Mithilfe von Pro­gram­men zur Ver­sio­nen­kon­trol­le ist es möglich, auch in sehr um­fang­rei­chen Projekten den Überblick zu wahren. Alle Än­de­run­gen am Code werden durch die Software pro­to­kol­liert. Auf diese Weise ist es möglich, bei Bedarf zu vor­he­ri­gen Versionen des Projektes zu­rück­zu­keh­ren. Auch die Arbeit im Team wird immens er­leich­tert. GitHub ist das wohl be­kann­tes­te Ver­sio­nen­kon­troll­pro­gramm. Was genau GitHub ist und welche Vorteile die Anwendung bietet, erfahren Sie hier.

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Der Markt­füh­rer GitHub

Setzt man sich mit Ver­sio­nen­kon­troll­soft­ware aus­ein­an­der, ist GitHub eines der ersten Programme, über das man stolpern wird. Doch was genau ist GitHub ei­gent­lich? Seit 2008 bietet die Web­an­wen­dung Nutzern weltweit die Mög­lich­keit, Ent­wick­lungs­pro­zes­se von System- und An­wen­dungs­soft­ware zu managen.

Über 65 Millionen User sorgen dafür, dass GitHub unter den ver­schie­de­nen Ver­sio­nen­kon­troll­sys­te­men auf dem Markt beinahe eine Mo­no­pol­stel­lung einnimmt. 2018 wurde GitHub vom Un­ter­neh­men Microsoft für über 7 Mil­li­ar­den US-Dollar auf­ge­kauft. Der netz­ba­sier­te Dienst bietet seit 2020 außerdem eine Smart­phone-App für die beiden gängigen Be­triebs­sys­te­me iOS und Android an, die es Ihnen er­mög­licht, von überall aus auf Ihre Projekte und deren aktuellen Stand zu­zu­grei­fen.

Das Prinzip hinter GitHub – Ein kurzer Blick auf Git

Während GitHub lediglich eine äußerst populäre Web­an­wen­dung ist, die von Pro­gram­mie­ren­den ins­be­son­de­re für eine ef­fi­zi­en­te Zu­sam­men­ar­beit sowie zur Ver­sio­nie­rung ihrer Software genutzt wird, ist das zugrunde liegende Programm Git eine lokale Software, die vorrangig der in­di­vi­du­el­len Nutzung dient. Git ist eine kos­ten­lo­se Open-Source-Software, das heißt, dass der Quellcode der Öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich ist. Seit der Ent­wick­lung von Git im Jahre 2005, an der unter anderem der Linux-Ent­wick­ler Linus Torvalds beteiligt war, hat sich das Programm als führende Software für Ver­sio­nen­kon­trol­le etabliert.

Fakt

Ver­sio­nie­rung ist ein Ansatz zur Erfassung von Än­de­run­gen an Projekten. Mittels Ver­si­ons­ver­wal­tung ist es möglich, ver­schie­de­ne Ent­wick­lungs­sta­di­en zu über­bli­cken und bei Bedarf auf vorherige Versionen zu­rück­zu­grei­fen. So wird der Prozess hin zum fertigen Code nicht nur geordnet, sondern oftmals auch verkürzt.

Wie funk­tio­niert Ver­sio­nen­kon­trol­le mit GitHub?

Die vor­ran­gi­ge Aufgabe von Software zur Ver­sio­nen­kon­trol­le ist es, Ent­wick­lun­gen an diversen Pro­gram­mier­pro­jek­ten zu pro­to­kol­lie­ren. Zu solchen Projekten gehört bei­spiels­wei­se An­wen­dungs­soft­ware, eines der wich­tigs­ten Ein­satz­ge­bie­te ist darüber hinaus die Web­ent­wick­lung. Jede Ver­än­de­rung am Code kann man mittels GitHub, das prak­ti­scher­wei­se in den meisten Ent­wick­lungs­um­ge­bun­gen bereits ein­ge­bun­den ist, in einer Cloud hochladen und als eigene Version ab­ge­spei­chert werden.

