Alternative Suchmaschinen: Google Alternativen im Vergleich

Wer etwas im Internet sucht, der googlet. Nicht nur im deutschen Sprachraum steht der Name des weltweiten Suchmaschinenmarktführers für die Websuche schlechthin. Mehr als 90 Prozent der Suchanfragen deutscher Internetnutzer werden über Google abgewickelt. Doch das Unternehmen aus Mountain View ist bei weitem nicht der einzige Anbieter für Suchdienste im World Wide Web. Wir präsentieren Ihnen eine umfangreiche Suchmaschinen-Liste namhafter Google-Alternativen, die dem Branchenriesen mitunter einiges voraushaben.

Dieser Artikel wurde im April 2021 zuletzt aktualisiert.

Suchmaschinen Liste: Google und alternative Suchmaschinen im Überblick

 

Besteht seit

Suchart

Such-index

Werbung

Anonymität

Server-standort

Besonderheiten

Google

1997

Webcrawler

USA

Große Produktpalette

Bing

2009

Webcrawler

USA

zweitgrößte Suchmaschine

Ecosia

2009

Meta-Suchmaschine

USA

Unterstützt gemeinnützige Naturschutz-organisationen

DuckDuckGo

2008

Metasuche/ Webcrawler

?

Kann ausgeschaltet werden

USA

Tor-Hidden-Service

Yahoo

1995

Webcrawler

USA

Eigener E-Mail-Dienst

Startpage

2006

Metasuche

USA/EU

Proxy-Service

Oscobo

2015

Metasuche

?

Twitter-Ergebnisse

Qwant

2013

Webcrawler

?

EU

Musik-Suche

MetaGer

1996

Metasuche/ Webcrawler

kann bei Vereins-mitgliedern abgestellt werden

EU

Gemeinnütziger Verein

YaCy

2003

Peer-to-Peer

Kein zentraler Server

Dezentral

WolframAlpha

2009

Semantisch

USA

Liefert direkt Antworten

Yandex

1997

Webcrawler

RU

Große Produktpalette

Baidu

2000

Webcrawler

CN

Zensierte Inhalte

Google und Bing dominieren die Marktanteile

 Während Google immer wieder mit Datenschutzskandalen von sich reden macht, setzt ein Teil der Konkurrenz genau hier an und bietet alternative Geschäftsideen, die ohne die Auswertung von Nutzerdaten auskommen. Der Suchmaschinenmarkt ist bunt. Während amerikanische Konkurrenten wie Bing und Yahoo das Geschäftsmodell des Marktführers weitestgehend kopieren, finden sich in Europa zahlreiche Projekte, die nach Innovationen streben, neue Wege der Finanzierung suchen oder bestimmte Zielgruppen ins Visier nehmen. Webseitenbetreiber sollten daher neben Google auch alternative Suchmaschinen im Blick haben, wenn sie ihr Projekt für die Websuche optimieren.

Definition: Suchmaschine

In der Regel ist mit dem Begriff eine Internet-Suchmaschine gemeint. Dabei handelt es sich um eine Webanwendung, die es Internetnutzern ermöglicht, das Word Wide Web zu durchdurchsuchen. Passend zur Suchanfrage erhalten Nutzer eine Ergebnisliste mit Websites, die den gesuchten Inhalten anbieten. Grundlage der Websuche ist eine vom jeweiligen Anbieter erstellte Datenbank indexierter Webseiten. Je nach Suchmaschine können neben Websites auch Bilder, Videos, News, Shoppingangebote und andere Inhalte als Suchergebnisse ausgegeben werden.

Insbesondere in den USA und Europa ist Google nach wie vor der Primus in Sachen Suchmaschinen. Mit rund 88 Prozent Marktanteil in den Vereinigten Staaten und über 90 Prozent in den europäischen Ländern lässt Google seine Konkurrenten weit hinter sich. In China hingegen hat das hierzulande kaum bekannte Baidu die Position als Top-Suchmaschine inne. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass die Website von Google in China für die breite Bevölkerung nicht zu erreichen ist.

