Eine WordPress-Seite zu­rück­zu­set­zen, ist sinnvoll, wenn Ihre Website nach Updates Fehler zeigt, gehackt wurde, ein Relaunch geplant ist oder Sie einfach mit einer sauberen In­stal­la­ti­on neu starten möchten. „WordPress zu­rück­set­zen“ kann aber un­ter­schied­li­che Dinge bedeuten, je nachdem, was genau gelöscht oder erneuert werden soll.

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Warum eine WordPress-Seite zu­rück­set­zen?

Eine WordPress-Seite zu­rück­zu­set­zen, kann in ver­schie­de­nen Si­tua­tio­nen sinnvoll oder notwendig sein. Besonders häufig kommt ein Reset bei größeren Än­de­run­gen an der Website infrage – zum Beispiel bei einem Umzug einer WordPress-Domain zu einem neuen Hosting-Provider (Migration), dem Erstellen eines neuen Designs (Redesign) oder dem Neustart der Site unter der exis­tie­ren­den Domain (Relaunch).

Auch im Rahmen der regulären Ad­mi­nis­tra­ti­on einer WordPress-Site ist es manchmal sinnvoll, zumindest Teile einer WordPress-Seite zu­rück­set­zen zu können. Tech­ni­sche Probleme sind auch ein häufiger Grund für einen Reset. Dazu zählen unter anderem:

  • Ihre Website wurde gehackt
  • WordPress lädt nach einem Update nicht mehr
  • Plugins oder Themes ver­ur­sa­chen schwer­wie­gen­de Fehler
  • feh­ler­haf­te Ein­stel­lun­gen sollen rück­gän­gig gemacht werden

Manchmal ist es auch sinnvoll, Teile von WordPress im Rahmen eines „Früh­jahrs­put­zes“ zu­rück­zu­set­zen (Clean-up). Das pe­ri­odi­sche Entfernen brach­lie­gen­der Altlasten erhöht die Si­cher­heit der Site und kann dazu beitragen, WordPress schneller zu machen.

Am nütz­lichs­ten ist das Zu­rück­set­zen im Rahmen von Ent­wick­lungs- und Test-Workflows. Man arbeitet dabei idea­ler­wei­se auf einer Staging-Site oder lokalen Dev-Site. So können Sie Än­de­run­gen testen und WordPress bei Bedarf schnell wieder in einen sauberen Aus­gangs­zu­stand versetzen, ohne Ihre Live-Website zu gefährden.

Hinweis

In diesem Ratgeber geht es aus­schließ­lich darum, wie man eine normale WordPress-Site zu­rück­setzt. Handelt es sich um eine Multisite, ist der Prozess komplexer.

Welche Bereiche von WordPress lassen sich zu­rück­set­zen?

Wenn man WordPress „zu­rück­setzt“, bedeutet das nicht au­to­ma­tisch, dass die gesamte Website komplett gelöscht wird. Gemeint ist vielmehr, dass bestimmte Teile der Website in ihren ur­sprüng­li­chen Zustand versetzt oder gezielt entfernt werden. Will man WordPress zu­rück­set­zen, muss man sich darüber im Klaren sein, was genau zu­rück­ge­setzt werden sollte. Sollen nur die Inhalte entfernt werden oder möchte man die Ein­stel­lun­gen bzw. das WordPress-Theme auf den Aus­gangs­zu­stand zu­rück­set­zen? Je nach Szenario können un­ter­schied­li­che Kom­po­nen­ten der Site zu­rück­ge­setzt werden.

Wichtig ist, zu verstehen, dass die Kom­po­nen­ten mit­ein­an­der verzahnt sind. Löscht man z. B. nur die Datenbank, bleiben Plugins, Themes und hoch­ge­la­de­ne Dateien (Uploads) erhalten. Durch den Verlust der Datenbank tauchen jedoch die Uploads nicht mehr in der WordPress-Mediathek auf. Sie lassen sich dann auch nicht mehr aus WordPress heraus löschen. In diesem Fall wäre es an­ge­mes­sen, den WordPress-Uploads-Ordner zu­rück­zu­set­zen.

