Die beliebte Vir­tua­li­sie­rungs­soft­ware Docker lässt sich unter Ubuntu 20.04 ganz einfach mithilfe des Terminals in­stal­lie­ren.

An­for­de­run­gen für die In­stal­la­ti­on von Docker unter Ubuntu 20.04

Docker ist eine Stan­dard­soft­ware und stellt daher nicht allzu hohe An­for­de­run­gen an Ihr Linux-System:

  • Min­des­tens 4 GB RAM Speicher
  • 64-Bit Kernel und CPU-Un­ter­stüt­zung für die Vir­tua­li­sie­rung
  • Un­ter­stüt­zung der KVM-Vir­tua­li­sie­rungs­tech­no­lo­gie
  • Desktop-Umgebung von Gnome, KDE oder MATE
  • QEMU ab Version 5.2, wobei der Einsatz der aktuellen Version empfohlen wird

Der richtige Linux-Server

Wenn Sie Ubuntu 20.04 und Docker nicht auf Ihrem lokalen Computer, sondern auf einem Server in­stal­lie­ren möchten, haben Sie die Wahl zwischen ver­schie­de­nen Ser­ver­ty­pen, die sich für un­ter­schied­li­che An­wen­dungs­sze­na­ri­en eignen. Grund­sätz­lich lassen sich Dedicated Server, Cloud Server und Virtual Private Server un­ter­schei­den.

Bei einem Cloud Server pro­fi­tie­ren Sie von vir­tua­li­sier­ten Ser­ver­res­sour­cen und einer mi­nu­ten­ge­nau­en Ab­rech­nung. Nach einem ähnlichen Prinzip wie der Cloud Server funk­tio­niert der vServer; er bietet Ihnen ebenfalls vir­tua­li­sier­te und jederzeit ska­lier­ba­re Res­sour­cen. Die Ab­rech­nung erfolgt zu einem mo­nat­li­chen Fixpreis. Etwas anders funk­tio­nie­ren Dedicated Server. Diese stellen Ihnen de­di­zier­te Hardware zur Verfügung, die nur von Ihnen genutzt wird, und sorgen daher für maximale Leistung, die mi­nu­ten­ge­nau ab­ge­rech­net wird.

Bei IONOS können Sie sich darauf verlassen, dass jeder Server eine ex­zel­len­te Breit­band­an­bin­dung mit bis zu 400 Mbit/s sowie höchste Ver­füg­bar­keit aufweist. Ihnen stehen ver­schie­de­ne Be­triebs­sys­te­me zur Auswahl, darunter befinden sich auch die gängigen Linux-Dis­tri­bu­tio­nen wie Ubuntu 20.04.

Tipp

Wenn Sie mit der Ubuntu-Version nicht zufrieden sind, ist es kein Problem, Docker auf Ubuntu 22.04 zu in­stal­lie­ren. Auch gänzlich andere Linux-Dis­tri­bu­tio­nen eignen sich für die Nutzung der Vir­tua­li­sie­rungs­soft­ware. So ist die In­stal­la­ti­on von Docker auf Debian 11 ebenfalls in nur wenigen Schritten erledigt.

Mögliche Ein­satz­ge­bie­te und die passenden IONOS-Tarife

Welcher Server der für Sie passende ist, hängt ganz davon ab, wofür der Server genutzt werden soll. Damit Sie sich einen besseren Überblick über die ver­schie­de­nen Ser­ver­ta­ri­fe ver­schaf­fen können, haben wir Ihnen drei gängige Ein­satz­sze­na­ri­en für einen Linux-Server mit Docker auf­be­rei­tet:

Ein­satz­sze­na­rioDer passende Server
Server zur Ent­wick­lung und Testung von ver­schie­de­nen An­wen­dun­gen: Nutzen Sie Ihren Server, um eigene Projekte um­zu­set­zen und zu ent­wi­ckeln.Cloud Server XL
De­ploy­ment von An­wen­dun­gen: Stellen Sie mit Ihrem Linux-Server ver­schie­de­ne An­wen­dun­gen für Clients bereit.vServer RAM L
Vir­tua­li­sie­rung: Verwenden Sie Ihren Server mit Ubuntu 20.04 und Docker, um virtuelle Um­ge­bun­gen be­reit­zu­stel­len.vServer RAM XL
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Ubuntu 20.04: Docker in­stal­lie­ren – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Um Docker auf Ihrem Linux-System mit Ubuntu 20.04 zu in­stal­lie­ren, müssen Sie nur wenige Schritte befolgen.