Google: Der Marktführer unter den Internet-Suchmaschinen

Google, der Suchdienst des US-Unternehmens Google LLC verzeichnet tagtäglich mehr als 5 Milliarden Suchanfragen und lässt damit die Konkurrenz auf dem weltweiten Suchmaschinenmarkt weit hinter sich. Und dabei ist die Volltextsuche für Webdokumente lediglich ein Service der Google-Produktpalette, die Antworten auf so ziemlich alle Fragen im Netz bietet.

Bei Bedarf googlen Nutzer über ein und dieselbe Benutzeroberfläche nach Bildern, Videos und Nachrichten, suchen Produkte, Bücher und wissenschaftliche Abhandlungen oder recherchieren im Online-Atlas. Darüber hinaus steht ein kostenloser E-Mail-Service sowie eine Office-Suite inklusive Online-Speicher zur Verfügung. Mit dem Webbrowser Chrome können Internetnutzer sich selbst bei der Darstellung von Websites auf ein Produkt aus dem Hause Google verlassen.

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Doch diese Allgegenwärtigkeit des wahrscheinlich mächtigsten Internetunternehmens der Welt gefällt längt nicht jedem. Speziell in puncto Datenschutz steht der Online-Gigant aus Mountain View, Kalifornien seit Jahren in der Kritik. Das Unternehmen nutzt alle seine Dienste, um Daten über deren Nutzer zu sammeln. Zusammengeführt lassen sich diese im Rahmen von Werbemaßnahmen effizient nutzen – die Haupteinnahmequelle des Unternehmens, das seine Produkte zum Großteil kostenlos anbietet. Schutzlos ausgeliefert sind Internetnutzer dem Suchanbieter jedoch nicht. Für jedes Google-Produkt gibt es eine Alternative. Wer Wert auf seine Privatsphäre legt, wird in unserer Suchmaschinen-Liste fündig.

Für die Google-Suche sprechen ein gigantischer Suchindex, der Milliarden von Webseiten umfasst, sowie ein System aus leistungsstarken Algorithmen, die sicherstellen, dass Nutzer die besten Ergebnisse für ihre Suchanfragen ausgespielt bekommen.

Der Konzern engagiert sich in mehr als 2000 Open-Source-Projekten und hat sich damit als einer der Innovationsführer der Internetbranche etabliert.

Pro

Kontra

✔ Große Palette kostenloser Produkte

✘ Bietet wenig Datenschutz und keine Anonymität

✔ Großer Suchindex

✘ Server in den USA

✔ Treffsichere Websuche dank leistungsstarker Algorithmen

 

Alternative Suchmaschinen im Detail

Bing: Microsoft-Produkt nach dem Google-Vorbild

Die bekannteste Google-Alternative kommt aus dem Hause Microsoft. Die Suchmaschine Bing rangiert gemessen an den Nutzerzahlen weltweit auf Platz 2 hinter Google – allerdings mit weitem Abstand. Derzeit liegt der Marktanteil von Bing in Deutschland bei rund 5,3 Prozent. In den USA setzen rund 5,7 Prozent der Internetnutzer auf die Microsoft-Suchmaschine.

Optisch orientiert sich Bing an Google. Wie das erfolgreiche Vorbild bietet die alternative Suchmaschine neben der Websuche die Möglichkeit, gezielt nach Bildern oder Nachrichten zu suchen. Zudem steht ein Kartendienst zur Verfügung. Als Pendant zum Knowledge Graph bietet Microsoft den Bing Knowledge Graph, der sich aus Wikipedia-Informationen speist.

Der Nachfolger von Microsoft Live Search wurde 2009 als Beta-Version in Betrieb genommen und zeichnet sich durch eine Reihe enger Kooperationen mit sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder LinkedIn aus. Mit der Integration anderer Dienste in die Websuche und einer aufwendig gestalteten Bildersuche bietet Bing in Teilbereichen mitunter Innovationen, die man beim Marktführer vergeblich sucht. Wer auf der Suche nach einer anonymen Suchmaschine ist, wird bei Microsoft jedoch nicht fündig. Genau wie Google wertet auch Bing Nutzerdaten aus, um Werbung zu personalisieren.