Den WordPress-Core zu­rück­set­zen

Als „WordPress-Core“ be­zeich­net man die Ordner und Dateien, aus denen WordPress „im Kern“ besteht. Sie sollten in der Regel nicht manuell verändert oder gelöscht werden, da dies die Funktion der Website be­ein­träch­ti­gen oder die In­stal­la­ti­on be­schä­di­gen kann. Der Core wird bei der In­stal­la­ti­on von WordPress angelegt und ggf. bei Updates geändert.

WordPress-Core-Dateien und -Ordner sind z. B.:

  • index.php
  • wp-login.php
  • wp-admin/
  • wp-includes/

Zu Schäden am WordPress-Core kommt es für ge­wöhn­lich durch un­sach­ge­mä­ßen Nut­zer­zu­griff oder ein­ge­schleus­te Malware. Wurde der WordPress-Core durch Malware verändert, sollte die Website aus einem nach­weis­lich sauberen Backup wie­der­her­ge­stellt oder mit frischen WordPress-Core-Dateien neu aufgebaut werden. Zu­sätz­lich müssen Themes, Plugins, Uploads, Nut­zer­kon­ten und die Datenbank auf Schadcode geprüft werden.

Die WordPress-Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei­en zu­rück­set­zen

Bei den WordPress-Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei­en handelt es sich um Dateien im Stamm­ver­zeich­nis, die spezielle Kon­fi­gu­ra­ti­ons­ein­stel­lun­gen außerhalb der Datenbank speichern. Die folgenden WordPress-Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei­en finden sich bei den meisten WordPress-In­stal­la­tio­nen vor:

  • wp-config.php: Legt grund­le­gen­de Kon­fi­gu­ra­ti­ons­ein­stel­lun­gen fest, wird bei der In­stal­la­ti­on erzeugt und verknüpft die WordPress-In­stal­la­ti­on mit der WordPress-Datenbank. Än­de­run­gen an dieser Datei sind eher un­ge­wöhn­lich. Fehler können dazu führen, dass die Seite nicht mehr lädt, etwa durch den „White Screen of Death“ oder die Meldung „Error es­tab­li­shing a database con­nec­tion“.
  • .htaccess: Steuert den Webserver, definiert WordPress-Redirects und regelt den Zugriff auf Ver­zeich­nis­se vom Web aus. Die Datei kann außerdem genutzt werden, um einen grund­le­gen­den Pass­wort­schutz ein­zu­rich­ten. Auch Plugins schreiben In­for­ma­tio­nen in die .htaccess, zum Beispiel für Si­cher­heits­ein­stel­lun­gen, SEO oder Caching. Fehler können dazu führen, dass die Seite nicht mehr lädt, etwa durch den „White Screen of Death“ oder den „500 Internal Server Error“. Außerdem können Redirects verloren gehen oder ver­trau­li­che Sei­ten­be­rei­che ver­se­hent­lich frei­ge­ge­ben werden.
  • robots.txt: Gibt Such­ma­schi­nen-Crawlern Hinweise, welche Bereiche der Website gecrawlt werden sollen und welche nicht. Die Datei steuert aber vor allem das Crawling und ver­hin­dert nicht zu­ver­läs­sig, dass bekannte URLs in Such­ergeb­nis­sen er­schei­nen. Für Staging-Websites oder ver­trau­li­che Bereiche sind daher Pass­wort­schutz oder ein korrekt ein­ge­bun­de­nes noindex die bessere Wahl.

Ist es zu einer Be­schä­di­gung an den WordPress-Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei­en gekommen, empfiehlt sich unbedingt das Wie­der­her­stel­len aus einem Backup. Eine manuelle Feh­ler­be­he­bung kann zu­sätz­li­che Probleme ver­ur­sa­chen. Im Fall der Fälle ist es möglich, eine be­schä­dig­te WordPress-Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei auf den Aus­gangs­zu­stand zu­rück­zu­set­zen. Dabei gehen jedoch alle sei­ten­spe­zi­fi­schen Ein­stel­lun­gen verloren.

