AWS-Alternativen - So finden Sie die Beste!

Die Amazon Web Services (AWS) sind seit jeher marktführend im Bereich des Cloud-Computings. Mittlerweile jedoch existiert eine Reihe attraktiver AWS-Alternativen. Durch die laufende Entwicklung der Cloud-Technologien ist es nicht einfach, den besten Anbieter für den konkreten Anwendungsfall zu finden. In vielen Fällen lohnt sich jedoch die Mühe.

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Worauf kommt es bei der Auswahl eines Cloud-Anbieters an?

Unternehmen profitieren von den vielen Vorteilen des Cloud Computings. Der Wechsel zu cloudbasierter Infrastruktur bedingt jedoch auch große Umstellungen. In vielerlei Hinsicht geht die Nutzung der Cloud einher mit einem Verlust an Kontrolle. Wo vormals eigene Hardware zum Einsatz kam, wird diese nun angemietet – zu den Konditionen des Anbieters. Die Wahl der beteiligten Partner sollte daher gut überlegt sein.

So merken die Autoren einer Studie zu Auswahlkriterien von Cloud-Anbietern an:

Zitat

„Choosing the wrong CSP can lead to failure in future service delivery, compromised data confidentiality or integrity, and non-compliance with established regulations […].“ – Michael Lang, Manuel Wiesche & Helmut Krcmar

Übersetzung:

„Die Wahl des falschen Cloudservice-Anbieters („Cloud Service Provider“, CSP) kann dazu führen, dass zukünftige Dienstleistungen nicht erbracht, Datenschutz und -sicherheit kompromittiert und geltende Vorschriften nicht eingehalten werden können […].“ (übersetzt von IONOS)

Bei der Auswahl eines Cloud-Anbieters kommt eine Vielzahl an Entscheidungsfaktoren zum Tragen. Diese gehen über rein technische Aspekte hinaus. Über die Jahre gab es eine Verschiebung der Gewichtung. Heutzutage wird der Fokus verstärkt auf die nichttechnischen Attribute gelegt. Denn die Nutzung der Cloud schafft Abhängigkeiten vom Anbieter. Daher rückt das Vertrauen in den Cloud-Anbieter als Partner in den Mittelpunkt.

Auf dem Markt für Cloud-Services sind die Amazon Web Services (AWS) seit jeher dominierend. Mittlerweile gibt es jedoch eine Vielzahl mit AWS konkurrierender Alternativen. Wie Anbieter in Hinsicht auf Datenschutz, Preisgestaltung, Zertifizierung etc. aufgestellt sind, ist von großer Bedeutung. Die Schwierigkeit besteht darin, die verschiedenen Angebote vergleichbar zu machen. Nur so lässt sich eine für ein Unternehmen optimale Entscheidung treffen.

Quality-of-Service(QoS)-Attribute für AWS-Alternativen

Unter Quality-of-Service(QoS)-Attributen versteht man Merkmale, anhand derer die Qualität eines Dienstes bemessen wird. Aggregiert lassen sich diese ausweiten, um die Qualität des Dienste-Anbieters zu messen. Wir beziehen uns im Folgenden auf eine Untersuchung der Technischen Universität München (TUM). Im Rahmen einer sogenannten Delphi-Studie wurde ein Panel von Experten zu Auswahlkriterien für Cloud-Anbieter befragt. Die Antworten wurden nach einem festgelegten Schema ausgewertet, gewichtet und in einen Kontext mit früheren Studien gestellt. Die Autoren der oben genannten Studie stellen fest:

Zitat

„To select the ‚right‘ CSP, a wide range of technical and managerial Quality-of-Service (QoS) attributes must be considered. For example, technical QoS attributes such as performance or reliability are essential to specify characteristics of the CSP in relation to the cloud service itself and can be measured using specific techniques such as bandwidth or latency tests.“ – Michael Lang, Manuel Wiesche & Helmut Krcmar

Übersetzung:

„Um den ‚richtigen‘ Cloudservice-Anbieter („Cloud Service Provider“, CSP) auszuwählen, muss ein breites Spektrum technischer und entscheiderischer Quality-of-Service(QoS)-Attribute beachtet werden. Beispielsweise sind technische QoS-Attribute wie Performanz oder Verfügbarkeit essenziell, um die Merkmale des CSP in Bezug auf die Cloud-Dienste zu spezifizieren. Technische Attribute lassen sich durch geeignete Methoden wie Bandbreite- oder Latenz-Tests messen.“ (übersetzt von IONOS)

