Wenn Sie externe Services in Ihr Web­pro­jekt einbinden, müssen Sie nor­ma­ler­wei­se mit einer großen Zahl an Code-Snippets jon­glie­ren. Das erfordert – zu­sätz­lich zu einem gewissen Know-how in Sachen Pro­gram­mie­rung – ein hohes Maß an Übersicht. Um dem zu begegnen, hat Google vor einigen Jahren den Google Tag Manager ver­öf­fent­licht, der die Ein­bin­dung ver­schie­de­ner Codes erheblich ver­ein­facht.

Zu­sam­men­fas­sung

Der Google Tag Manager (GTM) verwaltet Tracking- und Analyse-Tags zentral über ein einziges Container-Snippet.

  • An­pas­sun­gen erfolgen ohne Quellcode-Eingriffe über die GTM-Ober­flä­che
  • Kern­kom­po­nen­ten sind Tags, Trigger und Variablen
  • Der Data Layer über­mit­telt struk­tu­rier­te Er­eig­nis­da­ten
  • GTM un­ter­stützt Server-Side-Tagging und den Consent Mode v2

Was ist der Google Tag Manager?

Der Google Tag Manager (GTM) ist ein web­ba­sier­tes Tag-Ma­nage­ment-System von Google, mit dem Sie Tracking-, Marketing- und Analyse-Tags zentral verwalten, ohne bei jeder Änderung direkt in den Quellcode ein­grei­fen zu müssen. Statt einzelne Snippets manuell in Ihre Website oder App ein­zu­bau­en, steuern Sie alle Tags über eine ein­heit­li­che Ober­flä­che und ver­öf­fent­li­chen Än­de­run­gen ver­sio­niert mit wenigen Klicks. Mit diesen Tags können Sie das Nut­zungs­ver­hal­ten von Website-Be­su­chen­den ana­ly­sie­ren und auswerten, um Ihre UX auf­zu­wer­ten. Ur­sprüng­lich war der GTM vor allem für Google-Dienste wie Google Analytics oder Google Ads gedacht, doch er un­ter­stützt heute eine Vielzahl von Dritt­an­bie­ter-Tags, darunter:

  • Tracking-, Re­mar­ke­ting-, Affiliate- und Con­ver­si­on-Tags
  • In­te­gra­tio­nen für Consent-Ma­nage­ment-Platt­for­men (CMP)
  • Testing-Tools oder Per­so­na­li­sie­rungs­lö­sun­gen
  • in­di­vi­du­el­le Ja­va­Script-Tags

Im aktuellen Tracking-Umfeld spielt der Tag Manager eine zentrale Rolle für:

  • die Im­ple­men­tie­rung von Google Analytics 4 (GA4),
  • die Ein­bin­dung von Con­ver­si­on-Tracking für Google Ads,
  • die Umsetzung des Consent Mode (v2),
  • ser­ver­sei­ti­ges Tracking mit Server-Side Tagging,
  • sowie die struk­tu­rier­te Nutzung eines Data Layers zur Übergabe von Ereignis- und E-Commerce-Daten.
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Wie funk­tio­niert der Tag-Manager von Google genau?

Der Google Tag Manager (GTM) funk­tio­niert als zentrale Steu­er­in­stanz für Tracking- und Marketing-Tags. Nachdem Sie einmalig ein Container-Snippet in den Quellcode Ihrer Website eingefügt haben, verbindet dieses Ihre Seite mit der GTM-Plattform. Alle weiteren Tracking-Codes werden nicht mehr direkt im HTML-Code ein­ge­bun­den, sondern im Container über die web­ba­sier­te Ober­flä­che des Tag Managers verwaltet.