Pro

Kontra

✔ Arbeitet eng mit sozialen Netzwerken zusammen

✘ Bietet wenig Datenschutz und keine Anonymität

✔ Eigener Kartendienst

✘ Server in den USA

✔ Bietet auch News-Suche

 

 

Ecosia: Suchen für den guten Zweck

Im Auftrag der Meta-Suchmaschine Ecosia wird eigenen Angaben zufolge alle 1,3 Sekunden ein neuer Baum gepflanzt. Nutzer der Google-Alternative leisten mit jeder Websuche einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz. Möglich machen dies Werbeeinnahmen, die Ecosia zu 80 Prozent Aufforstungsprojekten in der ganzen Welt zugutekommen lässt. Über einen Zähler können Nutzer mitverfolgen, wie viele Bäume, zukünftig allein durch ihre Suchanfragen gepflanzt werden. Durchschnittlich sind rund 45 Suchanfragen erforderlich, um einen Baum zu finanzieren.

Sowohl die Suchergebnisse als auch die Webanzeigen, die Ecosia ausliefert, stammen von Microsoft Bing. Zudem kommen eigene Algorithmen zum Einsatz, die die Suchmaschine laut dem Anbieter effizienter machen. Ecosia unterliegt dem deutschen Datenschutzgesetz. Gespeicherte Daten wie Suchanfragen, IP-Adressen und Browser-Typ werden anonymisiert an Partner wie Microsoft weitergegeben.

Hinter der nachhaltigen Suchmaschine steckt die Ecosia GmbH mit Sitz in Berlin. Noch stammen die Suchanfragen, die Ecosia verzeichnet, in erster Linie aus Deutschland, der Schweiz und Frankreich. Die Benutzeroberfläche steht auf Wunsch jedoch auch auf Englisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch und Schwedisch zur Verfügung.

Pro

Kontra

✔ Werbeeinnahmen kommen Naturschutzprojekten zugute

✘ Im Rahmen der Websuche werden Daten an Partner weitergegeben

DuckDuckGo: Anonyme Metasuchmaschine

Einen gänzlich anderen Weg geht die alternative Suchmaschine DuckDuckGo.Unter dem Slogan „Die Suchmaschine, die Sie nicht verfolgt“ bietet die US-amerikanische Duck Duck Go Inc. eine Kombination aus Metasuchmaschine und eigenem Webcrawler. Dabei stützt sich der Suchanbieter auf mehr als 100 Dienste wie Bing, Yandex oder Wikipedia sowie auf den firmeneigenen Crawler DuckDuckBot.

Anders als Google, Bing und Yahoo präsentiert sich DuckDuckGo als Suchmaschine mit hohen Datenschutzstandards: Laut dem Betreiber werden weder IP-Adressen noch Suchanfragen der Nutzer gespeichert. Statt personalisierter Werbung kommen Anzeigen zum Einsatz, die auf die Suchbegriffe abgestimmt sind.

Neben der Websuche bietet DuckDuckGo die Möglichkeit, nach Bildern, Videos, Nachrichten, Karten und Einkaufsmöglichkeiten zu suchen. Zudem können Nutzer auch kommerzielle Suchergebnisse herausfiltern. Um vorgenommene Einstellungen längerfristig zu speichern, können die Informationen anonymisiert in eine Cloud geladen werden. Damit positioniert sich DuckDuckGo als ernstzunehmende Google-Alternative für Nutzer, die zum Schutz ihrer Privatsphäre eine anonyme Suchmaschine verwenden möchten.

Pro

Kontra

✔ Anonyme Suche

✘ Server in den USA

✔ 400 Quellen für die Suchergebnisse

 

✔ Ist als Tor-Hidden-Service erreichbar

 

✔ Werbung kann ausgeschaltet werden

 

Yahoo: Suchmaschine „Powered by Bing“

Wie Google ist auch Yahoo eine bekannte Adresse im Silicon Valley. Das Webportal gehörte einst zu den Pionieren des Internets und erreichte vor allem mit seinem Webmail-Angebot Millionen von Nutzern weltweit. Wie die Suchmaschine des Internet-Dinosauriers findet der Service hierzulande aber nur noch wenig Beachtung. In Deutschland hat die Yahoo-Websuche mittlerweile einen Marktanteil von unter einem Prozent. Auf dem US-amerikanischen Markt werden immerhin knapp drei Prozent der Nutzer mit Yahoo fündig.