Wie wir sehen, kommen zwei Klassen von QoS-Attributen bei der Entscheidungsfindung zum Tragen:

  1. Technische QoS-Attribute zur Auswahl einer AWS-Alternative

Die technischen Attribute bilden die Grundlage für die Entscheidungsfindung. Es handelt sich dabei um die funktionalen Eigenschaften der Dienste. So wird die Frage beantwortet, ob die Dienste leisten, was der Kunde zur Erfüllung seiner Ziele benötigt. Darüber hinaus wird die Möglichkeit betrachtet, die Dienste in die bestehende Unternehmensstruktur zu integrieren.

  1. Entscheiderische QoS-Attribute zur Auswahl einer AWS-Alternative

Die entscheiderischen Attribute (auf Englisch „managerial attributes“) dienen dazu, die Unsicherheit bei der Auswahl eines Cloud-Anbieters zu reduzieren. Entscheiderische Attribute zielen darauf ab, konkrete Metriken über die Dienste des Anbieters zu ermitteln. Es gilt zu testen, ob der Anbieter hält, was er verspricht, und sicherzustellen, dass der Anbieter regulatorische Anforderungen erfüllt.

Verschaffen wir uns zunächst einen Überblick über die technischen QoS-Attribute:

Technisches QoS-Attribut Erklärung
Funktionalität Verfügbarkeit, Performance, Skalierbarkeit, Sicherheit
Flexibilität Möglichkeit zur Veränderung der genutzten Dienste
Integration Verfügbare Schnittstellen und Protokolle zum Einbinden in die Unternehmensstruktur
Kontrolle Werkzeuge und Ansätze zur Steuerung und Konfiguration der Dienste

Die Autoren der TUM-Studie betonen die Wichtigkeit der über die technischen Merkmale hinausgehenden, entscheiderischen QoS-Attribute:

Zitat

„To adequately assess and verify the range of technical QoS attributes, cloud customers require managerial QoS. Managerial QoS attributes such as geolocation of servers or monitoring services verify and assure the capabilities and advertised characteristics of a CSP.“ – Michael Lang, Manuel Wiesche & Helmut Krcmar

Übersetzung:

„Um die gesamte Bandbreite der technischen QoS-Attribute zufriedenstellend zu überprüfen, benötigen Bezieher von Cloud-Services entscheiderische QoS-Attribute. Anhand entscheiderischer QoS-Attribute wie geographische Lage der Server oder Monitoring-Dienste werden die vom CSP angepriesenen Kapazitäten sichergestellt.“ (übersetzt von IONOS)

Schauen wir uns nun die entscheiderischen QoS-Attribute an:

Entscheiderisches QoS-Attribut Erklärung
Compliance Erfüllung der regulatorischen Vorgaben; abhängig vom Firmensitz des Anbieters und der Lage der Server
Verträge Übersichtliche, klare Verträge mit nachvollziehbarer, am Verbrauch orientierter Preisstruktur
Geografische Lage der Server Beeinflusst geltende Datenschutzvorschriften sowie Latenzen beim Zugriff durch Nutzer
Transparenz In Bezug auf Sicherheit, Datenschutz, Cloud-Architektur etc.
Zertifizierung Durch anerkannte Stellen; schafft Rechtssicherheit
Monitoring Überwachung der Qualität der bezogenen Dienste
Deployment-Modell Public-/Private-/Hybrid-Cloud; API, Orchestrierung, Infrastructure-as-Code (IaC)
Testumgebung Kostenloser Probezeitraum, Tests von Funktionalität, Integration, Kontrolle

Auswahl eines Cloud-Anbieters als AWS-Alternative

Die Fülle von Cloud-Anbietern führt zu einem verstärkten Wettbewerb. Dies schlägt sich in sinkenden Preisen nieder, schafft jedoch auch einen Anreiz für Anbieter, zu schummeln. So rückt die Transparenz des Anbieters als Entscheidungsmerkmal in den Vordergrund. Jedoch ist die Cloud an sich intransparent; als Kunde ist man auf die Angaben des Anbieters angewiesen. Aus der Studie der Technischen Universität München:

Zitat

„Transparency, however, is limited within the cloud computing environment, and customers may not have complete information to assure performance and attain or maintain regulatory compliance.“ – Michael Lang, Manuel Wiesche & Helmut Krcmar

Übersetzung:

