Im Mai 2011 ver­öf­fent­lich­te ein vier­köp­fi­ges Ent­wick­ler­team unter dem Namen Re-Logic auf Steam die erste Version des Sandbox-Games Terraria für Windows-User. Mitt­ler­wei­le ist das Spiel auch für Linux und Mac, Play­Sta­ti­on, XboX, iOS, Android und Nintendo-Geräte verfügbar. Wer die zufällig ge­ne­rier­te Spielwelt mit anderen Spielern erkunden möchte, erstellt am besten einen eigenen Terraria-Server. Wie das funk­tio­niert und warum gemietete Hardware hierfür die beste Lösung darstellt, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

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Terraria-Server: Hosting auf dem eigenen PC oder bei einem Provider?

Wollen Sie Terraria online mit anderen Nutzern spielen, haben Sie hierfür zwei Optionen: Sie nutzen die „Host & Play“-Funktion im Terraria-Client, um ein eigenes Online-Spiel direkt auf Ihrem Gerät zu hosten. Andere Spieler können der Welt dann wahlweise mit oder ohne Passwort beitreten. Beenden Sie das Spiel, stoppt in diesem Fall aber au­to­ma­tisch auch der Server. Wollen Sie dies ver­hin­dern, müssen Sie auf Option Nummer Zwei zu­rück­grei­fen und die Dedicated-Server-Software von Terraria ausführen. Solange diese Anwendung läuft, können Sie und andere Spieler sich im Spiel­cli­ent über den Punkt „Join via IP“ mit dem Terraria-Server verbinden.

Theo­re­tisch können Sie zuletzt genannte Software für einen de­di­zier­ten Server auch auf Ihrem Heim-PC laufen lassen. Für einen durch­gän­gi­gen Betrieb des Terraria-Servers müsste dieses Gerät aber rund um die Uhr laufen, was hohe Strom­kos­ten zur Folge hat. Auch die Wartung der Hardware, sollte bei­spiels­wei­se mal ein Teil ka­putt­ge­hen, liegt in Ihrer Ver­ant­wor­tung. Zudem ist eine stabile und leis­tungs­star­ke In­ter­net­an­bin­dung un­ver­zicht­bar, um allen Spielern ein möglichst rei­bungs­lo­ses Spiel­erleb­nis bieten zu können. Die ein­fa­che­re und bequeme Al­ter­na­ti­ve besteht darin, das Terraria-Server-Hosting in die Hände eines Providers zu geben, der sich um alle ele­men­ta­ren Punkte wie die Ver­füg­bar­keit, die Wartung oder die Per­for­mance des Terraria-Servers kümmert.

Welche Sys­tem­an­for­de­run­gen stellt ein Terraria-Server?

Die An­for­de­run­gen, die ein Terraria-Server an die Hardware stellt, sind – aufgrund der 2D-Optik wenig über­ra­schend – relativ mi­ni­ma­lis­tisch. Ent­schei­dend ist ins­be­son­de­re der Ar­beits­spei­cher: Hierfür geben die Ent­wick­ler den Startwert von 512 MB für eine kleine Spielwelt mit wenigen Spielern und ohne Mo­di­fi­ka­tio­nen an. Für größere Welten sollten Sie min­des­tens 1 GB bzw. 2 GB (ab 10 Spieler) be­reit­hal­ten. Planen Sie einen Terraria-Server für mehr als 50 Spieler sind al­ler­dings 4 GB oder mehr zu empfehlen. Hinzu kommt der Haupt­spei­cher­be­darf des Be­triebs­sys­tems – für Windows Server 2016 wären dies bei­spiels­wei­se 512 MB bzw. 2 GB Ar­beits­spei­cher (ohne bzw. mit gra­fi­scher Ober­flä­che).

CPU und Fest­plat­ten­spei­cher spielen beim Terraria-Server-Hosting kaum eine Rolle. Ein Prozessor mit 2 GHz sollte einer einzelnen Ser­ver­in­stanz die not­wen­di­ge Re­chen­power verleihen. In puncto Spei­cher­platz reicht es, wenn Sie einige wenige Gigabyte zur Verfügung haben, um lang­fris­tig genügend Platz für die Nut­zer­da­ten zu besitzen. Hinzu käme auch in diesem Fall der Res­sour­cen­be­darf des Be­triebs­sys­tems – für das erwähnte Windows-System, das wir auch im nach­fol­gen­den Tutorial einsetzen, wäre also zu­sätz­lich 32 GB Fest­plat­ten­spei­cher und ein 1,4-GHz-Prozessor (64-Bit) ein­zu­pla­nen.

