Bei Megabits per Second handelt es sich um eine Maß­ein­heit, die die Netz­werk­band­brei­te und den Durchsatz des Netzwerks angibt. Je höher die Band­brei­te, desto schneller findet der Transfer von Daten statt. Die Einheit ist auch unter den Ab­kür­zun­gen Mbit/s und Mbps bekannt.

Was sind Mbps und was wird mit ihnen gemessen?

Ein Bit ist die kleinste Einheit binärer Daten, die die elek­tro­ni­sche Da­ten­ver­ar­bei­tung zum Speichern nutzt. Binärcode bildet In­for­ma­tio­nen in Form von zwei ver­schie­de­nen Symbolen, der 0 und der 1, ab. Ein Bit ist dann jeweils eine einzelne 0 oder eine einzelne 1. Die Anzahl der über­trag­ba­ren Bits pro Sekunde ist ein Faktor für die Schnel­lig­keit des Netzes. Die grie­chi­sche Vorsilbe „Mega-“ steht für den Faktor eine Million; ein Megabit ent­spricht somit einer Million Bits. Megabits per Second geben dann an, wie viele Millionen Bits pro Sekunde über­tra­gen werden können.

Häufig begegnet man der Einheit Mbps bei der Auswahl eines In­ter­net­an­bie­ters. Megabits per Second sind ein Maß für die Schnel­lig­keit einer Netzwerk- bzw. In­ter­net­ver­bin­dung und neben dem Ping ein wichtiges Maß für die Güte der Ver­bin­dung. Eine hohe Band­brei­te ver­spricht ein optimales Nut­zungs­er­leb­nis durch schnelle La­de­zei­ten.

Wie viele Megabits per Second sollte ein guter In­ter­net­an­schluss haben?

Die wich­tigs­te Frage, die sich allen An­wen­de­rin­nen und Anwendern stellt, ist die der not­wen­di­gen Ge­schwin­dig­keit des In­ter­net­an­schlus­ses. Die Antwort fällt in­di­vi­du­ell anders aus. Eine Hilfe können jedoch Antworten auf die folgenden Fragen sein:

  1. Zweck: Für welchen Zweck nutzen Sie das Internet? Re­cher­chie­ren Sie nur ge­le­gent­lich etwas oder benötigen Sie eine stabile und schnelle Ver­bin­dung, z. B. zur Ver­rich­tung Ihrer Arbeit?
  2. Anzahl der Personen: Wie viele Personen nutzen das Internet (auch parallel)?
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Service und Zweck

Im Internet gibt es un­ter­schied­li­che Services, die eine un­ter­schied­lich hohe Da­ten­in­ten­si­tät erfordern, um diese ohne Be­ein­träch­ti­gung zu benutzen. Vi­deo­strea­ming in 4K gehört zu den Services mit einer hohen Da­ten­in­ten­si­tät. Der Bedarf eines Streams kann bei bis zu 25 Mbps liegen. Das Streaming von HD-Videos ist hingegen deutlich da­ten­s­pa­ren­der und benötigt 5 Mbps.

Ist eine Nutzung des Internets im Ho­me­of­fice oder beim mobilen Arbeiten geplant, sind die An­for­de­run­gen der dort genutzten Services zu be­trach­ten. Vi­deo­kon­fe­ren­zen, etwa über Zoom oder Google Meet, sind für viele im Ar­beits­all­tag relevant. Die Teilnahme ist mit einem Da­ten­trans­fer von 3 bis 4 Mbps ein­zu­kal­ku­lie­ren.

Um das Internet für On­lin­ega­mes zu nutzen, ist zum einen die Schnel­lig­keit des Internets wichtig, zum anderen aber auch die Sta­bi­li­tät der Ver­bin­dung. Aus diesem Grund greifen Gamer häufig auf Ethernet zurück. Kommt es re­gel­mä­ßig zur Un­ter­bre­chung der Ver­bin­dung, ist das Spielen von On­lin­ega­mes nicht möglich.

Sie laden oft Dateien hoch oder herunter, etwa in einen Cloud-Speicher? Auch hierbei ist eine höhere Ge­schwin­dig­keit von Vorteil.

Tipp

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Anzahl der Personen

Jeder einzelne genutzte Service benötigt eine bestimmte Anzahl an Megabits per Second. Nun ist zu beachten, dass sich die not­wen­di­ge In­ter­net­ge­schwin­dig­keit mit der Anzahl parallel ver­wen­de­ter Geräte addiert. Das bedeutet, dass Haushalte mit vielen Nut­ze­rin­nen und Nutzern eine höhere Ge­schwin­dig­keit benötigen. Je mehr Personen gleich­zei­tig etwa in 4K streamen wollen, desto schneller muss die Ver­bin­dung sein.

