rclone ist ein freies Tool zur Da­ten­mi­gra­ti­on, das für diverse Linux/Unix-Platt­for­men, Windows und macOS be­reit­ge­stellt wird. Die In­stal­la­ti­on besteht im ein­fachs­ten Fall aus dem Entpacken eines ZIP-Archivs. Einmal ein­ge­rich­tet un­ter­stützt rclone über 70 ver­schie­de­ne Cloud-Speicher sowie alle wichtigen Über­tra­gungs­pro­to­kol­le wie FTP(S) und HTTP(S).

So in­stal­lie­ren Sie rclone auf Ihrem System

Für die In­stal­la­ti­on von rclone benötigen Sie das passende In­stal­la­ti­ons­pa­ket. Eine de­tail­lier­te, über­sicht­li­che Auf­lis­tung gibt es im of­fi­zi­el­len Download-Bereich der rclone-Website. Dort finden Sie u. a. auch ex­pe­ri­men­tel­le Be­ta­ver­sio­nen sowie ver­schie­de­ne ältere Versionen der Da­ten­mi­gra­ti­ons­soft­ware.

Für die In­stal­la­ti­on unter Linux und macOS rufen Sie das Terminal auf und führen dort folgenden Befehl aus:

sudo -v ; curl https://rclone.org/install.sh | sudo bash
bash

Als Nutzer oder Nutzerin eines Windows-Systems laden Sie einfach das für Ihr System geeignete ZIP-Paket herunter (32- oder 64-Bit). Im Anschluss entpacken Sie den Ordner.

Bild: rclone-Downloadbereich
In der ta­bel­la­ri­schen Übersicht sehen Sie auf einen Blick, für welche Ar­chi­tek­tu­ren die aktuelle rclone-Version verfügbar ist; Quelle: https://rclone.org/downloads/
Hinweis

Da rclone ein Kom­man­do­zei­len-Tool ist, können Sie die entpackte rclone.exe nicht auf gewohntem Weg per Dop­pel­klick ausführen – Kon­fi­gu­ra­ti­on und Bedienung des Tools funk­tio­nie­ren aus­schließ­lich über die Ein­ga­be­auf­for­de­rung.

rclone kon­fi­gu­rie­ren: So funk­tio­niert’s

Sie können nun jederzeit die grund­le­gen­den Ein­stel­lun­gen für Da­ten­mi­gra­tio­nen, Backups und Da­ten­wie­der­her­stel­lung festlegen und Ihre prä­fe­rier­ten Cloud-Speicher-Dienste ein­rich­ten. Hierfür starten Sie die Ein­ga­be­auf­for­de­rung bzw. das Terminal und na­vi­gie­ren im ersten Schritt in das Ver­zeich­nis der rclone.exe. Wir haben die Software unter Windows bei­spiels­wei­se direkt in dem Ver­zeich­nis C:\rclone abgelegt, sodass der ent­spre­chen­de CMD-Befehl wie folgt lautet:

cd C:\rclone
bash

In dem Pfad starten Sie die Software für das Da­ten­ma­nage­ment, indem Sie rclone.exe eintippen und die Start­da­tei per Ein­ga­be­tas­te ausführen. Nach dem Start prä­sen­tiert Ihnen rclone eine Übersicht der ver­füg­ba­ren Befehle.

Bild: rclone: Start in der Windows-Eingabeaufforderung
Sie können sich die ver­füg­ba­ren rclone-Kommandos jederzeit mit dem Befehl „rclone --help“ anzeigen lassen.

An­schlie­ßend rufen Sie das Kon­fi­gu­ra­ti­ons­me­nü über das folgende Kommando auf:

rclone config
bash

Beim ersten Aufruf erhalten Sie die In­for­ma­ti­on, dass keine Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei gefunden wurde. Gleiches gilt für Remote-Ver­bin­dun­gen zu Cloud-Storages. Sie können im ersten Schritt eine solche Fern­ver­bin­dung ein­rich­ten (n), ein Kon­fi­gu­ra­ti­ons-Passwort festlegen (s) oder das Menü verlassen (q).

Bild: rclone config: Erste Konfiguration
rclone config: Erste Kon­fi­gu­ra­ti­on

Remote-Ver­bin­dun­gen kon­fi­gu­rie­ren

Um in rclone eine neue Fern­ver­bin­dung für den Zugang zu Cloud-Speichern ein­zu­rich­ten, wählen Sie im Kon­fi­gu­ra­tios­dia­log die Option „n) New remote“. Tippen Sie hierfür den Buch­sta­ben [n] ein und be­stä­ti­gen Sie Ihre Auswahl mit der Ein­ga­be­tas­te (gilt auch für alle nach­fol­gen­den Schritte).

