Cloud-Speicher im Vergleich: Die besten Cloud-Lösungen im Überblick

Die Vorzüge von sicheren Onlinespeichern machen die Dienste gleichermaßen für Privatnutzer und Unternehmen attraktiv. Das Mieten von zusätzlichem Speicherplatz für Dateien und Dokumente aller Art schont die eigenen Festplatten und sorgt dafür, dass Arbeits- oder Heim-PC, Smartphone und Co. genügend Platz für Betriebssystem und installierte Programme zur Verfügung haben. Darüber hinaus sind die Dateien in einem Cloud-Speicher im Vergleich zu denen auf der Festplatte eines Desktop-Computers jederzeit und von überall aus (und mit jedem beliebigen Gerät) über das Internet verfügbar. Worauf es bei der Wahl des geeigneten Dienstes ankommt und welche Anbieter das beste Cloud-Paket bieten, erfahren Sie in unserem großen Cloud-Speicher-Test.

Cloud-Vergleich: Was macht einen guten Onlinespeicherdienst aus?

Auf den ersten Blick scheint es kaum Unterschiede zwischen den verschiedenen Speicherdiensten zu geben, weshalb für viele der Kostenaspekt bei der Anbieterauswahl an erster Stelle steht. Dieser ist zwar grundsätzlich ein wichtiges, allerdings bei Weitem nicht das einzige Bewertungskriterium, auf das Sie bei der Suche nach einer Speicherlösung für Ihre Dateien achten sollten. Wie bei anderen Webservices spielen nämlich Faktoren wie die Usability oder die Sicherheit der eigenen Daten ebenfalls eine wichtige Rolle. Insbesondere für Unternehmen ist außerdem entscheidend, welche Features für die Zusammenarbeit die jeweilige Cloud-Lösung bietet. Zuletzt sollten Sie auch die Zuverlässigkeit und das Support-Angebot der verschiedenen Anbieter unter die Lupe nehmen.

Im Detail geht es bei den genannten Kriterien für den Cloud-Speicher-Vergleich um folgende Eigenschaften:

  • Kosten: So verführerisch die Möglichkeiten eines Onlinespeichers sind – auch die beste Cloud-Lösung darf das verfügbare Budget nicht sprengen. Typischerweise offerieren die Anbieter eine Reihe von Abonnement-Modellen, die sich insbesondere in puncto Speichervolumen, teilweise aber auch in dem gebotenen Funktionsumfang unterscheiden. Folglich ist es empfehlenswert, das Sie im Vorhinein überlegen, wie viel Speicherplatz Sie benötigen und auf welche Features Sie in keinem Fall verzichten können – auf Basis dieser Informationen können Sie die unterschiedlichen Angebote optimal miteinander vergleichen. In den meisten Fällen gibt es außerdem einen kostenfrei nutzbaren Basistarif, der für Privatzwecke häufig bereits ausreichend ist.
     
  • Usability: Auch bei einem Cloud-Dienst spielt die Usability eine wichtige Rolle. So sollten Sie Ihre Dateien intuitiv hoch- und herunterladen können, egal mit welchem Gerät Sie gerade arbeiten. Das gilt auch für sämtliche Collaboration-Features, die der Service bereitstellt: Wenn Sie Dateien mit anderen Nutzern der Cloud teilen oder gemeinsam an Dokumenten arbeiten wollen, sollten Sie sich auf eine unkomplizierte Bedienung verlassen können. Ist die gemeinsame Nutzung des Cloud-Speichers für Sie sehr wichtig, sind Features wie ein Änderungsprotokoll und geräteübergreifende Synchronisierung besonders wichtig. Die besten Cloud-Speicher-Dienste zeichnen sich durch maßgeschneiderte Clients und Apps mit bestmöglicher Benutzerfreundlichkeit für die verschiedenen Geräte aus.
     
