Mit einem Minecraft Crossplay Server können mehrere Spie­le­rin­nen und Spieler von ver­schie­de­nen Geräten wie PC, Konsole oder Mo­bil­ge­rät aus gemeinsam spielen. In dieser Anleitung erfahren Sie, wie Sie einen Minecraft Crossplay Server erstellen, der platt­form­über­grei­fen­des Spielen er­mög­licht.

Minecraft Crossplay Server ein­rich­ten: Vor­aus­set­zun­gen

Sie können einen Minecraft Crossplay Server theo­re­tisch auf Ihrem eigenen Rechner hosten. Aufgrund der hohen Leis­tungs­an­for­de­run­gen ist dies jedoch nicht zu empfehlen. Statt­des­sen ist es ratsam, leis­tungs­star­ke En­ter­pri­se-Hardware bei einem pro­fes­sio­nel­len Anbieter wie IONOS zu mieten. So entlasten Sie Ihr Gerät und pro­fi­tie­ren von einer stabilen Breit­band­an­bin­dung, die deutlich leis­tungs­fä­hi­ger ist als eine typische Haus­halts­ver­bin­dung. Zudem müssen Sie Ihren Computer nicht rund um die Uhr laufen lassen, damit der Server online bleibt.

Die An­for­de­run­gen an die Hardware eines Minecraft-Servers hängen davon ab, wie viele Spielende gleich­zei­tig verbunden sein sollen. Besonders der RAM-Bedarf steigt, wenn Sie einen größeren Mul­ti­play­er-Server betreiben. Für den Einstieg sollten Sie min­des­tens folgende Werte be­rück­sich­ti­gen:

  • CPU/Re­chen­power: Min. 3,4 GHz (4 Kerne)
  • RAM/Ar­beits­spei­cher: Min. 4 GB
  • Fest­plat­ten­spei­cher: Min. 20 GB freier Spei­cher­platz

Minecraft Crossplay Server können unter Linux und Windows betrieben werden. Bei der Ver­wen­dung von Windows Server 2022 benötigen Sie bei­spiels­wei­se zu­sätz­li­che Res­sour­cen für das Be­triebs­sys­tem: min­des­tens 1,4 GHz CPU, 2 GB RAM, und 32 GB Speicher nur für das System selbst. Für kleinere Setups wird jedoch oft Ubuntu empfohlen, da es weniger Res­sour­cen ver­braucht und stabil läuft.

Um Spie­len­den auf ver­schie­de­nen Platt­for­men (z. B. PC, Konsole, Mo­bil­ge­rät) das ge­mein­sa­me Spielen zu er­mög­li­chen, ist die Ver­wen­dung von Software wie GeyserMC er­for­der­lich. GeyserMC fungiert als Proxy und er­mög­licht es, dass Bedrock-Edition-Spielende auf Java-Edition-Servern spielen können.

Tipp

Verbinden Sie Ihren Minecraft-Server mit einer eigenen Domain, damit Spie­le­rin­nen und Spieler ihn über eine einfache, leicht merkbare Adresse erreichen können – ganz ohne um­ständ­li­che IP-Eingabe.

Minecraft Crossplay Server bei IONOS hosten

Die passende Hosting-Lösung für einen Minecraft Crossplay Server zu finden, kann kom­pli­ziert sein, da es viele Anbieter und ver­schie­de­ne Server-Optionen gibt. IONOS bietet drei Server-Typen an, die sich für das Hosting eines Game-Servers eignen:

  • Cloud Server: Diese Lösung bietet Ihnen maximale Fle­xi­bi­li­tät, da die Leistung je nach Bedarf skaliert werden kann. Anstelle eines festen Hosts werden mehrere Host­sys­te­me genutzt. Sie zahlen nur für die tat­säch­lich be­an­spruch­te Leistung, was diese Option ideal für dy­na­mi­sche Spie­ler­zah­len macht.
  • VPS (vServer): Bei den vServern (VPS) setzt IONOS auf Vir­tua­li­sie­rung. Diese Lösung bietet Ihnen feste, vor­her­seh­ba­re Kosten, da die Leistung eines festen Host­sys­tems genutzt wird. VPS ist ideal für kleinere Server mit einer kon­stan­ten Spie­ler­an­zahl.
  • Dedicated Server: Wenn Sie einen Minecraft-Server mit hohen An­for­de­run­gen betreiben möchten, ist ein Dedicated Server die richtige Wahl. Hierbei erhalten Sie Hardware, die exklusiv für Sie re­ser­viert ist. Auch hier zahlen Sie nur für die tat­säch­lich genutzte Leistung am Mo­nats­en­de.
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Der IONOS-Tipp für Minecraft-Server-Neulinge

Wenn Sie noch keine Erfahrung mit Server-Hosting haben und der Minecraft Crossplay Server Ihr erstes großes Projekt ist, kann der Einstieg etwas über­wäl­ti­gend wirken. Viel­leicht wissen Sie noch nicht genau, wie viele Spie­le­rin­nen und Spieler sich re­gel­mä­ßig verbinden oder wie oft der Server online sein wird. Hier bietet IONOS Cloud Server eine ideale Lösung: Mit flexiblen Tarifen zahlen Sie nur für die tat­säch­lich genutzten Res­sour­cen.