So be­inhal­tet ein GitHub-Projekt ver­schie­de­ne Versionen desselben Codes. Zum einen können Sie auf diese Weise den Ent­wick­lungs­pro­zess Ihrer Projekte nach­voll­zie­hen. Zum anderen erlaubt GitHub Ihnen, jederzeit zu früheren Versionen ihres Codes zu­rück­zu­keh­ren, was ins­be­son­de­re dann von Vorteil ist, wenn sich Bugs in Ihr Projekt ein­ge­schli­chen haben.

Neben der Be­reit­stel­lung ver­schie­de­ner Versionen ist vor allem die ef­fi­zi­en­te Arbeit im Team ein Haupt­grund für die Nutzung von GitHub in der Ent­wick­lung. Jeder Mit­ar­bei­ter kann sich die aktuelle Version des Codes als eigenes Re­po­si­to­ry, kurz Repo, her­un­ter­la­den. Kopiert an ein Re­po­si­to­ry in seinen eigenen GitHub-Account, nennt man diesen Prozess auch fork.

Ein Repo wiederum besteht aus ver­schie­de­nen Zweigen. Diese werden auch Branches genannt. Das Haupt­pro­jekt befindet sich üb­li­cher­wei­se im Branch Master. Durch die Er­stel­lung von Zweigen spalten sich Teile vom Code ab und können von einzelnen Ent­wick­lern simultan be­ar­bei­tet werden. Auf diese Weise kann jeder Mit­ar­bei­ter sich um einen separaten Teil vom Code kümmern.

Möchte man den Code an­schlie­ßend wieder zu­sam­men­füh­ren, stellt GitHub den Befehl merge bereit. Dem Nutzer, dem das originale Projekt bei GitHub gehört, wird eine Anfrage geschickt. Sollen die Än­de­run­gen über­nom­men werden, wird der Code im Anschluss zu­sam­men­ge­führt.

GitHub im Vergleich

GitHub ist nicht der einzige Dienst, der sich für die Ver­sio­nen­kon­trol­le anbietet. Es gibt eine Reihe von GitHub-Al­ter­na­ti­ven, solche sind bei­spiels­wei­se Bitbucket und GitLab. Die Community von GitHub fo­kus­siert sich ins­be­son­de­re auf öf­fent­li­che Open-Source-Projekte, wo­hin­ge­gen bei Bitbucket eher private Projekte von Ge­schäfts­kun­den und Un­ter­neh­mern im Vor­der­grund stehen. Doch auch bei GitHub ist es möglich, kos­ten­lo­se private Re­po­si­to­ries anzulegen.

GitLab, ebenfalls ein Quell­code­ma­nage­ment­sys­tem auf Basis von Git, bietet seinen Nutzern ähnliche Features wie Markt­füh­rer GitHub. Das wich­tigs­te Al­lein­stel­lungs­merk­mal von GitHub ist die Po­pu­la­ri­tät des Dienstes: Durch die große Community stehen nicht nur viele Ent­wick­ler für Projekte zur Verfügung, darüber hinaus ist beinahe jeder in der Branche mit der Arbeit mit GitHub vertraut. Auch die direkte Ein­bin­dung von GitHub in viele Ent­wick­lungs­um­ge­bun­gen für Pro­gram­mie­rer, zum Beispiel PyCharm oder Visual Studio Code, er­leich­tern die Arbeit mit dem web­ba­sier­ten Dienst. Die Smart­phone-App mit über 20.000 positiven Be­wer­tun­gen im AppStore hebt GitHub ebenfalls besonders hervor.