„In einer Cloud-Computing-Umgebung ist die Transparenz begrenzt. So kann es dazu kommen, dass Kunden die vollständige Information fehlt, die benötigt wird, um Performanz oder die Einhaltung vorgeschriebener Regeln sicherzustellen.“ (übersetzt von IONOS)

Mehr Auswahl bei Cloud-Anbietern wie AWS und vergleichbaren Alternativen bedeutet für Kunden auch, dass es schwieriger wird, eine Entscheidung zu treffen. Aufgrund der Vielzahl an Diensten, die von den verschiedenen Anbietern bereitgestellt werden, und der z. T. hochkomplexen Preisstrukturen ist es fast unmöglich, Preise direkt zu vergleichen. Leichter geht dies, wenn sich die Anbieter an etablierten Standards orientieren. Zertifizierungen durch Dritte, Service-Level-Agreements (SLA) und offene Schnittstellen erleichtern den Vergleich mehrerer Anbieter.

Die Cloud-Technologie ist andauernd laufender Entwicklung unterzogen. So werden neue Dienste angeboten, die z. T. noch wenig bekannt sind. Dies führt zu Unsicherheit auf Seiten der Kunden. Von großer Wichtigkeit sind daher Testumgebungen. So können Kunden sich selbst von der Leistungs- und Integrationsfähigkeit der Technologien und Schnittstellen überzeugen.

Der generelle Prozess zur Auswahl eines Cloud-Anbieters umfasst drei Phasen:

  1. Entscheidung treffen, Cloud-Services zu nutzen. Business-Anforderungen definieren und Rahmen-Bedingungen abstecken.
  2. Vorauswahl von Cloud-Anbieter-Kandidaten durchführen. Diese erfüllen allesamt die funktionalen Anforderungen.
  3. Entscheidung für einen oder mehrere Cloud-Anbieter treffen. Dabei Multi-/Hybrid-Cloud Ansätze bedenken.

Cloud-Dienste als AWS-Alternative einsetzen

Die oben genannten QoS-Attribute bilden eine solide Grundlage für eine reproduzierbare Entscheidungsfindung. Lenken wir unseren Blick nun auf die konkreten Eigenschaften mit AWS konkurrierender Alternativen sowie auf die Modalitäten der Zusammenarbeit.

Rahmen der Geschäftsbeziehung abstecken

Zunächst gilt es, die eigenen Anforderungen an Cloud-Dienste zu definieren. Als erste Schritte werden die Ziele festgelegt und der Ist-Zustand ermittelt. Wichtig ist dabei, Dark Data im Hinterkopf zu behalten: Wahrscheinlich operiert man nur mit einer Untermenge der verfügbaren Informationen. Als nächster Schritt wird eine Roadmap erstellt, die den Weg vom Ist-Zustand hin zur Erreichung der Ziele beschreibt. Dabei gilt es, die technologische Entwicklung im Blick zu behalten.

Bevor man sich mit den technischen Kapazitäten beschäftigt, sollte die Vertrauenswürdigkeit möglicher Partner sichergestellt werden. Wichtige Punkte sind finanzielle Stabilität, Jurisdiktion des Firmensitzes und Transparenz. Auch die Geschäftsphilosophie sollte passen; verstärkt legen Firmen Wert auf ethisches Handeln der Geschäftspartner.

Im Normalfall existiert auf Seiten des Kunden bereits IT-Infrastruktur, gleich ob auf eigenen Systemen oder in der Cloud. Es gilt sicherzustellen, dass sich die existierenden Systeme zum neuen Anbieter migrieren bzw. im Verbund nutzen lassen. Ferner sollte festgestellt werden, inwieweit für die Migration die Unterstützung des Anbieters benötigt wird. Für größtmögliche Flexibilität sollte der Cloud-Anbieter Multi- und Hybrid-Cloud-Ansätze unterstützen. Idealerweise lassen sich zum Aufbau der Cloud-Infrastruktur Orchestrierungs-Tools und Infrastructure-as-Code (IaC) Ansätze nutzen.

Das Sichten der Verträge des Anbieters kann einiges an Aufwand in Anspruch nehmen. Einfacher geht dies, wenn die Konditionen bekannten Mustern folgend aufgebaut sind. Es ist sinnvoll, schon vor Beginn der Geschäftsbeziehung eine Exit-Strategie zu definieren. Diese kann sowohl einzelne Services wie auch das gesamte Dienstleistungspaket umfassen. Die Strategie sollte Ereignisse definieren, die einen Exit erforderlich machen und die dann zu ergreifenden Handlungen festlegen.

