KI-Kompetenz beschreibt die Fähigkeit, KI-Systeme sicher, verantwortungsvoll und sachkundig zu nutzen. Artikel 4 des EU AI Act (KI-Kompetenz) verlangt von Anbietenden und Betreibenden von KI-Systemen, Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass Mitarbeitende und andere Personen, die KI-Systeme bedienen oder einsetzen, über ein ausreichendes Niveau an KI-Kompetenz (AI Literacy) verfügen.

Zusammenfassung

KI-Kompetenz befähigt zur sicheren, verantwortungsvollen und sachkundigen Nutzung von KI-Systemen und ist laut EU AI Act für Unternehmen verpflichtend.

  • Sie kombiniert technisches Grundverständnis mit praktischer Anwendungskompetenz und kritischer Einordnung.
  • Zu den Inhalten gehören Wissen über Funktionsweisen, Risikobewertung sowie rechtliche Kenntnisse.
  • Der Kompetenzaufbau erfolgt fortlaufend durch gezielte Maßnahmen wie Bedarfsanalysen, Schulungen und Workshops.

Was bedeutet KI-Kompetenz?

KI-Kompetenz bezeichnet die Kombination aus Fähigkeiten, Kenntnissen und Verständnis, die notwendig sind, um KI-Systeme sinnvoll einzusetzen. Sie umfasst ein grundlegendes Verständnis darüber, wie KI funktioniert und wie ihre Ergebnisse interpretiert werden können. Dazu gehört auch die Fähigkeit, Chancen und Risiken von unterschiedlichen KI-Anwendungen kritisch zu erkennen und abzuwägen. Kompetente Anwenderinnen und Anwender treffen fundierte Entscheidungen im Umgang mit KI und berücksichtigen dabei sowohl ethische, rechtliche als auch gesellschaftliche Aspekte.

KI-Kompetenz schließt die sachkundige Bedienung von KI-Tools sowie die Fähigkeit, potenzielle Fehler oder Gefahren frühzeitig zu identifizieren, mit ein. Sie unterstützt Unternehmen dabei, die Anforderungen des EU AI Act zu erfüllen, der seit 2025 grundlegende KI-Kompetenz für Mitarbeitende, Externe und Partnerunternehmen, die mit KI-Plattformen arbeiten oder sie betreuen, vorschreibt.

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Warum und für wen ist KI-Kompetenz wichtig?

KI-Kompetenz ist Pflicht für einen sinnvollen Einsatz künstlicher Intelligenz und unabdingbar für Anbietende und Betreibende von KI-Systemen. Sie ist zunehmend relevant, weil KI-Systeme in Beruf, Verwaltung und Alltag fortwährend Einzug erhalten. Sie ermöglicht es Mitarbeitenden, KI-gestützte Werkzeuge sicher und effizient zu nutzen und Risiken wie Fehlinformationen oder Verzerrungen zu vermeiden. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber profitieren, weil sie auf diese Weise gesetzliche Vorgaben wie den EU AI Act erfüllen und Haftungsrisiken reduzieren.

Unternehmen müssen geeignete Maßnahmen entwickeln und dokumentieren, um sicherzustellen, dass Mitarbeitende und andere Personen, die KI-Systeme betreiben oder nutzen, ein ausreichendes Niveau an KI-Kompetenz erreichen (z. B. durch Maßnahmen wie KI-Kompetenz-Schulungen). Der EU AI Act schreibt allerdings keine speziellen externen Zertifizierungen oder standardisierten Prüfungen vor. Der Umfang und die Art der Maßnahmen richten sich nach Kontext, technischer Komplexität sowie dem jeweiligen Kenntnisstand der Personen.

Letztlich schützt KI-Kompetenz Unternehmen, Mitarbeitende und Kundinnen und Kunden gleichermaßen und unterstützt bei einer verantwortungsvollen Digitalisierung.

Was beinhaltet KI-Kompetenz?

KI-Kompetenz ist kein einzelner Skill, sondern ein Bündel verschiedener Fähigkeiten, die zusammenwirken. Sie lässt sich in folgende zentralen Bereiche gliedern:

  1. Grundverständnis von KI: Ein grundlegendes Wissen über KI, ihre Funktionsweise, KI-Algorithmen, Arten von Systemen und typische Anwendungsfelder ist im Rahmen von KI-Kompetenz Pflicht bzw. ein wesentlicher Bestandteil. Dieses Wissen bildet die Basis, um KI richtig einzuschätzen und zu nutzen.
  2. Kritische Einordnung: Auch die Fähigkeit, KI-Systeme und ihre Ergebnisse kritisch zu bewerten, ist ein Bestandteil von KI-Kompetenz. Verantwortliche müssen Chancen, Risiken und potenzielle Folgen erkennen und einschätzen können.
  3. Praktische Anwendungskompetenz: Ein weiterer wesentlicher Bestandteil ist die Fähigkeit zur sachkundigen Nutzung von KI-Tools, inklusive sicherer Bedienung, Interpretation von Ergebnissen und Entscheidungskompetenz über Einsatz und Grenzen.
  4. Rechtliche und regulatorische Kenntnisse: Des Weiteren sind Kenntnisse über gesetzliche Vorgaben wie den EU AI Act Bestandteil von KI-Kompetenz. Mitarbeitende sollen verstehen, welche Anforderungen an die Nutzung von KI-Systemen bestehen und auf welche Weise sich Risiken minimieren lassen.

Wie kann man KI-Kompetenz aufbauen?

Der Aufbau von KI-Kompetenz ist ein fortlaufender Prozess, der auf mehreren Ebenen stattfinden sollte. Zunächst empfiehlt es sich, eine solide Wissensbasis zu schaffen. Dies kann durch Online-Kurse, Workshops, Fachliteratur oder Webinare, die die Grundlagen und Funktionsweisen von KI verständlich vermitteln, erreicht werden. Parallel dazu sollte man ein kritisches Reflexionsvermögen entwickeln, das durch Fallstudien, Diskussionen im Team und ethisch-rechtliche Auseinandersetzungen geschult wird. Praxisnahe Übungen und konkrete Anwendungsbeispiele fördern die sichere und effiziente Nutzung von KI-Tools im Arbeitsalltag und stärken das Vertrauen der Mitarbeitenden im Umgang mit den Systemen.

Unternehmen sollten daher:

  • den individuellen Schulungsbedarf analysieren
  • entsprechende Mitarbeitende identifizieren
  • geeignete Maßnahmen auswählen

Dazu gehören Grundlagen-Workshops, fachliche Vertiefungen, regelmäßige Auffrischungen und gezielte KI-Kompetenz-Schulungen, die auf spezifische Aufgaben und Systeme zugeschnitten sind. Interne Richtlinien, Checklisten und die Benennung eines KI-Beauftragten helfen zusätzlich, die Umsetzung und Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zu koordinieren.

Darüber hinaus ist es entscheidend, die KI-Kompetenz kontinuierlich an technologische Entwicklungen und neue regulatorische Anforderungen anzupassen. Dies kann durch fortlaufende Weiterbildung, Erfahrungsaustausch mit Expertinnen und Experten sowie durch die Integration von Learnings aus der Praxis erreicht werden. So stellen Unternehmen sicher, dass ihre Mitarbeitenden in der Lage sind, KI-Systeme souverän und effektiv einzusetzen.

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