Hunger, Durst und Kälte – das sind die ersten „Gegner“, die auf Spieler in dem Online-Survival-Game Rust warten. Im späteren Verlauf warten feind­li­che Tiere und natürlich die anderen auf dem Rust-Server be­find­li­chen Spieler als Her­aus­for­de­run­gen, die über Leben und Tod ent­schei­den. Im Februar 2018 erschien Rust nach lang­jäh­ri­ger Early-Access-Phase als voll­wer­ti­ges Spiel auf Steam, wobei das Ent­wick­ler­team Facepunch Studios wohl nur davon geträumt haben dürfte, dass das Game rund drei Jahre danach zu den an­ge­sag­tes­ten Mul­ti­play­ern der Twitch-Szene zählt.

Die Spie­ler­schaft verteilt sich auf die viel­zäh­li­gen Rust-Server, wobei zwischen den of­fi­zi­el­len Servern des Ent­wick­lers und Community-Servern bzw. mo­di­fi­zier­ten Servern, die von Nutzern gehostet und verwaltet werden, zu un­ter­schei­den ist. Wir verraten Ihnen, welche Vorzüge ein privater Rust-Server mit sich bringt und welche An­for­de­run­gen Ihr System hierfür erfüllen muss. An­schlie­ßen zeigen wir Schritt für Schritt, wie Sie einen eigenen Rust-Server erstellen und zum Laufen bringen.

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Rust-Server: Auf dem Heim-PC hosten oder Server mieten?

Einen eigenen de­di­zier­ten Rust-Server zu erstellen, gibt Ihnen die Mög­lich­keit, die Welt von Rust so zu genießen, wie Sie es schon immer gerne wollten. Als Ad­mi­nis­tra­tor eines Servers haben Sie die Ent­schei­dungs­ge­walt darüber, ob PvE oder PvP auf dem Tagesplan stehen, welche Map gespielt wird und wie groß die Spielwelt im All­ge­mei­nen sein soll. Nutzen Sie eine Whitelist-Er­wei­te­rung wie das uMod-Plugin „Whitelist by Wulf“, können Sie darüber hinaus eine private Rust-Runde spielen, der nur Sie und Ihre Freunde beitreten können. Mit anderen Worten: Sie haben die voll­stän­di­ge Kontrolle und können das Survival-Spiel nach Ihren eigenen Vor­stel­lun­gen gestalten.

Die Dedicated-Server-Software von Rust kann grund­sätz­lich parallel zum Spiel-Client laufen, sodass Sie einen eigenen Rust-Server theo­re­tisch direkt auf Ihrem Heim-PC hosten und diesem Server vom gleichen Gerät aus beitreten können. Dabei gilt es al­ler­dings zu bedenken, dass beide An­wen­dun­gen Re­chen­ka­pa­zi­tä­ten, Strom und Breitband-Res­sour­cen in Anspruch nehmen. Sofern Sie nicht über ein High-End-System und eine ex­zel­len­te In­ter­net­an­bin­dung verfügen, ist es daher emp­feh­lens­wert, die Hardware für den Rust-Server bei einem Provider zu mieten.

Welche An­for­de­run­gen stellt ein Rust-Server an das Host-System?

Die Hardware-Vor­aus­set­zun­gen eines Rust-Servers sind nicht zu un­ter­schät­zen. Auch wenn der Mul­ti­play­er nicht mit den höchsten gra­fi­schen An­for­de­run­gen aufwartet, muss der Server einiges an Leistung an den Tag bringen, um die gewaltige Spielwelt für alle Spieler verfügbar zu machen. Die Art und Größe der Map sind dem­entspre­chend ebenso mit­ent­schei­dend für die er­for­der­li­che Hardware wie die Zahl gleich­zei­tig aktiver Spieler. Auch die Menge ein­ge­setz­ter Plugins spielt eine große Rolle dabei, wie viel Re­chen­power Sie benötigen. Wir haben die wich­tigs­ten Leis­tungs­da­ten für ein rei­bungs­los funk­tio­nie­ren­des Rust-Server-Setup für Sie zu­sam­men­ge­fasst.

