WordPress-Domain-Umzug: So wechseln Sie den Provider und die Domain Ihrer WordPress-Website

Zum Umzug einer WordPress-Website gibt es zunächst zwei denkbare Szenarien: Entweder Sie wollen mit der WordPress-Domain umziehen – hierbei wird der eigene Webauftritt samt Adresse vom bisherigen Provider zu einem neuen mitgenommen. Oder Sie sind mit der momentanen Webadresse unzufrieden und möchten Ihre Onlinepräsenz mit einer neuen Domain ausstatten. Daneben ist es von Belang, in welcher Form Sie WordPress nutzen: So verläuft ein Umzug einer selbst gehosteten WordPress-Website häufig anders als bei einer über wordpress.com betriebenen Internetpräsenz. Wir geben Ihnen für alle vier Szenarien nützliche Tipps und Informationsquellen, mit denen Sie erfolgreich Ihre WordPress-Site umziehen.

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1. Szenario: Wordpress-Domain-Umzug zu neuem Provider

Dieser Fall beschreibt, wie Sie mit Ihrer Website und der dazugehörigen Webadresse den Webhosting-Anbieter wechseln. Die Domain bleibt dabei bestehen – lediglich der Webserver, auf dem die Daten der Onlinepräsenz liegen, wird ausgetauscht. Dieser Vorgang wird häufig Domain-Umzug genannt, aber auch als (Website-)Migration sowie Server- oder Providerwechsel bzw. -umzug bezeichnet.

Bevor Sie sich an den eigentlichen Serverumzug begeben, sollten Sie stets eine Sicherheitskopie Ihrer Website anlegen. Verschiedene Plug-ins für ein Back-up werden in dem Artikel über die Sicherung einer WordPress-Website vorgestellt.

Für den Ablauf eines WordPress-Domain-Umzugs ist ausschlaggebend, welche Variante des Content-Management-Systems Sie nutzen. Wenn Sie die Website über wordpress.com betreiben, sind mitunter andere Schritte erforderlich als bei einem Serverwechsel mit einer selbst gehosteten WordPress-Installation (die Sie über wordpress.org herunterladen). Im Folgenden finden Sie die Vorgehensweise für erstere CMS-Ausführung – und für den zweiten Fall einen Verweis auf einen weiterführenden Ratgeber.

Wechsel von wordpress.com zu neuem Hoster

Ein Umzug der Website vom wordpress.com-Server zu einem anderen Internetanbieter kann in vielerlei Hinsicht sinnvoll sein. Denn die Nutzung des Content-Management-Systems über wordpress.com richtet vor allem an (private) Blogger, CMS-Einsteiger und User, die so wenig Aufwand wie möglich mit ihrem Internetauftritt haben möchten.

Verglichen mit einer selbst eingerichteten WordPress-Installation hat das Betreiben einer Website über wordpress.com einige Schwächen: Wer beispielsweise eine Website mit einer eigenständigen Domain und mehr Webspace haben möchte, sieht sich bei wordpress.com mit relativ hohen Kosten konfrontiert. Ein weiteres Manko stellt die deutlich kleinere Auswahl an Plug-ins und Themes dar. Zudem haben Sie keinen FTP-Zugang zu Ihren Website-Dateien. Das wordpress.com-CMS wird somit häufig nicht den Anforderungen versierter Webmaster gerecht.

Falls Sie Ihre Website nicht mehr über wordpress.com, sondern mit einem eigens gemieteten Webserver hosten wollen, müssen Sie mit allen Website-Inhalten und der WordPress-Domain umziehen. Vor einem Wechsel zu einem anderen Hosting-Anbieter ist es unerlässlich, dass Sie Ihre Daten über das wordpress.com-CMS sichern. Dazu exportieren Sie sämtliche Inhalte der Website. Hierfür gibt es ein Tool, das Sie im WordPress-Dashboard im Menü „Werkzeuge“ unter „Daten exportieren“ aufrufen. Anschließend müssen Sie an einigen Stellen Anpassungen vornehmen, um die Website in Ihre neue WordPress-Installation zu importieren. Abgesehen davon verlaufen aber der Providerwechsel und die Einrichtung Ihrer Website auf dem neuen Server bei einer wordpress.com-Seite genauso ab wie bei einer eigenständigen Installation des CMS.

Providerwechsel mit einer selbst gehosteten WordPress-Installation

Für einen WordPress-Domain-Umzug von einem gemieteten Webserver zu einem neuen gibt es ganz verschiedene Gründe – beispielsweise wenn der jetzige Hoster benötigte Features nicht anbietet, die Kosten zu hoch sind oder die Serverleistung bzw. der Kundenservice zu wünschen übrig lassen.

Eine ausführliche Anleitung zum Serverumzug einer WordPress-Installation erhalten Sie in diesem Ratgeber zur WordPress-Migration. Hier werden sowohl die manuelle Migration als auch jene mithilfe von CMS-Plug-ins erklärt.