Hinweis

Die .htaccess-Datei kommt vor allem bei Apache- bzw. Apache-kom­pa­ti­blen Servern wie LiteSpeed zum Einsatz. Auf reinen NGINX-Servern wird sie nicht verwendet; ent­spre­chen­de Regeln werden dort in der NGINX-Ser­ver­kon­fi­gu­ra­ti­on hin­ter­legt.

Die WordPress-Datenbank zu­rück­set­zen

Die WordPress-Datenbank enthält die meisten Inhalte und Kon­fi­gu­ra­ti­ons­ein­stel­lun­gen der Site. Diese werden in einzelnen Da­ten­bank­ta­bel­len ge­spei­chert. Dabei kommen zwei grund­le­gen­de Arten von Tabellen zum Einsatz:

  1. WordPress-Core-Tabellen wie wp_posts, wp_options, wp_users und wp_comments
  2. Tabellen von Plugins und Themes

Entfernt man Teile der Datenbank, wirkt sich dies ggf. auf WordPress wie ein Zu­rück­set­zen aus. Zu beachten ist, dass es drei Wege gibt, die WordPress-Datenbank zu­rück­zu­set­zen:

  1. Da­ten­bank­ein­trä­ge entfernen (DELETE FROM <table>)
  2. Da­ten­bank­ta­bel­len leeren (TRUNCATE TABLE <table>)
  3. Da­ten­bank­ta­bel­len entfernen (DROP TABLE <table>)

Es ist un­ab­ding­bar, vor dem Mo­di­fi­zie­ren der WordPress-Datenbank ein Datenbank-Backup („Database Dump“) anzulegen. Ein Database Dump ist meist eine SQL-Datei mit den An­wei­sun­gen, die zum Wie­der­her­stel­len der Datenbank benötigt werden. Optional kann diese Datei kom­pri­miert werden. Um die WordPress-Datenbank auf einen früheren Zustand zu­rück­zu­set­zen, wird der Database Dump ein­ge­spielt. Dabei werden die ent­hal­te­nen SQL-An­wei­sun­gen se­quen­zi­ell aus­ge­führt und die Daten re­kon­stru­iert.

Soll ein Dump über eine be­stehen­de Datenbank gespielt werden, sollte er idea­ler­wei­se DROP TABLE IF EXISTS-An­wei­sun­gen enthalten oder in eine zuvor geleerte Datenbank im­por­tiert werden. An­dern­falls können be­stehen­de Tabellen oder doppelte Einträge zu Fehlern führen.

Die WordPress-Site-Daten zu­rück­set­zen

Im Gegensatz zum WordPress-Core sind die Site-Daten über die Zeit ver­än­der­lich. Die Site-Daten umfassen sämtliche Ordner und Dateien im wp-content-Ordner. Die wich­tigs­ten Ordner sind folgende:

  • Site-Daten: wp-content/
  • In­stal­lier­te Plugins: plugins/
  • In­stal­lier­te Themes: themes/
  • Hoch­ge­la­de­ne Dateien: uploads/

Jedes Plugin und Theme liegt in einem eigenen Ordner. Löscht man einen dieser Ordner, wird das jeweilige Theme oder Plugin entfernt. Ggf. bleiben jedoch Tabellen und Einträge in der WordPress-Datenbank bestehen. Entfernt man den kom­plet­ten wp-content-Ordner, setzt man die WordPress-Site-Daten zurück. Man kann dann von vorne damit anfangen, Plugins und Themes zu in­stal­lie­ren.

Welche Methoden zum Zu­rück­set­zen von WordPress gibt es?

