Durch einen TV-Stick können Sie auch ältere Fernseher mit Smart-TV-Funk­tio­nen nach­rüs­ten. Sie müssen dazu also nicht länger den Laptop über ein HDMI-Kabel mit dem TV verbinden. Statt­des­sen schließen Sie einfach den TV-Stick über den HDMI-Steck­platz an den Fernseher an – der Stick verbindet dann das TV-Gerät mit dem WLAN.

Sobald die Ver­bin­dung zum hei­mi­schen Internet besteht, ist die Ein­rich­tung des Sticks fast geschafft. Einige TV-Sticks kann der Nutzer in wenigen Schritten über eine zu­ge­hö­ri­ge App ein­rich­ten. Andere richtet der Nutzer direkt über die Be­nut­zer­ober­flä­che des Sticks ein. Eines haben alle Streaming-Sticks gemeinsam: Ihre In­stal­la­ti­on ist überaus einfach und kostet kaum Zeit – ein Grund, warum sie so beliebt sind.

Doch nicht nur die In­stal­la­ti­on der TV-Sticks ist überaus einfach, sondern auch ihre Hand­ha­bung. Sämtliche Video-Me­dia­the­ken sind mithilfe eines TV-Sticks über den Fernseher streambar. Mit einer zu­ge­hö­ri­gen Fern­be­die­nung oder einem anderen Be­dien­ge­rät (bei­spiels­wei­se dem eigenen Smart­phone) gelangt der Nutzer allein durch Aufruf der ge­wünsch­ten App auf direktem Weg zu den ge­wünsch­ten Streaming-Inhalten.

Was ist ein TV-Stick?

Ein TV-Stick er­mög­licht dem Nutzer das Streamen von Web­in­hal­ten wie Videos, Musik oder Websites auf dem TV. Das funk­tio­niert über Apps, auf die der Nutzer über die Be­nut­zer­ober­flä­che des TV-Sticks oder über ein damit ver­bun­de­nes Gerät zugreift. Wer noch kein modernes Smart-TV-Gerät besitzt, kann sein altes Fern­seh­ge­rät also mit einem TV-Stick ent­spre­chend aufrüsten. Solch ein Smart-TV-Stick stellt eine Ver­bin­dung zum Internet her, über die der Nutzer Zugang zu einer riesigen Auswahl an Apps bekommt. Zu den be­lieb­tes­ten Apps, um Filme zu streamen, gehören:

  • Amazon Video / Amazon Prime Video
  • Netflix
  • arte-Mediathek
  • ZDF-Mediathek
  • Das Erste-Mediathek
  • ProSieben Live TV
  • Maxdome
  • TV now
  • Zattoo

In­zwi­schen haben Nutzer auch die Mög­lich­keit, Browser über TV-Sticks zu in­stal­lie­ren und so im Internet zu surfen. Auf diese Weise ist z. B. der Zugriff auf Facebook oder andere Social-Media-Kanäle über den Fernseher möglich.

Hinweis

Ein TV-Stick ist nicht zu ver­wech­seln mit einer Streaming-Box. Im All­ge­mei­nen erfüllen beide Ge­rä­te­ty­pen dieselbe Funktion: Sie über­tra­gen Streaming-Inhalte aus dem Internet auf das TV-Gerät. Streaming-Boxen verfügen jedoch über mehr Leistung – daher sind Streams in 4K-Qualität meist nur über sie nutzbar. Die Sticks sind im Gegenzug kompakter und lassen sich daher auch un­kom­pli­ziert auf Reisen mitnehmen. Am Ende ent­schei­den Nutzer, was ihnen wichtiger ist.

In­stal­la­ti­on & Nutzen eines TV-Sticks

Damit Besitzer eines TV-Sticks Inhalte aus dem Internet auf dem Fernseher abrufen können, müssen sie das Gerät vor der ersten Nutzung zunächst ord­nungs­ge­mäß an­schlie­ßen und in­stal­lie­ren. Die Ein­rich­tung erledigen Sie in wenigen Schritten:

  • Über einen HDMI-Steck­platz am TV-Gerät verbinden Sie beide Geräte.

