Ein vor­schnel­ler Klick und schon geht die Mail an den Kollegen unfertig oder ohne Anhang raus. Ärgerlich, doch für Nutzer von Microsoft Outlook nur halb so wild. Das E-Mail-Programm bietet eine Rückruf-Funktion für Nach­rich­ten. Wie diese funk­tio­niert und welche Vor­aus­set­zun­gen für den Rückruf erfüllt sein müssen – wir verraten es Ihnen.

Kurz­an­lei­tung: Mail zu­rück­ru­fen in Outlook

  • Öffnen Sie die gesendete E-Mail, die Sie zu­rück­ru­fen möchten, in einem neuen Fenster.
  • Klicken Sie auf „Aktionen > Diese Nachricht zu­rück­ru­fen…
  • Wählen Sie eine von den zwei Rückruf-Optionen aus.
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Vor­aus­set­zun­gen, um eine Outlook Nachricht zu­rück­zu­ru­fen

E-Mails, die mit Microsoft Outlook versendet werden, lassen sich unter folgenden Be­din­gun­gen im Postfach der emp­fan­gen­den Person löschen oder durch eine neue Mail ersetzen:

  1. Sowohl Ihr E-Mail-Programm als auch das der emp­fan­gen­den Person ist mit einem Microsoft Exchange-Server verbunden.
  2. Die Nachricht wurde mit der Outlook-Desktop-App oder Microsoft 365 innerhalb derselben Or­ga­ni­sa­ti­on versendet.
  3. Die emp­fan­gen­de Person hat die Nachricht noch nicht geöffnet.

Sind alle drei Be­din­gun­gen erfüllt, steht dem Rückruf Ihrer E-Mail nichts im Wege.

Hinweis

Sofern nicht anders angezeigt, beziehen sich folgenden An­lei­tun­gen auf Microsoft 365 und die Outlook-Versionen 2021, 2019 sowie 2016. Bei älteren Versionen können manche Schritte abweichen.

Mail zu­rück­ru­fen in Outlook

Um eine bereits gesendete E-Mail mit Outlook zu­rück­zu­ru­fen, gehen Sie wie folgt vor.

Schritt 1: Klicken Sie auf den Mail-Ordner „Gesendete Elemente“. Sie finden den Ordner im Mail-Ver­zeich­nis auf der linken Seite Ihres Outlook-Fensters.

Bild: Der Ordner „Gesendete Nachrichten“
Im Ordner „Gesendete Elemente“ werden alle aus­ge­hen­den Outlook-Nach­rich­ten au­to­ma­tisch ge­spei­chert.

Schritt 2: Wählen Sie die E-Mail aus, die Sie via Outlook zu­rück­ru­fen möchten, und öffnen Sie diese mit einem Dop­pel­klick in einem neuen Fenster.

Schritt 3: Klicken Sie auf die Schalt­flä­che „Aktionen“ und wählen Sie im Drop-down-Menü die Outlook-Option „Diese Nachricht zu­rück­ru­fen…“.

Bild: Die Funktion „Diese Nachricht zurückrufen…“
Die Schalt­flä­che „Aktionen“ finden Sie im Men­über­eich „Ver­schie­ben“.
Hinweis

Wird die Outlook-Option „Diese Nachricht zu­rück­ru­fen…“ nicht angezeigt, liegt das ver­mut­lich daran, dass Sie entweder kein Exchange-Konto benutzen oder die Rückruf-Funktion vom Ad­mi­nis­tra­tor des Exchange-Server de­ak­ti­viert wurde.

Schritt 4: Wählen Sie eine von zwei Rückruf-Optionen aus.

  • Un­ge­le­se­ne Kopien dieser Nachricht löschen
  • Un­ge­le­se­ne Kopien durch eine neue Nachricht ersetzen.

Ent­schei­den Sie sich, ob Sie die emp­fan­gen­den Personen Ihrer Nachricht über das Ergebnis des Rückrufs in­for­mie­ren möchten.

Bild: Auswahlmenü der Rückruf-Option
Möchten Sie die emp­fan­gen­den Personen Ihrer Nachricht über das Ergebnis des Rückrufs in­for­mie­ren, setzen Sie ein Häkchen bei „Ergebnis des Nach­rich­ten­rück­rufs für jeden Empfänger mitteilen“.

Be­stä­ti­gen Sie Ihre Wahl mit einem Klick auf „OK“.

Schritt 5: FEHLT

Tipp

Nervig ist es immer, wenn eine E-Mail schlecht ge­schrie­ben oder sogar unnötig ist. Wollen Sie bei der In­ter­net­kom­mu­ni­ka­ti­on einen pro­fes­sio­nel­len Eindruck hin­ter­las­sen, sollten Sie sich an bestimmte Regeln halten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre E-Mails prägnant, präzise und pro­fes­sio­nell schreiben können.

Wie kann man den Rück­ruf­zeit­raum ver­län­gern?

Prin­zi­pi­ell hängt der Erfolg des Rückrufs von den oben genannten Vor­aus­set­zun­gen ab, nicht von der ver­gan­ge­nen Zeit. Al­ler­dings können Sie Ihren Outlook-Client so ein­stel­len, dass aus­ge­hen­de Nach­rich­ten erst nach einer be­stimm­ten Zeit­span­ne gesendet werden. So können Sie Nach­rich­ten, die bei­spiels­wei­se vor weniger als 10 Minuten gesendet wurden, rück­gän­gig machen. Diese Ein­stel­lung können Sie fol­gen­der­ma­ßen kon­fi­gu­rie­ren.