Hinweis

Die Welt von Terraria stellt zwar nicht so hohe An­for­de­run­gen an die In­ter­net­an­bin­dung wie ver­gleich­ba­re 3D-Mul­ti­play­er-Games – trotzdem sind An­bin­dun­gen im Pri­vat­haus­halt häufig un­vor­teil­haft. Ins­be­son­de­re der ver­füg­ba­re Upstream sorgt hier schnell für un­er­wünsch­te Lags: Klas­si­sche DSL-16.000-Tarife bei­spiels­wei­se bieten häufig nur zwischen 1 bis 2 Mbit/s Upload-Ge­schwin­dig­keit!

Terraria-Server-Hosting bei IONOS: Welche Optionen gibt es?

Mit ge­mie­te­ten Res­sour­cen für Ihren eigenen Terraria-Server sind Sie nicht nur deutlich flexibler – sollten Sie den Server bei­spiels­wei­se nicht mehr benötigen oder vor­über­ge­hend abstellen wollen. In der Regel sparen Sie auch Geld, wenn Sie die Hardware für den eigenen Server nicht selbst be­schaf­fen und warten und die an­fal­len­den Strom­kos­ten zahlen müssen.

Das konkrete Leistungs- und Kos­ten­pa­ket für Server-Hardware variiert von Provider zu Provider. Bei IONOS haben Sie zum Beispiel die Wahl zwischen folgenden drei Lösungen:

Für Terraria-Server-Hosting sind ins­be­son­de­re die ersten beiden Optionen zu empfehlen, die beide auf vir­tua­li­sier­ten Hardware-Res­sour­cen fußen. Der Un­ter­schied: Beim vServer mieten Sie ein festes Hardware-Setup zum mo­nat­li­chen Fix-Preis, während Sie die Re­chen­power beim Cloud Server jederzeit hoch- bzw. zu­rück­fah­ren können und nur das bezahlen, was Sie auch tat­säch­lich in Anspruch nehmen. Ein Dedicated Server gibt Ihnen Zugriff auf de­di­zier­te Hardware, die eigens für Sie re­ser­viert ist. Für einen Terraria-Server benötigen Sie ein der­ar­ti­ges Modell prin­zi­pi­ell nicht, doch wenn Sie auch andere re­chen­in­ten­si­ve­re Game-Server planen und bei­spiels­wei­se einen Minecraft-Server ein­rich­ten oder einen Rust-Server erstellen möchten, sind Sie mit einem Dedicated Server bestens aus­ge­stat­tet.

Hinweis

IONOS ga­ran­tiert eine externe Breit­band­an­bin­dung des Servers mit bis zu 400 Mbit/s – un­ab­hän­gig von dem gewählten Server-Modell.

Wir haben drei mögliche Szenarien für Ihren eigenen Terraria-Server inklusive passender Tarife für vServer und Dedicated Server bei IONOS für Sie zu­sam­men­ge­fasst:

 Emp­foh­le­ner vServer Emp­foh­le­ner Dedicated Server
Kleine Spielwelt, 2-5 Spieler, keine Mo­di­fi­ka­tio­nenVirtual Server Cloud L (VPS L) Dedicated Server L16 HDD
Große Spielwelt, 50+ Spieler, Mo­di­fi­ka­tio­nenVirtual Server Cloud RAM M (VPS M RAM) Dedicated Server AR6-32 HDD
Große Spielwelt, 100-255 Spieler, Mo­di­fi­ka­tio­nenVirtual Server Cloud RAM L (VPS L RAM) Dedicated Server AR6-32 HDD
Tipp

Starten Sie noch heute in Ihr Terraria-Server-Abenteuer – mit einem voll ska­lier­ba­ren Cloud Server von IONOS. Und bei Bedarf buchen Sie sich optional einfach und bequem Ihre eigene Domain dazu!