Im GTM legen Sie so­ge­nann­te Tags an, die bestimmte Daten an Analyse- oder Wer­be­platt­for­men senden. Über Trigger de­fi­nie­ren Sie, wann diese Tags ausgelöst werden, bei­spiels­wei­se bei einem Sei­ten­auf­ruf, einem Klick oder einer For­mu­lar­über­mitt­lung. Än­de­run­gen werden zunächst getestet und an­schlie­ßend als neue Container-Version ver­öf­fent­licht. So lassen sich Tracking-An­pas­sun­gen flexibel umsetzen, ohne jedes Mal in den Quellcode ein­grei­fen zu müssen.

Sensible Da­ten­ver­ar­bei­tung mittels Server-Side-Tagging

Neben dem klas­si­schen Web-Container bietet der Tag Manager von Google auch die Mög­lich­keit des Server-Side-Taggings. Dabei wird ein zu­sätz­li­cher Container vom Typ „Server“ ein­ge­rich­tet, der nicht im Browser, sondern auf einem eigenen Server oder in einer Cloud-Umgebung betrieben wird.

Im Un­ter­schied zum her­kömm­li­chen Client-Side-Tracking senden Browser und Web-Container Er­eig­nis­se nicht direkt an Dritt­an­bie­ter wie Google Analytics oder Google Ads. Statt­des­sen werden die Daten zunächst an einen eigenen Server-Endpunkt über­mit­telt. Der dort laufende Server-Container ver­ar­bei­tet diese In­for­ma­tio­nen und leitet sie an­schlie­ßend kon­trol­liert an die je­wei­li­gen Ziel­platt­for­men weiter. Dieses Modell bietet mehrere Vorteile:

Erhöhte Da­ten­kon­trol­le: Sie ent­schei­den, welche Parameter an externe Dienste wei­ter­ge­ge­ben werden.

Fle­xi­ble­re Da­ten­ver­ar­bei­tung: Er­eig­nis­da­ten können ser­ver­sei­tig gefiltert, angepasst oder ergänzt werden.

Robustere Da­ten­er­fas­sung: Da weniger Dritt­an­bie­ter-Skripte direkt im Browser aus­ge­führt werden, kann das Tracking weniger anfällig für Adblocker Browser-Re­strik­tio­nen sein.

Bessere Grundlage für Da­ten­schutz- und Consent-Logiken: Sensible In­for­ma­tio­nen können vor der Wei­ter­lei­tung an­ony­mi­siert oder entfernt werden.

Server-Side-Tagging ersetzt jedoch nicht au­to­ma­tisch recht­li­che An­for­de­run­gen wie Ein­wil­li­gungs­ab­fra­gen: Auch in ser­ver­sei­ti­gen Setups müssen Consent-Ent­schei­dun­gen be­rück­sich­tigt und korrekt ver­ar­bei­tet werden. Für kleinere Websites ist ein klas­si­scher Web-Container in der Regel aus­rei­chend. Für größere, da­ten­ge­trie­be­ne Projekte, ins­be­son­de­re im E-Commerce oder Per­for­mance-Marketing kann Server-Side-Tagging jedoch ein wichtiger Baustein einer modernen Tracking-Ar­chi­tek­tur sein.

Tags, Trigger und Variablen: Die Kern­kom­po­nen­ten von Google Tag Manager

Damit der Container die ge­wünsch­ten Er­eig­nis­se, In­ter­ak­tio­nen und Zustände korrekt erfasst und an Analyse-, Marketing- oder Dritt­an­bie­ter-Dienste wei­ter­lei­tet, arbeiten im Google Tag Manager drei zentrale Bausteine zusammen: Tags, Trigger und Variablen. Für alle drei Elemente stellt GTM zahl­rei­che Vorlagen bereit. Darüber hinaus können Sie in­di­vi­du­el­le Kon­fi­gu­ra­tio­nen oder be­nut­zer­de­fi­nier­ten Code verwenden. Welche Funktion Tags, Trigger und Variablen genau haben, zeigen die folgenden Kurz­por­traits.