Schritt 1: System vor­be­rei­ten

Zunächst sollten Sie dafür sorgen, dass Ihr System und alle Packages auf dem neuesten Stand sind. Hierzu können Sie die folgenden Befehle in Ihrem Terminal eingeben, die für das Updaten Ihres Systems sorgen:

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade

Falls Sie bereits eine Preview- oder Beta-Version von Docker genutzt haben, müssen Sie diese inklusive alle Dateien, die Sie mit der Version erstellt haben, entfernen, bevor es mit der In­stal­la­ti­on von Docker losgehen kann:

sudo apt remove docker-desktop
rm -r $HOME/.docker/desktop
sudo rm /usr/local/bin/com.docker.cli
sudo apt purge docker-desktop

Schritt 2: Docker-Re­po­si­to­ry hin­zu­fü­gen

Sowohl für die In­stal­la­ti­on von Docker als auch für spätere Updates wird ein Re­po­si­to­ry genutzt, das Sie Ihrem System zunächst hin­zu­fü­gen müssen. Hierfür ist es nötig, zunächst folgende Pakete zu in­stal­lie­ren:

sudo apt-get install \
    ca-certificates \
    curl \
    gnupg \
    lsb-release

An­schlie­ßend können Sie den GPG-Schlüssel von Docker zu Ihrem System hin­zu­fü­gen:

sudo mkdir -p /etc/apt/keyrings
curl -fsSL https://download.docker.com/linux/ubuntu/gpg | sudo gpg --dearmor -o /etc/apt/keyrings/docker.gpg

Zuletzt müssen Sie das Docker-Re­po­si­to­ry mit folgendem Kommando aufsetzen:

echo \
    "deb [arch=$(dpkg --print-architecture) signed-by=/etc/apt/keyrings/docker.gpg] https://download.docker.com/linux/ubuntu \
    $(lsb_release -cs) stable" | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/docker.list > /dev/null

Schritt 3: Docker Engine in­stal­lie­ren

Nun können Sie die Docker Engine unter Ubuntu 20.04 her­un­ter­la­den. Auch hierzu eignet sich das Terminal. Wenn Sie die aktuelle Version von Docker auf Ihrem System in­stal­lie­ren möchten, nutzen Sie den folgenden Befehl:

sudo apt-get install docker-ce dock ber-ce-cli containerd.io docker-compose-plugin

Schwebt Ihnen die In­stal­la­ti­on einer spe­zi­fi­schen Docker-Version vor, können Sie sich zunächst die ver­schie­de­nen ver­füg­ba­ren Versionen auflisten lassen:

apt-cache madison docker-ce | awk '{ print $3 }'

An­schlie­ßend können Sie eine der Versionen auswählen und diese mit folgendem Kommando in­stal­lie­ren:

VERSION_STRING=5:20.10.13~3-0~ubuntu-jammy
sudo apt-get install docker-ce=$VERSION_STRING docker-ce-cli=$VERSION_STRING containerd.io docker-compose-plugin

Hierbei müssen Sie darauf achten, als Version-String die Version aus der Liste anzugeben, die Sie auf Ihrem System in­stal­lie­ren möchten.

Schritt 4: Erfolg der In­stal­la­ti­on über­prü­fen

Im Anschluss an die In­stal­la­ti­on können Sie mit folgendem Kom­man­do­zei­len­be­fehl einen „Hello World“-Docker-Container starten, um zu schauen, ob die In­stal­la­ti­on von Docker er­folg­reich war:

sudo docker run hello-world

Nachdem Sie die In­stal­la­ti­on von Docker aus­ge­führt und den „Hello World“-Container auf­ge­ru­fen haben, sollte Ihr Terminal folgende Ausgabe zeigen:

Optional: Schritt 5: Docker als Non-Root User ausführen

Um Docker aus­zu­füh­ren, benötigen Sie bisher root-Rechte. Sie können dies umgehen, indem Sie eine neue Gruppe namens „docker“ auf Ihrem System erstellen und ihr die User hin­zu­fü­gen, die Aus­füh­rungs­rech­te für Docker erhalten sollen.

Schritt 5.1: Docker-Gruppe erstellen

Erstellen Sie eine Gruppe namens „docker“ mit folgendem Befehl:

sudo groupadd docker

Schritt 5.2: Fügen Sie der Gruppe Nutzer hinzu

Fügen Sie alle User hinzu, die Docker ausführen können sollen. Hierfür kann das folgende Kommando genutzt werden:

sudo usermod -aG docker $USER

Achten Sie darauf, dass es sich bei $USER lediglich um einen Platz­hal­ter handelt, der mit der Be­zeich­nung des ge­wünsch­ten Users ersetzt werden muss. Damit die Än­de­run­gen wirksam werden, müssen Sie sich nun aus- und wieder einloggen. An­schlie­ßend können Sie auch ohne die Nutzung von sudo auf Docker zugreifen.

Tipp

Nutzen Sie auch Windows? Wir haben weitere An­lei­tun­gen zur In­stal­la­ti­on von Docker auf Windows 10 und Docker auf Windows 11.

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