Starten Sie kos­ten­güns­tig mit einem kleinen Tarif und skalieren Sie bei stei­gen­den An­for­de­run­gen einfach die Res­sour­cen wie RAM und CPU. So sorgen Sie lang­fris­tig für ein stabiles Spiel­erleb­nis, ohne unnötige Kosten.

3 Szenarien für Ihren Minecraft Crossplay Server mit den passenden IONOS-Tarifen

Szenario Passender IONOS-Server mit Windows
1–2 Personen, dauerhaft online VPS RAM M
3–5 Personen, dauerhaft online VPS RAM XL
6+ Personen, groĂźe Minecraft-Welt, dauerhaft online Dedicated Server AE8-64 NVMe L

Minecraft Crossplay Server: Schritt-für-Schritt-Anleitung (Windows Server)

Um Spie­le­rin­nen und Spielern auf ver­schie­de­nen Platt­for­men (z. B. PC, Konsole, Mo­bil­ge­rät) das ge­mein­sa­me Spielen zu er­mög­li­chen, können Sie das Plugin GeyserMC verwenden. GeyserMC fungiert als Proxy und erlaubt es Bedrock-Spie­le­rin­nen und -Spielern, einem Java-Server bei­zu­tre­ten. Nach­fol­gend finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur In­stal­la­ti­on und Kon­fi­gu­ra­ti­on von GeyserMC auf einem Windows Server. Bevor Sie mit dieser Anleitung beginnen, stellen Sie sicher, dass Sie bereits einen funk­tio­nie­ren­den Minecraft-Server ein­ge­rich­tet haben.

Schritt 1: GeyserMC-Plugin her­un­ter­la­den und in­stal­lie­ren

  1. GeyserMC her­un­ter­la­den: Besuchen Sie die GeyserMC-Seite und laden Sie die neueste Version des Plugins für Ihren Servertyp herunter (z. B. Spigot, Bukkit oder Paper).
  2. Laden Sie z. B. die neueste Version von Geyser Spigot.jar herunter, wenn Sie Spigot oder Paper verwenden.
  3. Kopieren Sie die her­un­ter­ge­la­de­ne Geyser Spigot.jar in den plugins-Ordner Ihres Minecraft-Servers.
  4. Starten Sie den Server neu, um das Plugin zu laden.

Schritt 2: Kon­fi­gu­ra­ti­on von GeyserMC

  1. Nach dem Neustart finden Sie im plugins-Ordner einen neuen Ordner namens Geyser-Spigot.
  2. Öffnen Sie die Datei config.yml in diesem Ordner mit einem Text­edi­tor.
  3. Passen Sie die folgenden Ein­stel­lun­gen an:
  • bedrock:
    • address: Lassen Sie diesen Wert auf 0.0.0.0, um Ver­bin­dun­gen von allen IP-Adressen zu­zu­las­sen.
    • port: Stan­dard­mä­ßig ist dies 19132. Stellen Sie sicher, dass dieser Port nicht von anderen Diensten verwendet wird und in Ihrer Firewall geöffnet ist.
  • remote:
    • address: Setzen Sie dies auf 127.0.0.1, wenn Geyser auf demselben Server wie Ihr Minecraft-Server läuft. An­dern­falls geben Sie die IP-Adresse des Minecraft-Servers an.
    • port: Dies sollte der Port Ihres Java-Servers sein, nor­ma­ler­wei­se 25565.
  • auth-type:
    • Setzen Sie diesen Wert auf online, wenn Sie möchten, dass Bedrock-Spie­le­rin­nen und -Spieler ein gültiges Java-Konto benötigen.
    • Setzen Sie ihn auf floodgate, wenn Sie das Plugin Floodgate verwenden, um Bedrock-Spie­le­rin­nen und -Spieler ohne Java-Konto den Zugang zu er­mög­li­chen.
Hinweis

Öffnen und leiten Sie die Ports in Ihrer Firewall und, falls er­for­der­lich, in Ihrem Router weiter, um den Server von außerhalb er­reich­bar zu machen.

Schritt 3 (optional): In­stal­la­ti­on von Floodgate

Floodgate er­mög­licht es Bedrock-Spie­le­rin­nen und -Spielern, ohne ein kos­ten­pflich­ti­ges Java-Konto auf Ihren Server zu­zu­grei­fen.

  1. Laden Sie das Plugin von der Floodgate-Down­load­sei­te herunter.
  2. Kopieren Sie die floodgate-spigot.jar in den plugins-Ordner Ihres Servers.
  3. Stellen Sie sicher, dass in der config.yml von GeyserMC der auth-type auf floodgate gesetzt ist.
  4. Starten Sie den Server neu.