Terraria-Server erstellen: Schritt-für-Schritt-Tutorial (Windows Server)

Sie haben die passende Lösung für Ihr Terraria-Server-Hosting gefunden? Dann steht Ihrem Plan vom eigens be­trie­be­nen Online-Abenteuer nicht mehr im Wege. In der nach­fol­gen­den Anleitung zeigen wir ex­em­pla­risch auf, wie Sie als IONOS-Kunde (vServer, Cloud Server, Dedicated Server) einen Terraria-Server auf Basis von Windows Server 2016 aufsetzen.

Schritt 1: Remote-Ver­bin­dung zum Server aufbauen

Im ersten Schritt müssen Sie sich mit dem Server verbinden. Die hierfür benötigte Remote-Ver­bin­dung können Sie als IONOS-Kunde bequem über das Cloud Panel ein­rich­ten. Melden Sie sich hierfür mit Ihren in­di­vi­du­el­len Ver­trags­da­ten über die Login-Seite an und rufen die Kategorie „Server & Cloud“ auf.

Wählen Sie den Server aus, auf dem Sie die Terraria-Server-Software in­stal­lie­ren möchten, und klicken unter der Rubrik „Zu­gangs­da­ten“ auf den Download-Link beim Eintrag „Remote-Desktop-Ver­bin­dung“:

Be­stä­ti­gen Sie das Öffnen der Datei mit der Stan­dard­an­wen­dung „Re­mo­te­de­sk­top­ver­bin­dung“, indem Sie auf „OK“ drücken. Al­ter­na­tiv können Sie die .rdp-Datei auch lokal ab­spei­chern und dann per Dop­pel­klick starten. Um die Ver­bin­dung zum Terraria-Server auf­zu­bau­en, werden Sie nun auf­ge­for­dert, Ihre An­mel­de­da­ten ein­zu­ge­ben. Insofern Sie noch keine eigenen Ein­stel­lun­gen für das Konto definiert haben, finden Sie Be­nut­zer­na­me und Initial-Passwort in den Zu­gangs­da­ten im Cloud Panel.

Hinweis

Verbinden Sie sich zum ersten Mal mit Ihrem Terraria-Server, spielt das Be­triebs­sys­tem eine Si­cher­heits­war­nung aus. Hin­ter­grund ist, dass das Si­cher­heits­zer­ti­fi­kat des Servers noch nicht als ver­trau­ens­wür­dig ein­ge­stuft ist.

Schritt 2: Terraria-Server via Steam-Client in­stal­lie­ren

Die Ser­ver­an­wen­dung für Terraria in­stal­lie­ren Sie au­to­ma­tisch, wenn Sie das Spiel in­stal­lie­ren. Wir haben das 2D-Game über Steam bezogen, wo Sie Game und Server bequem über die Bi­blio­thek her­un­ter­la­den können, indem Sie nach dem Kauf auf den Terraria-Eintrag klicken und den Download über den gleich­na­mi­gen Button starten.

Schritt 3: Microsoft XNA Framework in­stal­lie­ren

Insofern Sie es noch nicht auf Ihrem Server in­stal­liert haben, gilt es im nächsten Schritt, die aktuelle Version des Microsoft XNA Frame­works her­un­ter­zu­la­den und zu in­stal­lie­ren. Das Framework be­inhal­tet die er­for­der­li­chen Lauf­zeit­kom­po­nen­ten zum Ausführen eines Terraria-Servers. Die Dateien für die In­stal­la­ti­on erhalten Sie direkt auf der Microsoft-Website.

Schritt 4: Kon­fi­gu­ra­ti­on des eigenen Terraria-Server

Nach der In­stal­la­ti­on – das Stan­dard­ver­zeich­nis lautet C:\Program Files (x86)\Steam\steamapps\common\Terraria – sind folgende vier Dateien für das Ma­nage­ment und den späteren Start des Terraria-Servers von Relevanz:

  • Ter­ra­ria­Ser­ver.exe: Haupt­da­tei für Terraria-Server; kann ei­gen­stän­dig aus­ge­führt werden
  • ser­ver­con­fig.txt: Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei, in der Sie alle wichtigen Parameter Ihres eigenen Terraria-Servers de­fi­nie­ren können
  • start-server.bat: Batch-Datei, mit der sich der Server auf Grundlage der ser­ver­con­fig.txt starten lässt; enthält ein Loopback, um den Server nach einem Crash au­to­ma­tisch neu zu starten
  • start-server-steam-friends.bat: BAT-Datei zum Start eines Servers auf Grundlage der „Host & Play“-Funktion via Konsole; er­mög­licht das Zu­sam­men­spiel mit Steam-Freunden