  • Strom bezieht der TV-Stick über einen Micro-USB-Anschluss. Nutzen Sie ein USB-Kabel, um den Stick mit einem Netz­ste­cker zu verbinden. Manchmal reicht es für die Strom­zu­fuhr auch aus, einen USB-Steck­platz direkt am TV zu nutzen.

  • An­schlie­ßend verbinden Sie den Stick mit dem WLAN und haben so die Mög­lich­keit, alle kom­pa­ti­blen Apps zu in­stal­lie­ren, die Sie nutzen möchten.

Danach ist der TV-Stick ein­satz­be­reit. Bedient wird er entweder über die zu­ge­hö­ri­ge Fern­be­die­nung oder über ein via Bluetooth mit dem Stick ver­bun­de­nes Gerät. Neuere Stick-Modelle bieten zudem eine in die Fern­be­die­nung in­te­grier­te Sprach­steue­rung.

TV-Sticks merken sich prak­ti­scher­wei­se, an welcher Stelle ein Nutzer aufgehört hat, zu streamen. Wer eine Serie oder einen Film un­vor­her­ge­se­hen abbrechen muss, der kann das Video also später genau an der Stelle fort­set­zen, an der es gestoppt hat. Er hat später die Wahl, den Film an der be­tref­fen­den Stelle fort­zu­set­zen oder ihn von vorn zu beginnen. Hilfreich für Se­ri­en­fans: Bei welcher Folge man aufgehört hat zu streamen, zeigt ein TV-Stick ebenso an.

Die besten TV-Sticks im Vergleich

Neben den Modellen der großen Anbieter Amazon und Google haben mitt­ler­wei­le viele weitere Un­ter­neh­men TV-Sticks auf den Markt gebracht. Der Grund für ihre Be­liebt­heit: TV-Sticks bieten vor allem Un­ab­hän­gig­keit vom fest­ge­leg­ten TV-Programm im Free-TV. Wer ein Abon­ne­ment bei einem Streaming-Dienst­leis­ter ab­ge­schlos­sen hat – bei­spiels­wei­se eine Amazon-Prime-Mit­glied­schaft oder ein Netflix-Abo –, der ist nicht an fest­ge­leg­te Sen­de­zei­ten gebunden. Nutzer können selbst bestimmen, wann sie was anschauen möchten und wann bzw. ob sie Un­ter­bre­chun­gen wünschen. Drei der be­kann­tes­ten und am häu­figs­ten genutzten TV-Sticks stammen von Amazon, Roku und Google. Doch wie genau un­ter­schei­den sich deren TV-Sticks?

Amazon Fire TV Stick

In Deutsch­land wurde der TV-Stick von Amazon 2015 auf den Markt gebracht, in­zwi­schen bietet Amazon bereits die zweite Ge­ne­ra­ti­on seines Fire TV Sticks an. Er kommt stan­dard­mä­ßig mit einer Sprach­fern­be­die­nung, die mit dem haus­ei­ge­nen Alexa-System aus­ge­stat­tet ist. Die In­stal­la­ti­on des Fire TV Sticks ist simpel: ein­ste­cken, anmelden, los­strea­men. Innerhalb weniger Minuten ist der Stick be­triebs­be­reit. Optional erfolgt im Anschluss die Anmeldung mit Ihren Amazon-Zu­gangs­da­ten. Damit ist die Ein­rich­tung ab­ge­schlos­sen.

