Der Security Support für PHP 5.6 läuft Ende Dezember 2018 aus. Bereits im Januar 2017 stellten die Ent­wick­ler die Funktions-Updates für die Version 5.6 ein. Das End-of-Life-Datum – also das Ende jeglichen Supports – wurde damals bereits um ein Jahr ver­scho­ben, da sich die Skript­spra­chen­ver­si­on PHP 5.6 als au­ßer­or­dent­lich beliebt erwies.

Millionen von Websites arbeiten mit PHP 5.6

Dy­na­mi­sche Websites führen mithilfe der Skript­spra­che eine Vielzahl ihrer Programme aus. Auch wer CMS wie WordPress oder On­line­shop-Software wie Magento nutzt, muss in der Regel PHP auf dem Server in­stal­liert haben. Laut einer Web­tech­no­lo­gie-Un­ter­su­chung des Un­ter­neh­mens W3Techs nutzen 61,4 Prozent der 10 Millionen größten Websites PHP 5 ser­ver­sei­tig. Von diesen PHP-5-Nutzern genießen 41,6 Prozent mit dem PHP-5.6-Release den kos­ten­frei­en Security-Support der PHP-Community bis Jah­res­en­de. Danach erhalten sie keine Si­cher­heits-Patches mehr.

Entdecken Hacker eine Schwach­stel­le in PHP, kann diese zwar auch für Websites, die auf PHP 7.1 oder höher laufen, ge­fähr­li­chen werden – die Versionen un­ter­schei­den sich haupt­säch­lich durch ihre geringere Aus­füh­rungs­zeit und einen op­ti­mier­ten Kern. Jedoch erhalten diese PHP-Versionen noch bis min­des­tens zum 1. Dezember 2019 Si­cher­heits-Updates.

Tipp

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Veraltete PHP-Versionen sind weit ver­brei­tet - auch PHP 7.0 ist nicht mehr sicher

PHP 5.6 erhält von PHP.net ab dem 1. Januar 2019 keinen of­fi­zi­el­len Schutz mehr. Der Support für die neuere – aber weniger ver­brei­te­te – Version PHP 7.0 läuft sogar knapp einen Monat vorher aus, am 4. Dezember 2018. Doch das ist nur ein Teil des Problems.

Aus der Statistik von W3Tech geht auch hervor, dass eine große Zahl der Websites, die auf PHP 5 zu­rück­grei­fen, noch ältere Versionen als die bald aus­lau­fen­de PHP 5.6 im Backend verwenden. 58,4 Prozent der Websites, die auf PHP 5 laufen, sind bereits ein Si­cher­heits­ri­si­ko. Das sind 35,9 Prozent aller un­ter­such­ten Websites, also rund 4 Millionen Domains. Im Januar wird sich diese Zahl nahezu ver­dop­peln, wenn Nutzer nicht auf eine un­ter­stütz­te PHP-Version updaten. Die Ent­wick­ler raten daher, auf die ak­tu­ells­te Version zu wechseln, wenn diese am 13. Dezember 2018 erscheint: PHP 7.3.

PHP-Update: Ja oder nein?

An der Zahl der ver­al­te­ten PHP-Versionen kann man ablesen, dass viele Web­sei­ten­be­trei­ber entweder nicht wissen, dass ihre Skript­spra­che nicht aktuell ist, oder sich vor einem Update scheuen. Wer sich nicht sicher ist, welche PHP-Version auf seinem Server läuft, checkt das am besten gleich im Control-Center des Hosting-Anbieters. In der Regel findet man dort eine Sparte für die PHP-Ein­stel­lun­gen, in der für sämtliche Domains die jeweilige Version angezeigt wird. PHP 7.1 oder höher sind derzeit dringend zu empfehlen. Im Vergleich zu PHP 5.6 laden dy­na­mi­sche Websites damit um mehr als 100 Prozent schneller.

Wer seine PHP-Version hoch­stu­fen will, kann dies oft mit wenigen Klicks über den Hosting-Provider tun. Jedoch treten aufgrund fehlender Rück­wärts­kom­pa­ti­bi­li­tät u. U. Fehler auf der Website auf. Betreiber mit wenig Pro­gram­mier­erfah­rung und vor­ge­fer­tig­ten An­wen­dun­gen stehen dann womöglich vor einem Problem, dass sie nur mithilfe von Experten lösen können. Wenn Sie PHP 5.6 gegen die aktuelle Version 7.2 aus­tau­schen, sollten Sie daher immer die neue Version in einer Test­um­ge­bung prüfen, bevor sie damit live gehen.

Tipp

IONOS ist einer der wenigen Hoster, die auch alte PHP-Versionen mit Si­cher­heits-Updates un­ter­stüt­zen: Mit dem PHP Extended Support ent­schei­den Sie selbst, ob und wann Sie Ihre PHP-Version updaten. Bis dahin übernimmt IONOS den Support, damit Ihre PHP Version weiterhin sicher ist.

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