Die 10 häufigsten WordPress-Fehler und die passenden Lösungen
WordPress-Probleme entstehen häufig durch fehlerhafte Plugins oder Themes, Code- und Datenbankfehler, falsche Servereinstellungen, beschädigte Dateien oder Caching. Häufige Lösungsansätze sind das Deaktivieren verdächtiger Erweiterungen, das Prüfen von Logs, Dateirechten und Serverlimits sowie das Wiederherstellen per Backup oder Recovery-Modus.
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1. White Screen of Death: WordPress zeigt nur noch eine weiße Seite
Früher wurde bei schwerwiegenden Fehlern oft tatsächlich nur eine komplett weiße Seite angezeigt – daher stammt der etwas dramatische Begriff „White Screen of Death“. Inzwischen verhält sich WordPress deutlich nutzerfreundlicher und zeigt in vielen Fällen konkrete Fehlermeldungen oder bietet einen Recovery-Modus an.
Es gibt mehrere mögliche Ursachen für den White Screen of Death: nicht funktionierende Plugins, Probleme mit PHP und unterschiedlichste Codierungs- oder Datenbankfehler. Daher empfiehlt es sich, die genaue Ursache für den Fehler zu ermitteln.
Recovery-Modus: Erster Anlaufpunkt bei kritischen Fehlern
Seit Version 5.2 verfügt WordPress über einen fest integrierten Recovery-Modus, der bei kritischen Fehlern automatisch greift. Tritt ein schwerwiegender PHP-Fehler auf, zeigt WordPress statt einer leeren Seite einen allgemeinen Fehlerhinweis an und sendet gleichzeitig eine E-Mail an die Administrator-Adresse. Diese E-Mail enthält einen speziellen Einmal-Link, über den Sie sich trotz des Fehlers im Backend anmelden können. Dort zeigt WordPress an, welches Plugin oder Theme den Fehler verursacht, und ermöglicht es Ihnen, die betroffene Erweiterung direkt zu deaktivieren.
Der Recovery-Modus funktioniert nur, wenn der Fehler früh genug abgefangen werden kann. Bei sehr tiefen PHP-Fehlern bleibt die E-Mail aus. In solchen Fällen müssen Sie den Fehler manuell per FTP oder Dateimanager beheben, wie in den folgenden Abschnitten beschrieben.
Fehlerquelle 1: Plugins
Oft ist der White Screen of Death auf eine der folgenden Aktionen zurückzuführen:
- Sie haben ein nicht korrekt funktionierendes Plugin in WordPress aktiviert.
- Sie haben die Einstellungen für ein aktives Plugin geändert.
- Sie haben den Backend-Code eines aktiven Plugins geändert.
Falls Sie kürzlich eine dieser drei Änderungen vorgenommen haben, rufen Sie einfach die Plugins-Seite in WordPress auf und deaktivieren jenes Plugin, das Sie zuletzt modifiziert haben. In vielen Fällen ist das Problem damit bereits behoben.
Falls das WordPress-Dashboard nicht mehr erreichbar ist, können Sie alternativ den Recovery-Modus von WordPress nutzen, sofern Sie die entsprechende E-Mail erhalten haben. Wenn auch das nicht möglich ist, müssen Sie per FTP-Zugriff oder über den Dateimanager Ihres Hostings auf Ihre WordPress-Dateien zugreifen, um die Plugins manuell zu deaktivieren. Gehen Sie dazu wie folgt vor:
- Öffnen Sie das Verzeichnis, in dem Ihre WordPress-Dateien gespeichert sind.
- Öffnen Sie den Ordner
wp-content. - Im Ordner
wp-contentfinden Sie den Ordnerplugins. - Benennen Sie den Ordner um, damit alle Plugins gleichzeitig deaktiviert werden.
Fehlerquelle 2: Codefehler
Wenn der Fehler nicht auf ein Plugin zurückzuführen ist, könnte er auch daraus resultieren, dass Sie die Datei functions.php oder eine andere PHP-Datei über den WordPress-Theme-Editor modifiziert haben. In solchen Fällen zeigt WordPress häufig eine konkrete Fehlermeldung oder versetzt die Website in den Recovery-Modus. Typisch ist beispielsweise folgende Meldung:
Parse error: syntax error, unexpected end of file in /home/name/public_html/wordpress/wp-content/themes/your_theme/functions.php on line 231Das bedeutet, dass es einen Fehler in Ihrem Code gibt. Das gewählte WordPress-Theme bzw. WordPress-Framework kann dann nicht korrekt angezeigt werden. In diesem Fall müssen Sie den ursprünglichen Zustand der betroffenen Datei wiederherstellen.