Es gibt drei grund­le­gen­de Vor­ge­hens­wei­sen, eine WordPress-Site zu­rück­zu­set­zen. Es ist wichtig, vor Beginn der Arbeiten ein WordPress-Backup anzulegen. Noch besser ist es, wenn man auch auf einer WordPress-Staging-Site arbeitet. Die Mög­lich­kei­ten im Schnell­über­blick:

  1. WordPress-Seite händisch zu­rück­set­zen
  2. WordPress-Seite mittels Plugins zu­rück­set­zen
  3. WordPress-Seite mit WP-CLI zu­rück­set­zen

WordPress-Seite manuell voll­stän­dig zu­rück­set­zen

Bei dieser Methode entfernt man manuell die variablen Kom­po­nen­ten der WordPress-Site, lässt jedoch einige un­ver­än­der­li­che Kom­po­nen­ten bestehen. So räumt man die Site weit­ge­hend leer, um sie an­schlie­ßend mit neuen Inhalten zu füllen.

Da beim Zu­rück­set­zen Be­stand­tei­le der alten In­stal­la­ti­on erhalten bleiben können, die später Probleme ver­ur­sa­chen, ist eine frische Neu­in­stal­la­ti­on in der Regel die bessere Wahl. Zudem ist der folgende Prozess nicht weniger aufwendig:

Schritt 1: Kom­plet­tes Backup der be­stehen­den Site anlegen. Dabei WordPress-Datenbank und WordPress-Ver­zeich­nis sichern!

Schritt 2: Neue Datenbank anlegen und Zu­griffs­da­ten der neuen Datenbank notieren. Hier kann man die neue Datenbank im Hosting-Backend anlegen oder auf der Kom­man­do­zei­le den mysql-Befehl benutzen.

Schritt 3: Häufig wird empfohlen, die be­stehen­de Datenbank an diesem Punkt zu löschen. Es ist aber oft besser, die Daten noch etwas vor­zu­hal­ten. Erst wenn man sicher ist, dass alles funk­tio­niert hat, sollte man die alte Datenbank entfernen.

Schritt 4: Alle Inhalte im wp-content-Ordner löschen. Auf der Linux-Kom­man­do­zei­le leistet dies der folgende Befehl, sofern wir uns im WordPress-Haupt­ver­zeich­nis befinden:

rm -rf wp-content/
bash

Al­ter­na­tiv kann der Ordner im Haupt­ver­zeich­nis umbenannt werden:

mv wp-content/ _wp-content/
bash

Auch ein Ver­schie­ben in ein separates Qua­ran­tä­ne-Ver­zeich­nis ist möglich:

mkdir -p ~/quarantine/
mv wp-content/ ~/quarantine/_wp-content/
bash

WordPress findet den bis­he­ri­gen wp-content-Ordner in der Folge nicht mehr – auch Themes, Plugins und Uploads fehlen. Erst bei einer an­schlie­ßen­den Neu­in­stal­la­ti­on bzw. beim Hochladen frischer WordPress-Dateien wird wieder ein neuer wp-content-Ordner mit Stan­dard­in­hal­ten wie den mit­ge­lie­fer­ten Themes be­reit­ge­stellt. Die um­be­nann­te bzw. ver­scho­be­ne Version kann weiterhin genutzt werden, um alte Dateien zu prüfen und bei Bedarf gezielt zu über­tra­gen.

Schritt 5: WordPress neu in­stal­lie­ren.

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WordPress-Seite mittels Plugins zu­rück­set­zen

Für die meisten Nut­ze­rin­nen und Nutzer stellt das Plugin WP Reset den ein­fachs­ten und di­rek­tes­ten Weg dar, eine WordPress-Seite zu­rück­zu­set­zen. Das Plugin verfügt über eine intuitive Web­ober­flä­che und bietet ver­schie­de­ne Reset-Optionen. Grund­sätz­lich setzt WP Reset vor allem die Datenbank der WordPress-In­stal­la­ti­on auf Stan­dard­wer­te zurück, ohne die WordPress-Dateien selbst zu verändern. Inhalte, Ein­stel­lun­gen und An­pas­sun­gen können dabei gelöscht werden.