Prozessor (CPU)

Wollen Sie einen Rust-Server betreiben, zählt eine sehr gute CPU-Leistung zu den wich­tigs­ten Vor­aus­set­zun­gen. Auch für kleinere Privat-Server für Sie und Ihre Freunde sollten Sie min­des­tens zu einem Prozessor mit min­des­tens 3,4 GHz greifen. Für eine Spielwelt, die Platz für mehrere Hundert Spieler bieten soll, sind min­des­tens 4 GHz ein­zu­pla­nen. Einen wichtigen Faktor müssen Sie dabei unbedingt auf dem Schirm haben: Die Dedicated-Server-Software von Rust ist grund­sätz­lich als Single-Core-Anwendung kon­zi­piert. Um eine optimale Leis­tungs­fä­hig­keit zu ge­währ­leis­ten, ist aus diesem Grund ein Host­sys­tem mit hoher Single-Core-Leistung zu empfehlen, da die Ver­tei­lung auf mehrere Kerne sub­op­ti­mal ist und das Leis­tungs­po­ten­zi­al au­to­ma­tisch ver­rin­gert.

Ar­beits­spei­cher (RAM)

Spä­tes­tens bei der Auswahl des ge­eig­ne­ten Ar­beits­spei­chers ist es ent­schei­dend, dass Sie eine grund­le­gen­de Idee von der Größe Ihres Rust-Servers haben. Wenn Sie mit der Standard-Map-Größe von drei Qua­drat­ki­lo­me­tern für einen aus­er­wähl­ten, kleinen Spie­ler­kreis von fünf bis zehn Personen und ohne groß­ar­ti­gen Einsatz von Mods planen, können Sie mit der Min­dest­emp­feh­lung von 4 bis 6 Gigabyte RAM für Ihren Dedicated Server planen. Wollen Sie einen Rust-Server erstellen und hosten, der Hunderten von Gamern gleich­zei­tig Platz bietet (durch­schnitt­lich tummeln sich auf öf­fent­li­chen Rust-Servern aktiv rund 50 Spieler), sind min­des­tens 8 bis 16 Gigabyte Ar­beits­spei­cher zu empfehlen.

Hinweis

In­for­mie­ren Sie sich immer über die zu­sätz­lich ein­zu­pla­nen­den Res­sour­cen, wenn Sie Ihren Rust-Server im späteren Verlauf durch Mo­di­fi­ka­tio­nen erweitern und in­di­vi­dua­li­sie­ren!

Fest­plat­ten­spei­cher

Rund 6 Gigabyte Fest­plat­ten­spei­cher sind für die grund­le­gen­de In­stal­la­ti­on des Dedicated-Rust-Servers ein­zu­pla­nen. Zu­sätz­li­cher Spei­cher­platz für die Nut­zer­da­tei­en und etwaige Mods sollten Sie aber von Beginn an fest mit­ein­pla­nen. Für das lang­fris­ti­ge Hosting des Gaming-Servers ist daher ein Minimum-Spei­cher­kon­tin­gent von 32 Gigabyte zu empfehlen, das Sie in heutigen Hardware-Setups mühelos erzielen.

Hinweis

Klas­si­sche HDD-Da­ten­trä­ger oder leis­tungs­stär­ke­rer Server mit SSD? Diese Frage spielt beim Hosting eines Rust-Servers höchstens eine Ne­ben­rol­le. Aufgrund der schnel­le­ren Schreib- und Le­se­ge­schwin­dig­kei­ten von SSDs und der Tatsache, dass diese stark im Preis gesunken sind, spricht jedoch viel für einen Einsatz der modernen Spei­cher­lö­sung.

Be­triebs­sys­tem

In puncto Be­triebs­sys­tem haben Sie die Wahl zwischen Microsoft- (Windows Server 2019, Windows Server 2016) und Linux-An­wen­dun­gen (Ubuntu, Debian, CentOS, OpenSUSE). Die Server-Software „SteamCMD“, mit der Sie auch andere Dedicated Server wie einen CS:GO-Server erstellen, ist zwar prin­zi­pi­ell auch für macOS verfügbar, al­ler­dings kommt es bei der In­stal­la­ti­on auf dem Apple-System immer wieder zu Problemen.

