Ein sicheres Passwort zu ge­ne­rie­ren, ist nicht einfach. Zu schnell kann eine aus­ge­feil­te Software Muster erkennen, das Passwort knacken und so Cy­ber­kri­mi­nel­len binnen weniger Sekunden Zugriff auf sensible Daten ver­schaf­fen. Die Lösung sind komplexe Kenn­wör­ter aus zufällig zu­sam­men­ge­wür­fel­ten Buch­sta­ben, Zahlen und Son­der­zei­chen, die für Angreifer auch mit der besten Soft- und Hardware nur sehr schwer zu knacken sind. Al­ler­dings ist es min­des­tens ebenso schwer, sich derartige Pass­wör­ter ein­zu­prä­gen. Ins­be­son­de­re, wer eine Vielzahl an ver­schie­de­nen Login-Kenn­wör­tern für seine Tä­tig­kei­ten am Computer benötigt, kann daher von den Mög­lich­kei­ten eines Passwort-Managers pro­fi­tie­ren.

Welche Passwort-Manager gibt es? Un­ter­schie­de und Be­wer­tungs­kri­te­ri­en

Passwort-Manager gehören zu den Tools, die Ihre all­täg­li­chen Geschäfte und Ak­ti­vi­tä­ten im World Wide Web sicherer machen können. Wenn Sie auf viele An­wen­dun­gen mit Login zu­rück­grei­fen und mit ver­trau­li­chen, sensiblen In­for­ma­tio­nen arbeiten, dann pro­fi­tie­ren Sie nicht nur von dem Schutz, den die prak­ti­schen Si­cher­heits­pro­gram­me bieten, sondern auch von der Ver­ein­fa­chung der An­mel­de­pro­zes­se. Bevor Sie sich al­ler­dings ein maß­ge­schnei­der­tes Pass­wort­sys­tem erstellen können, gilt es zunächst, den passenden Passwort-Manager zu finden. Doch das ist an­ge­sichts der riesigen Auswahl an Lösungen – sowohl aus dem pro­prie­tä­ren als auch aus dem Open-Source-Sektor – leichter gesagt als getan.

Um das passende Tool zu finden, sollten Sie überlegen, welche Ansprüche die Software erfüllen muss. Ein wichtiger Faktor ist etwa die Frage, ob der ge­wünsch­te Manager aus­schließ­lich auf dem lokalen Rechner läuft oder ob Sie ihn via mobilem Spei­cher­me­di­um (z. B. USB-Stick) auch auf einem fremden Gerät ausführen wollen.

Ferner ist es ent­schei­dend, ob ein Programm eine Generator-Funktion be­inhal­ten soll oder nicht. Un­ter­schie­de weisen die einzelnen Passwort-Manager-Tools zudem auch in Sachen Al­go­rith­men auf. Hier spielen natürlich die eigenen Prä­fe­ren­zen eine wichtige Rolle – achten Sie bei der Auswahl in jedem Fall darauf, dass ein aktuelles Ver­schlüs­se­lungs­ver­fah­ren zum Einsatz kommt.

Schließ­lich ist der Spei­cher­ort der Pass­wort­da­ten­bank ein wichtiges Be­wer­tungs­kri­te­ri­um: Einige Programme legen die Pass­wör­ter au­to­ma­tisch in der Cloud des Her­stel­lers ab, was eine ständige Ver­füg­bar­keit er­mög­licht. Die maximale Kontrolle über die eigenen Kenn­wör­ter haben Sie hingegen nur mit Lösungen, die das lokale Speichern auf dem eigenen System erlauben.

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Die besten Passwort-Manager im Überblick

Die oben genannten Aus­wahl­kri­te­ri­en machen deutlich, dass Sie sich unbedingt im Vorhinein über die Passwort-Manager in­for­mie­ren sollten, die für Sie infrage kommen. Wenn Sie sich bei­spiels­wei­se vor­schnell für ein pro­prie­tä­res Programm ent­schei­den, weil es hoch­mo­der­ne Ver­schlüs­se­lungs­ver­fah­ren ver­spricht, und erst im Nach­hin­ein fest­stel­len, dass Ihnen die Spei­che­rung in der Cloud des Her­stel­lers nicht zusagt, dann sind Ihnen bereits Kosten für ein Tool ent­stan­den, das Sie ei­gent­lich nicht mehr nutzen wollen. An­de­rer­seits ist auch die blinde Nutzung eines Open-Source-Produkts nicht ohne Risiko: Geraten Sie an einen un­se­riö­sen Anbieter, ist die Si­cher­heit Ihrer Pass­wör­ter schnell passé.