Ein Be­nut­zer­kon­to bei Amazon oder eine ge­büh­ren­pflich­ti­ge Amazon-Prime-Mit­glied­schaft ist nicht zwingend notwendig, um den smarten TV-Stick nutzen zu können, bietet jedoch einige Vorteile. So erhält man mit einer Prime-Mit­glied­schaft au­to­ma­tisch Zugriff auf zahl­rei­che Serien, Filme und Musik – alles abrufbar über die Be­nut­zer­ober­flä­che des Sticks, über die man auch auf seine bei Amazon gekauften Me­di­en­in­hal­te zugreifen kann. Das Streamen direkt über den Stick ist pro­blem­los möglich. Zudem können Amazon-Kunden so­ge­nann­te Amazon-Channels einzeln hin­zu­bu­chen. Die Auswahl umfasst u. a. Do­ku­men­ta­tio­nen, Sport- oder Kin­der­sen­der.

Funk­tio­nen:

  • Der Amazon Fire TV Stick un­ter­stützt eine Auflösung bis zu 1080p HD bei 60 BpS. 4K Ultra-HD suchen Nutzer al­ler­dings ver­geb­lich. Diese Funktion bietet dafür das etwas größere Fire TV, das ebenfalls von Amazon stammt. Wie ru­ck­el­frei der Stream ist, hängt vor allem von der In­ter­net­ver­bin­dung ab, mit der Sie den Stick nutzen.
     
  • Der Amazon Fire TV Stick verfügt über einen intern verbauten Speicher von 8 GB – z. B. um Apps zu in­stal­lie­ren – bei einem Ar­beits­spei­cher von 1 GB. Zu­sätz­lich besteht die Mög­lich­keit, alle Amazon-Inhalte im zu­ge­hö­ri­gen Cloud-Speicher zu sichern.
     
  • Zum Stick liefert Amazon eine passende Fern­be­die­nung mit der Alexa-Sprach­funk­ti­on. Sie er­mög­licht auch das Vor- oder Zu­rück­spu­len innerhalb eines Videos. Die Sprach­funk­ti­on ist kein Muss: Wer sie nicht nutzen möchte, ignoriert die Sprech­tas­te einfach. Al­ter­na­tiv können Nutzer den TV-Stick auch über die kos­ten­lo­se Fire-TV-Fern­be­die­nungs-App bedienen. Diese ist für Fire-, Android- und iOS-Geräte er­hält­lich.
     
  • Der TV-Stick stellt eine WLAN-Ver­bin­dung über Dualband her. Dabei un­ter­stützt er die Standards 802.11a, b, g, n und ac. Zudem verfügt er über Bluetooth 4.1.
     
  • Das Gerät ist optimiert für Amazon-Fire-TV-Game­con­trol­ler, aber man kann auch viele andere Bluetooth-Con­trol­ler mit dem Stick verbinden. In gewissem Rahmen lässt sich der TV-Stick dadurch auch als Mini-Spie­le­kon­so­le nutzen.

Auswahl der Apps:

  • Wer kein Prime-Abon­ne­ment ab­schlie­ßen möchte, kann über den Stick auch Apps in­stal­lie­ren, die nicht von Amazon stammen, um Stream-Inhalte zu nutzen. Die Auswahl der Apps ist um­fang­reich: Me­dia­the­ken der öf­fent­lich-recht­li­chen Fern­seh­sen­der, Nach­rich­ten­ka­nä­le, YouTube und Watchever sind nur einige Beispiele von vielen. Serien oder Filme von Netflix und Co. sowie Musik von Spotify und anderen Al­ter­na­ti­ven streamen Nutzer über ent­spre­chen­de Apps, die in die Be­nut­zer­ober­flä­che des Sticks ein­ge­bun­den sind.
     
  • In­te­grier­te Web­brow­ser wie Silk oder Firefox er­mög­li­chen es, Websites direkt über den Stick auf­zu­ru­fen.
     
  • Wer möchte, der kann auch Spiele auf dem Fire TV Stick in­stal­lie­ren.
     
  • Besonders praktisch für ein Workout zu Hause sind zudem die ver­füg­ba­ren Fitness-Apps von Anbietern wie Gymondo.
     