Compliance des Anbieters sicherstellen

Bei der Nutzung von Cloud-Diensten ist man auf die Versprechen der Anbieter angewiesen. Jedoch: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. So spielt die Zertifizierung der Anbieter nach etablierten Standards eine wichtige Rolle. Für gewöhnlich sind Cloud-Anbieter zumindest nach ISO 9001 (Qualitätsmanagementsystem) und ISO 27001 (Informationssicherheitsmanagement) zertifiziert.

Datenschutz und Sicherheit zählen zu den wichtigsten Kriterien bei der Wahl eines Cloud-Anbieters. Zumindest sollte die Verschlüsselung sämtlicher Daten im Transit gegeben sein. Nach Möglichkeit sollte Verschlüsselung auch für ruhende Daten zum Einsatz kommen. Automatisierte Backups ermöglichen im Schadensfall die Wiederherstellung betroffener Systeme und legen die Grundlage für Revisionssicherheit. Die geografische Lage der Rechen- und Datencenter bestimmt mit über geltendes Recht. In jedem Fall entscheidet die Lage darüber, welche Behörden sich physischen Zugriff auf Server und Datenspeicher verschaffen dürfen.

Der Schutz von Daten und virtuellen Systemen ist nur dann sinnvoll, wenn die physische Sicherheit der Rechen- und Datencenter gegeben ist. Zu den standardmäßig verfügbaren Sicherheitsmaßnahmen gehören durchgehende Kameraüberwachung, Absicherung des Geländes durch einen Sicherheitsdienst und Zugangskontrollen mit biometrischer Identifizierung. Ferner kommen automatische, redundant ausgelegte Systeme zum Schutz vor Feuer, sowie zur Sicherstellung von Kühlung und Stromversorgung zum Einsatz.

Technische Leistungsfähigkeit

Zu den wichtigsten technischen Kriterien bei der Wahl eines Cloud-Anbieters zählen Performanz und Skalierbarkeit. Die Performanz lässt sich anhand von Metriken für Datenzugriff und -verarbeitung messen. Dazu zählen verfügbare CPU-Kerne, Arbeitsspeicher und Massenspeicher, jeweils abgerechnet nach Zeiteinheit. Für gewöhnlich kann der Kunde zwischen verschiedenen Arten von eingesetzten Technologien wählen, z. B. AMD vs. Intel Prozessoren, HDD- vs. SSD-Speicher etc. Hinzu kommen eingehender und ausgehender Datenverkehr, abgerechnet nach Menge der transferierten Daten. Wichtig ist, dass sich die eingesetzten Ressourcen bei Bedarf skalieren lassen.

Die Performance-Metriken beziehen sich auf die maximal zu erwartende Leistung, sind für sich jedoch nicht ausreichend, um einen Cloud-Dienst zu bewerten. Für eine aussagekräftige Bewertung benötigt man Angaben zur Verlässlichkeit und Verfügbarkeit des Dienstes. Zur Spezifizierung von Hochverfügbarkeits-Diensten wird die Verfügbarkeit oft als Prozentzahl angegeben. Eine häufig anzutreffende Verfügbarkeit ist 99,999 % – auch bekannt als „Five nines“. Ist ein Dienst zu 99,999 % verfügbar, so rechnet man mit einer Ausfallzeit von weniger als einer Sekunde pro Tag. Um die Hochverfügbarkeit von Systemen sicherzustellen, werden diese redundant in global verteilten Rechenzentren vorgehalten.

Ebenfalls von Wichtigkeit ist, die zukünftige Entwicklung der Cloud-Technologien im Auge zu behalten. Dazu zählt die zu erwartende Verfügbarkeit neuer Dienste, Anwendungen, Protokolle und Schnittstellen. Idealerweise stellt der Anbieter eine Testumgebung zur Verfügung. So können sich Kunden selbst von der Leistungsfähigkeit neuer Technologien und Ansätze überzeugen.