Passwort-Manager Be­son­der­heit
KeePass Open Source
Password Safe RSA-4096-Ver­schlüs­se­lung für Lang­zeit­schlüs­sel
LastPass Un­ter­stützt Anmeldung via Fin­ger­ab­druck
1Password Lokal ge­spei­cher­ter Zu­gangs­schlüs­sel
Dashlane Si­cher­heits­war­nun­gen und -Dashboard

Um Sie bei der Suche nach einem ge­eig­ne­ten Passwort-Manager zu un­ter­stüt­zen, stellen wir an dieser Stelle einige in­ter­es­san­te Programme vor und gehen dabei ins­be­son­de­re auf Faktoren wie Kosten, Li­zenz­mo­dell, Fle­xi­bi­li­tät und Zu­satz­fea­tures** ein.

KeePass

Ein sehr emp­feh­lens­wer­ter Passwort-Manager ist die 2003 von Dominik Reichl ver­öf­fent­lich­te Open-Source-Lösung KeePass. Seitdem wurde das GPL-li­zen­zier­te Programm unter anderem von der sehr aktiven Community stetig wei­ter­ent­wi­ckelt. So exis­tie­ren mitt­ler­wei­le über 45 ver­schie­de­ne Sprach­pa­ke­te und zahl­rei­che Plugins, mit denen sich der Ba­sis­um­fang von KeePass erweitern lässt. Zu­sätz­lich zu of­fi­zi­el­len Versionen für Windows, macOS und Linux gibt es ver­schie­de­ne Por­tie­run­gen für mobile Be­triebs­sys­te­me wie Windows Phone (z. B. WinPass, WinKee, 7Pass), iOS (z. B. iKeePass, Mi­ni­Kee­Pass, MyKeePass) und Android (z. B. Kee­Pass­Droid, KeePass2Android, KeepShare). Um das Passwort-Manager-Tool zu nutzen, müssen Sie es entweder auf dem ge­wünsch­ten System in­stal­lie­ren oder als portable Variante auf einen USB-Stick kopieren.

Bild: Passwort-Manager KeePass
Der kos­ten­freie Passwort-Manager KeePass bietet un­ter­schied­li­che Zu­griffs­mög­lich­kei­ten.

KeePass überzeugt als Passwort-Manager und er­mög­licht im Gegensatz zu anderen Lösungen unter anderem die Zwei-Faktor-Au­then­ti­fi­zie­rung sowie die gesamte Pass­wort­da­ten­bank zu ver­schlüs­seln. Hierfür stehen wahlweise der AES- oder der Twofish-Al­go­rith­mus zur Verfügung. Für den Schutz der einzelnen Pass­wör­ter kommt der Hash-Al­go­rith­mus SHA-256 zum Einsatz.

Für den Zugriff auf die Datenbank haben Sie als User drei Mög­lich­kei­ten: Ein klas­si­sches Master-Passwort, die Nutzung eines Windows-Accounts oder die Schlüs­sel­da­tei-Variante. Letzt­ge­nann­te be­zeich­net KeePass als sicherste Lösung – al­ler­dings müssen Sie die Schlüs­sel­da­tei auch immer bei sich haben – bei­spiels­wei­se auf einem USB-Stick oder auf einer CD. Es ist auch eine Kom­bi­na­ti­on von Haupt­pass­wort und Schlüs­sel­da­tei möglich. Weitere Features des Passwort-Managers sind die folgenden:

  • Diverse Ex­port­for­ma­te wie TXT, HTML, XML oder CSV
  • Über 35 Im­port­for­ma­te
  • Ka­te­go­ri­sie­rung von Pass­wör­tern möglich
  • Zeit­an­ga­ben zum Er­stel­lungs­zeit­punkt, der letzten Mo­di­fi­zie­rung, dem letzten Zugriff und zum Frist­ab­lauf der Pass­wör­ter
  • Such- und Fil­ter­funk­ti­on
  • Eigenes Plugin-Framework verfügbar