Auch das ge­wünsch­te Be­triebs­sys­tem nimmt Res­sour­cen auf Ihrem Server ein. Für Windows Server 2016 hat Microsoft bei­spiels­wei­se folgende Min­dest­an­for­de­run­gen for­mu­liert:

  • 1,4-GHz-Prozessor (64-Bit)
  • 512 MB bzw. 2 GB Ar­beits­spei­cher (ohne bzw. mit gra­fi­scher Ober­flä­che)
  • 32 GB Fest­plat­ten­spei­cher

Für die In­stal­la­ti­on der beliebten Linux-Dis­tri­bu­ti­on Ubuntu empfiehlt Ent­wick­ler Canonical folgende Min­dest­wer­te (Version 20.04):

  • 2-GHz-Prozessor (64-Bit)
  • 4 GB Ar­beits­spei­cher
  • 25 GB Fest­plat­ten­spei­cher

Die deutlich schlan­ke­re Ubuntu Server Edition (ohne grafische Be­nut­zer­ober­flä­che) läuft al­ter­na­tiv bereits mit einem 1-GHz-Prozessor (64-Bit), 1 GB Ar­beits­spei­cher und 2,5 GB Fest­plat­ten­spei­cher.

Breit­band­be­darf

Die In­ter­net­an­bin­dung Ihres Rust-Servers ist für den späteren Spielspaß ebenso elementar wie die Hardware des Servers selbst. Nur mit einem geringen Ping (auch als „Latenz“ bekannt) auf Server- und Spie­ler­sei­te wird die ac­tion­las­ti­ge Welt von Rust zum un­ver­gess­li­chen Online-Erlebnis. Aus Ser­ver­sicht ist dabei ins­be­son­de­re der Upload-Wert („Uplink“ bzw. „Upstream“) ent­schei­dend. Je mehr Upload-Ge­schwin­dig­keit Ihr Server pro Spieler zur Verfügung hat, desto schneller gelangen die Ser­ver­da­ten zu den Spielern.

Hinweis

Der Upstream von In­ter­net­an­bin­dun­gen fällt deutlich geringer als der Down­stream aus: Klas­si­sche DSL-16.000-Leitungen bei­spiels­wei­se bieten bis zu 16 Mbit/s Download-Speed, aber häufig nur zwischen 1 bis 2 Mbit/s Upload-Ge­schwin­dig­keit!

Von Seiten des Ent­wick­lers Facepunch Studios gibt es zwar keine of­fi­zi­el­len Angaben über die emp­foh­le­ne Upload-Rate pro User. Al­ler­dings kann man sich gut an dem von Valve (Ent­wick­ler des Server-Tools SteamCMD) her­aus­ge­ge­be­nen Richtwert für Source-Games wie CS:GO, CS:Source oder Apex Legends ori­en­tie­ren, der bei 53,4 Kbit/s pro Spieler liegt. In Relation zur Spie­ler­zahl ergeben sich daher folgende mögliche Breitband-Be­darfs­sze­na­ri­en für einen Rust-Server:

Auf Server aktive Spieler Min. Upload-Ge­schwin­dig­keit
5 267 Kbit/s
50 2.670 Kbit/s (2,67 Mbit/s)
100 5.340 Kbit/s (5,34 Mbit/s)
200 10.680 Kbit/s (10,68 Mbit/s)
500 26.700 Kbit/s (26,7 Mbit/s)

Rust-Server hosten bei IONOS: Welches Server-Modell eignet sich?

Die auf­ge­lis­te­ten Vor­aus­set­zun­gen machen deutlich, warum es bequemer ist, die Hardware für einen Rust-Server bei einem Provider zu mieten: Ei­ner­seits müssen Sie sich keine Gedanken darum machen, ob Ihre In­ter­net­an­bin­dung genügend Upload-Ka­pa­zi­tä­ten zur Verfügung stellt. An­de­rer­seits haben Sie bei ge­mie­te­ten Servern fast immer die Mög­lich­keit, die gebuchte Leistung jederzeit auf­zu­sto­cken bzw. zu­rück­zu­fah­ren.