Wenn kein Zugriff auf das WordPress-Dashboard möglich ist, können Sie die fehlerhafte Datei über FTP oder den Dateimanager Ihres Hostings ersetzen:
- Öffnen Sie das Verzeichnis, in dem sich Ihre WordPress-Dateien befinden.
- Öffnen Sie den Ordner
wp-content. - Im Ordner
wp-contentfinden Sie den Themes-Ordner. - Öffnen Sie den Ordner Ihres aktiven Themes.
- Suchen Sie die betroffene Datei.
- Laden Sie anschließend eine funktionierende Version der Datei hoch – entweder aus einem Backup oder aus der Originalversion des Themes.
Alternativ können Sie das gesamte Theme deaktivieren, indem Sie den Theme-Ordner umbenennen oder probehalber ein anderes Theme verwenden. WordPress greift dann automatisch auf ein Standard-Theme zurück, wodurch Sie wieder Zugriff auf das Backend erhalten. Kehren Sie anschließend zu Ihrem Browser zurück und aktualisieren Sie Ihre Website.
Unbekannte Fehlerquelle
Manchmal erscheint der White Screen of Death aus unerklärlichen Gründen: Sie haben weder Ihre Plugins modifiziert noch haben Sie den Code Ihres Themes umgeschrieben. In solchen Fällen ist es wichtig, systematisch vorzugehen. Ein zentraler Ansatz ist der Einsatz von WP_DEBUG: Aktivieren Sie den Debug-Modus, um konkrete Fehlermeldungen zu erhalten. Dadurch lassen sich fehlerhafte Dateien und Codezeilen gezielt identifizieren und beheben.
Öffnen Sie dazu die Datei wp-config.php im Hauptverzeichnis Ihrer WordPress-Installation und setzen Sie die folgenden Zeilen:
define('WP_DEBUG', true);
define('WP_DEBUG_LOG', true);
define('WP_DEBUG_DISPLAY', false);phpMit WP_DEBUG_LOG werden alle Fehlermeldungen in die Datei wp-content/debug.log geschrieben. WP_DEBUG_DISPLAY sollte auf false gesetzt bleiben, damit Fehler nicht öffentlich auf der Website angezeigt werden – das ist besonders auf Live-Seiten wichtig, da Debug-Ausgaben sensible Informationen wie Datenbankpfade oder Serverkonfigurationen enthalten können. Die Fehleranalyse erfolgt dann direkt in der Log-Datei, auf die Sie per FTP oder Dateimanager zugreifen können. Nach der Fehleranalyse sollten Sie den Debug-Modus wieder deaktivieren, indem Sie alle drei Einträge auf false setzen.
Neben Plugins kommen auch andere Ursachen für den Anzeigefehler infrage, die nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind.
- Caching: Verwenden Sie ein Caching-Plugin, müssen Sie unter Umständen einfach den Cache Ihrer Seite löschen. Falls sich der Cache des Programms nicht löschen lässt, weil Sie immer noch nicht auf WordPress zugreifen können, löschen Sie den Browser-Cache.
- Beschädigte Datei(en): Ihre WordPress-Dateien sind möglicherweise beschädigt (z. B. aufgrund von Malware). Kontaktieren Sie Ihren Webhoster und bitten Sie ihn um eine Problemdiagnose.
- Serverprobleme: Ist der Server überlastet oder vorübergehend nicht erreichbar, kann dies ebenfalls zu einem White Screen führen. Prüfen Sie Ihr E-Mail-Postfach auf Hinweise Ihres Hosters oder wenden Sie sich an den Support.
2. Interner Serverfehler: 500 Internal Server Error
Die Fehlermeldung „500 Internal Server Error“ gehört insgesamt zu den häufigsten Serverfehlern. Bei WordPress verursachen diesen Serverfehler oft die Plugins oder Probleme mit den Themes. Andere mögliche Ursachen sind beschädigte .htaccess-Dateien oder unzureichender PHP-Speicher. Interne Server-Fehler können auch die WordPress-Admin-Seite betreffen, während der Rest der Website problemlos funktioniert.