  • Sicherheit: Wie jede Webanwendung sind auch Cloud-Services in gewissem Rahmen angreifbar. Die Aufgabe und Pflicht eines guten Anbieters besteht daher darin, alle Dateien und Nutzerdaten optimal zu schützen, um Datenverlust bzw. Datenklau vorzubeugen. Moderne Rechenzentren und ausgeklügelte Firewall-undBack-up-Strategien zählen dabei ebenso zu den erstrebenswerten Maßnahmen wie die Verschlüsselung der gespeicherten Daten sowie des Datentransfers selbst. Spielt der Datenschutz für Sie eine große Rolle, ist außerdem der Blick auf den Serverstandort unvermeidlich: Speichert der Anbieter Ihre Daten in Deutschland oder zumindest in einem EU-Land? Ansonsten ist der datenschutzkonforme Umgang mit sensiblen Informationen nämlich nicht garantiert.
     
  • Zuverlässigkeit und Support: Bei einem Cloud-Speicher kommt es im Vergleich zu anderen Angeboten im World Wide Web noch mehr darauf an, dass sich der Service durch Zuverlässigkeit und einen guten Support auszeichnet. Es ist wichtig, dass Sie möglichst jederzeit Zugriff auf Ihre Dateien haben und rechtzeitig über Neuheiten, technische Probleme und Änderungen informiert werden.Eine hohe Verfügbarkeit (Onlinezeit) des Dienstes ist dabei ebenso entscheidend wie eine große Beständigkeit – müssen Sie sich nach einem halben Jahr nach einem neuen Service umschauen, weil Ihr Cloud-Speicher nicht mehr angeboten wird, ist dies mit einem hohen Mehraufwand verbunden. Je etablierter ein Anbieter ist, desto professioneller ist in der Regel auch der Support, der Ihnen bei Fragen und Problemen rund um den Onlinespeicher zur Verfügung stehen sollte.

Onlinespeicher-Vergleich: Welche Speicherdienste gibt es?

Der perfekte Cloud-Speicher zeichnet sich durch ein hohes Maß an Sicherheit, eine einfache und intuitive Bedienung und eine niedrige Downtime aus. Abgerundet wird das Paket durch eine große Menge an Speicherplatz zum möglichst kleinsten Preis. Abhängig vom Einsatzzweck des Cloud-Speichers sowie dem Know-how und der finanziellen Grundlage des Nutzers gibt es verschiedene Lösungen, die dieses Anforderungsprofil erfüllen. Wir stellen Ihnen einige der besten Cloud-Speicher vor.

HiDrive Cloud Speicher

Der Domain- und Hosting-Anbieter 1&1 IONOS offeriert mit HiDrive einen Cloud-Speicher, der im Vergleich zu den Angeboten der Konkurrenz zwar nicht in einer kostenfreien Variante, dafür aber in verschiedenen, sehr kostengünstigen Abonnements verfügbar ist. So gibt es beispielsweise für nur 1 Euro im Monat bereits 100 GB Speicherplatz für eine Person. Business-Pakete für bis zu 5 Benutzer mit bis zu 10 TB Speichervolumen (10 Euro pro Monat) machen den Cloud-Dienst auch für Kleinunternehmen interessant. 1&1 IONOS speichert alle Daten, die ausschließlich verschlüsselt übertragen werden (256-Bit), in ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren, welche zu den sichersten weltweit zählen. 

Zugreifen können Sie wahlweise über die Webanwendung oder mithilfe der Desktop-Anwendungen und Apps für iOS, Android, Windows und macOS. Verwenden Sie eines der Programme, können Sie Ihre Dateien auch offline abrufen, wobei der zuletzt synchronisierte Stand gilt. Per Freigabe-Link können Sie außerdem in HiDrive gespeicherte Dateien problemlos mit Freunden und Bekannten teilen.