Tags

Tags sind die zentralen Steu­er­ein­hei­ten des Tag-Managers von Google. Sie legen fest, welche In­for­ma­tio­nen an welche Dienste gesendet werden. Ein Tag ent­spricht funk­tio­nal einem Tracking- oder Marketing-Snippet; es wird jedoch nicht mehr direkt im Quellcode ein­ge­bun­den, sondern zentral im Container verwaltet. Typische Tag-Typen sind:

  • Google-Tags
  • Google Ads-Con­ver­si­on-Tags
  • Re­mar­ke­ting-Tags
  • Consent-In­itia­li­sie­rungs­tags
  • be­nut­zer­de­fi­nier­te HTML- oder Ja­va­Script-Tags
  • ser­ver­sei­ti­ge Wei­ter­lei­tungs-Tags (bei Server-Con­tai­nern)

Im Un­ter­schied zu älteren Tracking-Ar­chi­tek­tu­ren arbeiten moderne GA4-Im­ple­men­tie­run­gen voll­stän­dig er­eig­nis­ba­siert. Das bedeutet: Anstatt nur Sei­ten­auf­ru­fe zu messen, de­fi­nie­ren Sie in­di­vi­du­el­le Events wie page_view, add_to_cart oder purchase, die über ent­spre­chen­de Tags ausgelöst werden.

Trigger

Trigger bestimmen, wann ein Tag ausgelöst wird. Trigger sind also konkrete Er­eig­nis­se, In­ter­ak­tio­nen der Nutzenden mit dem Web­pro­jekt, die dazu führen sollen, dass ein Code aus­ge­führt wird. Typische Trigger sind:

  • Sei­ten­auf­ru­fe
  • Klicks auf Buttons oder Links
  • For­mu­lar­über­mitt­lun­gen
  • Scroll-Tiefen
  • be­nut­zer­de­fi­nier­te Events aus dem Data Layer
  • bestimmte Consent-Status

Zu­sätz­lich lassen sich Trigger mit Be­din­gun­gen kom­bi­nie­ren, etwa:

  • nur auf be­stimm­ten URLs,
  • nur bei be­stimm­ten Ele­ment­klas­sen,
  • nur bei aktivem Werbe-Consent.

Ein Trigger kann mehreren Tags zu­ge­ord­net werden, wodurch sich komplexe Tracking-Logiken effizient abbilden lassen.

Variablen

Variablen liefern die dy­na­mi­schen Werte, die Tags und Trigger benötigen. Sie greifen auf In­for­ma­tio­nen zu, die beim Laden der Seite oder bei einem Ereignis verfügbar sind. Variablen dienen also dazu, die Trigger zu spe­zi­fi­zie­ren. Während Sie mit einem Trigger lediglich de­fi­nie­ren, dass ein Tag aus­ge­führt werden soll, sobald ein Sei­ten­auf­ruf geschieht, können Sie mithilfe einer Variablen festlegen, um welche Seite(n) bzw. URL(s) es sich dabei genau handeln soll. Im E-Commerce-Kontext werden etwa Produkt-ID, Wa­ren­korb­wert oder Trans­ak­ti­ons­num­mer über Data-Layer-Variablen aus­ge­le­sen und an GA4 oder andere Systeme übergeben. Un­ter­schie­den wird zwischen:

  • in­te­grier­ten Variablen (z. B. URL, Klick-ID, Referrer),
  • Data-Layer-Variablen,
  • be­nut­zer­de­fi­nier­ten Ja­va­Script-Variablen,
  • und Consent-Status-Variablen.