2. Szenario: WordPress-Domain-Wechsel

Eine Änderung der Domain, bei der sowohl der Webhoster als auch der Content der Website bestehen bleiben, wird oftmals als Domain-Wechsel bezeichnet. Häufig hat dieser zum Hintergrund, dass Sie als Website-Betreiber mit der derzeitigen Internetadresse ihres Online-Auftritts unzufrieden sind. Sie können in diesem Fall eine neue Domain registrieren und diese mit Ihrem Webauftritt verbinden.

Es können aber auch andere Ursachen für das Verknüpfen einer neuen Domain mit einer bestehenden Website vorliegen: Manchmal werden Websites zunächst in einer Entwicklungsumgebung getestet. Erst wenn klar ist, dass auf ihnen alles wie geplant funktioniert, gehen diese dann online und sind für die Öffentlichkeit verfügbar. Auch in so einem Fall muss die Webpräsenz mit einer neuen Domain verknüpft werden.

Genauso wie es verschiedene Beweggründe für den Domain-Wechsel gibt, existieren unterschiedliche Vorgehensweisen, um eine WordPress-Website mit einer neuen Webadresse zu verbinden. Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie eine Domain-Weiterleitung zu Ihrer neuen Internetadresse auf der alten Website einrichten. Ansonsten gehen Ihnen neben Besuchern womöglich auch bereits erreichte Suchmaschinen-Rankings verloren. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie vor einer Domain-Änderung ebenfalls ein Back-up der WordPress-Site vornehmen.

Neue Domain für eine wordpress.com-Website

Es ist möglich, eine gratis gehostete CMS-Variante über wordpress.com zu nutzen. Dabei erhalten Sie für Ihren Internetauftritt allerdings nur eine Subdomain von WordPress (wie website-xyz.wordpress.com). Gerade für geschäftliche Internetauftritte wirkt dies unseriös und stellt somit keine optimale Lösung dar. Sie können Ihre Website aber auch nachträglich über WordPress mit einer eigenen Domain (wie website-xyz.de) versehen. Generell ist eine Domain-Änderung immer möglich.

Darüber hinaus bietet WordPress das sogenannte Domain Mapping an – also die Verknüpfung eines bestehenden WordPress-Webauftritts mit einer anderen, bereits von Ihnen registrierten Domain. Ebenfalls lassen sich Subdomains für eine schon vorhandene Website einrichten. Wir stellen Ihnen unterschiedliche Vorgehensweisen für den Domain-Wechsel bei WordPress vor.

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Neue Domain über wordpress.com registrieren

Die einfachste Methode, um eine neue Internetadresse für Ihre WordPress-Site zu erhalten, stellt das kostenpflichtige Service-Angebot von wordpress.com dar. Denn hierbei haben Sie weit weniger bürokratische Arbeit – verglichen mit der selbstständigen Anmeldung einer Webadresse über einen Domain-Name-Registrar und der anschließenden Einrichtung auf wordpress.com (siehe Domain-Mapping im nächsten Abschnitt). Das alles übernimmt dann das WordPress-Team für Sie. Dementsprechend geht der Domain-Wechsel bei dieser Variante schnell von der Hand:

  1. Öffnen Sie den Menüpunkt „Domains“ und geben Sie hier Ihre neue Wunsch-Domain an. Wenn Sie eine passende, noch nicht vergebene Adresse gefunden haben, klicken Sie auf „Hinzufügen“.
  2. Nun fügen Sie Ihre E-Mail-Adresse hinzu, womit Sie alle eingehenden Mails im WordPress-Dashboard verwalten können.
  3. Geben Sie in den nächsten Schritten Ihre persönlichen Daten für die Registrierung der Domain an. Ihre Angaben werden von WordPress an die ICANN weitergeleitet, die Sie dann als offizieller Domain-Inhaber einträgt. Als nächstes wählen Sie aus, ob diese Informationen privat oder öffentlich in Bezug auf die Whois-Anfrage eingetragen werden.
  4. Nachdem Sie bezahlt haben, können Sie unter dem Menüpunkt „Domains“ Ihre neu erworbene Adresse als Haupt-Domain auswählen – Ihre alte Adresse bleibt dabei aktiv und leitet Ihre Website-Besucher zur neuen weiter. Die Eintragung Ihrer neuen Adresse im Domain-Name-System kann einige Stunden in Anspruch nehmen.

Die Domain-Änderung über wordpress.com unterstützt allerdings nur die dort gelisteten Domain-Endungen. Das Angebot umfasst viele generische Top-Level-Domains wie .com oder .net, allerdings kaum länderspezifische TLDs. So können beispielsweise .de-Websites nicht über diese Methode eingebunde.

Domain-Mapping über wordpress.com

Beim Online-Angebot von WordPress kann eine eigene Domain, die man bereits im Vorfeld erworben hat, aktiviert werden. Hierfür wird wiederum ein entgeltpflichtiger Service von wordpress.com angeboten. So führen Sie auf der Website von WordPress das Domain-Mapping durch:

1. Wählen Sie unter „Domains“ → „Domain hinzufügen“ und dann „Zuordnen“. Hier tragen Sie die registrierte Webadresse ein.