  • Über die Amazon Prime Video App besteht außerdem die Mög­lich­keit, alle Inhalte des TV-Sticks auch auf Ihren portablen Geräten zu syn­chro­ni­sie­ren.

Preis:

  • Da einige Streaming-Anbieter bisher keinen eigenen TV-Stick anbieten, ist der Amazon Fire TV Stick eine prak­ti­sche Allround-Lösung, die mit einer Ein­mal­zah­lung von rund 40 Euro verbunden ist. Ohne Abon­ne­ment müssen Nutzer nicht mit ir­gend­wel­chen Fol­ge­kos­ten rechnen. 
Vorteile Nachteile
kompaktes Format (Maße: 85,9 x 30 x 12,6 mm, Gewicht: 32 g) Nutzung der Prime-Inhalte ver­ur­sacht Ex­tra­kos­ten
Fern­be­die­nung im Lie­fer­um­fang enthalten kein Streamen in Ultra-HD (4K-Auflösung) möglich
zu­sätz­li­che virtuelle Fern­be­die­nung über kos­ten­lo­se App In­ter­net­ver­bin­dung aus­schließ­lich über WLAN (kein LAN-Kabel-Anschluss)
in­te­grier­te Sprach­funk­ti­on
Fol­ge­kos­ten sind frei­wil­lig, der TV-Stick ist auch ohne Abon­ne­ment nutzbar
große App-Auswahl von Dritt­an­bie­tern

Roku Streaming Stick

Der Her­stel­ler Roku überzeugt vor allem durch seine viel­fäl­ti­ge Auswahl an Streaming-Sticks. Im Gegensatz zu Amazon bietet Roku nicht ein Modell für alle, sondern setzt auf separate Geräte, die auf un­ter­schied­li­che Nut­zer­an­sprü­che ausgelegt sind – so können Nutzer je nach Anspruch das passende Modell wählen. Das Stan­dard­mo­dell, der Roku Streaming Stick, lässt sich ähnlich ein­rich­ten wie der Fire TV Stick: Er verfügt über einen HDMI-Anschluss sowie einen extra Strom­zu­gang für einen Netz­ste­cker und benötigt eine funk­tio­nie­ren­de WLAN-Ver­bin­dung.

Ein fort­ge­schrit­te­nes Modell ist der Roku Streaming Stick+. Er zeichnet sich durch seine WLAN-Reich­wei­te aus, die viermal größer ist als beim Stan­dard­mo­dell. Er eignet sich her­vor­ra­gend für Fernseher, die weiter vom WLAN-Router entfernt stehen. Ein we­sent­li­cher Pluspunkt: Der Roku Streaming Stick+ kann auch Videos in 4K-Ultra-HD-Qualität abspielen.

Die Express-Modelle des Roku Streaming Sticks lassen sich auf zwei Arten ans TV-Gerät an­schlie­ßen. So können Sie über Kabel eine direkte Ver­bin­dung zum HDMI-Slot her­stel­len. Ältere Fern­seh­ge­rä­te lassen sich aber auch per Composite mit dem Stick verbinden – das ist ein Anschluss, bei dem alle Signale über drei Cinch­ste­cker über­tra­gen werden: roter und weißer Stecker für die Au­dio­über­tra­gung sowie ein gelber Stecker zur Vi­deo­über­ta­gung. Auf diese Weise können Nutzer auch TV-Geräte ohne HDMI-Anschluss in ein Smart-TV ver­wan­deln. Dabei sollte man jedoch keine ver­gleich­ba­re Bild­qua­li­tät wie bei einer Über­tra­gung durch ein HDMI-Kabel erwarten.

Nachdem der Nutzer den Stick mit dem WLAN verbunden hat, kann er alle be­lie­bi­gen Apps von Streaming-Anbietern über die Be­nut­zer­ober­flä­che in­stal­lie­ren.