Schritt 1: In­stal­lie­ren Sie zuerst das Plugin. Öffnen Sie dafür im WordPress-Backend den Bereich „Plugins“ und klicken Sie auf „Plugin hin­zu­fü­gen“. Suchen Sie an­schlie­ßend nach „WP Reset“ und starten Sie die In­stal­la­ti­on über den Button „Jetzt In­stal­lie­ren“.

Bild: WordPress Plugin-Seite vor Klick auf den „Installieren“-Button
Wir suchen nach dem „WP Reset“-Plugin und in­stal­lie­ren dieses.

Schritt 2: Nach der In­stal­la­ti­on muss das Plugin aktiviert werden. Klicken Sie dazu auf „Ak­ti­vie­ren“. Erst danach steht WP Reset im WordPress-Backend zur Verfügung.

Bild: Screenshot der „Plugins“-Aktivierungsoption
Danach kann das Plugin aktiviert werden.

Schritt 3: Bevor Sie nun die WordPress-Seite zu­rück­set­zen, sollten Sie einen Snapshot der Datenbank erstellen. Öffnen Sie dazu WP Reset und wechseln Sie zum Reiter „Snapshots“. Dort können Sie einen neuen Snapshot anlegen, der den aktuellen Stand der Datenbank speichert. Beachten Sie dabei: WP Reset setzt laut Plugin-Be­schrei­bung die Datenbank zurück, ohne Dateien zu verändern. Der Snapshot ersetzt daher kein voll­stän­di­ges Backup der Website.

Bild: WP Reset: Snapshot-Option
Unter dem Reiter „Snapshots“ lässt sich ein Snapshot von der Datenbank erstellen.
Hinweis

Ein Snapshot ersetzt kein voll­stän­di­ges Backup, da er je nach Funktion vor allem Da­ten­bank­stän­de sichert und nicht au­to­ma­tisch alle Dateien, Uploads, Themes und Plugins als voll­stän­di­ge Website-Sicherung abdeckt.

WordPress-Seite mit WP-CLI zu­rück­set­zen

WP-CLI (WordPress Command Line Interface) ist ein prak­ti­sches Tool für WordPress-Admins, mit dem sich eine WordPress-Seite über die Kom­man­do­zei­le zu­rück­set­zen lässt. Es bündelt Eingriffe an Dateien und Datenbank in einer ein­heit­li­chen Ober­flä­che und ist damit oft schneller sowie weniger feh­ler­an­fäl­lig als ein hän­di­sches Vorgehen.

Vor­aus­set­zung ist SSH-Zugriff auf den Server. Sinnvoll ist es, die be­nö­tig­ten Befehle zunächst auf einer Staging-Site zu testen, bevor sie auf der Live-Site ein­ge­setzt werden. Hier sind einige nützliche WP-CLI-Kommandos zum Zu­rück­set­zen von WordPress:

WP-CLI-Kommando Aus­wir­kung
wp site empty Beiträge, Kom­men­ta­re, Metadaten, Ka­te­go­rien und Schlag­wor­te löschen; lässt Ein­stel­lun­gen und Nut­zer­kon­ten bestehen
wp site empty --uploads Wie wp site empty; zu­sätz­lich hoch­ge­la­de­ne Me­di­en­da­tei­en entfernen
wp config create --dbname=<dbname> --dbuser=<dbuser> --prompt=dbpass Neue wp-config.php-Datei anlegen; dabei Da­ten­bank­zu­griffs­da­ten eintragen
wp core download --force WordPress-Core-Dateien frisch her­un­ter­la­den; dabei exis­tie­ren­de Dateien über­schrei­ben
wp core download --force --skip-content Wie wp core download --force; dabei keine Standard-Plugins und -Themes in­stal­lie­ren
wp core install --url=<url> --title=<site-title> --admin_user=<username> --admin_email=<email> --prompt=admin_password WordPress-In­stal­la­ti­on durch­füh­ren; Da­ten­bank­ta­bel­len erzeugen und die er­for­der­li­chen Einträge setzen
wp db export - | gzip > ~/wordpress_backup.gz WordPress-Datenbank mit op­tio­na­ler GZIP-Kom­pri­mie­rung ex­por­tie­ren und in eine Datei schreiben
wp db export <file> --add-drop-table Wie wp db export <file>; dabei DROP TABLE IF EXISTS einfügen
wp db export - &#124; gzip > ~/wordpress_backup.gz WordPress-Datenbank mit op­tio­na­ler GZIP-Kom­pri­mie­rung ex­por­tie­ren und in eine Datei schreiben
wp db tables Die in der WordPress-Datenbank ent­hal­te­nen Tabellen anzeigen
wp db clean Alle Tabellen mit dem WordPress-Datenbank-Prefix aus der Datenbank entfernen
wp db drop Die gesamte WordPress-Datenbank löschen
wp db reset Die WordPress-Datenbank löschen und im Anschluss neu anlegen
wp option update siteurl <url> Die Site-URL neu setzen
wp search-replace <old-url> <new-url> Alle Instanzen der alten Site-URL in der Datenbank durch die neue Site-URL ersetzen