Seit 2009 stützt sich die Suchmaschine auf eine Allianz mit Microsoft. Wer sich mit Bing anfreunden kann, wird bei Yahoo keine negativen Überraschungen erleben. Der gemeinsame Algorithmus liefert nahezu deckungsgleiche Suchergebnisse. Da sich die Such-Allianz von Microsoft und Yahoo mit einem gemeinsamen Marktanteil von rund 10 Prozent auf dem US-amerikanischen Markt als ernstzunehmende Google-Alternative positioniert, sollten sich Webseitenbetreiber, die eine amerikanische Zielgruppe ins Visier nehmen, auch mit dieser alternativen Suchmaschine befassen.

Pro

Kontra

✔ Kooperation mit Bing

✘ Bietet wenig Datenschutz und keine Anonymität

✔ Großes News-Portal

✘ Server in den USA

✔ Eigener E-Mail-Dienst

 

Startpage: Ixquicks große Tochter

Die alternative Suchmaschine Startpage gibt es bereits seit 2006. Als „privateste Suchmaschine der Welt“ trat sie in diesem Jahr die Nachfolge von Ixquick.com an – einer Websuche, die ebenfalls aus der Feder des niederländischen Entwicklerteams stammt.

Startpage greift ausschließlich auf die Daten von Google zu. Sämtliche Suchanfragen werden allerdings immer anonymisiert und ohne Cookies angelegt. Trotz der Zusammenarbeit liefert Startpage keine Benutzerdaten an Google. Außerdem greift die alternative Suchmaschine nur auf den Datenbestand von Google zurück, die Reihenfolge der Suchergebnisse legt der Dienst mit eigenen Algorithmen fest. Die Suchmaschine finanziert sich über nichtpersonalisierte Werbung.

Pro

Kontra

✔ Anonyme Suche

✘ Nutzt nur Daten von Google

✔ Eigener (kostenpflichtiger) Webmail-Service StartMail

✘ Bietet nur Web-, Bilder- und Video-Suche

✔ EU-Server

 

✔ Eigener Ranking-Algorithmus

 

✔ Proxy-Service

 

Oscobo: Anonyme Websuche aus Großbritannien

Verstärkung erhält die Riege der anonymen Suchmaschinen mit Oscobo aus Großbritannien. Wie andere Suchdienste, die mit hohen Datenschutzstandards werben, verspricht auch dieser Anbieter, Nutzerdaten weder zu speichern noch zu verkaufen. Angestoßen wurde das Projekt von Fred Cornell, einem langjährigen Yahoo-Mitarbeiter, der Nutzern mit Oscobo ein Gegenmodell zur klassischen Suchmaschinenindustrie bieten möchte. Und so verzichtet der Dienst auf jegliches Nutzertracking. Statt personalisierter Werbung werden lediglich auf die Suchanfrage bezogene Anzeigen ausgespielt.

Die alternative Suchmaschine kann nicht mit einer eigenen Suchtechnologie aufwarten, stattdessen greift der Dienst auf den Searchindex von Bing und Yahoo zurück. Zusätzlich bindet Oscobo Ergebnisse von Twitter in seine Ergebnisse ein. Inzwischen gibt es auch eine Chrome-Erweiterung von Oscobo.

Pro

Kontra

✔ Anonyme Suche

✘ Greift nur auf das Bing-Yahoo-Netzwerk zu

✔ Twitter-Ergebnisse werden extra angezeigt

 

✔ Bietet auch News-Suche

 

Qwant: Die Suchmaschine, die Ihre Privatsphäre respektiert

Auch die französische Suchmaschine Qwant versucht mit Datenschutz zu punkten. Die alternative Suchmaschine setzt den Nutzerwunsch nach mehr Privatsphäre an erste Stelle. Eigenen Angaben zufolge kommen weder ein Nutzertracking noch eine Filterblase zum Einsatz. Die Suchmaschine verwende lediglich temporäre Cookies, die keine persönlichen Informationen erfassen. Cookies für kommerzielle Zwecke werden blockiert.