Als nächstes wählen Sie einen Namen für die Remote-Ver­bin­dung. Am besten nutzen Sie den je­wei­li­gen Namen des Cloud-Speichers bzw. der Spei­cher­um­ge­bung – also zum Beispiel Amazon Drive, IONOS S3 Objekt Storage oder Meine-Website-FTP. Im Anschluss prä­sen­tiert rclone eine Liste an ver­füg­ba­ren Arten von Cloud Storages. Mit der ent­spre­chen­den Nummer geben Sie an, um welchen Typ es sich bei Ihrem Dienst handelt.

Bild: rclone: Auszug der verfügbaren Cloud Storages
Auszug der ver­füg­ba­ren Cloud Storages für die Da­ten­über­tra­gung mit rclone

Es folgen Angaben zum S3-Provider, zu den Zu­gangs­da­ten und zum Ser­ver­stand­ort. Im letzten Schritt de­fi­nie­ren Sie die Zu­griffs­kon­trol­le. Für den privaten Zugriff (niemand außer Ihnen kann die Fern­ver­bin­dung nutzen) wählen Sie bei­spiels­wei­se die „1“. Ab­schlie­ßend können Sie die er­wei­ter­te Config aufrufen oder die Kon­fi­gu­ra­ti­on beenden.

IONOS Cloud Object Storage
Daten sicher und günstig speichern

Ersetzen Sie eigene, kos­ten­in­ten­si­ve Spei­cher­lö­sun­gen mit IONOS Cloud Object Storage. Es ist hoch­gra­dig ska­lier­bar, äußerst kos­ten­ef­fi­zi­ent und in­te­griert sich in Ihre An­wen­dungs­sze­na­ri­en. Die extrem hohe Aus­fall­si­cher­heit unserer Server sowie eine in­di­vi­du­el­le Zu­griffs­steue­rung schützen Ihre Daten zu­ver­läs­sig.

Remote-Ver­bin­dun­gen editieren/löschen

Nachdem Sie eine oder mehrere Remote-Ver­bin­dun­gen in rclone angelegt haben, wird das initiale Kon­fi­gu­ra­ti­ons­me­nü au­to­ma­tisch erweitert. Sie sehen nicht nur eine Auf­lis­tung der kon­fi­gu­rier­ten Ver­bin­dun­gen („Current remotes“); es kommen außerdem die folgenden Aus­wahl­mög­lich­kei­ten hinzu:

  • Edit existing remote (e) : Mithilfe dieser Option können Sie ein­ge­rich­te­te Fern­ver­bin­dun­gen jederzeit anpassen.
  • Rename remote (r): Sie wollen nach­träg­lich Ordnung in Ihre ein­ge­rich­te­ten Remote-Ver­bin­dun­gen bringen? Pas­sen­de­re Namen vergeben Sie mit der rename-Funktion.
  • Copy remote (c): Vor­han­de­ne Fern­ver­bin­dun­gen lassen sich dank copy-Funktion als Vorlage nutzen.
  • Delete remote (d) : Falls Sie Ver­bin­dun­gen nicht mehr benötigen, können Sie diese mit der delete-Option jederzeit löschen.

rclone-Passwort de­fi­nie­ren

Bei den In­for­ma­tio­nen, die Sie für die Fern­ver­bin­dun­gen in rclone angeben, handelt es sich um ver­trau­li­che Daten, die nicht in die Hände fremder Personen gelangen sollen. Aus diesem Grund gibt es die Mög­lich­keit, den Zugang zum Kon­fi­gu­ra­ti­ons­me­nü – sowie die späteren Kommandos für die Da­ten­über­tra­gung – durch ein per­sön­li­ches Passwort zu sichern.

Starten Sie die Ein­rich­tung, indem Sie die Taste [s] drücken und die Eingabe be­stä­ti­gen. Fahren Sie mit der Taste [a] fort – be­stä­ti­gen Sie Ihre Auswahl ein weiteres Mal mit der Ein­ga­be­tas­te. Nun legen Sie das ge­wünsch­te Passwort fest und be­stä­ti­gen dieses, indem Sie es wie­der­holt eingeben. Beim nächsten Aufruf von rclone config fordert Sie die Open-Source-Anwendung au­to­ma­tisch auf, das Passwort ein­zu­ge­ben.

Bild: Passwort für die rclone-Konfiguration definieren
Passwort für die rclone-Kon­fi­gu­ra­ti­on de­fi­nie­ren

Da­ten­mi­gra­ti­on mit rclone: Am Beispiel von Google Drive

Die Mög­lich­kei­ten der Da­ten­über­tra­gung mit rclone sind viel­fäl­tig. Im Folgenden zeigen wir am Beispiel von Google Drive, wie Sie die Software für den Transfer von Dateien im Detail verwenden.

