Post­greS­QL ist eine sehr beliebte und viel­sei­ti­ge ob­jekt­re­la­tio­na­le Datenbank, die ins­be­son­de­re durch ihre starke Si­cher­heits­ar­chi­tek­tur und große Fle­xi­bi­li­tät über­zeu­gen kann. Trotzdem gibt es Projekte, für die andere Optionen besser geeignet sind. Wir stellen Ihnen die sechs besten Post­greS­QL-Al­ter­na­ti­ven oder -Er­gän­zun­gen vor.

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Da­ten­ban­ken – Auf´s We­sent­li­che kon­zen­trie­ren
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Was ist Post­greS­QL und welche Al­ter­na­ti­ven gibt es?

Die Ursprünge der ob­jekt­re­la­tio­na­len Datenbank Post­greS­QL liegen bereits in den 1980er-Jahren. 1996 wurde das ACID-konforme Da­ten­bank­ma­nage­ment­sys­tem schließ­lich erstmals ver­öf­fent­licht. Heute steht es unter der Post­greS­QL-Lizenz und wird von einer Open-Source-Community stetig wei­ter­ent­wi­ckelt. Doch nicht nur die lange Ge­schich­te und die en­ga­gier­te Community machen Post­greS­QL zu einer beliebten Lösung für zahl­rei­che Un­ter­neh­men, In­sti­tu­tio­nen und Projekte. Die Lösung gilt als extrem sicher und robust. Obwohl sie auf eine klas­si­sche Ta­bel­len­struk­tur setzt, ist sie durch zahl­rei­che Er­wei­te­run­gen sehr flexibel und kann im großen Stil skaliert werden. Die eigene durch­dach­te Client-Server-Struktur sorgt dafür, dass die freie Option mit vielen kom­mer­zi­el­len Da­ten­ban­ken kon­kur­rie­ren kann.

Insgesamt gilt Post­greS­QL als sehr flexible Wahl, die auch mit zahl­rei­chen NoSQL-Lösungen kom­pa­ti­bel ist und so kom­bi­niert werden kann. Gerade durch den Open-Source-Ansatz hat die Datenbank viele gute Argumente auf ihrer Seite. Dennoch kann es Si­tua­tio­nen oder Projekte geben, für die ein anderes System noch besser geeignet ist. Das gilt vor allem, wenn Sie nicht-re­la­tio­nal arbeiten wollen. Die Per­for­mance von Post­greS­QL ist zudem nicht ganz so gut wie die anderer Lösungen. Hinzu kommt, dass ins­be­son­de­re der Einstieg für Neulinge kom­pli­ziert ist. Wenn Sie daher eine Al­ter­na­ti­ve zu Post­greS­QL suchen, haben wir an dieser Stelle sechs über­zeu­gen­de Vor­schlä­ge für Sie.

MongoDB: Die beste NoSQL-Datenbank für große Da­ten­men­gen

Die wahr­schein­lich fle­xi­bels­te Datenbank aktuell ist MongoDB. Die pro­prie­tä­re NoSQL-Lösung, die ihren Namen dem eng­li­schen Wort „huMONGOus“ („gewaltig“) verdankt, gibt es seit 2009. Sie ver­zich­tet auf Tabellen und speichert struk­tu­rier­te, halb­struk­tu­rier­te und un­struk­tu­rier­te Daten statt­des­sen in Form von binären JSON-Do­ku­men­ten, die in Samm­lun­gen zu­sam­men­ge­fasst werden. MongoDB kann nicht nur viele ver­schie­de­ne Da­ten­ty­pen speichern und verwalten, sondern ist auch besser ska­lier­bar als die meisten Da­ten­bank­ma­nage­ment­sys­te­me. Durch die Ver­tei­lung auf ver­schie­de­ne Knoten (Sharding) wird nicht nur die Ver­füg­bar­keit erhöht, sondern auch die Aus­fall­si­cher­heit. MongoDB ist für steigende Da­ten­vo­lu­men ausgelegt und wird von Un­ter­neh­men wie eBay oder Toyota genutzt.

Wenn Sie mehr über die Ge­mein­sam­kei­ten und Un­ter­schie­de von Post­greS­QL und MongoDB erfahren möchten, finden Sie in unserem Digital Guide einen um­fang­rei­chen Vergleich.