Haben Sie einen passenden Anbieter für das Server-Hosting gefunden, stehen Ihnen für ge­wöhn­lich gleich mehrere ver­schie­de­ne Modelle zur Auswahl. Bei IONOS können Sie sich bei­spiels­wei­se für eine der folgenden drei Varianten ent­schei­den:

  • Dedicated Server (wahlweise selbst ad­mi­nis­triert oder von IONOS verwaltet)
  • vServer (Virtual Private Server)
  • Cloud Server
Tipp

Im Ser­ver­um­feld un­ter­schei­det man gerne zwischen „de­di­zier­ter“ und „Shared“-Hardware. Was es mit diesen beiden Ansätzen auf sich hat und wie sie sich von­ein­an­der un­ter­schei­den, verrät unser Artikel „Shared Hosting vs. Dedicated Hosting“.

Die IONOS-Ser­ver­mo­del­le im Vergleich

Die drei genannten Ser­ver­mo­del­le von IONOS un­ter­schei­den sich ins­be­son­de­re in der Preis­struk­tur sowie in der Art, wie die Res­sour­cen zur Verfügung gestellt werden.

Hinweis

Für welche Ser­ver­lö­sung Sie sich auch ent­schei­den: IONOS ga­ran­tiert eine externe Breit­band­an­bin­dung des Servers mit bis zu 400 Mbit/s.

Wenn Sie einen Cloud Server mieten, haben Sie bei­spiels­wei­se Zugriff auf vir­tua­li­sier­te Res­sour­cen, die Sie über das IONOS Cloud Panel jederzeit anpassen können. Da die Leistung mi­nu­ten­wei­se ab­ge­rech­net wird, zahlen Sie am Ende des Monats aus­schließ­lich die Res­sour­cen, die Sie auch tat­säch­lich in Anspruch genommen haben. Diese exakte Ab­rech­nung stellt den ent­schei­den­den Un­ter­schied zu einem vServer-Paket dar: Auch hier sind die ge­mie­te­ten Res­sour­cen vir­tua­li­siert – al­ler­dings in einem festen Setup, für das ein mo­nat­li­cher Fixbetrag anfällt. Ob Sie den Rust-Server in diesem Zeitraum nutzen oder nicht, spielt in diesem Fall keine Rolle. Planen Sie mit einem durch­gän­gi­gen Betrieb, ist ein vServer aber deutlich günstiger als ein Cloud Server.

Die von uns emp­foh­le­ne Option für einen Rust-Server bei IONOS ist aber das dritte Modell: Ein Dedicated Server. Mieten Sie einen solchen Server, haben Sie Zugriff auf Res­sour­cen, die aus­schließ­lich für Sie be­reit­ge­stellt werden. Die starke Single-Core-CPU-Leistung mit bis zu 3,8 GHz (4,2 GHz Turbo-Boost) eignet sich optimal für Ein­zel­an­wen­dun­gen wie einen Rust-Server.

Drei Rust-Server-Szenarien und dazu passende IONOS-Server-Tarife

Für die drei auf­ge­zähl­ten Server-Ansätze von IONOS exis­tie­ren ver­schie­de­ne Tarife, die sich in erster Linie in den Punkten Leistung und Kosten un­ter­schei­den. Wenn Sie Ihren Rust-Server bei IONOS erstellen wollen, wählen Sie also zunächst das Modell und an­schlie­ßend einen Tarif aus, der Ihnen Zugriff auf die be­nö­tig­ten Res­sour­cen – CPU, Ar­beits­spei­cher und Fest­plat­ten­spei­cher – gewährt.

In der nach­fol­gen­den Tabelle haben wir drei mögliche Szenarien für einen Rust-Server ge­gen­über­ge­stellt und die jeweils dazu passenden Tarife für einen vServer und Dedicated Server bei IONOS zu­ge­ord­net.