KeePass überzeugt nicht nur durch seine um­fang­rei­chen Da­ten­bank­funk­tio­nen, sondern auch durch den in­te­grier­ten Passwort-Generator. Mit diesem erzeugen Sie in kürzester Zeit sichere Kenn­wör­ter für Ihre Logins. In den Ein­stel­lun­gen bestimmen Sie die Länge des ge­ne­rier­ten Passworts und den zu­grun­de­lie­gen­den Zei­chen­satz (Groß­buch­sta­ben, Klein­buch­sta­ben, Ziffern, Son­der­zei­chen etc.). Sie können auch ein Muster oder einen eigenen Al­go­rith­mus als Basis auswählen.

Vorteile Nachteile
Alle Daten liegen auf dem eigenen Rechner Sehr komplexe Bedienung
Er­mög­licht Zwei-Faktor-Au­then­ti­fi­zie­rung Nicht alle Plugins sind ve­ri­fi­ziert
Hoch­gra­dig er­wei­ter­bar Bei manueller Erzeugung werden schwache Pass­wör­ter zu­ge­las­sen

Password Safe (MATESO)

Die 1998 ver­öf­fent­lich­te Software Password Safe ist in ver­schie­de­nen, kos­ten­pflich­ti­gen Editionen er­hält­lich, wobei das Angebot in erster Linie auf KMUs und große Un­ter­neh­men zu­ge­schnit­ten ist. In­zwi­schen ist MATESO Teil des US-IT-Si­cher­heits­un­ter­neh­mens Netwrix, sodass un­ter­schied­li­che Pakete, darunter auch kleinere Pakete für Pri­vat­per­so­nen, angeboten werden. Eine De­mo­ver­si­on kann an­ge­for­dert werden. Hier eine Zu­sam­men­fas­sung der an­ge­bo­te­nen Pakete:

  • Netwrix Auditor for Active Directory: Die Ein­stiegs­edi­ti­on „Starter“ bietet grund­le­gen­de Funk­tio­nen zur Über­wa­chung von Active-Directory-Ak­ti­vi­tä­ten und lässt sich mit den Editionen „Standard“ und „En­ter­pri­se“ um einige Funk­tio­nen wie Echt­zeit­über­wa­chung, Com­pli­ance und Analyse von AD-Ak­ti­vi­tä­ten erweitern.
  • Netwrix Auditor for Azure AD: Ähnlich wie bei Active Directory bietet Netwrix ver­schie­de­ne Editionen für die Über­wa­chung von Azure AD, angepasst an die Be­dürf­nis­se un­ter­schied­li­cher Un­ter­neh­men.
  • Weitere Pakete wie Netwrix Auditor for Office 365, Netwrix Data Clas­si­fi­ca­ti­on oder Netwrix Data Access Go­ver­nan­ce bieten Funk­tio­nen zur Über­wa­chung und Si­cher­heit für Office-365-An­wen­dun­gen, zur Klas­si­fi­zie­rung und Kenn­zeich­nung von Daten bzw. zur Über­wa­chung und Ver­wal­tung von Da­ten­zu­grif­fen, um Si­cher­heits­ri­si­ken zu mi­ni­mie­ren.

Laut eigenen Angaben arbeiten weltweit über 10.000 Un­ter­neh­men mit diesem funk­ti­ons­star­ken Passwort-Manager. Das Programm läuft unter allen gängigen Microsoft-Be­triebs­sys­te­men (ab Windows 7) und ist darüber hinaus auch als App für iOS, Windows Phone und Android verfügbar. In allen kos­ten­pflich­ti­gen Paketen lässt sich Password Safe wahlweise als In­stal­la­ti­ons- oder als USB-Stick-Version nutzen.

Bild: Passwort-Manager MATESO
Der Passwort-Manager MATESO bietet un­ter­schied­li­che Editionen mit vielen Features, sodass un­ter­schied­li­che Be­dürf­nis­se gedeckt werden können.

Damit Sie alle Einträge in der Datenbank des Passwort-Managers im Überblick behalten können, baut Password Safe auf ein über­sicht­li­ches Ord­ner­sys­tem.