Vorteile Nachteile
Günstige Speichertarife für Privat- und Businesskunden Keine kostenfreie Speichervariante verfügbar
Rechenzentren in Deutschland  
Verschlüsselung mit AES  
Automatische Texterkennung bei Smartphone-Bildern  

E-POST Cloud

Mit E-POST Cloud offeriert die Deutsche Post AG einen sicheren Onlinespeicher, den Sie als registrierter Nutzer kostenfrei nutzen können. Der Cloud-Service ergänzt das digitale Postfach E-POST, mit dem Sie jeglichen Nachrichtenverkehr (Briefpost, E-Mail, Fax) bequem von Ihrem Rechner bzw. Smartphone aus über das Internet senden und empfangen können. Ein aktives E-POST-Konto ist auch Nutzungsvoraussetzung für den Cloud-Speicher. Wenn Sie keines haben, können Sie es jederzeit anlegen. Sie müssen allerdings eine gültige Mobilfunknummer angeben, um die Registrierung abschließen zu können. Standardmäßig stehen zwar lediglich 5 GB Speicherplatz zur Verfügung – wer eine POSTID besitzt, kann die Kapazitäten aber auf 30 GB aufstocken.

Die Deutsche Post AG legt den Fokus in ihrem Onlinespeicher im Vergleich zu vielen anderen Lösungen ganz klar auf Sicherheit und Datenschutz. So sind Postfach und Cloud sowohl vom TÜV als auch vom Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) zertifiziert, was angesichts höchster Sicherheitsstandards (AES- und TLS-Verschlüsselung, Zwei-Faktor-Anmeldung, Virenschutz usw.), automatisierter Back-ups und hochmoderner Server in Deutschland wenig verwunderlich ist. Der Zugriff auf die Cloud gelingt wahlweise über die plattformübergreifende Webanwendung, den Windows-Client E-POST MAILER oder die E-POST-App (für iOS und Android). Da eine gemeinschaftliche Nutzung von E-POST-Konten nicht vorgesehen ist, bietet der Cloud-Service keine Features für die Zusammenarbeit.

Vorteile Nachteile
Komplett kostenfrei Nur für Privatnutzer interessant (max. 30 GB Speicherplatz, keine Collaboration-Features)
Erstklassische, zertifizierte Sicherheitsstandards  

Google Drive

Am 24. April 2012 startete der Suchmaschinenriese Google seinen Cloud-Service Google Drive. Die Anwendung erweiterte und ersetzte zum damaligen Zeitpunkt die Office-Lösung Docs, die allerdings von Beginn an in Drive integriert wurde. Fünf Jahre danach gab der Konzern auf der Entwicklerkonferenz Google I/O bekannt, dass der Speicherdienst die Marke von 800 Millionen Nutzern weltweit geknackt habe. Voraussetzung für die Nutzung ist ein aktives Google-Konto, das Sie beispielsweise auch für andere Google-Dienste wie Gmail oder Google Fotos benötigen – die im Übrigen dank entsprechender Schnittstellen direkt an die Cloud angebunden sind. Zum Einstieg erhalten Sie kostenfreien Zugriff auf 15 GB Speicherplatz. Durch den Abschluss kostenpflichtiger Abonnements können Sie die Kapazitäten erhöhen (100 GB für ca. 2 Euro, 30 TB für ca. 300 Euro im Monat oder gar unbegrenzter Speicher im Business-Tarif).

Ein Blick in die Ablage, wie das Hauptmenü von Drive heißt, zeigt eindrucksvoll, warum das Google-Programm eine der besten Cloud-Lösungen für die gemeinsame Speicherung, Verwaltung und Bearbeitung von Dateien und Dokumenten verschiedenster Art ist: Mit einem Klick können Sie Daten hoch- oder herunterladen und auf die beliebten Office-Suite-Dienste Docs, Formulare, Tabellen, Zeichnungen, Präsentationen, Sites und My Maps zugreifen – zudem ist die Verknüpfung mit hunderten Drittanbieter-Apps möglich. Google Drive synchronisiert die gespeicherten Daten automatisch auf allen Geräten, mit denen Sie auf die Cloud zugreifen. Zu diesem Zweck stehen Anwendungen für Windows, macOS, iOS und Android zum kostenfreien Download zur Verfügung, falls Sie nicht den Weg über die Webanwendung gehen wollen.

