Cloud-PC: Funktionsweise und Einsatzgebiete im Überblick

Die Cloud kann nicht nur eingesetzt werden, um Ihre Daten geräteunabhängig zu speichern. Mit Cloud-PCs existieren mittlerweile ganze virtuelle Computer, auf die Sie über die Cloud zugreifen können. So müssen Sie die Ressourcen, die Sie verwenden möchten, lokal gar nicht mehr besitzen.

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Was ist ein Cloud-PC und wie funktioniert er?

Bei einem Cloud-PC handelt es sich im weitesten Sinne um einen PC, auf den Sie über die Cloud zugreifen können. Damit ist aber kein physischer Rechner gemeint. Vielmehr können Sie mittels Cloud-Computing auf Hardware- und Software-Ressourcen zugreifen, die Ihnen über die Cloud zur Verfügung gestellt werden. So laden Sie beispielsweise Ihr Betriebssystem nicht mehr von der Festplatte, sondern im Browser oder in spezieller Software.

Die Ressourcen, die Sie bei der Nutzung eines Cloud-PCs verwenden, liegen in der Regel auf hochperformanten Servern, sodass Cloud-PCs hinsichtlich Schnelligkeit und Zuverlässigkeit modernen Rechnern in nichts nachstehen oder sie im Gegenteil sogar übertreffen. Die einzige Voraussetzung: eine stabile und ausreichend schnelle Internetverbindung. Ohne diese können Sie nämlich nicht auf die externen Ressourcen zugreifen.

Die Daten, die Sie bei der Nutzung eines Cloud-PCs verwenden, werden ebenfalls nicht mehr lokal auf Ihrer Festplatte gespeichert, sondern liegen in der Cloud. So können sie jederzeit und von überall aus abgerufen werden. Durch die Verwendung von Cloud-PCs sind Sie also nicht mehr an ein lokales PC-Setup gebunden, sondern können von nahezu jedem internetfähigen Gerät aus auf Ihre Anwendungen und Daten zugreifen.

Einsatzgebiete von Cloud-PCs

Bisher finden Cloud-PCs vor allem Anwendung im Bereich der Remote-Arbeit. Das ist naheliegend, da auf Daten, die innerhalb der Cloud gespeichert sind, von überall aus zugegriffen werden kann. Auf diese Weise sind die Arbeitenden nicht mehr an ihren lokalen PC gebunden. Sie haben stattdessen überall auf der Welt die gewohnte Software und die für die Arbeit notwendigen Daten zur Verfügung.

Doch nicht nur für die Arbeit, sondern auch für das Vergnügen werden mittlerweile cloudbasierte Lösungen eingesetzt. Mit Cloud-Gaming wird es Spielerinnen und Spielern ermöglicht, die modernsten PC-Games mit besten Grafikeinstellungen zu spielen, ohne einen eigenen Hochleistungsrechner zu besitzen. Auch hier wird die Technologie von Cloud-PCs eingesetzt: Die Hardware-Ressourcen, die für die Spiele erforderlich sind, liegen nicht beim Spielenden selbst, sondern auf Servern.

Wann ist die Nutzung eines Cloud-PCs sinnvoll?

Bei all den Möglichkeiten und Vorteilen, die Cloud-PCs mit sich bringen, stellt sich unweigerlich die Frage, ob die Nutzung herkömmlicher Computer überhaupt noch sinnvoll ist. Die Antwort: Ja. Denn die Nutzung von Cloud-PCs ist nur dann sinnvoll, wenn Sie über eine schnelle und stabile Internetverbindung verfügen. Ohne einen Internetzugang können Sie nämlich überhaupt nicht auf die Funktionen von Cloud-PCs zugreifen.

Außerdem ist die Nutzung von Cloud-PCs nicht immer günstig. Für die Ressourcen, die Sie dabei nutzen, zahlen Sie meistens in einem monatlichen Abonnement. Ein herkömmlicher Desktop-PC ist zwar einmalig teuer, verursacht danach aber keine laufenden Kosten.

Wenn Sie für Ihre Anwendungen allerdings sehr performante Hardware benötigen oder Ihnen das ortsunabhängige Arbeiten sehr wichtig ist, ist ein Cloud-PC eine ideale Lösung.

Die bekanntesten Anbieter von Cloud-PCs

Der Begriff des Cloud-PCs wurde insbesondere von einem Anbieter geprägt: Microsoft. Mit Windows 365 wird auch das beliebte Windows-Betriebssystem in die Cloud ausgelagert. Die nötigen Hardware-Ressourcen bekommt man im Abo dazu. Die Lösung richtet sich ausschließlich an Unternehmen. Anwendungen können dann ohne lokale Installationen von überall aus und auf verschiedenen Endgeräten genutzt werden. So ist ortsunabhängiges Arbeiten möglich.

Tipp

Auch die beliebten Microsoft-Office-Anwendungen gibt es mit Microsoft 365 im Abo-Modell: Bei IONOS erhalten Sie Microsoft 365 mit vielen zusätzlichen Features, zum Beispiel Microsoft Exchange E-Mail-Postfach.

Ein weiterer Cloud-PC-Anbieter, der sich allerdings nicht auf Remotework, sondern auf Gaming konzentriert, ist Google Stadia. Für etwa 10 Euro im Monat können Sie eine Auswahl an Spielen auf Ihren Geräten spielen, ohne die eigentlich erforderliche Hardware physisch zu besitzen oder die Spiele selbst erwerben zu müssen.

Vor- und Nachteile von Cloud-PCs im Überblick

Der größte Vorteil von Cloud-PCs ist die ortsunabhängige Nutzung von Hardware- und Software-Ressourcen. Doch auch die Tatsache, dass Sie sich Installationszeiten sparen können, ist nicht zu vernachlässigen. Das Abo-Modell, auf dem die meisten Cloud-PCs basieren, ist außerdem kündbar und bietet Ihnen maximale Flexibilität. Ihre Daten sind in der Cloud gespeichert, sodass Sie gegen Festplattenausfälle oder Gerätediebstahl geschützt sind.

Doch obwohl Cloud-PCs eine Reihe von Vorteilen im Vergleich zu herkömmlichen Computern bieten, gibt es auch Nachteile, die Sie bedenken sollten, wenn Sie einen Wechsel in Betracht ziehen.

Sie benötigen jederzeit eine stabile Internetverbindung, um die Ressourcen Ihrer Cloud-PC-Lösung überhaupt nutzen zu können. Außerdem müssen Sie sich darauf verlassen können, dass die Server Ihres Cloud-PC-Anbieters funktionieren, wenn Sie auf Ihre Daten zugreifen möchten. Auch der Datenschutz und die Cloud-Sicherheit können problematisch sein: Vielfach handelt es sich bei den Cloud-PC-Anbietern um amerikanische Unternehmen, die nicht dem strengen deutschen bzw. europäischen Datenschutzrecht und der DSGVO unterliegen.

Einen kurzen Überblick über die relevantesten Vor- und Nachteile von Cloud-PCs können Sie sich in unserer Tabelle verschaffen:

Vorteile Nachteile
orts- und geräteunabhängiges Arbeiten Datenschutz u. U. problematisch
kein Download von Software erforderlich verwendete Software gehört nicht Ihnen
Daten in der Cloud gegen Verlust gesichert Serverausfälle möglich
performante Hardware-Ressourcen Internetverbindung jederzeit erforderlich
Flexibilität durch Abo-Modell Sie benötigen dennoch ein internetfähiges Gerät (PC, Laptop, Tablet, Smartphone), um den Cloud-PC nutzen zu können
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