Wer heut­zu­ta­ge im Internet surft, wird von der In­for­ma­ti­ons­flut geradezu er­schla­gen. Die er­hal­te­nen Eindrücke zu bündeln, fällt daher immer schwerer. Zeit­rau­ben­des Springen von Nach­rich­ten­por­tal zu Nach­rich­ten­por­tal, von Twitter zu Facebook oder von Instagram zu Pinterest gehört mitt­ler­wei­le zur täglichen Routine und dennoch bleibt das Gefühl, nicht alle re­le­van­ten Neu­ig­kei­ten kon­su­mie­ren zu können. Abhilfe schaffen so­ge­nann­te Feeds (engl. to feed ‚füttern‘), die un­ter­schied­li­che News-Quellen in einem einzigen Nach­rich­ten­strom zu­sam­men­fas­sen.

Ins­be­son­de­re auf jüngere Leser besitzen diese Nach­rich­ten­samm­lun­gen, die den Such­auf­wand auf ein Minimum re­du­zie­ren, eine hohe An­zie­hungs­kraft. Welche Quellen in den Feed ein­be­zo­gen werden, liegt dabei in der Hand des Er­stel­lers, wobei Beiträge bzw. Kanäle in den sozialen Netz­wer­ken eine immer wich­ti­ge­re Rolle einnehmen. Von diesen Mög­lich­kei­ten pro­fi­tie­ren auch Betreiber von Blogs und Websites, die ihrem Publikum direkt per ein­ge­bun­de­nem Feed prä­sen­tie­ren können, was sie oder andere Nutzer in den Netz­wer­ken verkünden.

Twitter-Feed einbinden – die perfekte Ergänzung zum Web­auf­tritt

Ob Schau­spie­ler, Sportler, Un­ter­neh­men, Nach­rich­ten­por­ta­le oder Parteien: Per Tweet werden seit Jahren Fans, Mit­glie­der, An­ge­hö­ri­ge und Kunden mit den ak­tu­ells­ten In­for­ma­tio­nen versorgt. Beinahe pünktlich zum zehn­jäh­ri­gen Jubiläum eröffnete am 9.5.2016 auch das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um endlich seinen eigenen Twitter-Account und ver­öf­fent­lich­te prompt die neueste Mo­nats­sta­tis­tik. Wer Ge­sprächs­the­ma sein will, kann auf einen eigenen Twitter-Kanal je­den­falls nur schwer ver­zich­ten. Mit Ihrer eigenen Web­prä­senz können Sie noch einen Schritt weiter gehen und Inhalte von Twitter auf der Website einbinden bzw. im eigenen Blog oder Shop prä­sen­tie­ren. Um einen solchen Twitter-Feed, der auch als Timeline bekannt ist, zu in­te­grie­ren, bietet der Mi­cro­blog­ging-Dienst die Mög­lich­keit, ein Widget zu erstellen. Dabei wird ein spe­zi­fi­scher Code­schnip­sel erzeugt, der nur noch an der ent­spre­chen­den Stelle im HTML-Dokument eingefügt werden muss – üb­li­cher­wei­se in der Sidebar. Abhängig von dem Ziel, das Sie mit der Tweet-Sammlung verfolgen, ent­schei­den Sie sich für eine der folgenden Timeline-Quellen:

  • Nutzer-Timeline“: zeigt alle öf­fent­li­chen Tweets und Retweets der aus­ge­wähl­ten Twitter-Nutzer
  • Gefällt mir“: zeigt alle „Gefällt mir“-Angaben der aus­ge­wähl­ten Nutzer auf Twitter
  • Liste“: zeigt alle öf­fent­li­chen Tweets und Retweets der aus­ge­wähl­ten eigenen oder abon­nier­ten Liste von Twit­te­rern
  • Suchen“: zeigt Er­geb­nis­se be­nut­zer­de­fi­nier­ter Such­an­fra­gen wie Hashtags (#IONOS), URLs (IONOS.de), Retweets zu be­stimm­ten Twit­te­rern (to:IONOS) oder Nutzer-Er­wäh­nun­gen (@IONOS)
  • Sammlung“: zeigt aus­ge­wähl­te Tweets, die Teil einer mit TweetDeck er­stell­ten Sammlung sind