Hinweis

Als Be­triebs­sys­tem wird Windows verwendet. Die Ver­wen­dung von rclone unter Linux oder macOS un­ter­schei­det sich al­ler­dings nicht von dem hier ge­schil­der­ten Vorgehen. Es sind lediglich sys­tem­spe­zi­fi­sche Ei­gen­schaf­ten wie bei­spiels­wei­se bei der Angabe von Da­tei­pfa­den zu beachten.

Schritt 1: Remote-Ver­bin­dung zu Google Drive ein­rich­ten

Starten Sie die Ein­ga­be­auf­for­de­rung und führen Sie die rclone-Start­da­tei im ent­spre­chen­den Ver­zeich­nis aus. Sobald die Anwendung läuft, rufen Sie das Kon­fi­gu­ra­ti­ons­me­nü auf:

rclone config
bash

Drücken Sie [n], um eine neue Ver­bin­dung anzulegen. Als Namen (Klein­buch­sta­ben, keine Leer­zei­chen) verwenden wir in diesem Fall „gdrive“, um die Remote-Ver­bin­dung später gut zuordnen zu können. Die weiteren Schritte sehen wie folgt aus (Stand: Juli 2023):

  1. Als Storage-Typ geben Sie „18“ an. So verraten Sie rclone, dass es sich um den Cloud-Speicher von Google handelt (nicht zu ver­wech­seln mit der En­ter­pri­se-Lösung Google Cloud Storage).
  2. Im nächsten Schritt können Sie eine in­di­vi­du­el­le Client-ID für die Ver­bin­dung zu Google Drive erstellen. Al­ter­na­tiv lassen Sie das Feld frei – und verwenden die nut­zer­über­grei­fen­de Standard-ID.
  3. Erstellen Sie, sofern erwünscht, eine geheime Phrase für den Schutz der Client-ID. An­dern­falls lassen Sie den Eintrag frei.
  4. Für den vollen Zugriff auf die Dateien tragen Sie in der Zeile „scope“ den Wert „1“ ein.
  5. Wollen Sie anstelle des in­ter­ak­ti­ven Logins mit Dienst­kon­ten arbeiten, müssen Sie im nächsten Schritt eine ent­spre­chen­de JSON-Datei angeben. Auch dieses Feld ist optional: Lassen Sie es also frei, wenn Sie mit dem normalen An­mel­de­ver­fah­ren zufrieden sind.
  6. Die er­wei­ter­ten Optionen sind für den Nut­zungs­zweck nicht er­for­der­lich, weshalb Sie hier [n] (für „no“) eintippen.
  7. Als nächstes be­stä­ti­gen Sie mit [y], dass rclone au­to­ma­tisch auf einen Web­brow­ser zu­rück­grei­fen kann, um die Remote-Ver­bin­dung auf­zu­bau­en.
  8. Es öffnet sich au­to­ma­tisch ein Brow­ser­fens­ter, in dem Sie sich mit Ihrem Google-Konto anmelden, das mit dem ge­wünsch­ten Google-Drive-Speicher verknüpft ist. Nach er­folg­rei­cher Anmeldung und Be­stä­ti­gung werden rclone und Google Drive verknüpft und Sie erhalten eine ent­spre­chen­de Meldung.
  9. Verneinen Sie die Kon­fi­gu­ra­ti­on als Mehr­be­nut­zer-Speicher mit [n].
  10. Mit [y] be­stä­ti­gen Sie zum Abschluss, dass Sie die ein­ge­rich­te­te Remote-Ver­bin­dung behalten wollen.
Bild: Erfolgreiche Verknüpfung von rclone und Google Drive
Sollte sich Ihr Browser nicht au­to­ma­tisch öffnen, können Sie die Be­stä­ti­gung Ihres Google-Accounts mithilfe des von rclone prä­sen­tier­ten, in­di­vi­du­el­len Links in die Wege leiten.