GitHub Bitbucket GitLab
Größte Open-Source-Community Fokus auf Ge­schäfts­kun­den Re­po­si­to­ries können auf eigener In­fra­struk­tur gehostet werden
Smart­phone-App für iOS und Android Bisher keine App Keine eigene App, aber Apps mit Un­ter­stüt­zung für GitLab sowohl für iOS und Android
Eigenes Con­ti­nuous-In­te­gra­ti­on Tool GitHub Actions Gute In­te­gra­ti­on mit anderen Produkten aus der Atlassian Suite (z.B. Jira, Con­fluence) Einfach be­dien­ba­re grafische Be­nut­zer­ober­flä­che

De­ploy­ment Ihres GitHub-Web­pro­jek­tes

Die Ent­wick­lung von Websites ist einer der häu­figs­ten Fälle, in denen GitHub zum Einsatz kommt. Um alle Än­de­run­gen im Quellcode, die während der Ent­wick­lungs­pha­se entstehen, nicht erst am Ende in den ur­sprüng­li­chen Code ein­zu­fü­gen, nutzen viele Teams mitt­ler­wei­le das Konzept Con­ti­nuous In­te­gra­ti­on und updaten ihre Projekte teilweise mehrmals täglich. Dies hat den Vorteil, dass das Projekt immer auf den neusten Stand gebracht wird. So passt der Code zu jedem Zeitpunkt der Ent­wick­lung zu­ein­an­der und kann bei Problemen sofort angepasst werden. Für Con­ti­nuous In­te­gra­ti­on gibt es diverse Tools, die auch in Ver­bin­dung mit Ver­sio­nen­kon­trol­le via GitHub ein­ge­setzt werden können.

Möchten Sie, dass die Än­de­run­gen, die Sie am Quellcode vornehmen, nicht nur au­to­ma­ti­schen Test­pro­zes­sen un­ter­zo­gen werden, sondern darüber hinaus direkt beim End­be­nut­zer ankommen, lohnt sich ein Blick auf das Konzept Con­ti­nuous Delivery.

Während Sie auf diese Weise dafür sorgen können, dass Ihr Code stets up to date bleibt, ist das mitunter größte Problem bei der Er­stel­lung von Websites jedoch die Be­reit­stel­lung des fertigen Codes auf einem Hoster. Dies liegt daran, dass Websites sich in einer Live-Umgebung, also gehosted, teilweise anders verhalten als während der lokalen Ent­wick­lung auf dem eigenen Computer. Deshalb ist es ratsam, das Projekt bereits zu Anfang der Ent­wick­lungs­pha­se zu hosten, um Än­de­run­gen im Code direkt live am Beispiel mit­ver­fol­gen zu können und auf diese Weise zu va­li­die­ren.

Tipp

Nutzen Sie IONOS Deploy Now, um Ihr GitHub-Web­pro­jekt mit der IONOS-Hosting-In­fra­struk­tur zu verbinden und alle Än­de­run­gen an Ihrer Website live im Blick zu behalten. Neben der Ab­si­che­rung Ihrer Daten mittels SSL bietet Deploy Now eine be­nut­zer­de­fi­nier­te Domain-Ver­bin­dung sowie einen Schutz gegen DDoS-Attacken.

GitHub-Re­po­si­to­ries mit Deploy Now verbinden

Ihre eigenen GitHub-Repos mit IONOS Deploy Now zu verbinden, ist ganz einfach und in nur wenigen Schritten erledigt. Nutzen Sie das IONOS-Tutorial und erfahren Sie, wie Sie ihr GitHub-Repo mit einem Klick und Deploy Now von IONOS deployen:

Al­ter­na­tiv können Sie unserer einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitung folgen:

  1. Verbinden Sie Ihren GitHub-Account mit IONOS Deploy Now.
  2. Legen Sie ein neues Projekt an.
  3. Im­por­tie­ren Sie das ge­wünsch­te GitHub-Re­po­si­to­ry.
  4. Nun wird Ihr Projekt von IONOS Deploy Now be­reit­ge­stellt und Sie können Ihre Website live auf einer Vorschau-URL be­ob­ach­ten.

Mehr In­for­ma­tio­nen dazu finden Sie in der IONOS Deploy Now Do­ku­men­ta­ti­on.

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