Seit WordPress 5.2 gibt es außerdem einen integrierten Schutz bei schwerwiegenden PHP-Fehlern. In solchen Fällen erscheint statt eines klassischen 500-Fehlers manchmal ein Hinweis auf einen kritischen Fehler oder es wird eine E-Mail mit einem Recovery-Link verschickt.
Fehlerquelle 1: Beschädigte .htaccess-Datei
Eine häufige Ursache für die Fehlermeldung „500 Internal Server Error“ ist eine beschädigte .htaccess-Datei. Prüfen Sie deshalb zunächst, ob die Datei betroffen ist: Loggen Sie sich via FTP-Zugang oder über den Dateimanager Ihres Hosters auf Ihrem Server ein. Navigieren Sie zum Root-Verzeichnis von WordPress und suchen Sie die .htaccess-Datei. Geben Sie dieser Datei übergangsweise einen anderen Namen. Laden Sie die Website anschließend neu. Funktioniert sie wieder, war die Datei sehr wahrscheinlich die Ursache.
Erstellen Sie danach eine neue .htaccess, indem Sie sich im WordPress-Backend anmelden und unter „Einstellungen“ → „Permalinks“ die Einstellungen erneut speichern. WordPress schreibt die Standardregeln dann automatisch neu.
Fehlerquelle 2: Unzureichender PHP-Speicher
Ein 500 Internal Server Error kann auftreten, wenn WordPress oder ein Plugin mehr PHP-Speicher benötigt, als auf dem Server verfügbar ist. Hinweise darauf finden sich häufig im Error-Log, etwa in Form von Meldungen wie „Allowed memory size exhausted“.
Aktivieren Sie für die Analyse das WordPress-Debugging mit Log-Ausgabe, um Fehler in einer Datei zu protokollieren. Bestätigt sich ein Speicherproblem, kann eine Erhöhung von WP_MEMORY_LIMIT in der Datei wp-config.php helfen. Zusätzlich sollten Plugins und Themes geprüft werden, da ein ungewöhnlich hoher Speicherverbrauch oft durch einzelne Erweiterungen verursacht wird.
Fehlerquelle 3: Beschädigte Kerndatei
Es kommt zwar nicht häufig vor, aber gelegentlich führt auch eine beschädigte WordPress-Kerndatei dazu, dass ein interner Serverfehler gemeldet wird. In solch einem Fall sollten Sie einen neuen Satz Kerndateien hochladen, um die Fehlerquelle zu eliminieren.
Melden Sie sich via FTP auf Ihrer Website an und erstellen Sie einen neuen wp-admin und wp-includes-Ordner. Änderungen in diesen Ordnern sollten Ihre persönlichen Anpassungen für WordPress nicht beeinflussen, außer Sie haben modifizierte Dateien in diesen Ordnern abgespeichert – das ist aber in der Regel nicht der Fall. Die Dateien im Ordner wp-content enthalten Ihr Theme, Ihre Plugins und andere Modifikationen. Diesen Ordner dürfen Sie nicht erneuern, da Sie sonst die Inhalte Ihrer Website löschen.
Wenn alles andere fehlschlägt, laden Sie eine frische WordPress-Version herunter und ersetzen Sie die Core-Dateien manuell. Löschen Sie dabei nicht den bestehenden Ordner wp-content und sichern Sie vorher die Datei wp-config.php sowie die Datenbank.
3. Fehler bei der Verbindung zur Datenbank: Error establishing a database connection
Die Meldung „Error establishing a database connection“ bedeutet, dass WordPress keine Verbindung zur Datenbank herstellen kann. Ohne diese Verbindung kann die Website weder Inhalte laden noch das Backend korrekt aufrufen. Häufig liegt die Ursache in fehlerhaften Zugangsdaten in der wp-config.php, einem falschen Datenbank-Host oder in einem Problem aufseiten des Servers.
Fehlerquelle 1: Falsche Verbindungseinstellungen
Prüfen Sie zuerst die Zugangsdaten in Ihrer wp-config.php. Entscheidend sind diese vier Einträge:
define( 'DB_NAME', 'datenbankname' );
define( 'DB_USER', 'datenbankbenutzer' );
define( 'DB_PASSWORD', 'passwort' );
define( 'DB_HOST', 'localhost' );phpSchon ein kleiner Tippfehler bei Datenbankname, Benutzername, Passwort oder Host reicht aus, damit WordPress die Verbindung nicht aufbauen kann. Häufig wird beispielsweise der Host bei einem Umzug des Servers nicht geändert oder das Passwort nicht geupdatet.