Fakt

Als Filterblase (oder Filterbubble) bezeichnet man einen Effekt im Internet, bei dem Nutzer nur eine stark gefiltertes Informationsspektrum erhalten. Durch Algorithmen werden z. B. nur Suchergebnisse angezeigt, die passend für den Nutzer erscheinen. Da sich verschiedene Gesellschaftsgruppen so nur noch in ihren eigenen Informationsblasen aufhalten, wird ein gemeinsamer Diskurs schwieriger.

Die Suchergebisse beruhen teilweise auf einer eigenen Technologie, die jedoch nicht alle Teile des Webs zur Zufriedenheit des Unternehmens abdeckt. Aus diesem Grund vereint Qwant die Erkenntnisse des eigenen Crawlers mit den Suchresultaten von Microsoft Bing. Nutzer können sich dabei zum gewählten Suchbegriff nicht nur die Websuche, sondern auch Nachrichten, Bilder, Videos Maps oder Musik anzeigen lassen, indem sie den jeweiligen Reiter anklicken.

Qwant gibt es auch als Suchmaschine für die Jüngsten: Wer in der Produkteauswahl auf den Eintrag „Junior“ klickt, wird zu Qwant Junior, der speziellen Edition der Google-Alternative für Kinder, weitergeleitet.

Pro

Kontra

✔ Anonyme Suche

✘ Partnerschaft mit Microsoft zwecks Ausspielung von Suchergebnissen und Werbung

 

✔ Musik-Suche, News-Suche, separate Kindersuchmaschine

 

 

✔ EU-Server

 

 

MetaGer: Metasuchmaschine mit hohen Datenschutzstandards

Bei MetaGer handelt es sich um eine Metasuchmaschine aus Deutschland. Der Suchdienst wurde an der Universität Hannover entwickelt und wird seit 2012 in Kooperation mit dem eingetragenen Verein SUMA-EV betrieben. Bei der Websuche stützt sich MetaGer auf eine Kombination aus einem eigenen Index und alternativer Suchmaschinen (bis zu 50 verschiedene Vertreter) und Webservices wie Scopia, Bing, Yahoo, Netluchs oder Die ZEIT. Nutzer können in den Einstellungen individuell entscheiden, welche Quellen für die Suche verwendet werden sollen. Neben der deutschsprachigen Variante stehen eine englische sowie eine spanische Version von MetaGer zur Verfügung.

MetaGer bietet jedoch nicht nur eine große Reichweite. Auch die Datenschutzstandards überzeugen: Die Suchmaschine speichert weder Cookies noch Browser-Fingerprints. IP-Adressen werden bereits während der Suche anonymisiert und somit nicht an die abgefragten Suchmaschinen weitergegeben. Auf ein User-Tracking wird verzichtet. Zudem haben Nutzer die Möglichkeit, Suchergebnisse über einen anonymisierten Proxy zu besuchen. Da alle MetaGer-Server in Deutschland stehen, unterliegt die Websuche den nationalen Datenschutzrichtlinien.

Die deutsche Suchmaschine finanziert sich über Werbeeinnahmen (Anzeigen erscheinen über den organischen Suchergebnissen), über Spenden und Beträge der Vereinsmitglieder. Letztere erhalten einen Schlüssel, nach dessen Eingabe sie MetaGer werbefrei nutzen können. Zusätzlich zur Websuche bietet MetaGer noch weitere nützliche Features wie den Assoziator (mit dem verwandte Suchbegriffe gefunden werden können), eine Quellcode-Suche, eine Zitatsuche und einen eigenen Karten-Dienst. Beim Design muss man als Nutzer von MetaGer deutliche Abstriche machen.

