Thun­der­bird sorgt nicht nur für ein ge­ord­ne­tes E-Mail-Postfach und syn­chro­ni­sier­te E-Mail-Konten. Mit einem Thun­der­bird-Spam­fil­ter verirrt sich zudem Spam gar nicht erst zwischen wichtigen E-Mails. Wir erklären, wie Sie den Thun­der­bird-Spam­fil­ter ein­rich­ten.

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Kurz­an­lei­tung: Thun­der­bird-Spam­fil­ter ein­rich­ten

  1. Gehen Sie in Thun­der­bird auf das Drei-Striche-Symbol.
  2. Klicken Sie auf „Si­cher­heit“ und den „Junk“-Reiter.
  3. Ak­ti­vie­ren Sie die Option „Junk-Protokoll für selbst­ler­nen­den Filter ak­ti­vie­ren“.
  4. Trai­nie­ren Sie den Filter, indem Sie Spam re­gel­mä­ßig als „Junk“ kenn­zeich­nen und falsch aus­sor­tier­te, seriöse E-Mails mit [Umschalt] + [J] als „Kein Junk“ markieren.

Wie funk­tio­nie­ren Thun­der­bird-Spam­fil­ter?

Das Prinzip des Thun­der­bird-Spam­fil­ters ähnelt den Spam­fil­tern anderer E-Mail-Clients wie dem Outlook-Spam­fil­ter. Spam­fil­ter nutzen Variablen wie E-Mail-Adressen, IP-Adressen, Keywords oder Da­tei­endun­gen, um Spam zu iden­ti­fi­zie­ren und zu entfernen. Als Spam-Mail erkannte Nach­rich­ten werden markiert, au­to­ma­tisch gelöscht oder in den Junk-Ordner ver­scho­ben.

Zu un­ter­schei­den ist bei Spam­fil­tern zwischen ver­schie­de­nen Fil­ter­me­tho­den:

  • Grey­lis­ting: Nutzt Mail Transfer Agents und Da­ten­ban­ken bestehend aus Um­schlag­da­ten wie IP-Adresse, Absender und Empfänger. Mails mit un­be­kann­ten Um­schlag­da­ten werden beim ersten Zu­stell­ver­such abgelehnt. Seriöse Mail Transfer Agents un­ter­neh­men einen zweiten, er­folg­rei­chen Zu­stell­ver­such. Unseriöse Mail Transfer Agents melden sich meist nicht erneut. Spam wird so vor dem Post­ein­gang gefiltert. Geeignet ist Grey­lis­ting für Massen-Spam aus Bot-Netzen, nicht jedoch für per­so­na­li­sier­te Spam-Mails und „Un­so­li­ci­ted Com­mer­cial E-Mail“.
  • Black­lis­ting: Filtert Spam nach einer Ne­ga­tiv­lis­te aus nicht ver­trau­ens­wür­di­gen Inhalten wie IP-Adressen, Domain-Namen, Pro­gram­men oder Da­tei­endun­gen. Spam-Absender werden au­to­ma­tisch der Blacklist hin­zu­ge­fügt und geblockt. Die Blacklist wird re­gel­mä­ßig ak­tua­li­siert und lässt sich „trai­nie­ren“.
  • White­lis­ting: Ist das Gegenteil von Black­lis­ting und lässt nur E-Mails zu, die auf einer ver­trau­ens­wür­di­gen Whitelist stehen. Alle nicht ein­ge­tra­ge­nen Adressen und Absender werden gefiltert.

Thun­der­bird-Spam­fil­ter ein­rich­ten: Schritt für Schritt

Der Thun­der­bird-Spam­fil­ter ist stan­dard­mä­ßig aktiviert. Da die Vor­ein­stel­lun­gen ru­di­men­tär sind und E-Mail-Adressen als in­ef­fek­ti­ven Spam-Indikator nicht be­rück­sich­ti­gen, sollten Sie spe­zi­fi­sche Fil­ter­ein­stel­lun­gen vornehmen. Der selbst­ler­nen­de Filter nutzt Bayes’sche Statistik und ermittelt anhand von Wahr­schein­lich­keits­ver­tei­lung, welche Nach­rich­ten „Spam“ und welche „Nicht-Spam“ sind. Hierzu ist aktives Mitwirken gefragt, um den Spam­fil­ter zu „trai­nie­ren“.

Thun­der­bird-Spam­fil­ter ein­rich­ten

Schritt 1: Öffnen Sie das Thun­der­bird-Profil, in dem Sie E-Mails or­ga­ni­sie­ren und E-Mail-Konten syn­chro­ni­sie­ren. Klicken Sie oben rechts auf das Drei-Striche-Symbol und auf „Ein­stel­lun­gen“.

Schritt 2: Gehen Sie in der linken Me­nü­leis­te auf „Da­ten­schutz & Si­cher­heit“ und scrollen Sie zum Bereich „Junk“. Dort finden Sie die Ein­stel­lun­gen, um den Thun­der­bird-Spam­fil­ter zu kon­fi­gu­rie­ren.