Vorteile Nachteile
Verknüpfung zu zahlreichen Google-Diensten- und Drittanbieter-Apps (optional) Speicherung auf Google-Servern (ohne konkrete Auskunft zu Standorten)
Bis zu 15 GB Speicher stehen kostenfrei zur Verfügung Für die Speicherung der Dateien setzt Google lediglich auf eine 128-Bit-Verschlüsselung

Box

Bereits seit 2005 bietet das amerikanische Unternehmen Box in Form seines gleichnamigen Cloud-Services sowohl Privatnutzern als auch Unternehmen die Möglichkeit der zentralen, ausgelagerten Dateifreigabe und -verwaltung. Bei den Business-Plänen legte das Entwicklerteam den Fokus von Beginn an auf Features, die die gemeinsame Nutzung von Box erleichtern: So tauschen Sie über Lesezeichen (Favoriten) beispielsweise problemlos Links aus, erstellen Aufgaben (To-do-Listen) oder hinterlegen in Echtzeit Notizen zu den Dateien und Aufgaben Ihrer Wahl. Alle Änderungen sind im Aktionsverlauf verzeichnet, sodass Sie jederzeit wissen, welcher Nutzer diese vorgenommen hat (inklusive Zeitstempel). Welcher User auf welche Bereiche der Cloud zugreifen darf, lässt sich durch Steuerung der Zugriffsberechtigungen individuell regulieren.

Box punktet auch in Sachen Sicherheit und Datenschutz: So unterstützt der Cloud-Service die kundenverwaltete Verschlüsselung der Dateien mithilfe des Schlüsselverwaltungsdienstes von AWS (Amazon Web Services). Unternehmen haben sogar die Möglichkeit, die notwendigen Codierungsschlüssel über ein optionales Hardware-Sicherheitsmodul (HSM) selbst zu sichern. Um regionale Datenschutzrichtlinien einhalten zu können, greift der Cloud-Anbieter auf Rechenzentren internationaler Partner zurück (u. a. in Deutschland, Irland, Japan und Australien).

Wie viele Cloud-Speicher im Test bietet Box zusätzlich zur Webanwendung Desktop-Clients für macOS und Windows sowie mobile Apps für iOS und Android an, mit denen Sie vom Gerät Ihrer Wahl aus auf Ihren Cloud-Speicher zugreifen (Box Drive) oder Notizen erstellen (Box Notes) können. Bis zu 10 GB Speicherplatz stellt Box seinen Nutzern kostenfrei zur Verfügung (Upload-Größe auf 250 MB pro Datei limitiert). Privatnutzer können für 9 Euro im Monat auf 100 GB aufstocken – die Business-Pläne starten bei 4,50 Euro pro Nutzer im Monat.

Vorteile Nachteile
Erstklassige Funktionen für die gemeinsame Nutzung des Speichers (vor im Business-Abonnement) Eingeschränkte Funktionalität für Privatnutzer-Accounts
Box Zones helfen Unternehmen, regionale Datenschutzbestimmungen einzuhalten Vergleichsweise teuer

Tresorit

Tresorit ist ein 2014 veröffentlichter Onlinespeicherdienst des gleichnamigen Unternehmens, das Niederlassungen in Schweiz und Ungarn hat. Den Namen für seinen Cloud-Service hat das Tresorit-Team dabei keineswegs willkürlich gewählt: Dank Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sind Ihre Dateien bereits vor dem Transfer verschlüsselt und in der Tresorit-Cloud so sicher wie in einem Tresor. Auch das Teilen von Dateien ist dank der Verschlüsselung sowie passwortgeschützter Datei- und Ordnerlinks (bis zu 20 GB Dateigröße), definierbarer Ablaufdaten und differenzierbarer Benutzerrechte so sicher wie bei kaum einem anderen Anbieter im Cloud-Vergleich. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Zugriff über die Tresorit-Browseranwendung, die Desktop-Anwendung (Windows, macOS, Linux) oder die mobile App (iOS, Android) stattfindet – das Sicherheitspaket gilt für alle Clients.