Schritt 4: Port­wei­ter­lei­tung und Firewall-Ein­stel­lun­gen

Stellen Sie sicher, dass die folgenden Ports in Ihrer Firewall geöffnet und wei­ter­ge­lei­tet sind:

  • Java-Server-Port (stan­dard­mä­ßig 25565, TCP)
  • GeyserMC-Bedrock-Port (stan­dard­mä­ßig 19132, UDP)

Schritt 5: Ver­bin­dung von Bedrock-Spie­le­rin­nen und -Spielern

Bedrock-Spielende können nun Ihrem Server beitreten, indem sie die IP-Adresse Ihres Servers und den GeyserMC-Bedrock-Port (19132) in ihrem Minecraft-Client eingeben.

Bild: Minecraft: Server via IP beitreten
Tippen Sie die IP-Adresse Ihres Servers ein und hängen Sie den Port mit einem vor­an­ge­stell­ten Dop­pel­punkt an.
Hinweis

Stellen Sie sicher, dass sowohl Ihr Minecraft-Server als auch GeyserMC auf dem neuesten Stand sind, um Kom­pa­ti­bi­li­tät zu ge­währ­leis­ten. Weitere In­for­ma­tio­nen und de­tail­lier­te An­lei­tun­gen finden Sie in der of­fi­zi­el­len GeyserMC-Do­ku­men­ta­ti­on.

Feh­ler­be­he­bung bei Ver­bin­dungs­pro­ble­men auf Minecraft-Crossplay-Servern

Trotz sorg­fäl­ti­ger Ein­rich­tung eines Minecraft-Crossplay-Servers können Ver­bin­dungs­pro­ble­me auftreten. Im Folgenden finden Sie häufige Ursachen und ent­spre­chen­de Lö­sungs­an­sät­ze:

All­ge­mei­ne Ver­bin­dungs­pro­ble­me

  • In­ter­net­ver­bin­dung prüfen: Stellen Sie sicher, dass alle be­tei­lig­ten Geräte über eine stabile In­ter­net­ver­bin­dung verfügen. Eine instabile Ver­bin­dung kann zu Ver­bin­dungs­ab­brü­chen führen.
  • Minecraft-Version ak­tua­li­sie­ren: Über­prü­fen Sie, ob auf allen Geräten die neueste Version von Minecraft in­stal­liert ist. Un­ter­schied­li­che Versionen können zu In­kom­pa­ti­bi­li­tä­ten führen.
  • Neustart von Geräten: Ein Neustart des Routers oder Modems kann Netz­werk­pro­ble­me beheben. Starten Sie zudem die be­trof­fe­nen Geräte neu, um temporäre Störungen zu be­sei­ti­gen.

Probleme beim Verbinden über ver­schie­de­ne Platt­for­men

  • Microsoft-Konto-Ver­knüp­fung: Prüfen Sie, ob alle Teil­neh­men­den bei ihren je­wei­li­gen Microsoft- oder Mojang-Konten an­ge­mel­det sind, da diese Konten für die platt­form­über­grei­fen­de Ver­bin­dung benötigt werden.
  • Freund­schafts­an­fra­gen be­stä­ti­gen: Ver­ge­wis­sern Sie sich, dass alle Spie­le­rin­nen und Spieler sich ge­gen­sei­tig als Freunde hin­zu­ge­fügt haben, um den Ver­bin­dungs­auf­bau zu er­leich­tern.

Lag- und La­tenz­pro­ble­me während des Spiels

  • Hin­ter­grund­an­wen­dun­gen schließen: Re­du­zie­ren Sie die Anzahl der im Hin­ter­grund laufenden An­wen­dun­gen, um Sys­tem­res­sour­cen für Minecraft frei­zu­ge­ben und die Spiel­leis­tung zu ver­bes­sern.
  • Netz­werk­op­ti­mie­rung: Prio­ri­sie­ren Sie den Spiel­ver­kehr in den Router-Ein­stel­lun­gen, ins­be­son­de­re wenn gleich­zei­tig gestreamt oder große Dateien her­un­ter­ge­la­den werden.
  • Ka­bel­ge­bun­de­ne Ver­bin­dung nutzen: Eine Ethernet-Ver­bin­dung bietet in der Regel eine stabilere und schnel­le­re Ver­bin­dung als WLAN und kann La­tenz­pro­ble­me re­du­zie­ren.

Server-Ein­stel­lun­gen

  • Firewall-Kon­fi­gu­ra­ti­on: Stellen Sie sicher, dass die für Minecraft er­for­der­li­chen Ports (stan­dard­mä­ßig 25565 für Java und 19132 für Bedrock) in der Firewall geöffnet sind. Über­prü­fen Sie zudem, ob Si­cher­heits­soft­ware den Da­ten­ver­kehr blockiert.
  • Server-Logs ana­ly­sie­ren: Un­ter­su­chen Sie die Server-Pro­to­kol­le auf Feh­ler­mel­dun­gen oder Warnungen, die Hinweise auf Ver­bin­dungs­pro­ble­me geben können. GeyserMC-Ein­stel­lun­gen über­prü­fen: Wenn Sie GeyserMC verwenden, stellen Sie sicher, dass die Kon­fi­gu­ra­ti­on korrekt ist und die neueste Version in­stal­liert wurde. Fehl­kon­fi­gu­ra­tio­nen können zu Ver­bin­dungs­pro­ble­men führen.
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