Roku bietet eigene Streaming-Inhalte über die kos­ten­lo­sen „Roku Channels“ an. Sie müssen kein Abon­ne­ment ab­schlie­ßen, um diesen nutzen zu können. Roku Streaming Sticks fungieren somit auch als Plattform, um Me­dia­the­ken und TV-Sender über das Internet zu nutzen. Inhalte anderer Musik- oder Video-Abon­ne­ments können Sie über den Roku Streaming Stick abrufen, indem Sie die zu­ge­hö­ri­gen Apps in­stal­lie­ren.

Funk­tio­nen:

  • Mit dem Roku TV-Stick ist eine Video-Auflösung von 720p bis 1080p HD möglich. 4K Ultra-HD bieten lediglich die deutlich teureren Premium-Modelle.
     
  • Der Streaming-Stick von Roku verfügt über einen Ar­beits­spei­cher von 512 MB sowie Ka­pa­zi­tä­ten von 256 MB, die der Nutzer für Apps verwenden kann.
     
  • Der Roku TV-Stick er­mög­licht die Ver­net­zung un­ter­schied­li­cher Geräte mit dem Stick durch DLNA (Digital Living Network Alliance) – ein Standard, durch den der Nutzer auch Geräte un­ter­schied­li­cher Her­stel­ler mit­ein­an­der verbinden kann.
     
  • Zum Roku Streaming Stick gehört eine Fern­be­die­nung mit Sprach­funk­ti­on. Tasten für den Schnell­zu­griff auf Netflix und ähnliche Streaming-Dienste machen die Bedienung ebenso kom­for­ta­bel wie Tasten, um die Laut­stär­ke zu regeln.
     
  • Die kos­ten­lo­se Roku Mobile App bietet Smart­phone-Nutzern eine virtuelle Fern­be­die­nung für den Stick. Auch darüber ist eine Sprach­su­che möglich. Die App ist für Android- und iOS-Nutzer kos­ten­frei er­hält­lich.
     
  • Der Roku Streaming Stick stellt Inhalte über ein In­ter­net­ver­bin­dung zum hei­mi­schen WLAN-Router (Dualband, 802.11ac) bereit. Zu­sätz­li­che Bluetooth-Technik ist in das Gerät nicht verbaut.
     
  • Über die Roku-App hat der Nutzer die Mög­lich­keit, via DLNA Fotos, Musik und Videos auf das TV-Gerät zu über­tra­gen.

Auswahl der Apps:

  • Der TV-Stick von Roku hält eine um­fang­rei­che Auswahl an Apps bereit. Dazu gehören die großen Streaming-Dienste Netflix und Amazon ebenso wie die un­ter­neh­mens­ei­ge­nen Roku-Channels, Nach­rich­ten-Kanäle, YouTube, Vevo und zahl­rei­che Me­dia­the­ken öf­fent­li­cher TV-Sender.
     
  • Zu­sätz­lich bietet der Roku TV-Stick eine große Auswahl an Spiele-Apps und Musik-Streaming-Diensten wie Deezer oder diverse Ra­dio­sen­der.

Preis:

  • Der normale Roku Streaming Stick kostet in der Regel zwischen 30 bis 40 Euro. Wer sich wegen der 4K-Qualität für den Roku Streaming Stick+ ent­schei­det, muss etwa 60 Euro zahlen. Al­ler­dings kommen dann kaum Fol­ge­kos­ten auf einen zu: Viele ver­füg­ba­re Kanäle – wie die Roku-Channels – sind kostenlos.
Vorteile Nachteile
kompaktes Format (Maße: 83,8 x 20,3 x 12,7 mm, Gewicht: 17 g) Streamen in Ultra-HD (4K-Auflösung) nur mit der er­wei­ter­ten Ge­rä­te­aus­füh­rung umsetzbar
Fern­be­die­nung im Lie­fer­um­fang enthalten In­ter­net­ver­bin­dung aus­schließ­lich über WLAN (kein LAN-Kabel-Anschluss)
zu­sätz­li­che virtuelle Fern­be­die­nung über kos­ten­lo­se App keine Bluetooth-Technik verbaut
Sprach­funk­ti­on bei Fern­be­die­nung und zu­ge­hö­ri­ger App verfügbar
Schnell­zu­griff-Tasten für bestimmte Streaming-Dienste
keine Fol­ge­kos­ten, der TV-Stick ist auch ohne Abon­ne­ment nutzbar
große App-Auswahl von Dritt­an­bie­tern
DLNA-Ver­bin­dung mit externen Geräten möglich