Laufende Zusammenarbeit

Um die laufende Zusammenarbeit zwischen Cloud-Anbieter und Kunde zu regeln, wird oft ein „Service Level Agreement“ (SLA) abgeschlossen. Dabei handelt es sich um einen Rahmenvertrag als Dienstleistungs-Güte-Vereinbarung für wiederkehrende Leistungen. Das SLA definiert die zu erwartende Verfügbarkeit der in Anspruch genommenen Dienste sowie weitere Parameter wie Reaktionszeiten des Anbieters. Für gewöhnlich kann der Kunde aus mehreren zur Verfügung stehenden Dienst-Graden („Service Level“) wählen. Höhere Service Levels gehen mit höheren Kosten auf Seiten des Kunden einher.

Die Preisgestaltung von Cloud-Diensten unterliegt einer hohen Variabilität. Für gewöhnlich werden die genutzten Ressourcen wie CPU-Kerne, Arbeits- und Massenspeicher und Bandbreite nach Verbrauch abgerechnet. Es gibt jedoch auch Angebote, die Fixkosten umfassen oder bei denen eine Kombination der beiden Kostentypen anfällt. Manche Anbieter integrieren Mechanismen zur Drosselung der in Anspruch genommenen Dienste, um den Kunden bei unerwartet auftretendem Verbrauch vor hohen Kosten zu schützen.

Bei der Nutzung von Cloud-Diensten ist man auf den Anbieter angewiesen. Daher kommt dem Support eine große Bedeutung zu. Dieser kann über die rein technische Unterstützung hinausgehen. Oft benötigt der Kunde Beratungsleistungen, um die Fülle der angebotenen Dienste optimal nutzen zu können. Prinzipiell ist für Cloud-Anbieter und Kunden gleichermaßen attraktiv, eine enge Kooperation aufzubauen.

AWS und Alternativen gegenübergestellt

Die Amazon Web Services (AWS) sind marktführend im Bereich des Cloud-Computings. So stellt sich die Frage, warum ein Unternehmen statt AWS auf eine Alternative setzen sollte. Tatsächlich gibt es zahlreiche Einwände, die gegen AWS sprechen. Entscheidend sind jedoch die konkreten Anforderungen eines Unternehmens an Cloud-Infrastruktur und Geschäftspartner.

Was sind die Nachteile von AWS?

Einer der häufigsten Klagepunkte in Bezug auf AWS ist die komplizierte Preisstruktur. Angebotspreise werden auf Grundlage verschiedener Faktoren berechnet, die sich immer wieder ändern. Zum Frühjahr 2021 gab es 16 verschiedene Regionen und 10 Betriebssysteme als Parameter für die Preisgestaltung. Dazu kommen Supportkosten, die sich derzeit auf 3–10 % der Kosten für genutzte Ressourcen und Dienste belaufen.

Die Amazon Web Services umfassen ein umfangreiches Portfolio angebotener Dienste. Die genaue Anzahl ist schwer zu bemessen, liegt aber definitiv im unteren dreistelligen Bereich. Ständig kommen neue Dienste hinzu. In den Worten der Autoren der TUM-Studie:

Zitat

„Moreover, the technology associated with cloud computing changes quickly and continually because of short technology life-cycles.“ – Michael Lang, Manuel Wiesche & Helmut Krcmar

Übersetzung:

„Zudem besteht aufgrund kurzer Technologie-Lebenszyklen eine schnelle und kontinuierliche Veränderung der Technologie im Zusammenhang mit Cloud-Computing.“ (übersetzt von IONOS)

Um der Vielfalt der verfügbaren AWS-Dienste Herr zu werden, braucht es Spezialisten auf der Seite des Unternehmens. Möchte man auf dem neuesten Stand bleiben, ergibt sich die Notwendigkeit, laufend in Weiterbildung zu investieren. Ggf. muss ein Unternehmen externe Berater hinzuziehen, um die hauseigenen IT-Teams zu schulen. All dies benötigt Aufwand und Ressourcen und bindet das Unternehmen über die Zeit immer stärker an den Anbieter.

Zu guter Letzt sei noch ein weiteres Argument genannt, das gegen AWS spricht: Amazon ist eine US-amerikanische Firma. Zunächst fließen die Ausgaben also dorthin ab. Ferner befindet sich das Unternehmen unter US-amerikanischer Jurisdiktion. Dies setzt ausländische Firmen ernsthaften Risiken aus. Dazu gehören staatlich sanktionierte Wirtschaftsspionage, Datenschutzverletzungen sowie das willkürliche Einfrieren oder Aufkündigen der Geschäftsbeziehung seitens Amazon.