Unsere Emp­feh­lung

Für die meisten An­wen­dun­gen, auch in der par­al­le­len Nutzung, sind 100 Mbps aus­rei­chend. Auch da­ten­in­ten­si­ve Services können damit von mehreren Personen gleich­zei­tig genutzt werden. Zu­sätz­lich bleibt ein gewisser Puffer für eine weitere Auf­sto­ckung. Besonders für Nut­ze­rin­nen und Nutzer, die hohe Da­ten­men­gen über das Internet über­tra­gen, gilt: Je schneller, desto besser. Eine schnel­le­re Ver­bin­dung äußert sich un­mit­tel­bar in der Ver­rin­ge­rung von War­te­zei­ten und stellt eine Ar­beits­fol­ge ohne Un­ter­bre­chun­gen sicher. Es gibt bereits Anbieter, die bis zu 1.000 Megabits per Second anbieten.

Die nach­fol­gen­de Tabelle gibt Richt­wer­te an, wie schnell die In­ter­net­ver­bin­dung für un­ter­schied­li­che Nut­zungs­ty­pen sein sollte. Klar ist, je schneller die Ver­bin­dung, desto weniger ist mit Ein­schrän­kun­gen bei sich ändernden Surf­ver­hal­ten zu rechnen; desto höher sind aber auch die Kosten für den Anschluss.

Nutzertyp Emp­feh­lung
Ge­le­gen­heits-Surfer und -Sur­fe­rin­nen Min­des­tens 10 Mbit/s
On­lin­egamer und -ga­me­rin­nen Min­des­tens 100 Mbit/s
Vi­deo­strea­mer und -strea­me­rin­nen Min­des­tens 100 Mbit/s
Ho­me­of­fice Min­des­tens 50 Mbit/s
Familie mit par­al­le­ler Vi­deo­stream-Nutzung Min­des­tens 200 Mbit/s
YouTuber/-in und Content Creator Min­des­tens 250 Mbit/s

Neben der Schnel­lig­keit des In­ter­net­an­bie­ters ent­schei­det die Hardware darüber, wie schnell das Heimnetz Daten über­tra­gen kann. Grund­sätz­lich fährt man gut, wenn das Heimnetz ein bisschen schneller ist als die an­ge­bo­te­ne Ge­schwin­dig­keit des Providers. Die meisten Router, die man für das Heimnetz kaufen kann, eignen sich für Gigabit-Ethernet.

Wie un­ter­schie­den sich Megabits per Second und Megabytes per Second?

Be­schäf­tigt man sich mit dem Thema der Über­tra­gungs­ge­schwin­dig­keit, läuft man neben dem Begriff der Megabits per Second auch dem Begriff Megabytes per Second über den Weg. Beide klingen nahezu gleich, hinter ihnen verbergen sich aber un­ter­schied­li­che Dinge.

Die Einheit Megabytes per Second meint grund­le­gend die Upload- und Download-Ge­schwin­dig­keit bei der Über­tra­gung von Dateien. Megabits per Second hingegen be­schreibt die Netz­werk­band­brei­te und den Durchsatz des Netzwerks. Als Abkürzung schreibt man Megabits mit einem kleinen „b“ als Mbps und Megabytes mit einem großen „B“. Ein Megabyte ist abgekürzt ein MBps oder ein MByte/s. Ein Byte besteht aus 8 Bits. Das bedeutet, dass jedes Byte, das pro Sekunde über­trag­bar ist, 8 Bits wei­ter­lei­tet.

Dies ist auch der Grund, warum bei der Angabe der Download-Ge­schwin­dig­keit und der In­ter­net­ge­schwin­dig­keit Vorsicht geboten ist. Hat man eine Leitung mit 100 Mbit/s im Download, ent­spricht dies bei maximal 12,5 Mbyte/s, da die 100 Mbit/s durch 8 zu teilen sind.

Wie rechnet man Megabits per Second um?

Bei der Um­rech­nung von Megabits per Second ist zum einen die Um­rech­nung von Bits und Bytes relevant. Zum anderen zeigen die grie­chi­schen Präfixe in ihrer Rei­hen­fol­ge (Kilo, Mega, Giga, Tera) jeweils eine 1.000-fache Ver­grö­ße­rung der Zahl an. Um Bytes in Bits um­zu­wan­deln, mul­ti­pli­ziert man mit dem Faktor 8. Um Bits in Bytes um­zu­rech­nen, mul­ti­pli­ziert man mit dem Faktor 0,125.

Die nach­fol­gen­de Tabelle gibt Beispiele für typische In­ter­net­ge­schwin­dig­kei­ten an. Um von Megabytes per Second in Megabits per Second um­zu­rech­nen, mul­ti­pli­ziert man mit dem Faktor 8. Die Um­rech­nung von Megabits in Kilobits findet per Mul­ti­pli­ka­ti­on mit dem Faktor 1.000 statt.

Kilobits per Second (kbit/s) Megabits per Second (Mbit/s) Megabytes per Second (MByte/s)
50.000 50 6,25
100.000 100 12,5
250.000 250 31,25
500.000 500 62,5
1.000.000 1000 125
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