Schritt 3: Um Ihren Spam­fil­ter zu trai­nie­ren, ak­ti­vie­ren Sie den Punkt „Junk-Protokoll für selbst­ler­nen­den Filter ak­ti­vie­ren“. So lernt der Spam­fil­ter anhand des Nut­zungs­ver­hal­tens und mar­kier­ter Spam-Mails bzw. seriöser Mails, was „Spam“ und „Nicht-Spam“ ist. Der Filter erstellt eine Blacklist für zu fil­tern­den Spam. Legen Sie auch fest, ob der Filter manuell mar­kier­ten Spam in den Junk-Ordner ver­schie­ben oder löschen soll.

Hinweis

Wenn Sie eine au­to­ma­ti­sche Ab­we­sen­heits­no­tiz in Thun­der­bird ein­rich­ten, achten Sie darauf, keine Notiz an Spam-Absender zu ver­schi­cken. Ak­ti­vie­ren Sie hierfür „Nach­rich­ten­ab­ruf“, „Nach Junk-Erkennung ausführen“ und „Keine Be­din­gun­gen“.

Thun­der­bird-Spam­fil­ter trai­nie­ren

Schritt 1: Nach dem Ein­rich­ten gilt es, den Filter re­gel­mä­ßig zu trai­nie­ren. Das funk­tio­niert, indem Sie un­ge­woll­te Spam-Mails als „Junk“ und seriöse, falsch erkannte E-Mails als „Kein Junk“ markieren. So sammelt der Filter Daten und baut eine Blacklist aus Ei­gen­schaf­ten von un­er­wünsch­ten E-Mails auf. Um Spam als „Junk“ zu markieren, klicken Sie in der ge­öff­ne­ten E-Mail auf die „Junk“-Schalt­flä­che oder setzen Sie im Postfach ein Häkchen unter dem „Flammen“-Symbol.

Schritt 2: Schauen Sie in der ersten Zeit nach dem Ein­rich­ten des Spam­fil­ters re­gel­mä­ßig im „Junk“-Ordner nach, um E-Mails, die ungewollt als „Junk“ aus­sor­tiert wurden, als „Kein Junk“ zu markieren. So lernt der Filter, welche Absender ver­trau­ens­wür­dig sind. Da es keine Schalt­flä­che für die „Kein Junk“-Mar­kie­rung gibt, nutzen Sie den Shortcut [Umschalt] + [J].

Schritt 3: Um den Filter effektiv zu trai­nie­ren, sollten Sie in den ersten Wochen täglich Spam als „Junk“ markieren und min­des­tens einmal wö­chent­lich im „Junk“-Ordner falsch aus­sor­tier­te E-Mails mit [Umschalt] + [J] als „Kein Junk“ kenn­zeich­nen. Nur so sammelt der Filter genug Daten für effektive Fil­ter­funk­tio­nen.

Tipps für nut­zer­spe­zi­fi­sche Fil­ter­op­tio­nen in Thun­der­bird

Beachten sie, dass der Thun­der­bird-Spam­fil­ter zu­sätz­lich zum Grey­lis­ting für Spam-Filterung sorgt, jedoch nicht E-Mails eines spe­zi­fi­schen Absenders oder Nach­rich­ten-Typs au­to­ma­tisch aus­sor­tiert. Daher ist es ratsam, nut­zer­spe­zi­fi­sche Ein­stel­lun­gen vor­zu­neh­men.

Tipp 1: Stufen Sie Ihre Adress­bü­cher in E-Mail-Konten als ver­trau­ens­wür­dig ein. So werden E-Mails von Kollegen und Freunden nicht ver­se­hent­lich aus­sor­tiert. Gehen Sie hierzu in Thun­der­bird über das Drei-Striche-Symbol auf „Konten-Ein­stel­lun­gen“, um die Junk-Ein­stel­lun­gen Ihrer E-Mail-Konten an­zu­pas­sen. Dies birgt jedoch die Gefahr, dass Spam von gehackten E-Mail-Konten Ihrer Kontakte im Postfach landet, obwohl der Filter diesen unter Umständen aus­sor­tiert hätte.

Tipp 2: Eine weitere Mög­lich­keit ist die au­to­ma­ti­sche Aus­sor­tie­rung von E-Mail-Absendern. Sie können aktiv Adressen auf eine Blacklist setzen, um von diesen keine Nach­rich­ten zu erhalten. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Absender-Adresse und gehen Sie auf „Filter erstellen aus…“. Benennen Sie die Liste „Blo­ckier­lis­te“ und klicken Sie „OK“, um die Adresse und die Liste zu speichern. Weitere Adressen können Sie per rechtem Mausklick auf den Absender hin­zu­fü­gen. Eine Blacklist ist jedoch wenig effektiv gegen Massen-Spam, da sich bei diesem die Absender-Adressen immerfort ändern. Hilfreich ist sie gegen Wer­be­fir­men, un­er­wünsch­te Kontakte oder Be­läs­ti­gun­gen.

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