Eine der größten Stärken von Tresorit ist das umfangreiche und dennoch übersichtliche Admin-Center. Hier erhalten Sie den perfekten Überblick über Ihren Speicherplatz und die zugreifenden Nutzer bzw. Geräte. Zudem verwalten Sie an dieser Stelle die einzelnen Benutzerkonten und definieren Sicherheitsrichtlinien, indem Sie beispielsweise bestimmte Geräte oder IP-Adressen für den Zugriff sperren oder die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren.

Die von Tresorit genutzten, zertifizierten Rechenzentren (ISO-27001) befinden sich in Irland und in den Niederlanden. Die Einhaltung europäischer und insbesondere deutscher Datenschutzrichtlinien ist daher kein Problem. Privatnutzer erhalten für rund 8 Euro im Monat 200 GB Speicher (aufrüstbar auf bis zu 2 TB für 20 Euro im Monat). Der Preis für Teams startet bei 10 Euro pro Nutzer im Monat (1 TB pro Nutzer). Eine kostenfreie Basisvariante, die viele Cloud-Speicher im Vergleich auszeichnet, fehlt.

Vorteile Nachteile
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Browseranwendung, Desktop-Clients und Apps Keine kostenfreie Speichervariante verfügbar
Erstklassiges Sicherheitsmanagement Wenige Features für die gemeinsame Arbeit mit gespeicherten Dateien

iCloud Drive

Vor allem Besitzern eines Apple-Geräts dürfte der Speicherdienst iCloud Drive bekannt sein – denn die Cloud-Lösung gehört zum Standard-Software-Paket von iOS und macOS, weshalb sie automatisch installiert und nutzbar ist. Über das Web-Interface oder mithilfe der auf der Apple-Website downloadbaren Desktop-Anwendung können allerdings auch Windows-Nutzer auf iCloud Drive zugreifen. Die einzige Voraussetzung ist eine gültige Apple-ID, die Sie jederzeit kostenlos anlegen können. Gemeinsam mit anderen Diensten wie dem Textverarbeitungseditor Pages oder dem Tabellenkalkulationsprogramm Numbers bildet Drive die iCloud-Suite. Dieses Cloud-Angebot richtet sich ausschließlich an Privatnutzer, die standardmäßig 5 GB Gratis-Speicher erhalten. Dieser lässt sich wahlweise auf 50 (ca. 1 Euro im Monat) oder 200 GB (ca. 3 Euro im Monat) aufrüsten. Für Familien (bis zu fünf Nutzer) hält Apple ein 2-TB-Paket für ca. 10 Euro im Monat bereit.

Während sich der Cloud-Speicher im Vergleich zu anderen Lösungen (außer in der Familienedition) nicht gemeinsam nutzen lässt, so ermöglichen zumindest die bereits erwähnten Office-Dienste von iCloud das Arbeiten im Team. To-do-Listen, Zeitpläne, Präsentationen usw. lassen sich problemlos mit anderen Nutzern teilen – unter der Voraussetzung, dass auch diese über eine Apple-ID verfügen. Alle Ihre Daten werden dabei von Apple sowohl bei der Übertragung als auch auf dem Server verschlüsselt (mindestens 128-Bit-AES). Für zusätzlichen Schutz sorgt die optionale Zwei-Faktor-Authentifizierung, die ihr Cloud-Passwort mit einem sechsstelligen Prüfcode verknüpft. Diesen bekommen Sie auf ein vertrauenswürdiges Gerät Ihrer Wahl geschickt.