Dass Password Safe eine un­ter­neh­mens­ori­en­tier­te Software ist, zeigen ins­be­son­de­re die viel­fäl­ti­gen Multi-User-Features, die in allen Profi-Editionen verfügbar sind. Unter anderem handelt es sich dabei um eine zen­tra­li­sier­te Team-Datenbank, für die Sie mühelos eine rol­len­ba­sier­te Zu­griffs­kon­trol­le ein­rich­ten können. Ferner ist es möglich, das Abrufen eines Passworts nur bei an­ge­mes­se­ner Be­grün­dung zu erlauben. Für die Si­cher­heit von Datenbank und Kenn­wör­tern sorgen u. a. AES 256, PBKDF2 und RSA-4096-Ver­schlüs­se­lung (für Lang­zeit­schlüs­sel).

Die Ver­bin­dung mit der Datenbank bauen Sie dabei entweder durch die Eingabe eines Master-Passworts oder mithilfe einer Schlüs­sel­da­tei auf. Je nach Paket können Sie beide Verfahren auch mit­ein­an­der kom­bi­nie­ren, um den Si­cher­heits­grad zu­sätz­lich zu erhöhen. Einige zu­sätz­li­che Features des Passwort-Managers sind:

  • Cloud­fä­hig durch Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­se­lung
  • Datenbank-Firewall in einigen Versionen
  • An­pass­ba­res Dashboard
  • In­tel­li­gen­te Such- und Fil­ter­funk­tio­nen
  • Virtuelle Tastatur für Keylogger-Schutz
  • Au­to­ma­ti­sche Live-Backups
Vorteile Nachteile
Dank ver­schie­de­ner Multi-User-Features optimal für eine sichere Zu­sam­men­ar­beit im Team geeignet Passwort-Datenbank wird auf dem Server des Her­stel­lers ge­spei­chert
Dashboard und Design des In­ter­faces können in­di­vi­du­ell angepasst werden Kos­ten­freie Version nur als 30-tägige Demo verfügbar
Au­to­ma­ti­sche Passwort-Eingabe und virtuelle Tastatur

LastPass

Seit 2008 gibt es das Passwort-Manager-Tool LastPass, das mitt­ler­wei­le der ame­ri­ka­ni­schen Soft­ware­fir­ma LogMeIn gehört. LastPass ist auf die Spei­che­rung und Ver­wal­tung aller Pass­wör­ter ausgelegt, die Sie bei Ihren täglichen Online-Ak­ti­vi­tä­ten benötigen. Zu diesem Zweck lässt sich das Tool entweder über die gängigen Browser wie Google Chrome, Firefox, Safari, Opera oder Microsoft Edge aufrufen oder al­ter­na­tiv via Er­wei­te­rung in die Ak­ti­ons­leis­ten der In­ter­net­brow­ser in­te­grie­ren.

Zu­sätz­lich exis­tie­ren Varianten für mobile Browser sowie Apps für Windows Phone, Android und iOS. Die Nutzung der Web­an­wen­dung ist kos­ten­frei – für einen geringen mo­nat­li­chen Beitrag können Sie jedoch das Premium-Paket für Pri­vat­zwe­cke sowie zwei Business-Pakete mit zu­sätz­li­chen Features erwerben.

Bild: Passwort-Manager LastPass
Der Passwort-Manager LastPass bietet kos­ten­freie Test­ver­sio­nen aller Abon­ne­ments.

Die Pass­wör­ter-Datenbank, die in LastPass „Tresor“ genannt wird, erreichen Sie jederzeit und auf jedem Ihrer Geräte entweder über die Schalt­flä­che an der Brow­ser­leis­te oder über die Web-App. Für den Schutz der Kenn­wör­ter sorgen die AES-256-Bit-Ver­schlüs­se­lung und 600.000 Runden PBKDF2-SHA-256-Hashing mit Salting .