Welche Methode zum WordPress-Zu­rück­set­zen ist die beste?

Der Einsatz eines Plugins ist am ein­fachs­ten, benötigt jedoch ein funk­tio­nie­ren­des WordPress. Plugins können streiken, z. B. wenn die Datenbank nicht an­sprech­bar ist, der WordPress-Core be­schä­digt wurde oder ein Ser­ver­feh­ler vorliegt. Ferner erlaubt die Nutzung eines Plugins weniger de­tail­lier­te Ein­fluss­mög­lich­kei­ten als die anderen beiden Methoden.

Die Nutzung von WP-CLI bietet einen guten Kom­pro­miss zwischen Mäch­tig­keit und Nut­zer­freund­lich­keit. Um WP-CLI nutzen zu können, muss die Software jedoch auf dem Server vorhanden sein. Ferner benötigt man SSH-Zugriff auf den Server. Auch WP-CLI kann unter manchen Umständen den Dienst ver­wei­gern. Dazu kommt es z. B. bei einem Ver­si­ons­kon­flikt zwischen WordPress-In­stal­la­ti­on und in­stal­lier­tem WP-CLI oder wenn auf dem Server PHP komplett ausfällt.

Die händische Methode ist mächtig und funk­tio­niert immer, solange man Zugriff auf den Server bzw. die dort liegenden Res­sour­cen hat. Außer per SSH kann der Zugriff über (S)FTP, cPanel und phpMy­Ad­min erfolgen. So mächtig die händische Methode ist, so erfordert sie auch das größte Geschick. Fehlt das nötige Wissen, richtet man schnell schlimme Schäden an.

Zu­sam­men­ge­fasst be­ur­tei­len wir die drei Ansätze wie folgt:

WordPress zu­rück­set­zen Nut­zer­freund­lich Mächtig Ver­läss­lich Risikoarm
Händisch + +++ +++ +
Mittels Plugin +++ + + ++
Mit WP-CLI ++ ++ ++ +++
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Al­ter­na­ti­ven zum Zu­rück­set­zen von WordPress

Nicht immer ist es sinnvoll, WordPress voll­stän­dig zu­rück­zu­set­zen. Je nach Ziel lässt sich das ge­wünsch­te Ergebnis oft gezielter, sicherer und mit weniger Aufwand erreichen, etwa durch eine Neu­in­stal­la­ti­on für einen Relaunch oder durch das Zu­rück­set­zen des Themes bei einem Redesign.

Relaunch mit exis­tie­ren­der Domain und frischem WordPress

Stellen wir uns vor, wir betreiben bereits eine Seite unter www.example.com und möchten einen frischen Start, die Domain samt Such­ma­schi­nen-Autorität aber behalten. Ein voll­stän­di­ger Reset sollte einer Neu­in­stal­la­ti­on ent­spre­chen. Sinn­vol­ler ist es daher, WordPress direkt frisch zu in­stal­lie­ren und an­schlie­ßend die be­stehen­de Domain auf die neue In­stal­la­ti­on um­zu­lei­ten. Dazu passt man DNS-Ein­stel­lun­gen im Hosting-Backend oder beim Domain-Registrar an, um die Domain mit der IP-Adresse des Servers zu ver­knüp­fen. Ferner passt man die WordPress-Site-URL an und ersetzt alle Instanzen in der Datenbank durch die neue URL.