Der Wert für DB_HOST ist in der Regel localhost, aber dies ist nicht immer der Fall. Einige Hosting-Unternehmen verwenden ihre eigenen Werte bei der Definition des Parameters, andere Hosts definieren eine URL zum MySQL-Datenbankserver. In diesen Fällen müssen diese spezifischen Werte eingesetzt werden. Manchmal klappt es auch, wenn man die Hosting-IP-Adresse anstelle einer MySQL-URL einfügt.
Fehlerquelle 2: Ihre Datenbank ist beschädigt
Dieser Fehler ist nicht identisch mit dem „Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung“, aber er ist mit ihm verwandt. Manchmal funktioniert das Frontend Ihrer Website perfekt, aber trotzdem erscheint eine Fehlermeldung. Eine oder mehrere Datenbanktabellen sind nicht verfügbar, und die Datenbank muss möglicherweise repariert werden.
Öffnen Sie Ihre wp-config.php-Datei und gehen Sie zu dem Abschnitt, der Ihren Datenbanknamen, Benutzernamen, Ihr Passwort und den Host definiert. Definieren Sie Folgendes:
define('WP_ALLOW_REPAIR', true);phpJetzt speichern Sie Ihre wp-config.php und laden die Datei über FTP hoch. Rufen Sie die folgende URL https://www.Ihre-Seite.net/wp-admin/maint/repair.php auf. Auf der Seite werden Sie zwei Optionen sehen. Option eins ist die Schaltfläche „Repair Database“, und die zweite Option ist eine Schaltfläche „Reparieren und Optimieren der Datenbank“. An dieser Stelle sollten Sie sich nochmals vergewissern, dass Sie ein vollständiges Backup Ihrer Datenbank erstellt haben.
Klicken Sie auf die Option „Datenbank reparieren“ und sobald der Reparaturvorgang abgeschlossen ist, öffnen Sie einen neuen Tab in Ihrem Browser. Überprüfen Sie jetzt, ob Ihre Website fehlerfrei angezeigt wird.
Nach der Reparatur sollte die Zeile wieder aus der wp-config.php entfernt oder auf false gesetzt werden, da die Reparaturseite sonst ohne Anmeldung aufgerufen werden kann.
Fehlerquelle 3: Der MySQL-Datenbankserver ist heruntergefahren
Dieses Szenario kann eintreten, wenn der Server Ihres Hosting-Anbieters an seine Grenzen kommt. Wenn Ihre Website mit zu viel Traffic belastet wird, ist der Datenbankserver eventuell zu stark beansprucht. Bei einigen Anbietern kann es vorkommen, dass eine große Anzahl Websites auf denselben Server gepackt wird. Wenn es dann auf einer Website zu erhöhtem Traffic kommt, kann dies Probleme für den Rest der Seiten verursachen.
Sie sollten zur Sicherheit den Support Ihres Hosting-Anbieters kontaktieren und ihn bitten, den Status des Datenbankservers zu überprüfen. Vielleicht gibt es ein technisches Problem oder Ihr Hosting-Unternehmen hat Ihnen noch keine E-Mail bezüglich einer geplanten Serverwartung geschickt.
4. Verbindungszeit abgelaufen: Connection timed out
Die Meldung „Connection timed out“ bedeutet, dass eine Anfrage nicht innerhalb der vorgesehenen Zeit abgeschlossen werden konnte. In WordPress passiert das meist dann, wenn der Server, ein Plugin, ein Theme oder ein externer Dienst zu langsam reagiert.
Fehlerquelle 1: Server ist überlastet
Eine der häufigsten Ursachen ist ein überlasteter Server. Das kann bei Shared Hosting, zu vielen gleichzeitigen Anfragen oder ressourcenintensiven Prozessen passieren. Reagiert der Server nicht schnell genug, bricht der Browser oder ein interner WordPress-Prozess mit einem Timeout ab.
Fehlerquelle 2: Fehlerhafte Plugins oder Themes
Plugins und Themes können Timeouts verursachen, wenn sie zu viele Abfragen auslösen, fehlerhafte Prozesse starten oder externe Dienste ansprechen, die nicht rechtzeitig antworten. Deaktivieren Sie testweise alle Plugins und prüfen Sie, ob der Fehler verschwindet. Aktivieren Sie sie anschließend nacheinander wieder. Falls nötig, wechseln Sie zusätzlich vorübergehend auf ein Standard-Theme.