 Min­dest­an­for­de­run­gen (inklusive Be­triebs­sys­tem)Emp­foh­le­ner vServer Emp­foh­le­ner Dedicated Server
Server für 2-5 Spieler (Standard-Map ohne/mit wenigen Mods)Windows: 3.4 GHz (min. 3 vCores), 6 GB RAM, 40 GB Spei­cher­platz Linux: 3.4 GHz (min. 3 vCores), 5 GB RAM, 10 GB Spei­cher­platzIONOS Virtual Server Cloud XL (VPS XL) oderIONOS Virtual Server Cloud RAM L (VPS L RAM) IONOS Dedicated Server AR6-32 HDD
Server für 50 Spieler (in­di­vi­du­el­le Map/Mods)Windows: 4.0 GHz (min. 3 vCores), 10 GB RAM, 50 GB Spei­cher­platz Linux: 4.0 GHz (min. 3 vCores), 9 GB RAM, 20 GB Spei­cher­platzIONOS Virtual Server Cloud RAM L (VPS L RAM) IONOS Dedicated Server AR6-32 HDD
Server für 500 Spieler (in­di­vi­du­el­le Map/Mods)Windows: 4.6 GHz (min. 4 vCores), 16 GB RAM, 70 GB Spei­cher­platz Linux: 4.6 GHz (min. 4 vCores), 16 GB RAM, 40 GB Spei­cher­platzIONOS Virtual Server Cloud RAM XL (VPS XL RAM) Dedicated Server IX8-64 HDD oder SSD
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Rust-Server-erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung (Windows Server)

Sobald Sie die Hardware parat haben, können Sie damit beginnen, Ihren per­sön­li­chen Rust-Server zu erstellen. Welche Schritte es hierbei als IONOS-Kunde (vServer, Cloud Server, Dedicated Server) zu be­wäl­ti­gen gibt, verraten wir Ihnen in der nach­fol­gen­den Anleitung. Als System-Basis haben wir in diesem Fall das Microsoft-Be­triebs­sys­tem Windows Server 2016 gewählt.

Schritt 1: Ver­bin­dung zum Server aufbauen

Um mit den ge­mie­te­ten Res­sour­cen arbeiten zu können, müssen Sie sich im ersten Schritt mit dem Server verbinden. Hierfür können Sie von Ihrem Rechner aus eine Remote-Ver­bin­dung zum Server aufbauen, deren Ein­rich­tung sich bequem über das IONOS Cloud Panel vornehmen lässt. Melden Sie sich also über die Login-Seite mit Ihren per­sön­li­chen Kun­den­da­ten an, wechseln Sie an­schlie­ßend in die Rubrik „Server & Cloud“.

Klicken Sie nun auf den Eintrag des Servers, auf dem Sie Ihren Rust-Server betreiben möchten. Das Panel blendet Ihnen au­to­ma­tisch die wich­tigs­ten In­for­ma­tio­nen und Zu­gangs­da­ten ein. Sie finden an dieser Stelle auch einen Download-Link für die Ein­rich­tung der Remote-Ver­bin­dung, den Sie nun anklicken:

Be­stä­ti­gen Sie das Öffnen der Datei mit der aus­ge­wähl­ten Stan­dard­wahl („Remote-Desktop-Ver­bin­dung“) via „OK“ oder speichern Sie die Datei zunächst lokal, um sie dann per Dop­pel­klick aus­zu­füh­ren. Im an­schlie­ßen­den Dialog drücken Sie auf „Verbinden“.

Sie werden nun auf­ge­for­dert, Ihre Zu­gangs­da­ten für den Server ein­zu­ge­ben. Klicken Sie hierfür auf „Weitere Optionen“ und „Anderes Konto verwenden“. Sollten Sie noch keine in­di­vi­du­el­len Login-Daten definiert haben, finden Sie Ihr per­sön­li­ches „Initial-Passwort“ bei den Zu­gangs­da­ten im Cloud Panel.