Data Layer: Struk­tu­rier­te Da­ten­über­ga­be für modernes Tracking

Der Data Layer ist eine Ja­va­Script-Da­ten­struk­tur (meist ein Array), die als zentrale Schnitt­stel­le zwischen Ihrer Website und dem Google Tag Manager dient. Über ihn werden struk­tu­rier­te In­for­ma­tio­nen an den Container übergeben. Der Tag Manager „lauscht“ permanent auf neue Einträge im Data Layer und reagiert darauf mit de­fi­nier­ten Triggern und Tags. Sobald bestimmte Aktionen auf Ihrer Website statt­fin­den – etwa ein Kauf, ein Klick oder das Absenden eines Formulars – können Sie gezielt In­for­ma­tio­nen in diesen Data Layer „pushen“:

Der Ablauf sieht in der Praxis dann so aus: Eine Person schließt den Kauf auf Ihrer Website ab. Ihre Website schreibt daraufhin struk­tu­rier­te Daten in den Data Layer:

dataLayer.push({
    event: "purchase",
    transaction_id: "T12345",
    value: 99.99,
    currency: "EUR"
});
json

Der Google Tag Manager erkennt das Ereignis purchase und aktiviert daraufhin einen de­fi­nier­ten Trigger, der einen Tag auslöst, um die In­ter­ak­ti­on der Userin oder des Users zu tracken. Typische Ein­satz­be­rei­che des Data Layers sind:

  • E-Commerce-Tracking (Pro­dukt­da­ten, Wa­ren­korb­wer­te, Trans­ak­tio­nen)
  • Lead-Tracking (For­mu­lar­über­mitt­lun­gen mit Kon­text­da­ten)
  • Consent-Status-Übergabe
  • Be­nut­zer­de­fi­nier­te Er­eig­nis­se
  • Per­so­na­li­sie­rungs-Logiken

Seit 2024 ist der Consent Mode v2 für per­so­na­li­sier­te Google-Werbung in der EU ver­pflich­tend. Un­ter­neh­men, die Google Ads oder Google Analytics 4 einsetzen und per­so­na­li­sier­te Anzeigen schalten möchten, müssen Ein­wil­li­gungs­ent­schei­dun­gen technisch korrekt an Google über­mit­teln. Der Google Consent Mode er­mög­licht es dabei, Google-Dienste zu nutzen, auch wenn eine voll­stän­di­ge Zu­stim­mung der Userinnen und User noch nicht vorliegt. In diesem Fall werden nur ein­ge­schränk­te, nicht per­so­na­li­sier­te Signale ver­ar­bei­tet. Erst wenn eine ent­spre­chen­de Ein­wil­li­gung erteilt wurde, darf das voll­stän­di­ge Tracking aktiviert werden.

Im Consent Mode v2 bestehen daher zwei zu­sätz­li­che Ein­wil­li­gungs­si­gna­le, die angeben, ob per­so­nen­be­zo­ge­ne Wer­be­da­ten ver­ar­bei­tet be­zie­hungs­wei­se per­so­na­li­sier­te Werbung aus­ge­spielt werden darf:

  • ad_user_data
  • ad_personalization

Der Google Tag Manager übernimmt in diesem Zu­sam­men­hang die tech­ni­sche Steuerung und sorgt dafür, dass Tags abhängig vom je­wei­li­gen Consent-Status korrekt ausgelöst oder blockiert werden.

Welche Vorteile hat der Google Tag Manager?

Der Google Tag Manager ist heute weit mehr als nur eine kom­for­ta­ble Mög­lich­keit, Tracking-Snippets zu verwalten. In modernen Tracking-Setups spielt er eine zentrale Rolle für Da­ten­kon­trol­le, Da­ten­schutz und Per­for­mance-Op­ti­mie­rung. Die wich­tigs­ten Vorteile im Überblick:

Vorteil Be­schrei­bung
Zentrale Tag-Ver­wal­tung Alle Analyse-, Marketing- und Con­ver­si­on-Tags werden über eine Ober­flä­che kon­fi­gu­riert, getestet und ver­öf­fent­licht
Än­de­run­gen ohne wie­der­hol­te Code-An­pas­sun­gen
Un­ab­hän­gig­keit von der IT Marketing- und Analyse-Teams können Tags ei­gen­stän­dig anpassen
Kom­for­ta­ble Test- und Debug-Funk­tio­nen In­te­grier­ter Vor­schau­mo­dus, Debug-Konsole und struk­tu­rier­te Feh­ler­mel­dun­gen er­leich­tern die Qua­li­täts­si­che­rung
Ver­sio­nie­rung und Zu­griffs­kon­trol­le Ar­beits­be­rei­che, Än­de­rungs­ver­lauf und rol­len­ba­sier­te Zugriffe er­mög­li­chen kon­trol­lier­te Team­ar­beit.
Consent-In­te­gra­ti­on (Consent Mode v2) Tags lassen sich abhängig vom Ein­wil­li­gungs­sta­tus auslösen oder blo­ckie­ren
In­te­gra­ti­on mit Consent-Ma­nage­ment-Platt­for­men
Un­ter­stüt­zung für Server-Side-Tracking Web- und Server-Container er­mög­li­chen kon­trol­lier­te Da­ten­wei­ter­lei­tung über eigene Server-Endpunkte
Hohe Tool-Kom­pa­ti­bi­li­tät In­te­gra­ti­on zahl­rei­cher Dritt­an­bie­ter-Tags und Testing-Tools möglich
Asyn­chro­ne Ein­bin­dung Tags werden un­ab­hän­gig vom Haupt­in­halt geladen und blo­ckie­ren die Seite in der Regel nicht
Struk­tu­rier­te Da­ten­über­ga­be via Data Layer Er­eig­nis­se und E-Commerce-Daten können stan­dar­di­siert übergeben werden

Tutorial: Google Tag Manager für das eigene Web­pro­jekt verwenden

Doch wie lässt sich der Google Tag Manager einbinden? Der Tag-Manager ist kostenlos und web­ba­siert, sodass keine In­stal­la­ti­on notwendig ist. Die einzige Vor­aus­set­zung ist ein gültiges Google-Konto. Nutzen Sie bereits Dienste wie Gmail oder Google Drive, haben Sie bereits ein Konto. An­dern­falls müssen Sie sich zunächst ein Google-Konto erstellen.

Das folgende Tutorial zeigt, wie Sie den Google Tag Manager für Ihr eigenes Web­pro­jekt nutzen, wie Sie mit dem Tool einen Web-Container bauen und den Google-Dienst GA4 einbinden.

Schritt 1: Google-Tag-Manager-Konto ein­rich­ten und Container anlegen

  1. Rufen Sie die of­fi­zi­el­le Website des Google-Tag-Managers auf.
  2. Melden Sie sich mit Ihrem Google-Konto an.
  3. Klicken Sie auf „Konto erstellen“.
  4. Geben Sie einen Kon­to­na­men (z. B. Un­ter­neh­mens­na­me) und das Land an.
  5. Vergeben Sie einen Con­tai­ner­na­men (z. B. Do­main­na­me) und wählen Sie den Zieltyp. Für klas­si­sche Websites wählen Sie „Web“.
  6. Klicken Sie auf „Erstellen“ und ak­zep­tie­ren Sie die Nut­zungs­be­din­gun­gen.

Google generiert nun den Container. Pro Website werden in der Regel in­di­vi­du­el­le Container verwendet.

Schritt 2: Google-Tag-Manager-Container-Snippet einbinden

Es dauert einen kleinen Moment, bis das Google-Tool den Container generiert hat. War der Vorgang er­folg­reich, prä­sen­tiert Ihnen der Tag-Manager zwei GTM-Container-Code-Snippets. Diese bauen Sie wie folgt ein:

  1. Fügen Sie den ersten Container-Code per Copy-and-Paste in den <head>-Bereich Ihrer Seiten ein.
  2. Fügen Sie den zweiten Container-Code auf dieselbe Weise in den <body>-Bereich ein.
Bild: Google Tag Manager: Container-Code-Snippets für Ihre Website
Erst nachdem Sie das Google-Tag-Manager-Snippet in Ihr Web­pro­jekt ein­ge­bun­den haben, können Sie Tags kon­fi­gu­rie­ren.
Tipp

Falls Sie ein Content Ma­nage­ment System wie WordPress verwenden, kann das Container-Snippet häufig über ein Plugin oder Theme ein­ge­bun­den werden.