Google Chro­me­cast

Anders als die TV-Sticks von Amazon oder Roku ist der Google Chro­me­cast kein Streaming-Stick im her­kömm­li­chen Sinn. Das wird bereits bei seiner Form deutlich, denn die neueren Versionen besitzen die Form einer Scheibe statt eines recht­ecki­gen Sticks. Zudem greift der Chro­me­cast nicht direkt auf Streaming-Inhalte zu. Die ge­wünsch­ten Videos werden zunächst auf einem anderen Gerät auf­ge­ru­fen – bei­spiels­wei­se einem Tablet. Dieses Gerät verbindet der Nutzer dann mit dem Google Chro­me­cast, der alles auf das TV-Gerät überträgt. Kom­pa­ti­bel mit dem TV-Stick sind Mo­bil­ge­rä­te mit Android 4.4 oder höher sowie iOS 9.1 oder höher sowie Computer mit einer aktuellen macOS-, Windows- oder Chrome­book-Versionen.

Das externe Gerät dient dabei als eine Art Fern­be­die­nung: Sie können also bei­spiels­wei­se Ihr Smart­phone verwenden, um darauf bestimmte Streaming-Apps auf­zu­ru­fen. Video-, Foto- oder Mu­sik­in­hal­te überträgt man dann per Knopf­druck an das Chro­me­cast-Gerät, das alles auf dem TV-Bild­schirm abbildet. Auch aus­ge­wähl­te Tabs eines In­ter­net­brow­sers oder der komplette Bild­schirm eines Geräts können auf diese Weise auf dem TV-Gerät dar­ge­stellt werden.

Funk­tio­nen:

  • Der Google Chro­me­cast spielt Videos bis zu einer Auflösung von 1080p ab. Wer 4K-Ultra-HD-Auflösung bevorzugt, benötigt die etwas teurere Variante des Google Chro­me­casts – den Google Chro­me­cast Ultra.

  • Der Google Chro­me­cast verfügt über einen ein­ge­bau­ten Ar­beits­spei­cher von 512 MB sowie einer internen Spei­cher­ka­pa­zi­tät von 256 MB.

  • Damit der Google Chro­me­cast funk­tio­niert, ist es notwendig, ihn mit einem externen Gerät zu verbinden und eine WLAN-Ver­bin­dung her­zu­stel­len. Hat man die Google-Home-App in­stal­liert, kann man darüber den Stick ein­rich­ten und verwalten. Diese App ist für alle Geräte kostenlos.

  • Eine separate Fern­be­die­nung liefert Google nicht mit. Alle Inhalte werden von Smart­phone, Tablet oder Computer aus gesteuert. Um das Gerät per Sprach­steue­rung zu nutzen, ist zu­sätz­li­che Technik notwendig – z. B. ein ent­spre­chen­des Google-Home-Gerät.

  • Der smarte TV-Stick lässt sich nicht nur mit dem WLAN verbinden (Dualband, 802.11ac), sondern er­mög­licht auch, via DLNA und Miracast zu streamen.

  • Auch ein auf dem PC oder Tablet ge­öff­ne­tes Brow­ser­fens­ter kann man via Chro­me­cast auf dem Fern­seh­bild­schirm anzeigen.