Hinweis

Beim ersten Ver­bin­dungs­auf­bau zum Server erhalten Sie eine Si­cher­heits­war­nung, da das Server-Si­cher­heits­zer­ti­fi­kat noch nicht als ver­trau­ens­wür­dig ein­ge­stuft ist. Über die Schalt­flä­che „Ja“ können Sie der Remote-Ver­bin­dung zustimmen.

Schritt 2: SteamCMD in­stal­lie­ren

Steht die Ver­bin­dung zu Ihrem Server, in­stal­lie­ren Sie zunächst die Server-Software SteamCMD – für Windows her­un­ter­lad­bar über folgenden Download-Link.

Entpacken Sie die gezippte Datei nach dem Download in ein be­lie­bi­ges Ver­zeich­nis auf Ihrem Server, bei­spiels­wei­se in C:\SteamCMD, und führen Sie an­schlie­ßend die entpackte steamcmd.exe per Dop­pel­klick aus, um die In­stal­la­ti­on über die Windows-Ein­ga­be­auf­for­de­rung zu starten. Nach er­folg­rei­cher In­stal­la­ti­on wird Ihnen die Steam-Ein­ga­be­zei­le Steam> prä­sen­tiert.

Schritt 3: Rust Dedicated Server in­stal­lie­ren

Über die Steam-Ein­ga­be­zei­le können Sie nun die Dedicated-Server-Software für Rust her­un­ter­la­den und in­stal­lie­ren. Legen Sie hierfür zunächst das In­stal­la­ti­ons­ver­zeich­nis fest (wir nutzen hier C:\rust-server), indem Sie folgenden Befehl eintippen und ausführen:

force_install_dir C:\rust-server\

Im nächsten Schritt melden Sie sich als anonymer User auf den öf­fent­li­chen Steam-Servern (Steam Public) an:

login anonymous

Schließ­lich starten Sie den Download und die In­stal­la­ti­on der aktuellen Version der Rust-Server-Software mithilfe der Steam-App-ID 258550, ein­ge­packt in folgendes Kommando:

app_update 258550 validate

Nach ab­ge­schlos­se­ner In­stal­la­ti­on melden Sie sich mit der Eingabe „quit“ vom Steam-Server ab.

Hinweis

Wollen Sie die Rust-Server-Software zu einem späteren Zeitpunkt ak­tua­li­sie­ren, genügt der Befehl „app_update 258550“!

Schritt 4: Ports freigeben

Damit Ihr er­stell­ter Rust-Server später auch in der Auswahl im Game erscheint, geben Sie nun den UDP-Port 28015 frei. Nur wenn Ihr Server die Kom­mu­ni­ka­ti­on über diesen Port erlaubt, gelingt auch die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit den Clients. Wollen Sie Ad­mi­nis­tra­tor­be­feh­le über die Kom­man­do­zei­le ausführen, ist zudem die Freigabe von TCP-Port 28016 zu empfehlen: So können Sie später Kommandos per RCON (Remote Console) direkt über die Ein­ga­be­auf­for­de­rung oder die Konsole im Spiel (mit der Ad­mi­nis­tra­tor­rol­le) ver­schi­cken.

Die Freigabe von TCP- und UDP-Ports können Sie ebenfalls sehr bequem über das IONOS Cloud Panel erledigen: Rufen Sie hierfür erneut die Kategorie „Server & Cloud“ und dann im linken Sei­ten­me­nü nach­ein­an­der die Punkte „Netzwerk“ und „Firewall-Richt­li­ni­en“ auf. Klicken Sie den Rust-Server bzw. das Be­triebs­sys­tem in der Auf­lis­tung an und erstellen Sie unter „Eingehend“ zunächst folgende Regel für die all­ge­mei­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on des Rust-Servers:

  • Erlaubte IP: alle (hierfür einfach das Feld frei­las­sen)
  • Protokoll: UDP
  • Port(s): 28015
  • Be­schrei­bung: in­di­vi­du­el­le Be­schrei­bung der Port-Freigabe

Für die Nutzung der RCON-Kommandos fügen Sie eine weitere Regel hinzu, bei der Sie statt­des­sen das TCP-Protokoll und Port 28106 wählen. Beide Regeln be­stä­ti­gen Sie über den Button „Regel hin­zu­fü­gen“.