  1. Klicken Sie auf „Datei“ > „Regeln und Be­nach­rich­ti­gun­gen verwalten“.
  2. Klicken Sie unter dem Reiter „E-Mail Regeln“ auf „Neue Regel“.
  3. Se­lek­tie­ren Sie die Option „Regel auf von mir gesendete Nach­rich­ten anwenden“ und klicken Sie auf „Weiter“.
Bild: Regel-Assistent: Regel nur auf von mir gesendete Nachrichten anwenden
Hier können Sie festlegen, auf welchen Nach­rich­ten die Regal angewandt werden soll.
  1. Wollen Sie nur den Versand be­stimm­ter Nach­rich­ten verzögern, können Sie im nächsten Dialog Be­din­gun­gen festlegen. Klicken Sie wieder auf „Weiter“.
  2. Setzen Sie im nächsten Dialog neben der Option „diese eine Anzahl von Minuten verzögert über­mit­teln“ ein Häkchen. Klicken Sie im zweiten Feld unten auf „eine Anzahl von“, um Ihre ge­wünsch­te Zeit­span­ne fest­zu­le­gen.
Bild: Regel-Assistent: Nachricht um eine Anzahl von Minuten verzögert übermitteln
Hier können Sie festlegen, um wie viele Minuten Ihre Nachricht sich verzögern soll.
  1. Klicken Sie zweimal auf „Weiter“ und dann auf „Fertig stellen“.
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Erfolg des Rückrufs si­cher­stel­len

Ob sich eine bereits gesendete Mail pro­blem­los durch eine neue Nachricht ersetzen lässt, hängt außer von den oben auf­ge­führ­ten Vor­aus­set­zun­gen auch von den Outlook-Ein­stel­lun­gen der emp­fan­gen­den Person ab.

War der Rückruf er­folg­reich? Woran Sie dies erkennen

Outlook in­for­miert Sie in jedem Fall per E-Mail über das Ergebnis des Rückrufs. Sofern Sie die ent­spre­chen­de Funktion aktiviert haben, wird auch die Emp­fän­ge­rin bzw. der Empfänger der Nachricht über den Rückruf in­for­miert. Klicken Sie in der E-Mail auf den Link „View Message Recall Report“, um das Ergebnis des Rückrufs ein­zu­se­hen.

Fehl­ge­schla­ge­ner Rückruf

Bild: Bericht über einen fehlgeschlagenen Rückruf
Der Bericht über das Ergebnis des Rückrufs enthält folgende In­for­ma­tio­nen: emp­fan­gen­de Person, Betreff, Zeit und Datum des Versands sowie das Ergebnis des Rück­ruf­ver­suchs.

Er­folg­rei­cher Rückruf

Bild: Bericht über einen erfolgreichen Rückruf„
Erhalten Sie einen positiven Rück­ruf­be­richt, können Sie davon ausgehen, dass die fälsch­lich ver­sen­de­te Nachricht gelöscht oder durch eine Fol­ge­nach­richt ersetzt wurde.

Ist der Rückruf fehl­ge­schla­gen? Mögliche Ursachen

Im Folgenden sind einige Szenarien auf­ge­lis­tet, in den der Rückruf scheitern würde.

Die Funktion „Be­spre­chungs­an­fra­gen und Antworten auf Be­spre­chungs­an­fra­gen und -abrufe au­to­ma­tisch be­ar­bei­ten“ ist nicht aktiviert.

Die Funktion „Be­spre­chungs­an­fra­gen und Antworten auf Be­spre­chungs­an­fra­gen und -abrufe au­to­ma­tisch be­ar­bei­ten“ ist stan­dard­mä­ßig aktiviert. Hat die emp­fan­gen­de Person diese jedoch de­ak­ti­viert, wird sowohl die ur­sprüng­li­che Nachricht als auch die Nachricht zum Rückruf der Mail im Post­ein­gang der emp­fan­gen­den Person ge­spei­chert. Der Rückruf wird nur dann er­folg­reich sein, wenn diese die Rück­ruf­nach­richt zuerst öffnet. Sonst bleiben beide Nach­rich­ten in ihrem Postfach.

Eine Post­ein­gangs­re­gel ver­schiebt die ur­sprüng­li­che Mail in einen anderen Ordner.

Hat die emp­fan­gen­de Person eine Regel definiert, nach der die ur­sprüng­li­che Nachricht und die Rückruf-Mail in ver­schie­de­nen Ordnern abgelegt werden, scheitert der Rückruf. Werden beide Mails in denselben Ordner abgelegt, hängt der Erfolg des Rückrufs wieder davon ab, welche Mail zuerst geöffnet wird.

Tipp

Ist der Rückruf einer un­fer­ti­gen oder feh­ler­haf­ten Nachricht nicht mehr möglich, lässt sich das Miss­ge­schick meistens durch eine Fol­ge­nach­richt beheben. Ent­schul­di­gen Sie sich und liefern Sie fehlende Inhalte nach. Weitere Tipps für eine pro­fes­sio­nel­le In­ter­net­kom­mu­ni­ka­ti­on finden Sie in unserem E-Mail-Knigge.

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