Fehlerquelle 3: Ausgereizte PHP-Speichergrenze
Reicht der verfügbare PHP-Speicher nicht aus, können Prozesse abbrechen oder ungewöhnlich lange hängen bleiben. In solchen Fällen kann es helfen, das WordPress-Speicherlimit in der wp-config.php zu erhöhen. Da WordPress standardmäßig bereits 40 MB bei Einzelinstallationen und 64 MB bei Multisite anfordert, sollte ein manueller Wert in der Regel höher angesetzt werden:
define( 'WP_MEMORY_LIMIT', '256M' );
define( 'WP_MAX_MEMORY_LIMIT', '256M' );phpSie sollten jedoch beachten, dass bei Shared-Webhosting Ihre Speichergrenze nur bis zu einer gewissen Grenze erhöhbar ist. Wollen Sie sie darüber hinaus erhöhen, müssen Sie Ihren Webhoster kontaktieren, damit dieser die Speichergrenze für Sie erhöht. Beachten Sie hierbei, dass viele Shared-Hosting-Provider die PHP-Speichergrenze sehr niedrig halten.
Fehlerquelle 4: Zu niedrige maximale PHP-Ausführungszeit
Ein Timeout kann auch dann auftreten, wenn ein PHP-Skript länger für die Ausführung benötigt, als auf dem Server erlaubt ist. In solchen Fällen erscheint häufig eine Meldung wie „Maximum execution time of 30 seconds exceeded“. Die relevante Einstellung dafür heißt max_execution_time und wird in der php.ini festgelegt. Sie bestimmt, wie viele Sekunden ein Skript maximal laufen darf, bevor es beendet wird. Standardmäßig liegt dieser Wert im Web-Kontext oft bei 30 Sekunden.
Wenn Ihre Website bei bestimmten Vorgängen regelmäßig in ein Timeout läuft, etwa bei Importen, großen Uploads, Updates oder rechenintensiven Plugins, kann eine Erhöhung dieses Werts helfen. In der php.ini sieht das zum Beispiel so aus:
max_execution_time = 60txt5. WordPress speichert keine Änderungen
Wenn WordPress Änderungen nicht sichtbar übernimmt, bedeutet das nicht automatisch, dass sie nicht gespeichert wurden. Sehr oft werden stattdessen noch alte, zwischengespeicherte Versionen Ihrer Website angezeigt. Die häufigsten Ursachen sind der Browser-Cache, ein Caching-Plugin, serverseitiges Caching beim Hoster oder ein CDN.
Lösung 1: Seite vollständig neu laden
Browser speichern Inhalte im Cache, damit Seiten bei späteren Aufrufen schneller laden. Laden Sie die Seite deshalb einmal hart neu. Unter Windows funktioniert das häufig mit [Strg] + [F5] oder [Strg] + [Shift] + [R], auf dem Mac meist mit [Cmd] + [Shift] + [R].
Lösung 2: Browser-Cache leeren
Wenn das harte Neuladen nicht hilft, leeren Sie den Browser-Cache komplett. Das ist sinnvoll, wenn der Browser weiterhin Dateien wie Stylesheets, JavaScript oder Bilder aus einer alten Version lädt. Danach öffnen Sie die Seite erneut und prüfen, ob die Änderung sichtbar wird. Dieser Schritt ist besonders wichtig, wenn Sie an CSS, Theme-Dateien oder Layout-Anpassungen gearbeitet haben.
Lösung 3: Cache in WordPress oder im Hosting löschen
Bleibt die alte Version weiterhin sichtbar, liegt die Ursache oft nicht mehr im Browser, sondern direkt auf dem Server. Viele WordPress-Websites nutzen heute zusätzliche Caching-Ebenen, zum Beispiel durch Cache-Plugins, serverseitiges Hosting-Caching oder ein CDN. Solche Systeme liefern Besuchern absichtlich zwischengespeicherte Versionen aus, damit die Website schneller lädt. Genau deshalb können Änderungen trotz korrekter Speicherung zunächst unsichtbar bleiben.
Löschen Sie deshalb nacheinander:
- den Cache Ihres Caching-Plugins
- den serverseitigen Cache Ihres Hosters
- den CDN-Cache, falls ein CDN verwendet wird
Viele Hoster bieten dafür im Kundenmenü oder direkt im WordPress-Dashboard eine Funktion wie „Cache leeren“, „Purge Cache“ oder „Flush Cache“ an.