Twitter-Widget erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wollen Sie Twitter auf Ihrer Homepage einbinden, um eigene Tweets oder die Beiträge anderer Personen zu prä­sen­tie­ren, benötigen Sie in jedem Fall einen per­sön­li­chen Twitter-Account. Sollten Sie sich bisher noch nicht für den Kurz­nach­rich­ten­dienst an­ge­mel­det haben, ist dies also spä­tes­tens an dieser Stelle notwendig. Re­gis­trie­ren Sie sich also zunächst unter dem folgenden Link, indem Sie Ihren Twitter-Namen, Ihre E-Mail-Adresse oder Te­le­fon­num­mer sowie ein per­sön­li­ches Passwort eingeben. Im Anschluss werden Sie au­to­ma­tisch auf Ihrem neuen Account an­ge­mel­det und können mit der Er­stel­lung des Twitter-Widgets beginnen:

1. Na­vi­gie­ren Sie in der oberen Me­nü­leis­te zu „Profil und Ein­stel­lun­gen“ und wählen Sie den Menüpunkt „Ein­stel­lun­gen“ aus.

2. Klicken Sie in der nun er­schei­nen­den Sidebar auf „Widgets“ und an­schlie­ßend auf „Neu erstellen“.

3. Sie haben nun Zugriff auf den Widget-Kon­fi­gu­ra­tor und die Mög­lich­keit, eine der fünf exis­tie­ren­den Timeline-Quellen – „Nutzer-Timeline“, „Gefällt mir“, „Liste, Suchen“, „Sammlung“ – aus­zu­wäh­len.

4. Im nächsten Schritt passen Sie den aus­ge­wähl­ten Feed nach Ihren Wünschen an, wobei Sie folgende Kon­fi­gu­ra­ti­ons­mög­lich­kei­ten haben:

  • Antworten aus­schlie­ßen: blockiert die Kom­men­tar­funk­ti­on (nur bei der Nutzer-Timeline möglich)
  • Nur Top Tweets anzeigen: zeigt nur als Top Tweets ein­ge­stuf­te Nach­rich­ten an (nur bei der „Suchen“-Timeline)
  • Sicherer Suchmodus: fügt Filter für obszöne und sensible Inhalte hinzu (nur bei der „Suchen“-Timeline)
  • Höhe: definiert die Höhe der Feed-Box (Standard: 600 px; Minimum: 200 px)
  • Thema: definiert den Hin­ter­grund (Hell: Weiß; Dunkel: Schwarz)
  • Linkfarbe: steuert die Farbe der Links (Standard: Blau)
  • Twitter für mich nicht anpassen: blockiert au­to­ma­ti­sche Tweet-Ein­blen­dun­gen durch Twitter aufgrund von ge­spei­cher­ten In­for­ma­tio­nen über Sie

5. Haben Sie das Widget kon­fi­gu­riert, erzeugen Sie mit einem Klick auf „Widget erstellen“ den in­di­vi­du­el­len Code­schnip­sel, den Sie nun einfach per Copy-and-Paste in Ihr Web­pro­jekt einfügen.

6. Nachdem Sie nun Ihre eigene Timeline von Twitter ein­ge­bun­den haben, können Sie diese auch im Nach­hin­ein in Ihrem Twitter-Account sowie mit den im eng­lisch­spra­chi­gen Developer-Bereich an­ge­ge­be­nen Pa­ra­me­tern verändern.

Twitter einbetten und Reich­wei­te erhöhen

Wer einen eigenen Blog führt, sein Un­ter­neh­men im Netz vorstellt oder dem Besucher News aus aller Welt prä­sen­tiert, ist mit großer Wahr­schein­lich­keit auch in den sozialen Netz­wer­ken aktiv. Je stärker die einzelnen Platt­for­men mit der Web­prä­senz vernetzt werden, desto leichter ist es, die einzelnen Kom­po­nen­ten vor­an­zu­trei­ben. Twitter-Feeds ein­zu­bin­den hilft Ihnen sowohl dabei den Be­kannt­heits­grad Ihres Blogs bzw. der Website als auch den des Twitter-Accounts zu erhöhen. Indem Sie die Beiträge anderer Personen einbinden, fügen Sie Ihrem Projekt einfach und kos­ten­frei ein zu­sätz­li­ches Angebot hinzu. Ihre Besucher können die in­di­vi­du­ell er­stell­ten Feeds nicht nur lesen, sondern auch wie bei Twitter fa­vo­ri­sie­ren, be­ant­wor­ten oder teilen. Im Gegensatz zu den weniger komplexen Social-Media-Buttons, die einzig der Wei­ter­lei­tung dienen, sorgt das Twitter-Widget dafür, dass der Nutzer eher bei Ihnen als in dem ver­knüpf­ten sozialen Netzwerk verweilt. Alles was Sie dazu benötigen, sind Twitter-Feeds mit starken Themen bzw. Twitter-Accounts, die gut zu Ihrem Web­pro­jekt passen und von hoher Relevanz für Ihre Besucher sind.

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