Schritt 3: Erstellen des Google-Tags

Das Google-Tag kann bei ent­spre­chen­der Kon­fi­gu­ra­ti­on Sei­ten­auf­ru­fe, Scrollen, Klicks auf aus­ge­hen­de Links, Website-Suche, Vi­deo­be­tei­li­gung und Datei-Downloads au­to­ma­tisch erfassen. Um das Google-Tag ein­zu­rich­ten, sollten Sie Ihre GA4-Mess-ID be­reit­hal­ten. Diese finden Sie in Ihrem Google-Analytics-Konto (Format: G-XXXXXXXXXX).

Hinweis

Die Mess-ID ent­spricht der Ziel-ID, wie sie in Google Analytics 4 auch genannt wird.

So richten Sie das Google-Tag ein:

  1. Wechseln Sie im GTM zu „Übersicht“ und wählen Sie das Feld „Neues Tag hin­zu­fü­gen“ aus.
Bild: Google Tag Manager: Neues Tag erstellen
Im Ar­beits­be­reich des GTM können Sie neue Tags ein­rich­ten.
  1. Wählen Sie im Bereich Tag-Kon­fi­gu­ra­ti­on den Tag-Typ: „Google Tag“ und tragen Sie Ihre Mess-ID ein.
  2. Wählen Sie im Bereich Trigger „In­itia­liza­ti­on - All Pages“ aus.
  3. Benennen Sie das neu erstellte Tag, im Beispiel verwenden wir den Namen „GA4-Kon­fi­gu­ra­ti­on-Tag“ und speichern Sie das Tag.
Bild: Übersicht der vorhandenen Tags im GTM
Im Menüpunkt „Tags“ können Sie die ein­ge­rich­te­ten Tags einsehen.

Schritt 4: GA4-Ereignis-Tags

Neben den In­for­ma­tio­nen, die das Google-Tag für Sie misst (Sei­ten­auf­ru­fe, Scrollen, Klicks auf aus­ge­hen­de Links, Website-Suche, Vi­deo­be­tei­li­gung und Datei-Downloads), können Sie auch andere Daten zum Nut­zungs­ver­hal­ten sammeln. Hierfür stellt Google Ihnen so­ge­nann­te „emp­foh­le­ne Er­eig­nis­se“ zusammen, die von Ihnen selbst aktiviert werden müssen, jedoch bereits einen Namen und vor­de­fi­nier­te Variablen haben. Möchten Sie ein emp­foh­le­nes Ereignis erfassen, so müssen Sie ein ent­spre­chen­des GA4-Ereignis-Tag ein­rich­ten.

Hinweis

Das Google-Tag legt die Basis für GA4-Tags: Das Google-Tag wird zuerst geladen, um die Ver­bin­dung zu GA4 her­zu­stel­len. Erst danach sind die-GA4-Ereignis-Tags an der Reihe, um de­tail­lier­te Nut­zungs­in­for­ma­tio­nen zu über­mit­teln, wobei sie die Kon­fi­gu­ra­ti­on des Google Tags nutzen.