Lösung 4: Änderungsspeicherung im Editor prüfen
Wenn die Seite nicht nur alte Inhalte anzeigt, sondern Änderungen im Editor selbst nicht übernommen werden, kann auch ein Problem beim eigentlichen Speichervorgang vorliegen. Das ist vor allem im Block-Editor relevant, weil WordPress Inhalte dort über JavaScript und die REST-API verarbeitet. Tritt dabei ein Fehler auf, werden Änderungen unter Umständen nicht korrekt gespeichert, auch wenn es zunächst so wirkt.
In solchen Fällen sollten Sie testweise alle Plugins deaktivieren und prüfen, ob der Fehler weiterhin besteht.
Lösung 5: Upload und Pfad kontrollieren
Wenn Sie Änderungen direkt an Dateien vorgenommen haben, zum Beispiel an CSS-, Template- oder Theme-Dateien, prüfen Sie zusätzlich, ob die geänderte Datei wirklich auf den Server hochgeladen wurde und im richtigen Ordner liegt. Es kommt häufiger vor, dass lokal zwar die richtige Datei bearbeitet wurde, auf dem Server aber noch eine ältere Version liegt oder versehentlich eine falsche Datei überschrieben wurde.
Gerade bei Child-Themes oder mehreren Theme-Versionen auf dem Server lohnt sich ein genauer Blick auf den Pfad.
6. Andauernder Wartungsmodus nach einem Upgrade
Wenn WordPress während eines Updates hängen bleibt, kann Ihre Website dauerhaft die Meldung anzeigen: „Briefly unavailable for scheduled maintenance. Check back in a minute.“ Ursache ist meist eine Datei namens .maintenance, die WordPress während eines Updates automatisch im Root-Verzeichnis anlegt. Normalerweise wird sie nach Abschluss des Updates wieder gelöscht. Passiert das nicht, bleibt die Website im Wartungsmodus hängen.
Die Lösung ist in den meisten Fällen einfach:
- Melden Sie sich per FTP oder über den Dateimanager Ihres Hosters an.
- Öffnen Sie das Hauptverzeichnis Ihrer WordPress-Installation, also den Ordner, in dem sich auch die Datei
wp-config.phpbefindet. - Löschen Sie dort die Datei
.maintenance. Laden Sie die Website anschließend neu.
Bleibt das Problem bestehen, war vermutlich nicht nur die Wartungsdatei das Problem, sondern das eigentliche Update ist fehlgeschlagen. In diesem Fall sollten Sie das zuletzt aktualisierte Plugin, Theme oder gegebenenfalls das Core-Update prüfen und manuell neu installieren oder aktualisieren. Hilfreich sind außerdem die Server-Logs oder die WordPress-Fehlerprotokolle, weil dort oft erkennbar wird, warum das Update abgebrochen ist.
7. Syntaxfehler
Ein Syntaxfehler wird in der Regel durch einen kleinen, aber entscheidenden Fehler in Ihrer Code-Syntax verursacht. Ein fehlendes Komma oder eine falsche Klammer unterbricht unter Umständen das ganze Skript. Häufig tritt der Fehler auf, nachdem Code manuell in eine Theme-Datei, die functions.php, ein Plugin oder ein eigenes Snippet eingefügt wurde. Die Fehlermeldung nennt in vielen Fällen bereits die betroffene Datei und die Zeilennummer. Daran können Sie erkennen, welche Stelle geprüft werden muss.
Um den Syntaxfehler zu beheben, müssen Sie den Codeabschnitt bearbeiten, der diesen Fehler verursacht. Entweder entfernen Sie ihn ganz, oder Sie reparieren die Syntax. Am einfachsten gelingt das über FTP, den Dateimanager des Hosters oder eine andere direkte Zugriffsmöglichkeit auf die betroffene Datei.
Seit WordPress 5.2 kann außerdem der Recovery-Modus helfen: In vielen Fällen zeigt WordPress statt einer leeren Seite eine Fehlermeldung an und sendet einen Wiederherstellungslink per E-Mail an die Admin-Adresse.
8. Fehlgeschlagenes automatisches Update: Automatic Update Fail
WordPress installiert viele kleinere und sicherheitsrelevante Updates automatisch im Hintergrund. Scheitert ein solches Update, kann die Website vorübergehend im Wartungsmodus hängen bleiben oder eine Meldung wie „Update failed“ anzeigen.