Schritt 2: Dateien und Ordner mit rclone auflisten

Nachdem Sie Google Drive und rclone verbunden haben, können Sie die Open-Source-Anwendung u. a. dazu verwenden, die aktuellen Ordner und Dateien in dem Cloud-Speicher von Google auf­zu­lis­ten. Die Ord­ner­struk­tur rufen Sie mit folgendem Kommando ab:

rclone lsd gdrive:
bash
Bild: rclone: Auflistung der Google-Drive-Verzeichnisse
rclone: Auf­lis­tung der Google-Drive-Ver­zeich­nis­se

In unserem Fall befindet sich in dem Cloud-Speicher ein einzelner Ordner mit dem Namen rclone test. Den Inhalt dieses Ordners können Sie sich ebenfalls anzeigen lassen:

rclone ls "gdrive:rclone test"
bash
Bild: rclone: Inhalt des Beispielordners
rclone: Inhalt des Bei­spiel­ord­ners

Das hier ver­wen­de­te ls-Kommando können Sie auch ohne konkrete Ord­ner­an­ga­be verwenden, um auf einen Blick alle Dateien eines Cloud-Speichers auf­zu­lis­ten. In unserem Fall wäre der passende Befehl für den gesamten Google-Drive-Inhalt folgender:

rclone ls gdrive:
bash

Schritt 3: Dateien mit rclone hochladen

Von dem Gerät, auf dem Sie rclone verwenden, können Sie nun außerdem jederzeit Dateien in Ihr ver­knüpf­tes Google-Drive-Konto hochladen. Auf diese Weise können Sie bei­spiels­wei­se re­gel­mä­ßig Backups eines Ordners bzw. Ver­zeich­nis­ses erzeugen, in dem Sie wichtige Dokumente auf­be­wah­ren.

Ex­em­pla­risch wollen wir unser lokales Ver­zeich­nis C:\data in Google Drive hochladen. Im Spei­cher­dienst von Google sollen die Dateien in dem Ordner backup abgelegt werden. Um diesen Prozess mit rclone durch­zu­füh­ren, benötigen wir den Befehl copy sowie die Angabe von Quell- und Zielort:

rclone copy C:\data gdrive:backup
bash

Ein Blick in Google Drive zeigt uns, dass die Dateien er­folg­reich hoch­ge­la­den wurden: Neben dem Ordner rclone test gibt es dort nun auch den neu ge­ne­rier­ten backup-Ordner.

Bild: rclone-Backup in Google Drive
rclone-Backup in Google Drive

Schritt 4: Dateien mit rclone her­un­ter­la­den

Natürlich können Sie Dateien in der je­wei­li­gen Remote-Umgebung mit rclone auch auf Ihr lokales Gerät her­un­ter­la­den. Im Falle unseres Backups wäre dies bei­spiels­wei­se dann sinnvoll, wenn Sie Ihre Dateien verloren oder aus Versehen gelöscht haben und wie­der­her­stel­len möchten.

Quell- und Ziel­ver­zeich­nis sind in diesem Fall genau umgekehrt, weshalb die Rei­hen­fol­ge im be­nö­tig­ten rclone-Kommando an­zu­pas­sen ist. Im Übrigen können Sie sich direkt in der Kom­man­do­zei­le de­tail­lier­te In­for­ma­tio­nen zu dem Da­ten­trans­fer anzeigen lassen, indem Sie den Parameter -P anhängen (auch beim Upload von Dateien möglich):

rclone copy -P gdrive:backup C:\data
bash
Bild: rclone-Backup-Download
Durch das Anhängen des Pa­ra­me­ters „-P“ erhalten Sie von rclone In­for­ma­tio­nen über die Anzahl und Größe der trans­fe­rier­ten Dateien sowie die Über­tra­gungs­dau­er.

Schritt 5: Dateien und Ordner mit rclone löschen

Mit rclone können Sie die Dateien und Ordner in einem Cloud-Speicher löschen, ohne sich hierfür extra in das Konto einloggen zu müssen. Wir löschen bei­spiel­haft die Datei test.png, die in unserem initialen Ordner rclone test liegt (siehe Schritt 2). Für den Lösch­vor­gang sind zum einen der Befehl delete und zum anderen die Angabe der Datei im Cloud Storage er­for­der­lich. Es ist emp­feh­lens­wert, zu­sätz­lich den Parameter -i zu verwenden, um eine Abfrage vor dem Löschen ein­zu­bau­en:

rclone delete -i "gdrive:rclone test\test.png"
bash

Wenn Sie die Abfrage eingebaut haben, be­stä­ti­gen Sie den Lösch­pro­zess mit [y].

Bild: rclone: Datei löschen mit Abfrage
rclone: Datei löschen mit Abfrage

Um den gesamten Inhalt des Ver­zeich­nis­ses bzw. Ordners zu löschen, lassen Sie die Angabe einer konkreten Datei weg und geben nur den Pfad des Ordners an:

rclone delete -i "gdrive:rclone test"
bash

Wenn Sie an dieser Stelle mit der Abfrage arbeiten, müssen Sie nun entweder das Löschen jeder Datei einzeln per [y] be­stä­ti­gen oder Sie verwenden al­ter­na­tiv die Option [!], um alle Dateien ohne weitere Nachfrage aus dem je­wei­li­gen Ordner im Cloud-Speicher zu entfernen.

