Mit einem kurzen Blick auf die Da­tei­endung wissen wir, um welchen Dateityp es sich dabei handelt und mit welchem Programm sich ein File öffnen lässt. Den meisten Usern ist bekannt, dass es sich bei einer Datei mit der Endung .jpg um ein Bild­for­mat handelt oder dass sich ein .docx-File mit Microsoft Word öffnen lässt. Die Da­tei­endung .md ruft bei manchen al­ler­dings Ver­un­si­che­rung hervor. Dabei lässt sich ein .md-File als reine Textdatei ohne spezielle Programme be­ar­bei­ten. Erfahren Sie hier, wie Sie eine .md-Datei ganz leicht öffnen und wofür Sie diesen Dateityp am besten einsetzen.

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Was ist ein .md-File?

Bei einer .md-Datei handelt es sich um ein Nur-Text-Dokument, das keine weiteren Elemente enthält. Mithilfe von Inline-Text­sym­bo­len haben Sie die Mög­lich­keit, die For­ma­tie­rung von Text­ab­schnit­ten zu de­fi­nie­ren. Bei­spiels­wei­se for­ma­tie­ren Sie ein Wort oder einen Abschnitt in der Schrift­stär­ke fett, wenn Sie jeweils zwei Sternchen davor und danach setzen. Die Da­tei­endung .md, in manchen Fällen auch .markdown, steht für „Markdown Do­cu­men­ta­ti­on“. Diese Be­zeich­nung weist darauf hin, dass jedes .md-File in einer der ver­füg­ba­ren Dialekte der Markdown-Ent­wick­lungs­spra­chen ge­schrie­ben ist. Diese zählen zu den Markup- bzw. Aus­zeich­nungs­spra­chen.

De­fi­ni­ti­on

Markdown ist eine ver­ein­fach­te Aus­zeich­nungs­spra­che. Diese ist – im Gegensatz zum bekannten Beispiel HTML – leichter von Menschen lesbar.

Aus­zeich­nungs­spra­chen lassen sich in jedem Text­edi­tor verfassen und be­ar­bei­ten. Dies gilt auch für die Markup-Sprache HTML (Hyper Text Markup Language), die den Inhalt und die For­ma­tie­rung von Websites definiert. Die Aus­zeich­nungs­ele­men­te dieser Sprache sind jedoch für die meisten Menschen schwer zu lesen und zu ent­zif­fern. Markdown ist im Vergleich dazu deutlich einfacher zu lesen. Al­ler­dings sind die For­ma­tie­rungs­mög­lich­kei­ten ein­ge­schränkt. Diese Aus­zeich­nungs­spra­che wird daher nur genutzt, wenn die Inhalte nur als Text angegeben sind.

Bekannte Beispiele für .md-Files

Nutzern ohne Pro­gram­mier­kennt­nis­se ist die Da­tei­endung .md meist durch die Readme-Datei bekannt, die mit vielen Pro­gram­men aus­ge­lie­fert wird. Dieses Dokument umfasst wichtige In­for­ma­tio­nen über die Software, die in manchen Fällen auch schon für die In­stal­la­ti­on relevant sind. Sie erkennen diese .md-Datei an der Be­zeich­nung readme.md.

Auch Ent­wick­ler­platt­for­men und tech­nik­af­fi­ne Ziel­grup­pen nutzen die ver­ein­fach­te Aus­zeich­nungs­spra­che Markdown. Pro­gram­mie­rer verwenden .md-Files, um die ver­schie­de­nen Versionen des Quell­codes zu ar­chi­vie­ren und zu ver­glei­chen. Die Inhalte bzw. his­to­ri­schen Re­vi­sio­nen sind in der Markup-Sprache leichter ver­gleich­bar als in binärem Format. Darüber hinaus lassen sich Dateien dadurch un­kom­pli­zier­ter in HTML kon­ver­tie­ren.

Wie lässt sich eine .md-Datei öffnen?

Das Öffnen und Be­ar­bei­ten einer .md-Datei ist mit jedem Text­edi­tor möglich. Im Folgenden stellen wir bekannte Programme für Windows und macOS vor:

Text­edi­to­ren für Windows

Der einfache und schnelle Text­edi­tor Windows Notepad er­mög­licht bereits seit über 30 Jahren das Anzeigen, Be­ar­bei­ten und Durch­su­chen von .md-Dateien. Bei neueren Windows-Versionen ist der Editor nicht mehr fester Be­stand­teil des Be­triebs­sys­tems, steht jedoch als kos­ten­lo­se App im Microsoft Store zur Verfügung.

Die ebenfalls kos­ten­lo­se App Microsoft WordPad ist ein weiter fort­ge­schrit­te­nes Text­ver­ar­bei­tungs­pro­gramm, das sich auch für die For­ma­tie­rung und das Drucken von Do­ku­men­ten eignet. Pro­gram­mie­rer be­vor­zu­gen meist das ver­gleich­ba­re Programm Notepad++, dessen Funk­tio­na­li­tät sich durch Plug-ins erweitern lässt.

GVim ist ein kos­ten­lo­ses Open-Source-Programm, das als App verfügbar ist und sich durch eine um­fang­rei­che Funk­tio­na­li­tät aus­zeich­net. Die Be­nut­zer­ober­flä­che er­leich­tert das parallele Arbeiten an mehreren Do­ku­men­ten oder .md-Files.

Text­edi­to­ren für macOS

Der kos­ten­lo­se Text­edi­tor Textmate ist beliebt bei Pro­gram­mie­rern und überzeugt mit mi­ni­ma­lis­ti­schem Design in Kom­bi­na­ti­on mit einer um­fang­rei­chen Funk­tio­na­li­tät. Das Programm un­ter­stützt ver­schie­de­ne Pro­gram­mier­spra­chen und bietet spezielle Funk­tio­nen für ef­fek­ti­ves Arbeiten. Dazu zählen Ma­kro­funk­tio­nen, mit denen sich wie­der­keh­ren­de Befehle schneller ausführen lassen.

Auch das kos­ten­lo­se Programm Apple TextEdit er­mög­licht es Mac-Usern, eine .md-Datei zu öffnen. Prak­ti­sche Funk­tio­nen wie eine in­te­grier­te Recht­schreib­prü­fung, Tabellen- und Lis­ten­for­ma­tie­rung oder das Im­por­tie­ren von Grafiken zeichnen den Editor aus. Die schlanke Anwendung ist fester Be­stand­teil des Be­triebs­sys­tems von Apple.

Das Open-Source-Programm GNU Emacs steht nicht nur unter macOS, sondern auch für Linux und Windows zur Verfügung. Der einfache Text­edi­tor bietet vor allem Pro­gram­mie­rern eine in­ter­es­san­te Funktion: Mit einer in­te­grier­ten Ent­wick­lungs­um­ge­bung lassen sich Programme kom­pi­lie­ren, ausführen und testen.

Tipp

Text­edi­to­ren eignen sich nicht nur zum Öffnen, sondern auch zum Schreiben und Be­ar­bei­ten von .md-Files. Neben den einfachen Pro­gram­men, die für jedes Do­ku­men­ten­for­mat geeignet sind, gibt es aber auch spezielle Markdown-Editoren. Diese bieten zahl­rei­che Vorteile und zu­sätz­li­che Funk­tio­nen.

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