Der erste Schritt ist meist einfach: Löschen Sie die Datei .maintenance im Root-Verzeichnis Ihrer WordPress-Installation, also in dem Ordner, in dem sich auch wp-config.php befindet. Danach laden Sie die Website neu. Funktioniert die Website danach wieder, sollten Sie prüfen, welches Update fehlgeschlagen ist – also ob ein Plugin, ein Theme oder WordPress selbst betroffen war. Führen Sie das Update anschließend erneut aus. Wenn das automatische Update wieder scheitert, ist ein manuelles Update meist der sicherste Weg.
Erscheint beim Update eine Meldung wie „Konnte kein Verzeichnis erstellen“, sollte geprüft werden, ob WordPress im betroffenen Ordner tatsächlich Schreibzugriff hat. Kontrollieren Sie dazu die Dateirechte und den Eigentümer der betroffenen Dateien und Ordner.
9. Probleme beim Hochladen von Bildern in WordPress
Wenn sich Bilder in WordPress nicht hochladen lassen, liegt die Ursache nicht immer direkt bei WordPress selbst. Häufig stecken fehlerhafte Dateiberechtigungen, zu niedrige Serverlimits, Probleme bei der Bildverarbeitung oder Konflikte mit Plugins dahinter. Auch moderne Bildformate wie WebP und AVIF können Schwierigkeiten verursachen, wenn die benötigten Serverbibliotheken nicht korrekt eingerichtet sind.
Ein erster Blick in „Werkzeuge“ → „Website-Zustand“ → „Infos“ lohnt sich fast immer. Dort finden Sie unter anderem Angaben zur Medienverarbeitung, zu den Dateisystem-Berechtigungen und zu Ihrer Serverumgebung. So erkennen Sie schneller, ob WordPress Bilder grundsätzlich verarbeiten kann oder ob es bereits Hinweise auf ein Serverproblem gibt.
Lösung 1: Dateiberechtigungen prüfen
Wenn Sie den Verdacht haben, dass Berechtigungen die Ursache sind, verbinden Sie sich per FTP, SFTP oder über den Dateimanager Ihres Hosters mit der Website und öffnen Sie den Ordner /wp-content/. Darin befindet sich das Verzeichnis /uploads/.
Prüfen Sie zunächst die Berechtigungen für das Verzeichnis uploads und für alle darin liegenden Unterordner. Für Verzeichnisse ist in der Regel 755 der richtige Wert. Anschließend prüfen Sie die Dateien innerhalb dieses Ordners. Für Dateien ist normalerweise 644 korrekt. Diese Kombination entspricht den üblichen WordPress-Empfehlungen für Standardumgebungen.
Lösung 2: Servereinstellungen
Ein weiterer häufiger Grund für Probleme beim Bilderupload sind zu niedrige Servereinstellungen. Dazu gehören insbesondere die PHP-Werte upload_max_filesize, post_max_size, memory_limit sowie die maximale Ausführungszeit. Diese Limits bestimmen, wie große Dateien hochgeladen und wie aufwendig Bilder verarbeitet werden dürfen. Gerade bei hochauflösenden Bildern oder wenn mehrere Bildgrößen automatisch erzeugt werden, reichen die Standardwerte vieler Hosting-Pakete oft nicht aus.
Prüfen Sie zunächst in Ihrem Hosting-Panel oder über die PHP-Info, wie hoch diese Werte aktuell gesetzt sind. Wenn Uploads fehlschlagen oder Fehlermeldungen auftreten, erhöhen Sie die Limits schrittweise. Orientieren Sie sich dabei an folgenden Richtwerten:
upload_max_filesize: mindestens 64 MB, bei bildlastigen Seiten oder hochauflösenden Fotos besser 128 MB oder höherpost_max_size: mindestens so hoch wieupload_max_filesizememory_limit: mindestens 256 MB
Falls Sie keinen direkten Zugriff auf diese Einstellungen haben, wenden Sie sich an Ihren Hosting-Anbieter und lassen die Werte entsprechend anpassen.