Die Vorteile von MongoDB auf einen Blick

  • Theo­re­tisch unendlich ska­lier­bar
  • Flexibel durch zahl­rei­che Features
  • Kann viele ver­schie­de­ne Da­ten­ty­pen verwalten und speichern
  • Hohe Aus­fall­si­cher­heit und Ver­füg­bar­keit
  • Kom­pa­ti­bel mit vielen Sprachen, Systemen und Platt­for­men
  • Schneller Einstieg
  • Eine der er­folg­reichs­ten NoSQL-Da­ten­ban­ken mit einer großen Community
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MariaDB: Die moderne MySQL-Al­ter­na­ti­ve mit Zu­kunfts­per­spek­ti­ve

MariaDB wurde als direkte Reaktion auf die Übernahme von MySQL durch Oracle ent­wi­ckelt und verfolgt das Ziel, eine freie und fort­schritt­li­che Da­ten­bank­lö­sung be­reit­zu­stel­len. Seit 2009 bietet der Open-Source-Fork von MySQL nicht nur voll­stän­di­ge Kom­pa­ti­bi­li­tät mit dem Original, sondern geht tech­no­lo­gisch im direkten Vergleich „MariaDB vs. MySQL“ oft sogar einen Schritt weiter. MariaDB überzeugt durch re­gel­mä­ßi­ge Updates, hohe Per­for­mance und eine große Auswahl an Speicher-Engines – darunter auch solche für ana­ly­ti­sche An­wen­dungs­fäl­le. Die Datenbank eignet sich sowohl für klas­si­sche Web­an­wen­dun­gen als auch für komplexe Business-An­wen­dun­gen. Große Or­ga­ni­sa­tio­nen wie Mozilla setzen seit Jahren auf MariaDB.

Die Vorteile von MariaDB auf einen Blick

  • Open Source mit un­ab­hän­gi­ger Ent­wick­lung
  • Voll­stän­dig kom­pa­ti­bel zu MySQL
  • Geeignet für operative und ana­ly­ti­sche Da­ten­ver­ar­bei­tung
  • Schnelle Ab­fra­ge­ver­ar­bei­tung und hohe Zu­ver­läs­sig­keit
  • SQL-Un­ter­stüt­zung und platt­form­über­grei­fen­de Nutz­bar­keit
  • Keine Her­stel­ler­bin­dung
  • Große Community und en­ga­gier­te Wei­ter­ent­wick­lung

DynamoDB: Die komplett ver­wal­te­te Datenbank von Amazon

Wenn Sie eine Al­ter­na­ti­ve zu Post­greS­QL suchen, die auch für Neulinge gut geeignet ist, ist DynamoDB eine gute Wahl. Die Datenbank stammt von Amazon und gehört seit 2012 zum AWS-Portfolio (Amazon Web Services). Die ser­ver­lo­se NoSQL-Lösung wird komplett verwaltet, sodass Sie Upgrades oder Ska­lie­run­gen nicht selbst durch­füh­ren müssen. Auch die Si­cher­heits­ar­chi­tek­tur wird für Sie auf­ge­setzt und auf dem aktuellen Stand gehalten. DynamoDB wird nach dem tat­säch­li­chen Res­sour­cen­ver­brauch ab­ge­rech­net, sodass die Lösung für kleine und große Un­ter­neh­men glei­cher­ma­ßen geeignet ist. Die Datenbank punktet mit hoher Ver­füg­bar­keit und geringen Latenzen. Die Ein­bet­tung in AWS bietet viele Vorteile, bindet Sie aber an Amazon.

Die Vorteile von DynamoDB auf einen Blick

  • Sehr be­nut­zer­freund­lich durch die an­ge­bo­te­ne Ver­wal­tung
  • Hohes Si­cher­heits­ni­veau
  • Un­be­grenzt ska­lier­bar
  • Bezahlung nach Verbrauch
  • Gute Per­for­mance und hohe Ge­schwin­dig­keit
  • Ein­bet­tung in das AWS-Ökosystem
  • Hohe Ver­füg­bar­keit

Redis: Die schnelle Ergänzung oder Al­ter­na­ti­ve zu Post­greS­QL

Wenn die kleinen Ge­schwin­dig­keits­de­fi­zi­te von Post­greS­QL ein Problem für Sie dar­stel­len, ist Redis eine kluge Ergänzung oder Al­ter­na­ti­ve. Die NoSQL-Datenbank speichert Daten im Ar­beits­spei­cher und erreicht Re­ak­ti­ons­zei­ten von unter einer Mil­li­se­kun­de. Ins­be­son­de­re für Analysen in Echtzeit, Nach­rich­ten­über­mitt­lun­gen und ver­schie­de­ne Ver­wal­tungs­auf­ga­ben ist das Open-Source-System sehr gut geeignet. Es kann zwar ho­ri­zon­tal und vertikal skaliert werden, ist aber wirklich eher auf Ge­schwin­dig­keit und nicht so sehr auf große Da­ten­men­gen ausgelegt. Als be­nut­zer­freund­li­cher Spe­zia­list für Aufgaben, bei denen es um möglichst geringe Latenzen geht, ist Redis al­ler­dings kaum zu schlagen. Nicht umsonst gilt die In-Memory-Datenbank als einer der be­lieb­tes­ten Schlüssel-Wert-Speicher der Welt.