Schritt 5: Rust-Server starten

Mit der Freigabe der Ports ist die Ein­rich­tung ab­ge­schlos­sen und Sie können Ihren eigenen Rust-Server nun endlich starten. Der ein­fachs­te Weg hierfür ist es, im Ver­zeich­nis des Rust-Servers eine BAT-Datei zu erstellen, die alle grund­le­gen­den In­for­ma­tio­nen zum Server und zur Spielwelt enthält.

Erstellen Sie also mit einem be­lie­bi­gen Editor eine Textdatei und tragen Sie dort folgenden Code ein:

echo off
: start
RustDedicated.exe -batchmode +server.port 28015 +server.level "Procedural Map" +server.seed 50000 +server.worldsize 3000 +server.maxplayers 50 +server.hostname "Rust Test Server" +server.description "Rust Test Server" +rcon.port 28016 +rcon.password test
goto start
Hinweis

Aus­führ­li­che In­for­ma­tio­nen zu den einzelnen, hier ver­wen­de­ten Pa­ra­me­tern sowie allen weiteren ver­füg­ba­ren Befehlen für den Start und die Ad­mi­nis­tra­ti­on von Rust-Servern finden Sie auf der Rust-Dedicated-Server-Seite im Valve-Developer-Bereich!

Speichern Sie die Datei als Batch-Datei, indem Sie „Speichern unter…“ auswählen, bei Dateityp „Alle Dateien“ de­fi­nie­ren und ab­schlie­ßend den Namen „Start.bat“ eintippen. Wenn Sie diese Datei nun per Dop­pel­klick ausführen, starten Sie Ihren Rust-Server mit einem einfachen Grund-Setup. Da bei diesem ersten Start die gesamte Spielwelt neu aufgebaut wird, nimmt der Prozess für ge­wöhn­lich einige Minuten in Anspruch.

Schritt 6: Dem er­stell­ten Rust-Server beitreten

Sobald die Welt erstellt ist, können Sie und Ihre Freunde dem neuen Rust-Server beitreten. Die Vor­ge­hens­wei­se sieht dabei fol­gen­der­ma­ßen aus:

  1. Starten Sie Rust über Ihren Steam-Account.
  2. Klicken Sie auf „Spielen“.
  3. Wählen Sie die passende Ser­ver­ka­te­go­rie aus – „Community“ bei einem Standard-Server bzw. „Mo­di­fi­ziert“ bei einem Server mit Mods.
  4. Geben Sie wahlweise den Ser­ver­na­men, den Sie in der BAT-Datei definiert haben, oder die IP-Adresse Ihres Servers (nach­zu­le­sen im IONOS Cloud Panel) ein, um die Liste zu filtern.
  5. Bauen Sie die Ver­bin­dung zu Ihrem Server auf.

Haben Sie sich bereits einmal mit Ihrem Server verbunden, finden Sie diesen an­schlie­ßend unter dem Eintrag „Verlauf“ wieder:

Sollten Sie Ihren Server in der Auf­lis­tung nicht finden, können Sie al­ter­na­tiv versuchen, die Ver­bin­dung über die Konsole auf­zu­bau­en. Drücken Sie hierfür im Spiel die Taste [F1] und lassen Sie den folgenden Befehl (den Eintrag „IP-Adresse des Servers“ ersetzen Sie durch die IP) ausführen:

connect IP-Adresse des Servers:28015

Nach er­folg­rei­cher Anmeldung auf dem Server kann Ihr ganz per­sön­li­ches Rust-Abenteuer endlich beginnen!

Tipp

Bei Bedarf können Sie Ihren Server jederzeit mit einem eigenen Domain-Namen schmücken und ihn darüber verfügbar machen (anstelle der bloßen IP-Adresse). Re­gis­trie­ren Sie Ihre Wunsch­do­main noch heute bequem und einfach direkt bei IONOS!

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