Vorteile Nachteile
Auf Apple-Geräten bereits fest integriert Speicherung auf Apple-Servern (Ungewissheit, wo die Daten gespeichert werden)
Preisgünstige Option für Privatnutzer Keine App für iOS

Dropbox

Dropbox zählt seit Jahren zu den beliebtesten und besten Cloud-Lösungen. Als einer der ersten Anbieter offerierte das 2007 von den beiden Studenten Drew Houston und Arash Ferdowsi gegründete Unternehmen seinen Nutzern kostenfrei nutzbaren Onlinespeicher. Die Besonderheit: Der zur Verfügung gestellte Speicher lässt sich durch verschiedene Aktionen wie das Einladen weiterer Nutzer erweitern. Auf diese Weise werden aus den standardmäßigen 2 GB Speicherplatz der kostenlosen Basic-Edition bis zu 20 GB. Wer mehr Kapazitäten benötigt, findet mit den kostenpflichtigen Plänen „Plus“ (1 TB für ca. 10 Euro im Monat) und „Professional“ (unbegrenzter Speicherplatz für ca. 20 Euro im Monat) die passenden Lösungen.

Mit Dropbox Business zählt außerdem eine Abonnement-Reihe zum Portfolio, die auf Unternehmen zugeschnitten ist und Zugriff auf zusätzliche Administrations- und Collaboration-Tools gewährt. So können Sie beispielsweise Nutzerlisten erstellen und die Zugriffsmöglichkeiten der einzelnen Benutzer individuell definieren. Aktivitätsberichte verraten Ihnen, wer welche Dateien freigibt, teilt oder löscht, und auch der von einer Person genutzte Speicherplatz ist einsehbar. Für die gemeinsame Ideenentwicklung und Aufgabenverwaltung hat Dropbox nicht nur Schnittstellen zur Microsoft-Office-Suite parat, sondern auch das eigene Dokumenten-Tool Paper integriert. Sowohl bei der Übertragung (TLS-128-Bit) als auch auf dem Server (256-Bit-AES) werden Ihre Dateien von Dropbox verschlüsselt. Die Daten werden auf Servern weltweit gespeichert, was eine Kontrolle der Sicherheitsstandards nahezu unmöglich macht.

Vorteile Nachteile
Kostenfreier Speicherplatz lässt sich auf bis zu 20 GB erweitern Daten werden an Standorten in aller Welt gespeichert, verarbeitet und übertragen
Business-Pläne mit leistungsstarken Administrations-Features verfügbar  

Livedrive

2008 gründete der Tech-Unternehmer Andrew Michael die britische Firma Livedrive (2014 von j2 Global aufgekauft), die ihr gleichnamiges Produkt seitdem Kunden in aller Welt zur Verfügung stellt. Livedrive ist jedoch keine klassische Onlinespeicherlösung, denn mit „Backup“ steht Ihnen ein Tarif zur Verfügung, der mit der gewöhnlichen Cloud-Speicherung nur bedingt zu tun hat und vielmehr automatische Sicherungskopien Ihrer lokalen Dateien (PC oder Mac) anfertigt. Die gewohnte Onlinespeicher-Variante, bei der Sie ganz gezielt bestimmen, welche Daten Sie in der Cloud speichern wollen, erhalten Sie mit dem Plan „Briefcase“ (2 TB für 10 Euro im Monat) oder alternativ im „Pro Suite“-Paket (17 Euro im Monat), das zusätzlich zu 5 TB Speicherplatz auch die geschilderte Back-up-Funktion (zuzüglich Kopien von Daten auf mobilen Geräten) enthält.