Oft ist es praktisch, beim Relaunch die alte Site bestehen zu lassen. So kann man später weiterhin Inhalte und Ein­stel­lun­gen einsehen und bei Bedarf über­tra­gen. Ein guter Ansatz besteht darin, nach dem Relaunch die be­stehen­de Site unter einer Subdomain wie old.example.com zu hosten. Analog baut man die neue Site vor dem Relaunch unter einer Subdomain wie dev.example.com auf. Zum Zeitpunkt des Relaunchs ver­tauscht man die beiden Sites:

Site Domain vor Relaunch Domain nach Relaunch
Be­stehen­de Site www.example.com old.example.com
Neue Site dev.example.com www.example.com

Wählt man diesen Ansatz, sollte die alte Site nicht öf­fent­lich in­de­xier­bar bleiben. Am si­chers­ten ist ein Pass­wort­schutz, zum Beispiel per HTTP-Au­then­ti­fi­zie­rung. Al­ter­na­tiv kann die alte Site mit noindex aus den Such­ergeb­nis­sen aus­ge­schlos­sen werden, sofern Such­ma­schi­nen die Seiten weiterhin crawlen dürfen. Eine reine Sperre per robots.txt reicht dafür nicht aus: Sie ver­hin­dert nur das Crawling, nicht zu­ver­läs­sig die In­de­xie­rung bereits bekannter oder ver­link­ter URLs. An­dern­falls droht Duplicate Content, das negative Kon­se­quen­zen für das Ranking der neuen und alten Site zur Folge haben kann.

Tipp

Ändert sich beim Relaunch die URL-Struktur, sollten wichtige alte URLs per 301-Wei­ter­lei­tung auf passende neue Seiten zeigen. So vermeiden Sie Feh­ler­sei­ten und erhalten möglichst viele be­stehen­de Ranking-Signale.

Child-Theme bei Redesign der Site

Für das Design einer WordPress-Site sollte man bei Einsatz eines kom­mer­zi­el­len oder freien Themes idea­ler­wei­se bereits beim Aufbau der Site ein Child-Theme anlegen. An­pas­sun­gen am Theme erfolgen dann über das Child-Theme. Hat man diesen Ansatz gewählt, ist es ein Leichtes, in der Zukunft ein neues Design zu ent­wi­ckeln.

Für das Redesign legt man einfach ein neues Child-Theme an und testet dieses auf einer Staging-Site, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist. An­schlie­ßend kopiert man das fertige Child-Theme in die exis­tie­ren­de WordPress-In­stal­la­ti­on. Aktiviert man nun das Child-Theme, startet man mit einem frischen Theme neu.

Wenn kein WordPress-Child-Theme erstellt wird, werden alle Än­de­run­gen direkt am Theme vor­ge­nom­men. Wie man das WordPress-Theme dann zu­rück­setzt, hängt vom je­wei­li­gen Theme ab.

Fazit

Möchte man WordPress komplett zu­rück­set­zen, ist es meist besser, mit einer frischen WordPress-In­stal­la­ti­on neu zu starten. Sollen nur bestimmte Teile einer WordPress-Seite zu­rück­ge­setzt werden, bedienen sich Nicht-Profis am besten eines Plugins. Für erfahrene Admins ist WP-CLI der Gold­stan­dard zur WordPress-Ad­mi­nis­tra­ti­on. Das Tool bietet viel­fäl­ti­ge Mög­lich­kei­ten, als Teil von Ent­wick­lungs-Workflows Be­stand­tei­le einer WordPress-In­stal­la­ti­on zu­rück­zu­set­zen. In jedem Fall gilt: Vor dem WordPress-Zu­rück­set­zen unbedingt ein Backup anlegen!

Reviewer

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