Lösung 3: Moderne Bildformate
Wenn JPG- oder PNG-Dateien funktionieren, WebP- oder AVIF-Dateien aber nicht, liegt das Problem oft nicht am Upload-Ordner, sondern an der Bildverarbeitung auf dem Server. WordPress unterstützt WebP seit Version 5.8 und AVIF seit Version 6.5 nativ – ein zusätzliches Plugin ist dafür nicht erforderlich. Ob Sie diese Formate tatsächlich nutzen können, hängt jedoch von Ihrer Hosting-Umgebung ab:
Für AVIF muss auf dem Server entweder Imagick oder LibGD mit AVIF-Unterstützung aktiviert sein. Zusätzlich ist PHP 8.1 oder höher erforderlich, damit die GD-Extension AVIF nativ verarbeiten kann. Ob das der Fall ist, können Sie unter „Werkzeuge“ → „Website-Zustand“ → „Info“ → „Medienverarbeitung“ prüfen. Fehlt diese Unterstützung, kann es zu Fehlern beim Upload oder bei der automatischen Bildgrößengenerierung kommen.
10. Sidebar erscheint unter dem Hauptinhalt
Wenn die Sidebar in WordPress unter dem Hauptinhalt statt daneben angezeigt wird, liegt in der Regel ein Problem mit dem Layout vor. Die Seite wirkt dadurch schnell unübersichtlich oder „kaputt“, ist aber meist mit wenigen Anpassungen wieder korrekt darstellbar.
Wichtig ist zunächst die Einordnung: Nicht immer handelt es sich um einen echten Fehler. Viele moderne Themes verschieben die Sidebar auf kleineren Bildschirmgrößen bewusst unter den Inhalt, um die Lesbarkeit auf Smartphones zu verbessern. Prüfen Sie daher zuerst, ob das Problem auch auf Desktop-Geräten besteht oder nur bei kleineren Bildschirmbreiten auftritt.
Häufige Ursachen für das Problem
Eine klassische Ursache ist fehlerhafter HTML-Code, etwa durch nicht korrekt geschlossene Elemente. In solchen Fällen wird die Seitenstruktur unterbrochen, sodass die Sidebar nicht mehr korrekt neben dem Inhalt positioniert werden kann. Ebenso häufig sind fehlerhafte oder widersprüchliche CSS-Angaben. Wenn Hauptinhalt und Sidebar zusammen mehr Platz benötigen, als im Layout vorgesehen ist, wird die Sidebar automatisch unter den Content verschoben. Das kann unter anderem durch folgende Punkte ausgelöst werden:
- zu große Breitenangaben für Content oder Sidebar
- zusätzliches Padding oder Margin
- falsche
max-width-Werte - fehlerhafte Einstellungen bei Flexbox oder Grid-Layouts
Auch Änderungen an der CSS-Datei oder individuelles Custom CSS können dazu führen, dass sich das Layout unerwartet verschiebt.
Ein weiterer häufiger Grund liegt in der Theme- oder Template-Struktur. Moderne WordPress-Themes – insbesondere Block-Themes – arbeiten nicht mehr zwingend mit klassischen Sidebars, sondern mit Layout-Blöcken oder Template-Dateien. Wenn beispielsweise ein „Full Width“-Template ausgewählt ist oder die Sidebar im Template entfernt wurde, erscheint sie nicht mehr neben dem Inhalt.
Darüber hinaus können Plugins oder Page Builder das Layout beeinflussen. Tools zur Performance-Optimierung, CSS-Komprimierung oder visuelle Builder greifen oft in die Darstellung ein und können unbeabsichtigt dazu führen, dass sich die Sidebar verschiebt.
Konkrete Handlungsempfehlung
Gehen Sie Schritt für Schritt vor, um die Ursache einzugrenzen:
- Prüfen Sie, ob das Problem nur auf mobilen Geräten auftritt (Responsive Design).
- Kontrollieren Sie, ob ein anderes Seiten-Template (z. B. „Standard“ statt „Full Width“) ausgewählt ist.
- Deaktivieren Sie testweise kürzlich installierte Plugins oder Page Builder.
- Überprüfen Sie individuellen HTML-Code auf nicht geschlossene Elemente (z. B. mit einem HTML-Validator).
- Kontrollieren Sie CSS-Anpassungen, insbesondere Breiten, Abstände und Layout-Einstellungen.
- Testen Sie, ob das Problem auch beim Wechsel auf ein Standard-Theme weiterhin besteht.
Wenn die Sidebar nach diesen Schritten weiterhin unter dem Inhalt erscheint, lohnt sich ein Blick in die Theme-Dateien oder die Unterstützung durch den Hosting- bzw. Theme-Support.



