbox angeboten, liefert einzigartige Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Google überzeugt damit, dass Drive in die anderen Cloud-Dienste rund um Textverarbeitung und E-Mails integriert ist – wenn man diese nutzen möchte.

Alles im Überblick: Dropbox vs. Google Drive

Damit Ihnen die Entscheidung Google Drive vs. Dropbox möglichst leicht fällt, haben wir die wichtigsten Merkmale in einer Tabelle gegenübergestellt.

  Dropbox Google Drive
Kostenloser Speicher 2 GB (bis 16 GB durch Empfehlungen) 15 GB
Premium-Speicher 1–2 TB (unendlich viel bei Unternehmens-Abos) 100 GB–30 TB
Kosten für Premium ab 9,99 € / Monat ab 1,99 € / Monat
Verschlüsselung AES (265-Bit bei Ruhe / 128-Bit bei Bewegung) AES (128-Bit bei Ruhe / 256-Bit bei Bewegung)
Zwei-Faktor-Authentisierung
Direkte Zusammenarbeit Dropbox Paper Google Docs etc.
API für externe Software
Desktop-Software Windows, macOS, Linux Windows, macOS
Mobile-App Android, iOS Android, iOS
Verfügbare Sprachen 17 48
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