Excel hat ver­schie­de­ne Funk­tio­nen, die das Arbeiten mit großen Tabellen leichter machen. Neben VERWEIS, SVERWEIS, INDEX oder INDIREKT kann auch die Excel-Ver­gleichs­funk­ti­on den Umgang mit großen Da­ten­men­gen ver­ein­fa­chen. Mit VERGLEICH kann man bestimmte Elemente schnell finden – auch in um­fang­rei­chen Tabellen.

Wofür braucht man in Excel VERGLEICH?

In großen Tabellen kann es mitunter kom­pli­ziert sein, einen be­stimm­ten Wert zu finden. Zwar bietet Excel, wie andere Office-An­wen­dun­gen auch, eine Such­funk­ti­on, doch das Ergebnis lässt sich nicht wei­ter­ver­ar­bei­ten. Wer wissen möchte, wo sich ein be­stimm­tes Element in der Tabelle befindet und das Ergebnis dann in eine andere Formel über­neh­men will, muss auf eine spezielle Excel-Funktion zu­rück­grei­fen. Während die ver­schie­de­nen Ver­weis­funk­tio­nen den Inhalt einer spe­zi­fi­schen Zelle im Kontext der Such­an­fra­ge wie­der­ge­ben, kann VERGLEICH die Position der Zelle angeben, nach deren Inhalt gesucht wurde.

Dabei wird das Such­ergeb­nis nicht als absolute Zell­an­ga­be aus­ge­ge­ben, sondern in Form einer relativen Position: Das Ergebnis bezieht sich immer auf die Position im durch­such­ten Bereich. Sie können entweder innerhalb einer Spalte oder einer Zeile suchen. Das Such­ergeb­nis zeigt, der wievielte Wert von links (bei einer Zeile) oder von oben (bei einer Spalte) das Such­kri­te­ri­um ist.

Excel-VERGLEICH: Syntax erklärt

Die Ver­gleichs­funk­ti­on hat drei Argumente, wobei die letzte Angabe optional ist.

=VERGLEICH(Suchkriterium; Suchmatrix; [Vergleichstyp])

Bedeutung der einzelnen Argumente:

  • Such­kri­te­ri­um: Hier tragen Sie den Wert ein, nach dem Sie suchen. Dies kann entweder eine Zahl sein oder aber auch ein Text, den man dann in An­füh­rungs­zei­chen setzt.
  • Such­ma­trix: An dieser Stelle trägt man den Zell­be­reich ein, der durch­sucht werden soll. Der Von-bis-Bereich wird mit einem Dop­pel­punkt markiert.
  • Ver­gleichs­typ: Diese Angabe ist optional. Hiermit gibt man an, wie genau die Suche durch­ge­führt werden soll. Die Angabe -1 findet den kleinsten Wert, der größer oder gleich dem Such­kri­te­ri­um ist; 1 den größten Wert, der kleiner oder gleich dem Such­kri­te­ri­um ist; 0 sucht nur nach einer genauen Über­ein­stim­mung.

Lässt man die letzte Angabe frei, nimmt Excel au­to­ma­tisch Typ 1 an. Wählt man einen der beiden Ver­gleichs­ty­pen, die nicht nach einer exakten Über­ein­stim­mung suchen, müssen die Werte im Such­be­reich sortiert sein: bei Typ 1 auf­stei­gend und bei Typ -1 ab­stei­gend.

Es ist auch möglich, die Such­ma­trix nicht in Form von Zell­be­zü­gen anzugeben, sondern die Werte direkt in die Zelle zu schreiben. Die Werte trägt man dann in ge­schweif­te Klammern ein und trennt sie mit Se­mi­ko­lons ab.

Excel achtet bei der Suche nicht auf Groß- und Klein­schrei­bung – auch dann nicht, wenn man eine genaue Über­ein­stim­mung anstrebt. Das Such­kri­te­ri­um muss zudem nicht direkt in die Funktion ein­ge­tra­gen werden. Statt­des­sen kann sich der zu findende Begriff oder Wert in einer anderen Zelle befinden, auf die man sich dann einfach bezieht.

Hinweis

Denken Sie daran, dass man Funk­tio­nen in Excel immer mit einem Gleich­heits­zei­chen (=) einleitet. Ansonsten erkennt das Programm die Eingabe als reinen Text an. Neben der Eingabe über die Be­ar­bei­tungs­leis­te können Sie auch den Funk­ti­ons­as­sis­ten­ten verwenden. Damit leitet Excel Sie beim Ausfüllen der Argumente an.