Pro

Kontra

✔ Anonyme Suche

✘ Benutzerunfreundliches Design

✔ Gemeinnütziger Verein

 

✔ Ist als Tor-Hidden-Service erreichbar

 

✔ Greift auf viele Suchmaschinen zu

 

✔ Quellcode-Suche

 

✔ EU-Server

 

✔ Proxy-Service

 

YaCy: Suchmaschine mit dezentralem Ansatz

Bei YaCy wird der Nutzer selbst zum Betreiber. Mit seinem Peer-to-Peer-Ansatz geht das Projekt einen ganz anderen Weg als herkömmliche Suchmaschinen. Statt auf einem Webserver läuft die freie Suchmaschinen-Software direkt auf dem Rechner des Nutzers. Dieser kann sich mit anderen YaCy-Nutzern verbinden, sodass ein dezentrales Suchnetz entsteht. Welche Seiten die Suchmaschine im Index hat, bestimmen die Nutzer selbst: Jeder Nutzer kann einen eigenen Webcrawler starten und angeben, auf welche Seiten dieser zugreifen soll. Das Ranking entsteht, indem Nutzer Ergebnisse auf- oder abwerten. Das gemeinschaftlich betriebene Suchnetz ist somit nicht zensierbar und kann auch nie komplett ausfallen.

Eine Erfassung von Nutzerdaten an zentraler Stelle ist ebenfalls nicht möglich. Suchanfragen werden nicht an einen Server übertragen, denn die Suchmaschine befindet sich auf dem eigenen PC, und alle Daten bleiben auch dort. Unterstützt wird das Projekt vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und – wie MetaGer – vom Verein für freien Wissenszugang SUMA-EV. Die Open-Source-Software ist für Windows, Linux und macOS verfügbar.

Pro

Kontra

✔ Peer-to-Peer-/dezentrales Netzwerk

✘ Kleinerer Suchindex

✔ Open Source

✘ Software muss runtergeladen werden

✔ Anonyme Suche

✘ Geringer Funktionsumfang

✔ Daten bleiben auf dem eigenen PC

 

Mit dem weiteren Klick laden Sie das Video von YouTube. In diesem Fall kann YouTube Cookies setzen, auf welche wir keinen Einfluss haben.

WolframAlpha: Antworten statt Verweise

Die Suchmaschine WolframAlpha verfolgt einen ganz anderen Ansatz als andere Google-Alternativen. Statt den Nutzern die besten Webinhalte anzubieten, versucht die alternative Suchmaschine, direkt Fakten zu liefern. Dafür liefert sie jede Menge Daten. Wer sich für die Quellen interessiert, kann diese über einen zusätzlichen Klick erfahren.

In einer Premiumversion können Nutzer auch Bilder und andere Dateien hochladen und von der Suchmaschine analysieren lassen. Das Angebot ist nur auf Englisch und Japanisch verfügbar und richtet sich vor allem an Wissenschaftler, Schüler und Studenten, allerdings nutzen auch Bing und Apples Sprachassistent Siri Ergebnisse von WolframAlpha. Hinter dem Projekt steht die US-amerikanische Firma Wolfram Research, die vor allem Software für Mathematik und Naturwissenschaften herstellt.

Pro

Kontra

✔ Liefert Fakten direkt

✘ Nur auf Englisch und Japanisch verfügbar

✔ Versteht Suchanfragen sehr gut

✘ Bietet nur Daten und keine Meinungen

 

✘ Bietet wenig Datenschutz und keine Anonymität

Hinweis

Falls Sie doch lieber bei Google als Standardsuchmaschine bleiben möchten, sollten Sie wissen, wie Sie mit dem Dienst am besten suchen. Mit den Google-Operatoren können Sie Ihre Eingabe so spezifizieren, dass Sie auch garantiert die richtigen Ergebnisse erhalten.

Yandex: Die Suchmaschine für den russischen Markt

Während die westliche Welt beinahe ausschließlich googlet, nimmt in Russland die alternative Suchmaschine Yandex eine wichtige Rolle neben dem US-amerikanischen Platzhirsch ein. Fast jeder zweite Nutzer aus Russland begibt sich mit dem Service des gleichnamigen russisch-niederländischen Konzerns auf Websuche. Yandex umfasst eine Websuche sowie eine Suchfunktion für Bild- und Videomaterial. Darüber hinaus stehen Nutzern ein Kartendient und ein Übersetzungstool zur Verfügung. Yandex Antwort auf Google Analytics ist die Web-Tracking-Lösung AppMetrica. Zudem bietet das Unternehmen einen eigenen Webbrowser.