Die Vorteile von Redis auf einen Blick

  • Open Source
  • Über­ra­gen­de Per­for­mance durch In-Memory-Spei­che­rung
  • Re­ak­ti­ons­zei­ten von unter einer Mil­li­se­kun­de
  • Perfekt geeignet für Echt­zeit­ana­ly­sen
  • Kann mit Post­greS­QL kom­bi­niert werden
  • Ho­ri­zon­tal und vertikal ska­lier­bar
  • Sehr be­nut­zer­freund­lich
  • Kom­pa­ti­bel mit vielen Sprachen, Platt­for­men und Systemen

Apache Cassandra: Die spal­ten­ori­en­tier­te NoSQL-Option

Apache Cassandra ist eine spal­ten­ori­en­tier­te NoSQL-Datenbank, die für den Einsatz mit großen und he­te­ro­ge­nen Da­ten­men­gen ausgelegt ist. Das System, das seit 2008 ent­wi­ckelt wird, ist Open Source und verfügt mit CQL über eine Ab­fra­ge­spra­che, die an SQL angelehnt ist. So fällt Ihnen der Wechsel von Post­greS­QL zu dieser Al­ter­na­ti­ve sehr leicht. Cassandra gilt als sehr aus­fall­si­cher und ge­währ­leis­tet eine hohe Ver­füg­bar­keit durch die Nutzung un­ter­schied­li­cher Knoten. Auch die Ab­fra­ge­ge­schwin­dig­keit von Apache Cassandra ist über­zeu­gend, ohne dass dadurch die Si­cher­heit des Systems leidet. Große Firmen und Platt­for­men wie Apple oder Netflix setzen die teilweise ACID-konforme, flexible und einfach ska­lier­ba­re Datenbank ein.

Die Vorteile von Apache Cassandra auf einen Blick

  • Open Source
  • Ho­ri­zon­tal und vertikal ska­lier­bar und dadurch auch für große Da­ten­vo­lu­men geeignet
  • CQL ähnelt SQL, wodurch Abfragen leichter werden
  • Hohe Ver­füg­bar­keit und Aus­fall­si­cher­heit
  • Teilweise ACID-konform (Atomicity, Con­sis­ten­cy, Isolation, Du­ra­bi­li­ty)
  • Flexibel und viel­sei­tig
  • Starke Per­for­mance und hohe Ge­schwin­dig­keit

MySQL: Die re­la­tio­na­le Lösung von Oracle

Seit Oracle MySQL 2010 über­nom­men hat, sind viele Nut­ze­rin­nen und Nutzer auf Al­ter­na­ti­ven wie Post­greS­QL aus­ge­wi­chen. Dennoch gilt die re­la­tio­na­le Datenbank nach wie vor als starke Software für die Spei­che­rung struk­tu­rier­ter Daten in Ta­bel­len­form. MySQL ist sehr aus­fall­si­cher und kann große Da­ten­men­gen gut ver­ar­bei­ten. Die Lösung bietet ver­schie­de­ne Ska­lie­rungs­mög­lich­kei­ten und zahl­rei­che Schnitt­stel­len. MySQL ist auch für Neulinge sehr über­sicht­lich und leicht ver­ständ­lich aufgebaut. Eine en­ga­gier­te Community und um­fang­rei­che Do­ku­men­ta­tio­nen sind ebenfalls vorhanden. Der Umstieg von Post­greS­QL fällt durch die ge­mein­sa­me Ab­fra­ge­spra­che SQL nicht schwer, und auch die Ge­schwin­dig­keit der Datenbank ist über­zeu­gend. Neben der freien Version gibt es auch pro­prie­tä­re Optionen.

Die Vorteile von MySQL auf einen Blick

  • Open Source
  • Sehr über­sicht­lich und einfach zu erlernen
  • Auch für große Da­ten­men­gen geeignet
  • Sehr aus­fall­si­cher und schnell
  • Hohe Ver­füg­bar­keit
  • Kom­pa­ti­bel mit zahl­rei­chen Systemen, Platt­for­men und Sprachen
  • Teil des LAMP-Stacks (Linux, Apache, MySQL und PHP)
  • Ab­fra­ge­spra­che von Post­greS­QL bekannt
  • Große Community und um­fang­rei­che Do­ku­men­ta­ti­on

Mit den Ge­mein­sam­kei­ten und Un­ter­schie­den zwischen MySQL und Post­greS­QL haben wir uns in unserem Digital Guide bereits aus­führ­lich be­schäf­tigt.

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