VERGLEICH an einem Beispiel erklärt

Nehmen wir an, Sie hätten eine Tabelle mit drei Spalten erstellt. In der mittleren Spalte befinden sich Namen. In dieser Spalte können Sie nun eine bestimmte Person suchen, indem Sie in der VERGLEICH-Funktion eine genaue Suche (Ver­gleichs­typ 0) nach einem Text (also in An­füh­rungs­zei­chen) vornehmen.

=VERGLEICH("Simon";;B2:B10;0)

Das Ergebnis gibt Ihnen an, an welcher Stelle im Such­be­reich sich Simon befindet. Wenn sich das Such­kri­te­ri­um nicht im an­ge­ge­be­nen Bereich befindet, zeigt Excel den Fehler #NV an.

VERGLEICH in Kom­bi­na­ti­on mit anderen Funk­tio­nen

Die Vorteile der Ver­gleichs­funk­ti­on ergeben sich in erster Linie in Kom­bi­na­ti­on mit anderen Excel-Formeln. Durch eine Ver­schach­te­lung lässt sich das Ergebnis von VERGLEICH an eine andere Funktion wei­ter­ge­ben.

Excel: VERGLEICH + SVERWEIS

So ist bei­spiels­wei­se das Zu­sam­men­spiel von VERGLEICH und SVERWEIS sehr er­folg­reich. Letztere Funktion benötigt die Angabe des so­ge­nann­ten Spal­ten­in­dex. Sie müssen bei SVERWEIS also immer die Position der Spalte angeben, in der sich das Ergebnis befindet. Bei dieser Hürde kommt VERGLEICH ins Spiel: Mit der Ver­gleichs­funk­ti­on muss der Spal­ten­in­dex nicht gezählt werden, sondern kann über einen Such­be­griff ermittelt werden.

In unserem Beispiel möchten wir erfahren, welcher Schlüssel zu Simon gehört. Statt nun als Spal­ten­in­dex „2“ ein­zu­ge­ben, kann man mit VERGLEICH die Position ermitteln lassen. So können auch dy­na­mi­sche Formulare erstellt werden. Die Such­kri­te­ri­en werden dann über Zell­be­zü­ge in die Funk­tio­nen ein­ge­bet­tet.

=SVERWEIS(F8;A2:C10;VERGLEICH(F9;A1:C1;0);0)

In Zelle F8 steht der Such­be­griff und in F9 die Spalte, aus der das Ergebnis kommen soll. Zur ein­fa­che­ren Hand­ha­bung kann man auch ein Excel-Dropdown hin­ter­le­gen. Die VERGLEICH-Funktion greift auf den Such­be­griff in F9 zu und sucht diesen in der obersten Spalte. Das Ergebnis gibt die Funktion an SVERWEIS weiter, wo es zum Spal­ten­in­dex wird. Der Vorteil: Möchte man das Ergebnis nun aus einer anderen Spalte ziehen, passt sich die Funktion dynamisch an.

Excel: VERGLEICH + INDEX

Auch mit der INDEX-Funktion lässt sich VERGLEICH sehr gut kom­bi­nie­ren. Während man durch das Zu­sam­men­spiel mit der SVERWEIS-Funktion eine einfache Tabelle un­ter­sucht, kann man mithilfe dieser Kom­bi­na­ti­on auch eine Matrix ana­ly­sie­ren. Die INDEX-Funktion gibt den Inhalt einer Zelle wieder und braucht dafür eine Zeilen- und eine Spal­ten­an­ga­be. Diese ermitteln zwei in der anderen Funktion ver­schach­tel­te Ver­gleichs­funk­tio­nen. Auch hier benutzen wir Zell­be­zü­ge, damit die Ein­stel­lun­gen un­kom­pli­ziert geändert werden können.

=INDEX(A1:E10;VERGLEICH(H7;A1:A10;0);VERGLEICH(H6;A1:E1;0))

Die erste Ver­gleichs­funk­ti­on gibt Auskunft über die Position der Zeile, die zweite gibt die ent­spre­chen­de Spalte zurück. So kann die INDEX-Funktion den Inhalt wie­der­ge­ben. Da mit einem Zellbezug ge­ar­bei­tet wurde, kann man die Ein­stel­lung auch hier ganz leicht anpassen.

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