Hinzu kommt, dass Amazon bekannt für moralisch fragwürdiges Geschäftsgebaren ist. Die Firma hat quasi eine Monopolstellung auf dem Cloud-Markt und übt damit einen enormen Einfluss auf die mit ihr zusammenarbeitenden Unternehmen aus. Ferner fiel Amazon immer wieder durch unfaire Behandlung der Belegschaft auf. Aufgrund der engen Verflechtung von Amazon mit dem militärisch-industriellen Komplex kommt für ethische Unternehmen eine Zusammenarbeit mit der Firma ggf. nicht in Frage.

Worin liegen die Vorteile kleinerer AWS-Alternativen?

Bei der Nutzung von Cloud-Diensten kleinerer Hersteller ergibt sich eine Reihe von Vorteilen. So legen kleinere Anbieter oft mehr Wert auf eine einfachere Handhabung der Dienste und Schnittstellen. Ferner kommt häufig eine übersichtlichere Preisstruktur zum Tragen, was gerade für Startups und kleine Unternehmen attraktiv ist. Sofern es sich um europäische Anbieter handelt, werden die Daten DSVGO-konform in Europa gespeichert. So bleibt die Datenhoheit erhalten.

Für kleinere Anbieter ist es besonders attraktiv, eine enge Zusammenarbeit mit den Kunden anzustreben. Sie sind nicht bloß Dienste-Anbieter, sondern Kooperationspartner, die darauf hinarbeiten, gemeinsam gesteckte Ziele zu erreichen. Anstatt nur Infrastruktur bereitzustellen, haben kleine Anbieter spezielle Managed-Lösungen im Angebot. Somit positionieren Sie sich in einem Bereich, der traditionell Systemhäusern und Managed Service Providern vorbehalten war.

Warum ist IONOS eine gute AWS-Alternative?

Bei der IONOS Cloud handelt es sich um eine europäische Cloud-Lösung für Gewerbetreibende. IONOS ist Gründungsmitglied des deutsch-französischen Staatsprojekts Gaia-X. Das Projekt zielt darauf ab, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Digitalisierung zu unterstützen. In der Regel ist es nicht effizient für KMU, eigene Rechenzentren aufzubauen. Mit Gaia-X werden Synergien genutzt und die Interoperabilität europäischer Anbieter ausgebaut. Die Nutzung von offenen Schnittstellen, Open-Source-Lösungen und internationalen Standards schützt KMU vor Vendor Lock-in.

Die IONOS Cloud umfasst alle Komponenten, die ein Unternehmen benötigt, um anspruchsvolle cloudbasierte Anwendungen zu realisieren. Schauen wir uns die wichtigsten Komponenten der IONOS Cloud in der Übersicht an:

IONOS Cloud-Komponente Erklärung
Compute Engine IaaS-Lösung für professionelle Cloud-Computing-Anwendungen
S3 Object Storage API kompatibel mit AWS S3
Managed Kubernetes Orchestrieren von Container-Anwendungen in verteilten Produktionsumgebungen
Backup-as-a-Service Backups werden in deutschen Rechenzentren ISO 27001-zertifiziert gespeichert
Private Cloud Dedizierte Hardware in ISO-zertifizierten Hochleistungsrechenzentren

Neben dem DSGVO-konformen Hosting der Daten glänzt die IONOS Cloud durch Nachhaltigkeit und Transparenz. Besonderes Augenmerk liegt auf dem umfangreichen Support, der auch Managed-Lösungen und Cloud Disaster Recovery umfasst.

Der Aufbau einer Cloud-Infrastruktur erfordert normalerweise viel Geschick und Erfahrung. Hier macht sich die Nutzung der IONOS Cloud gleich mehrfach bezahlt. Mit dem Data Center Designer (DCD) steht eine webbasierte grafische Benutzeroberfläche zur Verfügung. Darüber lassen sich die einzelnen Komponenten einer Cloud-Infrastruktur mühelos zusammenfügen. Hinter den Kulissen greift der DCD auf die IONOS Cloud API zurück. Die API lässt sich mit dem IonosCTL Kommandozeilen-Tool und SDKs für GOLang, Python, Java, Ruby und Node auch direkt ansprechen. Ferner werden die Orchestrierungs-Tools Terraform, Ansible, Docker Machine und Chef (via Knife Plugin) unterstützt. Dies erlaubt die Nutzung modernster Infrastructure-as-Code(IaC)- und Multi-Cloud-Ansätze.

Tipp

Nutzen Sie IONOS Cloud – die europäische Cloud Alternative!


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