Zu den emp­foh­le­nen Er­eig­nis­sen zählt z. B. das GA4-Ereignis generate_lead, welches anhand ver­schie­de­ner Variablen das Verhalten der Nutzenden pro­to­kol­liert. Anhand des generate_lead-Er­eig­nis­ses erklärt die folgende Anleitung, wie Sie GA4-Ereignis-Tags im GTM ak­ti­vie­ren können:

Um ein GA4-Ereignis-Tag zu ak­ti­vie­ren, müssen Sie zunächst den passenden Trigger iden­ti­fi­zie­ren. Denn GA4 gibt zwar den emp­foh­le­nen Er­eig­nis­na­men und damit ein­her­ge­hen­de Parameter an – aber nicht den Trigger, durch den die Über­mitt­lung der er­eig­nis­spe­zi­fi­schen Parameter ausgelöst wird. Im Falle des generate_lead-Er­eig­nis­ses ist die Frage demnach: Durch welchen tech­ni­schen Impuls entsteht ein Lead in meinem Web­pro­jekt? Die Antwort hierauf kann je nach Web­pro­jekt in­di­vi­du­ell ausfallen. Der GTM hat in jedem Fall passende Optionen zur Verfügung.

Für unser Beispiel-Web­pro­jekt soll ein Button-Klick als Auslöser des Events generate_lead fungieren. Um den Tag korrekt ein­zu­rich­ten, sind folgende Schritte notwendig:

  1. Öffnen Sie im seit­li­chen Menü den Un­ter­punkt „Trigger“ und klicken Sie auf das Feld „Neu“.
  2. Wählen Sie nun den Trigger-Typ „Klick: Alle Elemente“ aus.
  3. Geben Sie dem Trigger einen Namen, für dieses Beispiel verwenden wir den Namen „Button-Klick-Trigger“.
  4. Speichern Sie den neu er­stell­ten Trigger.
Bild: Übersicht der eingerichteten Trigger
Fertig ein­ge­rich­te­te Trigger können Sie im Ar­beits­be­reich im Menüpunkt „Triggers“ einsehen.
  1. Öffnen Sie den seit­li­chen Menüpunkt „Tags“ im Google Tag Manager und erstellen Sie über das Feld „Neu“ ein neues Tag vom Typ „Google Analytics: GA4-Ereignis“.
  2. Tragen Sie Ihre Mess-ID ein. Falls Sie für den Mess-ID-Container noch kein Google-Tag (Schritt 3) erstellt haben, wird dies nun vom System erkannt und angemerkt.
  3. Im Feld „Er­eig­nis­na­me“ muss der Name des emp­foh­le­nen Er­eig­nis­ses ein­ge­tra­gen werden, in diesem Beispiel ist dieser generate_lead.
  4. Wählen Sie nun den eben ein­ge­rich­te­ten Trigger als Auslöser aus.
  5. Benennen Sie das neu ein­ge­rich­te­te Tag z. B. als „generate_lead-Tag“. Speichern Sie das neue Tag.
Bild: generate_lead-Tag in der Ansicht
Ansicht des fertig ein­ge­rich­te­ten generate_lead-Tags

Wenn Sie Google Analytics 4 oder Google Ads einsetzen und per­so­na­li­sier­te Werbung, Con­ver­si­on-Tracking oder Re­mar­ke­ting nutzen, müssen Sie in der EU den Google Consent Mode v2 ak­ti­vie­ren, um eine aktive Ein­wil­li­gung der Nutzenden für bestimmte Tracking- und Wer­be­maß­nah­men ein­zu­ho­len. Der Google Consent Mode über­mit­telt Ein­wil­li­gungs­in­for­ma­tio­nen an Google-Dienste und führt Tags abhängig vom Ein­wil­li­gungs­sta­tus entweder:

  • voll­stän­dig aus,
  • nur ein­ge­schränkt aus,
  • oder blockiert Tags gänzlich.