Noch vor dem ersten Start können Sie in der ser­ver­con­fig.txt das grund­le­gen­de Setup Ihres Terraria-Servers festlegen. Die Textdatei öffnen Sie dabei mit jedem be­lie­bi­gen Editor – zu den möglichen Ein­stel­lun­gen zählen unter anderem Name und Passwort des Servers, die ge­wünsch­te maximale Spie­ler­zahl, der Schwie­rig­keits­grad oder die Ser­ver­spra­che. Eine aus­führ­li­che Auf­lis­tung finden Sie im Abschnitt „Server config file“ im of­fi­zi­el­len Terraria-Wiki.

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Schritt 5: TCP/UDP-Port 7777 freigeben

Um Nutzern den Zugriff auf Ihren Server zu er­mög­li­chen, müssen Sie außerdem TCP- und UDP-Port 7777 öffnen. Die Terraria-Ser­ver­an­wen­dung nutzt die beiden Netzwerk-Ports zu Kom­mu­ni­ka­ti­ons­zwe­cken. Schalten Sie also beide Ports in der Firewall frei, bevor Sie den Server starten.

IONOS-Kunden können die beiden Ports bequem über das Cloud Panel öffnen: Rufen Sie erneut das Menü „Server & Cloud“ auf und wählen Ihr Terraria-Server-Hosting-Setup aus. Im linken Sei­ten­me­nü drücken Sie an­schlie­ßend nach­ein­an­der auf „Netzwerk“ und „Firewall-Richt­li­ni­en“. Wählen Sie den Server aus und tragen unter „Eingehend“ mit folgendem Eintrag die Ports ein:

  • Erlaubte IP: alle (hierfür einfach das Feld frei­las­sen)
  • Protokoll: TCP/UDP
  • Port(s): 7777
  • Be­schrei­bung: in­di­vi­du­el­le Be­schrei­bung der Port-Freigabe

Per Klick auf „Regel hin­zu­fü­gen“ starten Sie die Freigabe der Ports, die einige Minuten in Anspruch nehmen kann.

Schritt 6: Terraria-Server starten

Sobald die Ports frei­ge­ge­ben sind – in den Firewall-Richt­li­ni­en im Cloud Panel sehen Sie unter „Status“, ob der Frei­ga­be­pro­zess noch im Gange oder bereits ab­ge­schlos­sen ist – können Sie Ihren Terraria-Server starten. Die ein­fachs­te Lösung hierfür ist die bereits erwähnte Batch-Datei mit dem Namen start-server.bat. Na­vi­gie­ren Sie also in das Terraria-Ver­zeich­nis und starten die Sta­pel­ver­ar­bei­tungs­da­tei und damit auch den Server per Dop­pel­klick.

Haben Sie ent­schei­den­de Angaben, wie den Schwie­rig­keits­grad oder den Namen der Spielwelt bis dato noch nicht in der Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei gemacht, fragt die Kom­man­do­zei­le diese nun der Reihe nach ab. Im Anschluss startet die Kreation des Servers, die je nach Größe und Seed einige Minuten in Anspruch nehmen kann. War der Prozess er­folg­reich, prä­sen­tiert die Ein­ga­be­auf­for­de­rung Ihnen eine ent­spre­chen­de Er­folgs­mel­dung.

Schritt 7: Mit dem Server verbinden

Wollen Sie oder Ihre Freunde sich nun mit dem neu auf­ge­setz­ten Terraria-Server verbinden, sind folgende Schritte er­for­der­lich:

  1. Starten Sie Terraria in gewohnter Manier.
  2. Klicken Sie auf „Mehr­spie­ler“.
  3. Wählen Sie die Option „Über IP beitreten“ und einen Avatar aus.
  4. Tippen Sie die IP-Adresse Ihres Servers ein (mit an­ge­häng­tem :7777 für den Port).
  5. Drücken Sie auf „Annehmen“.
  6. Geben Sie das Ser­ver­pass­wort ein, insofern Sie eines vergeben haben.

Sobald die Ver­bin­dung zum Server aufgebaut wurde, kann Ihr eigens ad­mi­nis­trier­tes Terraria-Abenteuer endlich beginnen!

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