Bild: rclone: Datei löschen mit Abfrage
rclone: Datei löschen mit Abfrage

Weitere An­wen­dungs­ge­bie­te für rclone

Wie bereits erwähnt, gehen die Mög­lich­kei­ten von rclone weit über den Transfer von Dateien von und zu lokalem Speicher hinaus. Nach­fol­gend haben wir einige weitere prak­ti­sche Nut­zungs­sze­na­ri­en des quell­of­fe­nen Tools zu­sam­men­ge­fasst.

Da­ten­mi­gra­ti­on von Amazon S3 zu IONOS S3 Object Storage

Sie können in rclone nicht nur mehrere Remote-Ver­bin­dun­gen zu ver­schie­de­nen Cloud Storages ein­rich­ten, sondern auch Dateien zwischen den Cloud-Speichern aus­tau­schen. Wenn Sie also aktuell bei­spiels­wei­se ein Amazon S3 Bucket für die Spei­che­rung be­stimm­ter Dateien nutzen, können Sie diese mit rclone jederzeit in wenigen Schritten in IONOS S3 Object Storage migrieren:

  1. Melden Sie sich im Kon­fi­gu­ra­ti­ons­me­nü von rclone an.
  2. Richten Sie die Remote-Ver­bin­dun­gen für Amazon S3 und IONOS S3 Object Storage ein.
  3. Legen Sie Quell- (Amazon S3) und Ziel­ver­zeich­nis (IONOS S3) für die Da­ten­mi­gra­ti­on fest.
  4. Nutzen Sie das rclone-Kommando move, um Ihre Daten von Amazon zu IONOS zu migrieren.
Tipp

Mehr zum move-Befehl in rclone erfahren Sie in der off­zi­el­len Do­ku­men­ta­ti­on.

Da­tei­down­load via HTTP(S)

Sie können rclone nutzen, um Dateien über das Protokoll HTTP bzw. HTTPS her­un­ter­zu­la­den.

Sie haben bei­spiels­wei­se die Mög­lich­keit, die ISO-Datei für die Linux-Dis­tri­bu­ti­on ClearOS vom Mirror https://mirror1-frankfurt.clearos.com/clearos her­un­ter­zu­la­den. Zunächst richten Sie hierfür mit rclone config eine neue Remote-Ver­bin­dung mit den folgenden Ei­gen­schaf­ten ein:

  • Name: ClearOS-mirror
  • Type: HTTP
  • URL: https://mirror1-frankfurt.clearos.com/clearos

Nach der Ein­rich­tung nutzen Sie folgende Be­fehls­ket­te, um die ISO-Datei in das Ver­zeich­nis C:\downloads her­un­ter­zu­la­den:

rclone -P copy ClearOS-mirror:community/6/iso/x86_64/clearos-community-6.7.0-x86_64-DVD.iso C:\downloads
bash
Bild: rclone: Download via HTTPS
Da der Parameter „-P“ gesetzt ist, fasst rclone die wich­tigs­ten In­for­ma­tio­nen zum Download über das HTTPS-Protokoll zusammen.

Da­tei­upload via FTP(S)

Wenn Sie ein Web- bzw. Ser­ver­ver­zeich­nis besitzen, auf das Sie per FTP bzw. FTPS Dateien hochladen wollen, können Sie diesen Schritt ebenfalls mit rclone erledigen. Richten Sie zunächst eine neue Remote-Ver­bin­dung mit rclone config nach folgendem Muster ein:

  • Name: mein-ftp
  • Type: FTP
  • Host: ftp.example.com (Ihre in­di­vi­du­el­le FTP-Adresse)
  • User: Be­nut­zer­na­me für die FTP-Anmeldung
  • Port: Port-Nummer; frei­las­sen, um den Stan­dard­port 21 zu wählen
  • Password: Nutzen Sie hier die Mög­lich­keit, Ihr eigenes Passwort ein­zu­tra­gen
  • TLS: Optionale TLS-Ver­schlüs­se­lung; frei­las­sen, falls nicht gewünscht

Wollen Sie nun zum Beispiel die zuvor her­un­ter­ge­la­de­ne ISO-Datei in den Ordner iso-images auf Ihrem FTP-Webspace über­tra­gen, führen Sie einfach das folgende rclone-Kommando aus:

rclone copy C:\downloads\clearos-community-6.7.0-x86_64-DVD mein-ftp:iso-images/
bash
Zum Hauptmenü