2. Nun informieren Sie den Domain-Anbieter/-Registrar, über den Sie die Internetadresse erworben haben, dass Sie Ihre Domain mit wordpress.com verknüpfen möchten. Kontaktieren Sie hierfür Ihren Domain-Registrar und geben Sie an, dass die Name-Server Ihrer Webadresse mit den folgenden Adressen verbunden werden sollen:

  • NS1.WORDPRESS.COM
  • NS2.WORDPRESS.COM
  • NS3.WORDPRESS.COM

Bei Unsicherheiten kann Ihnen der Kundenservice Ihres Anbieters weiterhelfen. Alternativ können Sie in Ihrem Registrar-Online-Account alle vorliegenden Name-Server durch die drei oben genannten Adressen ersetzen.

3. Jetzt legen Sie unter „Domains“ Ihre Internetadresse als primäre Domain fest. Allerdings kann es einige Stunden dauern, bis Ihre neue Domain verfügbar ist.

Der Weg über die wordpress.com-Services ist zwar die einfachste und schnellste, jedoch zugleich die kostenintensivste Variante, um an eine neue Internetadresse zu gelangen oder eine bereits registrierte mit der eigenen Website zu verbinden. Das Betreiben einer selbst gehosteten WordPress-Website ist in der Regel etwas preiswerter als über wordpress.com.

Wer sich die komplette Administration eines Content-Management-Systems nicht zutraut, kann auf eine weitere Alternative zurückgreifen: Einige Provider bieten ein unterstütztes WordPress-Hosting an – hierbei trägt der Anbieter Sorge für die Sicherheit und Aktualisierung. So haben Sie als Nutzer weit weniger Aufwand mit der CMS-Verwaltung, aber dennoch alle Vorteile der selbst gehosteten WordPress-Variante (z. B. mehr Plug-ins und Themes).

Neue Domain für eine selbst gehostete WordPress-Website

Es gibt unterschiedliche Optionen, um einen WordPress-Online-Auftritt, den man über einen eigenen Server bereitstellt, mit einer neuen Webadresse zu verbinden. Sie können dies manuell machen, indem Sie hierfür die neue Domain über die wp-config.php-Datei einrichten. Allerdings können bei dieser Vorgehensweise Probleme mit den Einstellungen, Themes und Widgets von WordPress auftreten.

Um das zu vermeiden, sollten Sie die Domain besser über die WordPress-Datenbank ändern – am besten mit einem entsprechenden Plug-in wie Duplicator oder WP Migrate DB . Die letztgenannte Erweiterung gibt es auch als kostenpflichtige Pro-Variante, mit der der Datenbankumzug noch schneller von der Hand geht. Allerdings lohnt sich die Anschaffung des Pro-Tools in der Regel erst dann, wenn Sie regelmäßig einen Domain-Wechsel oder -Umzug durchführen müssen. Ansonsten reichen die beiden genannten kostenlosen Plug-ins und andere WordPress-Erweiterungen für die Adressänderung vollkommen aus.

Neben Änderungen an der WordPress-Datenbank sind auch bei Ihrem Hosting-Anbieter weitere Anpassungen nötig: Ihre neue Domain muss mit dem WordPress-Ordner auf Ihrem Server verbunden werden; außerdem sollten Sie eine automatische Weiterleitung von Ihrer alten Webadresse auf die neue einrichten – mehr dazu in unserem Ratgeber über Domain-Weiterleitungen.

Viele Möglichkeiten für einen WordPress-Domain-Umzug und Providerwechsel

Die Vielzahl an Optionen für einen Website-Umzug mit WordPress ist u. a. der Tatsache geschuldet, dass es zwei Varianten des Content-Management-Systems gibt: die selbst gehostete Installation und die CMS-Nutzung über wordpress.com. Zudem handelt es sich um das weltweit meistgenutzte CMS – dementsprechend viele Plug-ins und unterschiedliche Vorgehensweisen bieten sich für einen Wechsel des Webservers bzw. der Internetadresse an. Bei IONOS finden Sie für jedes Web-Projekt das richtige Managed Wordpress Hosting Paket. Neben den vielen Vorteilen von WordPress selbst profitieren Sie hier von einem technischen Rundum-Service, so dass Sie sich voll und ganz auf Ihre Inhalte konzentrieren können.

Diese Vielfalt hält gleichzeitig für jeden User eine passende Lösung für einen WordPress-Umzug bereit: Einsteiger können sich mit leicht zu bedienenden Plug-ins behelfen, wogegen sich erfahrene User für komplexere Erweiterungen oder die manuelle Einrichtung entscheiden. Die Community von WordPress ist riesig – dementsprechend kann man davon ausgehen, dass auch in Zukunft viele nützliche Migrations-Plug-ins aktualisiert bzw. neu veröffentlicht werden. Somit steht Ihnen immer eine große Auswahl an passenden Tools zur Verfügung, mit denen Sie erfolgreich Ihre WordPress-Domain umziehen bzw. wechseln.

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