Auswahl der Apps:

  • Zu den zahl­rei­chen Apps, die für den Google Chro­me­cast be­reit­ste­hen, gehören bekannte Streaming-Dienste wie Netflix, Watchever, YouTube, Vevo oder die haus­ei­ge­nen Channels Google Play Movies und Google Play Music.

  • Ebenso sind die Me­dia­the­ken der öf­fent­lich-recht­li­chen TV-Sender, In­ter­net­ra­dio­sen­der oder Musik-Streaming-Dienste verfügbar.

Preis:

  • Der Google Chro­me­cast liegt ungefähr im selben Preis­seg­ment wie die gleich­wer­ti­gen TV-Sticks von Roku und Amazon: Etwa 40 Euro setzt der Her­stel­ler als Preis an. Mehr Leistung und Bild­qua­li­tät in 4K-Ultra-HD bringt der Google Chro­me­cast Ultra, der fast das Doppelte kostet.
Vorteile Nachteile
kompaktes Format (Maße: 51,81 x 51,81 x 13,49 mm, 39,1 g) keine zu­ge­hö­ri­ge Fern­be­die­nung
Inhalte von Computern und Mo­bil­ge­rä­ten direkt auf den Fern­seh­bild­schirm über­trag­bar keine Sprach­steue­rung
Ver­wen­dung des ver­bun­de­nen Geräts auch während der Bild­schirm­über­tra­gung möglich Streamen in Ultra-HD (4K-Auflösung) nur mit der er­wei­ter­ten Ge­rä­te­aus­füh­rung umsetzbar
keine Fol­ge­kos­ten, da die Nutzung des TV-Sticks keinerlei kos­ten­pflich­ti­gen An­mel­dun­gen erfordert In vielen Fällen ist die In­stal­la­ti­on von Google Cast oder Google Home auf dem externen Gerät er­for­der­lich, um Chro­me­cast nutzen zu können.
große App-Auswahl – ent­spricht der auf dem externen Gerät
kabellose Über­tra­gung – kein externes Spei­cher­me­di­um oder Ver­ka­be­lung mit dem Gerät notwendig

Die drei TV-Sticks im Überblick

Features Amazon Fire TV Stick Roku Streaming Stick Google Chro­me­cast
Preis ca. 40 Euro ca. 30–40 Euro ca. 40 Euro
Fern­be­die­nung inklusive? ja ja nein
Sprach­be­die­nung ja ja nein
Steuerung über App ja ja ja
DLNA nein ja ja
Miracast ja ja ja
Bluetooth ja nein ja
WLAN ja ja ja
HD 720p und 1080p ja ja ja
Ultra-HD/4K nein ja (beim er­wei­ter­ten Modell) ja (bei Chro­me­cast Ultra)
interner Speicher ja, 8 GB ja, 256 MB ja, 256 MB
Ar­beits­spei­cher ja, 1 GB ja, 512 MB ja, 512 MB
externe Strom­ver­sor­gung ja, über Micro-USB ja, über Micro-USB ja, über Micro-USB
Fol­ge­kos­ten nach An­schaf­fung nein nein nein

Alle drei vor­ge­stell­ten TV-Sticks liegen ungefähr in derselben Preis­klas­se. Ob Sie letztlich den Komfort einer separaten Fern­be­die­nung wünschen oder lieber via Smart­phone oder Tablet das Gerät bedienen, ist Ge­schmacks­sa­che. Alle TV-Sticks über­zeu­gen durch ihre Kom­pakt­heit. Zudem sind die zu den Sticks gehörigen Apps auf un­ter­schied­li­chen Be­triebs­sys­te­men nutzbar. Eine teurere Aus­füh­rung dieser TV-Sticks, die auch Ultra HD un­ter­stützt, ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn auch das eigene Fern­seh­ge­rät eine 4K-Auflösung bietet.

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