Die Ver­schlüs­se­lung findet dabei immer auf Geräte-Ebene statt, sodass Master-Passwort und die Schlüssel zur Kodierung bzw. De­ko­die­rung immer lokal ge­spei­chert und nicht an die LastPass-Server gesendet werden. Ferner können Sie aus ver­schie­de­nen Lösungen für eine mehr­stu­fi­ge Au­then­ti­fi­zie­rung wählen – etwa einem SMS-Code oder einer zu­sätz­li­chen Hardware-Kom­po­nen­te. Der Web-Tresor zeichnet sich durch folgende weitere Features aus:

  • Au­to­ma­ti­sche Pass­wort­ein­ga­be
  • Un­ter­stüt­zung für Fin­ger­ab­druck-Anmeldung
  • Sichere Pass­wort­frei­ga­be
  • Passwort-Tresor syn­chro­ni­siert au­to­ma­tisch mit allen End­ge­rä­ten
  • In­te­grier­ter Passwort-Generator
  • 1 GB ver­schlüs­sel­ter Da­tei­spei­cher (ab Premium-Edition)

Die Business-Pakete für Un­ter­neh­men machen LastPass auch für mehrere User nutzbar. Ei­ner­seits erhalten Sie hier zu­sätz­li­che, zen­tra­li­sier­te Ad­mi­nis­tra­ti­ons­tools zur Ver­wal­tung von un­ter­schied­li­chen Mit­ar­bei­ter­zu­gän­gen. An­de­rer­seits erhalten alle Mit­ar­bei­ten­de ihren eigenen Passwort-Tresor, den sie selbst­stän­dig verwalten. Für Groß­un­ter­neh­men ist im En­ter­pri­se-Abon­ne­ment unter anderem ein eigener Kun­den­sup­port enthalten. Ferner können Sie eigene Si­cher­heits­richt­li­ni­en kon­fi­gu­rie­ren und auf die API des Passwort-Managers zugreifen.

Vorteile Nachteile
Ver­schlüs­se­lung findet auf Geräte-Ebene statt Browser-Plugins funk­tio­nie­ren nicht immer ein­wand­frei
Syn­chro­ni­siert au­to­ma­tisch mit allen End­ge­rä­ten Passwort-Generator aus­bau­fä­hig
Plugins für alle gängigen Browser verfügbar

1Password

Nachdem AgileBits 2006 mit der Absicht gegründet wurde, in­no­va­ti­ve Web­pro­duk­te für Un­ter­neh­men zu ent­wi­ckeln, erkannten die Ver­ant­wort­li­chen schnell, dass sie mit ihrem internen Tool zum Verwalten von Pass­wör­tern und Formular-In­for­ma­tio­nen für Programme und Client-Websites bereits die passende Idee parat hatten. Seitdem haben Millionen zu­frie­de­ner User den Passwort-Manager des Un­ter­neh­mens genutzt, der den Namen 1Password trägt.

Die kos­ten­pflich­ti­ge Anwendung ist für die Desktop-Systeme macOS und Windows und die mobilen Be­triebs­sys­te­me Android und iOS verfügbar. Dank Browser-Ex­ten­si­ons für Google Chrome, Opera, Firefox und Safari können Sie 1Password aber auch auf anderen Platt­for­men nutzen.

Bild: Passwort-Manager 1Password
Für die ver­schie­de­nen Arten von Pass­wör­tern liefert 1Password bereits eine Reihe passender Ka­te­go­rien wie Datenbank-Zugriff, E-Mail-Login oder WLAN-Zugang.

1Password setzt auf eine Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­se­lung (AES-256): Alle Kon­takt­in­for­ma­tio­nen und Pass­wör­ter, die Sie in das Programm im­por­tie­ren, werden also kodiert, bevor sie Ihre Geräte verlassen. Die Schlüssel für den Ko­die­rungs­pro­zess sind dabei jederzeit durch das Master-Passwort geschützt, das durch einen lokal ge­spei­cher­ten 128-Bit-Si­cher­heits­schlüs­sel gestärkt wird.

Sie erhalten diesen Zu­gangs­schlüs­sel für die Server des Anbieters au­to­ma­tisch nach der Anmeldung für den Passwort-Manager. Selbst wenn An­griffs­pro­gram­me sich Zutritt zu diesen Servern ver­schaf­fen, die wie die Web­an­wen­dung selbst auf den Amazon Web Services (AWS) gehostet werden, bleiben Ihre Daten folglich ver­schlüs­selt. Darüber hinaus überzeugt 1Password u. a. mit diesen Features:

  • Offline-Zugriff möglich
  • Au­to­ma­ti­sche Syn­chro­ni­sa­ti­on mit allen genutzten Geräten
  • Au­to­ma­ti­sche Bewertung des Si­cher­heits­grads aller Pass­wör­ter
  • Einfache In­te­gra­ti­on be­stehen­der Logins
  • In­di­vi­du­ell be­stimm­ba­re Shortcuts für au­to­ma­ti­sche Anmeldung
  • Grup­pie­rung von Kenn­wör­tern möglich (Ordner- oder Tag-System)

Das Passwort-Manager-Tool bietet einen eigenen Generator, mit dem Sie sichere Kenn­wör­ter ge­ne­rie­ren können. Hierbei lassen sich Ein­stel­lun­gen zur Länge, Aus­sprech­bar­keit oder hin­sicht­lich der ge­wünsch­ten Ziffern und Symbole treffen. Der Generator lässt sich außerdem dazu verwenden, neue Pass­wör­ter für bereits be­stehen­de Accounts zu erstellen.

Für 1Password können Sie ver­schie­de­ne Lizenzen erwerben: Pri­vat­per­so­nen sind mit der Ba­sis­ver­si­on (für eine Person) oder dem Fa­mi­li­en­pa­ket (für fünf Personen) gut versorgt. Agenturen und Un­ter­neh­men haben die Wahl zwischen den zwei Business-Plänen „Teams“ (bis zu 10 Team­mit­glie­der) und „Business“ (für KMUs und große Un­ter­neh­men), die mit zu­sätz­li­chen Features aufwarten – wie einer Ad­mi­nis­tra­ti­ons­kon­so­le, einer er­wei­ter­ten Zu­griffs­kon­trol­le oder einem per­sön­li­chen Account-Ma­nage­ment.

Vorteile Nachteile
Platt­form­über­grei­fend nutzbar Kos­ten­pflich­tig nach 14-Tagen-Test­ver­si­on
Er­wei­te­run­gen für alle gängigen Web­brow­ser Be­reit­stel­lung mit Azure AD, Google Workspace, Okta, OneLogin, Rippling und JumpCloud
Spei­che­rung aus­führ­li­cher Account-In­for­ma­tio­nen möglich Be­nut­zer­de­fi­nier­te Berichte nur in der Business Version

Dashlane

2012 ver­öf­fent­lich­te das US-ame­ri­ka­ni­sche Un­ter­neh­men Dashlane sein gleich­na­mi­ges, pro­prie­tä­res Passwort-Tool, das heute zu den er­folg­reichs­ten Lösungen auf dem Markt zählt. Nach einer Testphase kann man den Passwort-Manager zu einer kos­ten­pflich­ti­gen Variante aufwerten. Dashline bietet jeweils zwei Versionen für Pri­vat­per­so­nen („Premium“ und „Friends and Family“) sowie für Un­ter­neh­men („Business“ und „En­ter­pri­se“). Letztere enthalten Funk­tio­nen zur ge­mein­sa­men Nutzung wie eine zentrale Ver­wal­tungs­kon­so­le oder eine Option zur Passwort-Freigabe. Zu­sätz­lich zu Desktop-Versionen für Windows und macOS sowie Apps für iOS und Android exis­tie­ren Plugins für Chrome, Firefox, Safari, Opera und Edge, die Dashlane in den je­wei­li­gen In­ter­net­brow­ser in­te­grie­ren.

Bild: Passwort-Manager: Dashlane
Dashlane verfügt über eine Zero-Knowledge-Ver­schlüs­se­lung, sodass Ihre Pass­wör­ter und Passkeys nur von Ihnen ein­ge­se­hen werden können.

Die User­ober­flä­che von Dashlane ist grund­sätz­lich in drei Bereiche ein­ge­teilt: Unter der Rubrik „Passwort Manager“ finden Sie die ein­ge­tra­ge­nen Pass­wör­ter (AES-256-ver­schlüs­selt), wobei die Software bereits exis­tie­ren­de Login-Daten au­to­ma­tisch im­ple­men­tiert. Eine Be­son­der­heit stellt der Password Changer dar, der die au­to­ma­ti­sier­te Änderung eines Kennworts für alle un­ter­stütz­ten Websites er­mög­licht – Dashlane loggt sich in diesem Fall ei­gen­stän­dig bei dem ge­wünsch­ten Web­pro­jekt ein und übernimmt den Austausch. Ferner können Sie in diesem Bereich das Si­cher­heits-Dashboard aufrufen und per­sön­li­che, pass­wort­ge­schütz­te Notizen an­fer­ti­gen.