Yandex gilt als einer der Innovationstreiber auf dem Suchmaschinenmarkt. Für Aufsehen sorgte eine Neuausrichtung des Suchalgorithmus im Jahr 2014, bei der das Unternehmen Backlinks als Rankingkriterium gänzlich entwertet hat. Damit war Yandex eine der ersten Suchmaschinen, die OnPage-Faktoren wie die Content-Relevanz in den Mittelpunkt rückten.

Die russische Alternative zum Erfolgsprodukt aus Mountain View, Kalifornien sollte keineswegs als Google-Kopie abgetan werden. Tatsächlich gründete Arkadi Wolosch Yandex bereits ein Jahr, bevor Google auf den Plan trat. Relevant ist die viertgrößte Suchmaschine der Welt vor allem für den russischsprachigen Raum. Unternehmen, die in Russland, Weißrussland, der Ukraine, Kasachstan oder in der Türkay aktiv sind, sollten erwägen, auch bei Yandex Suchmaschinen-Werbung zu schalten, um relevante Zielgruppen zu erreichen.

Wie Google steht auch Yandex im Visier von Datenschützern. Als besonders heikel gilt das Tool Webvisor der Web-Tracking-Lösung AppMetrica. Dies Tool zeichnet Mausbewegungen von Webseitenbesuchern im Videoformat auf. In Deutschland und anderen EU-Ländern bedeutet ein solches Vorgehen datenschutzrechtliche Probleme.

Pro

Kontra

✔ eigener Kartendienst

✘ Fragwürdiger Datenschutz und keine Anonymität

✔ Übersetzungstool

 

✔ Leistungsstarkes SEO-Analyse-Tool AppMetrica

 

 

Baidu: Chinesische Suchmaschine mit zweifelhaftem Ruf

Baidu ist mit einem Marktanteil von über 75 Prozent die meistverwendete Suchmaschine der Volksrepublik China. Im Alexa-Ranking belegt Baidu Platz vier der meistbesuchten Websites weltweit. Für Nutzer aus der westlichen Welt hat die Suchmaschine allerdings aus folgenden Gründen keinerlei Relevanz:

  • Baidu steht ausschließlich mit chinesischer Benutzeroberfläche zu Verfügung.
     
  • Laut Reporter ohne Grenzen arbeitet das Unternehmen eng mit der chinesischen Regierung zusammen, um regierungskritische Diskussionen zu Tabuthemen einzudämmen.
     
  • Baidu sowie der Baidu-Browser und der Baidu-Mobile-Browser sammeln einem Bericht des Citizen Lab der Universität Toronto zufolge personenbezogene Nutzerdaten und senden diese unverschlüsselt an Baidu-Server in China.

Zusätzlich zur Websuche bietetBaidu die Enzyklopädie Baike sowie das Google-Books-Pendant Baidu Tushu.

Pro

Kontra

 

✘ Benutzeroberfläche nur in chinesischer Sprache

 

✘ Inhalte werden zensiert

 

✘ Die Suchmaschine sammelt personenbezogenen Daten

Welche ist die beste Suchmaschine für den Datenschutz?

Vergleicht man die verschiedenen Google-Alternativen, ist auffällig, dass bei vielen der Datenschutz eine wichtige Rolle spielt. Dies ist nur allzu verständlich: Schließlich ist die Privatsphäre der Nutzer der einzige Punkt, bei dem andere nichtspezialisierte Suchmaschinen gegenüber Google wirklich punkten können. Ein Suchdienst, der den Datenschutz als elementaren Punkt ansieht, darf Suchanfragen nicht mit nutzeridentifizierenden Informationen verknüpfen, auch wenn dies in den meisten Fällen treffendere Suchresultate und personalisierte Werbeanzeigen ermöglicht.