Die Business-Tarife „Express“ und „Standard“ runden das Portfolio von Livedrive ab. Ersterer gewährt bis zu drei Nutzern Zugriff auf 2 TB Speicher und automatische Back-ups (35 Euro im Monat), während sich letzterer an Teams mit zehn oder mehr Nutzern richtet (10 TB für 110 Euro im Monat). Team-Ordner, in denen Dateien geteilt, Kommentare erstellt und Änderungen eingesehen werden können, verbessern die Nutzung dieses gemeinsamen Speichers deutlich. Von welchem Gerät aus der Zugriff der verschiedenen Teilnehmer stattfindet, spielt dabei keine Rolle: Desktop-Software für macOS und Windows steht ebenso zur Verfügung wie Apps für iOS und Android. Alternativ ist wie bei allen Cloud-Speichern im Test der Weg über das plattformunabhängige Web-Interface möglich.

Livedrive speichert sämtliche Daten ausschließlich in zertifizierten Rechenzentren (ISO-27001) in Großbritannien.

Vorteile Nachteile
Sehr kostengünstige Speicher- und Back-up-Lösung Keine kostenlose Speichervariante verfügbar
Leistungsstarke, gut gesicherte Server in Großbritannien Englischsprachige Benutzeroberfläche

Die aufgelisteten Cloud-Speicher im tabellarischen Vergleich

  Gratis-Speicher monatliche Kosten für 100 GB Desktop-Clients und Apps Serverstandort Besonderheit
HiDrive Cloud Speicher - 1 € Windows, macOS, iOS, Android Deutschland Serverstandort Deutschland
Box 10 GB 9 € Windows, macOS, iOS, Android auswählbar (u. a. Irland, Deutschland, Japan, Australien) Box Zones helfen bei der Einhaltung regionaler Datenschutzrichtlinien
Dropbox bis zu 20 GB 1 € Windows, Linux, macOS, iOS, Android unbekannt Gratis-Speicher lässt sich erweitern
E-POST Cloud bis zu 30 GB nicht verfügbar Windows, iOS, Android Deutschland Komplett kostenfrei nutzbar
iCloud Drive 5 GB 2 € Windows, macOS, iOS unbekannt Auf Apple-Geräten standardmäßig installiert
Google Drive 15 GB 1,99 € Windows, macOS, iOS, Android unbekannt Verknüpfung zu anderen Google-Services
Livedrive - 0,50 € Windows, macOS, iOS, Android Großbritannien Back-up-Service in den meisten Plänen inklusive
Tresorit - 4,16 € Windows, Linux, macOS, iOS, Android Irland, Niederlande Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Der Onlinespeicher-Vergleich zeigt, wie vielfältig die Auswahl digitaler Speicherlösungen ist. Etablierte Größen wie iCloud Drive, Dropbox und Google Drive zeigen sich dabei zwar als kostengünstige und funktionsstarke Services mit erstklassigen Verknüpfungen zu nützlichen Office-Anwendungen, sorgen aufgrund der eher wagen Angaben zu den Serverstandorten aber für Kopfzerbrechen, wenn es um das Thema Datenschutz geht. Clouds wie 1&1 IONOS HiDrive oder die gänzlich kostenfreie E-POST Cloud, deren Server in Deutschland stehen, können diese Bedenken ausräumen – eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wie sie Tresorit bietet, fehlt allerdings auch diesen beiden Lösungen. Global agierende Unternehmen finden in Box einen mehr als überzeugenden Cloud-Dienst, der auch in Sachen Collaboration-Features zu gefallen weiß. Einen interessanten Mix aus Back-up- und Cloud-Speicher-Lösung schickt derweil der amerikanische Investor j2 Global mit dem in Großbritannien entwickelten Livedrive ins Rennen.

Hinweis

Wenn Sie bei der Speicherung Ihrer Dateien in einem Cloud-Speicher auf Nummer sicher gehen wollen, sollten Sie sämtliche Daten vor dem Transfer in die Cloud auf eigene Faust verschlüsseln (sofern der Service nicht bereits eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung offeriert). Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt hierfür in folgendem Informationsbeitrag zum Thema Verschlüsselung u. a. die Tools TrueCrypt und Gpg4Win.