Unter dem Menüpunkt „Brief­ta­sche“ speichern Sie per­sön­li­che Kon­takt­in­for­ma­tio­nen, Zah­lungs­be­le­ge oder Kopien (z. B. von Ausweis oder Füh­rer­schein). Der Bereich „Kontakte“ enthält alle Funk­tio­nen, die Sie zur ge­mein­sa­men Nutzung des Passwort-Manager-Tools benötigen. Weitere Features sind unter anderem:

  • Au­to­ma­ti­sches Ausfüllen von For­mu­la­ren und Logins
  • Si­cher­heits­war­nun­gen bei un­si­che­ren Pass­wör­tern
  • Ka­te­go­ri­sie­rung der Kenn­wör­ter
  • Diverse Schnitt­stel­len für Passwort-Import (u. a. Browser wie Chrome und Firefox, aber auch andere Tools wie KeePass, LastPass oder 1Password)
  • Export der Daten (Excel- oder CSV-Format sowie im eigenen Dash-Format)
  • Pass­wort­ver­lauf

Wie viele andere Passwort-Manager auch hat Dashlane einen in­te­grier­ten Generator, mit dem sich Kenn­wör­ter mit einer Länge von bis zu 28 Zeichen erzeugen lassen. Dabei können Sie auswählen, ob Buch­sta­ben, Ziffern, Symbole sowie Groß- und Klein­schrei­bung zum Einsatz kommen sollen.

Darüber hinaus können Sie sämtliche ein­ge­tra­ge­nen Daten und Pass­wör­ter ge­rä­te­über­grei­fend syn­chro­ni­sie­ren, um die In­for­ma­tio­nen jederzeit und überall parat zu haben. Außerdem bietet Dashlane die Mög­lich­keit einer Zwei-Faktor-Au­then­ti­fi­zie­rung: In diesem Fall wird das stan­dard­mä­ßi­ge Master-Passwort mit einem U2F-YubiKey kom­bi­niert, der sich auf einem externen Spei­cher­me­di­um befindet.

Vorteile Nachteile
VPN für WLAN-Schutz, Phishing-Be­nach­rich­ti­gun­gen in Echtzeit Kos­ten­pflich­tig nach Test­ver­si­on
Plugins für alle gängigen Browser vorhanden Windows Phone wird nicht un­ter­stützt

Ein Rest­ri­si­ko bleibt

Passwort-Manager sind hilfreich, um komplexe und sichere Pass­wör­ter zu ge­ne­rie­ren oder diese zu verwalten. Wo das Ge­dächt­nis versagt, setzt der Manager ein. Doch dass sämtliche Pass­wör­ter über eine Software verwaltet werden, führt auch zu dem großen Nachteil dieser Programme. Denn verliert oder vergisst man den Mas­ter­schlüs­sel, dann steht man bei allen An­wen­dun­gen vor ver­schlos­se­ner Tür.

Man ist außerdem immer abhängig von der er­stell­ten Datenbank – bei lokalen In­stal­la­tio­nen kann man so nur am hei­mi­schen PC von den Managern pro­fi­tie­ren. Sobald man eine mobile oder Cloud-Lösung wählt, steigt natürlich auch wieder das Si­cher­heits­ri­si­ko. Denn einen hun­dert­pro­zen­ti­gen Schutz gewährt keine der Lösungen.

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Eigenes Pass­wort­sys­tem als sichere Al­ter­na­ti­ve

Möchte man un­ab­hän­gig von Da­ten­ban­ken und Pro­gram­men bleiben, muss man auf das eigene Ge­dächt­nis setzen. Eine sinnvolle Option ist dann ein Pass­wort­sys­tem, bei dem man nach einem vorher fest­ge­leg­ten Schema ein sicheres Mas­ter­pass­wort je nach Webportal, das man nutzen möchte, mo­di­fi­ziert. Beim Einprägen des Mas­ter­pass­worts können einfache Ge­dächt­nis-Taktiken helfen. Lesen Sie mehr dazu in unserem Ratgeber „Sicheres Passwort: Tipps für den optimalen Pass­wort­schutz“

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