Um den Consent Mode v2 ein­zu­rich­ten, gehen Sie fol­gen­der­ma­ßen vor:

  1. Im­ple­men­tie­rung einer CMP: Zunächst benötigen Sie ein Ein­wil­li­gungs­ban­ner (Cookie-Banner), das die Zu­stim­mung der Nutzenden abfragt. Dies erfolgt über eine so­ge­nann­te Consent Ma­nage­ment Platform (CMP). Ihre CMP muss den Consent Mode v2 un­ter­stüt­zen und dort aktiviert sein.
  2. GTM vor­be­rei­ten: Ak­ti­vie­ren Sie im GTM im Bereich „Ver­wal­tung“ in den „Con­tai­ner­ein­stel­lun­gen“ die „Ein­wil­li­gungs­über­sicht“. Danach können Sie bei Ihren Tags die Ein­wil­li­gungs­ein­stel­lun­gen verwalten.
  3. Standard-Ein­wil­li­gung festlegen: Bevor Nutzende eine Ent­schei­dung treffen, muss ein Stan­dard­wert gesetzt werden. In der EU ist dieser üb­li­cher­wei­se: alle Consent-Typen „denied“. Dafür richten Sie ein Consent-In­itia­liza­ti­on-Tag ein (häufig über eine CMP-Vorlage), welches mit dem Trigger „Consent-In­itia­li­sie­rung - Alle Seiten“ ausgelöst wird. So stellen Sie sicher, dass vor einer Zu­stim­mung kein voll­stän­di­ges Tracking startet.
  4. Tags anpassen: Über­prü­fen Sie Ihre be­stehen­den Tags (z. B. GA4 oder Google Ads) im Bereich „Consent-Ein­stel­lun­gen“ nach den er­for­der­li­chen Ein­wil­li­gun­gen:
  • GA4-Tags benötigen analytics_storage
  • Google Ads-Tags benötigen ad_storage
  • Tags für per­so­na­li­sier­te Werbung benötigen zu­sätz­lich ad_user_data und ad_personalization
Bild: Eingerichtete Nutzereinwilligung eines GA4-Tags
Ein­ge­rich­te­te Ein­stel­lung zur Nut­zer­ein­wil­li­gung eines GA4-Tags

Schritt 6: Setup und Google-Tags testen (Tag Assistant)

Wenn Sie Ihren Container voll­stän­dig ein­ge­rich­tet haben, sollten Sie vor der Ver­öf­fent­li­chung Ihre Kon­fi­gu­ra­tio­nen prüfen:

  1. Klicken Sie im Ar­beits­be­reich des GTM oben rechts auf „In Vorschau ansehen“.
  2. Geben Sie die URL Ihrer Website ein.
Bild: GTM Tag Assistant
Um den Vor­schau­mo­dus zu starten, müssen Sie die URL der Website angeben.
  1. Der Tag Assistant öffnet sich. Prüfen Sie: Wurde das GA4-Kon­fi­gu­ra­ti­ons­tag ausgelöst? Werden Events korrekt gesendet? Werden Consent-Regeln be­rück­sich­tigt?

Schritt 7: Container ver­öf­fent­li­chen

Wenn alle Tests er­folg­reich sind und Sie die vor­ge­nom­me­nen Än­de­run­gen live schalten wollen, können Sie den letzten Schritt durch­füh­ren:

  1. Klicken Sie im Ar­beits­be­reich des Google Tag Managers auf „Senden“.
  2. Wählen Sie „Version erstellen und ver­öf­fent­li­chen“.
  3. Vergeben Sie einen Ver­si­ons­na­men. Falls es Tags gibt, bei denen die Ein­wil­li­gungs­kon­fi­gu­ra­tio­nen noch nicht vor­ge­nom­men wurden, erhalten Sie eine ent­spre­chen­de Meldung im unteren Bereich des Fensters.
Bild: GTM Container-Veröffentlichung
Vor der Ver­öf­fent­li­chung zeigt GTM an, dass ein Tag noch keine Ein­wil­li­gungs­kon­fi­gu­ra­tio­nen erhalten hat.
  1. Wenn keine Tags nach­be­ar­bei­tet werden müssen, klicken Sie auf „Ver­öf­fent­li­chen“. Die Än­de­run­gen sind nun live.
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