Um als alternative Suchmaschine ein Paket bieten zu können, das Google in puncto Datenschutz aussticht, stehen prinzipiell zwei verschiedene Herangehensweisen zur Verfügung:

  • Verwendung der Google-Suchergebnisse bzw. der Suchergebnisse alternativer Suchmaschinen wie Bing bei gleichzeitiger „Maskierung“ der Nutzersuche
     
  • Verwendung von eigenen Crawlern zur Indexierung von Webinhalten, um die Art und Weise der Sammlung und Verarbeitung von Nutzerdaten gänzlich in der eigenen Hand zu haben

Letztere Lösung ist für die meisten Anbieter allerdings schlichtweg nicht realisierbar: Die Kapazitäten und der Zeitaufwand, die mit einer vollständigen Indexierung des Webkosmos verbunden sind, übersteigen die Möglichkeiten einfacher Unternehmen. In der Praxis setzen viele Vertreter daher auf eine Kombination von eigenem Crawler und dem Suchindex etablierter Suchmaschinengrößen wie Google oder Bing und sorgen mit der erstgenannten Maskierung der Suchanfragen für ein Höchstmaß an Privatsphäre. Die im Vergleich genannten Startpage, DuckDuckGo, MetaGer und Qwant zählen hierbei ohne Zweifel zu den besten Google-Alternativen mit einem solchen Hybrid-Ansatz, bei dem der Schutz der Nutzer bei der Websuche im Vordergrund steht.

Alternative Suchmaschinen für spezielle Zwecke

Eine Google-Alternative muss nicht immer unbedingt nach dem großen Vorbild kommen und das gesamte Spektrum des Webuniversums abdecken. Immer häufiger machen Dienste auf sich aufmerksam, die sich auf ganz spezielle Themen- bzw. Suchgebiete spezialisiert haben und Usern so bei sehr spezifischen Anliegen noch besser bzw. exakter weiterhelfen können als Google. Wir haben einige interessante Suchmaschinen für spezielle Zwecke zusammengetragen:

greenya – Die „grüne“ Suchmaschine

Seit 1997 steht die „grüne“ Suchmaschine greenya Webnutzern aus Deutschland zur Verfügung. Der für den Webservice verantwortliche greenya Verlag ist u. a. für die „Grünen Branchenbücher“ bekannt, die auch als Vorbild für die alternative Suchmaschine gedient haben. Diese stellt im Prinzip ein digitales Branchenbuch für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen dar.

VeggieSearch – Nachhaltige und vegane Produkte finden

Nachhaltigkeit spielt auch bei der veganen Suchmaschine VeggieSeach eine wichtige Rolle. Wer online auf der Suche nach veganen Produkten ist, findet in dem Suchdienst einen starken Verbündeten. VeggieSearch arbeitet zu diesem Zweck mit diversen Partnern zusammen, die tierleidfreie Lebensmittel, Bekleidung, Kosmetik, Möbel und ähnliches im Repertoire führen.

CodeCheck – Wissen, was drin ist

2010 startete die alternative Suchmaschine CodeCheck, die es auch als App für iOS und Android gibt, ihre Dienste. Der Service des gleichnamigen Schweizer Unternehmens ermöglicht es Nutzern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, Lebensmittel und Kosmetikprodukte auf ihre Inhaltsstoffe zu überprüfen. Input für die umfangreiche Datenbank des Webdienstes sind Hersteller- und Community-Daten sowie ein speziell für die Suchmaschine entwickelter Machine-Learning-Algorithmus.

Hinweis

Auch Google-Alternativen wie Ecosia, die Geld für einen guten Zweck sammeln, oder die Wissenschafts-Suchmaschine WolframAlpha lassen sich als Suchmaschinen für spezielle Zwecke einstufen.

Kindersuchmaschinen: Google-Alternativen für die Kleinsten

Heutzutage ist es wichtig, dass Kinder möglichst früh lernen, wie sie über das Internet bzw. das World Wide Web an Informationen gelangen. Kindersuchmaschinen können den Einstieg erheblich vereinfachen: Diese alternativen Suchmaschinen arbeiten gezielt mit Allowlists oder Passlists (auch bekannt als Whitelists) und lassen so ausschließlich Websites zu, die für Kinder unbedenklich sind. Hierfür setzen die Anbieter der kinderfreundlichen Suchmaschinen verschiedenste Prüfungskriterien wie die Art der Gestaltung, aber auch Datenschutz, Werbung oder Kosten an. Zu den besten Angeboten auf dem deutschen Markt zählen folgende Vertreter:


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