Auch in Ubuntu gibt es einen Task­ma­na­ger. Dieser heißt „Sys­tem­über­wa­chung“ und wird entweder über die [Windows]-Taste, das Startmenü oder das Terminal geöffnet.

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Was ist der Ubuntu-Task­ma­na­ger?

Gerade wenn es Probleme mit dem System gibt und eine oder mehrere An­wen­dun­gen den Rechner aus­brem­sen, ist es gut und wichtig, die Übersicht zu behalten. Bei anderen Be­triebs­sys­te­men hilft es in einem solchen Fall, den Mac-Task­ma­na­ger zu öffnen bzw. den Windows-Task­ma­na­ger auf­zu­ru­fen. Auch bei Linux müssen Nut­ze­rin­nen und Nutzer al­ler­dings nicht unbedingt auf eine grafische Hilfe ver­zich­ten.

Während Linux-Dis­tri­bu­tio­nen ohne grafische Ober­flä­che diese nicht anbieten, gibt es in Ubuntu einen Task­ma­na­ger, mit dem Sie Prozesse über­wa­chen, durch­su­chen, filtern und im Notfall beenden können. Je nach Ober­flä­che können die un­ter­schied­li­chen Task­ma­na­ger unter Ubuntu al­ler­dings von­ein­an­der abweichen.

Un­ter­schie­de zwischen den Task­ma­na­gern für Ubuntu und Windows

Auch wenn die grund­sätz­li­chen Aufgaben und Optionen der je­wei­li­gen Hilfs­mit­tel sich ähneln, gibt es doch einige Un­ter­schie­de zwischen dem Task­ma­na­ger von Ubuntu und dem Äqui­va­lent von Windows. Das beginnt bereits beim Namen. In Ubuntu heißt der Task­ma­na­ger „Sys­tem­über­wa­chung“ oder auf Englisch „System Monitor“. Auch der viel­leicht be­kann­tes­te Windows-Shortcut führt unter Linux nicht zum Ziel: Während [Strg], [Alt] + [Entf] bei Windows den Task­ma­na­ger öffnet, führt diese Kom­bi­na­ti­on in Linux zumindest stan­dard­mä­ßig zu einem Ab­mel­de­dia­log der GNOME-Desk­top­um­ge­bung. Auch ein Rechts­klick auf das Start-Icon in der Task­leis­te, der unter Windows ein Kon­text­me­nü öffnet, führt in Ubuntu nicht zum Ziel.

So öffnen Sie den Task­ma­na­ger bei Ubuntu

Dennoch gibt es ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, den Task­ma­na­ger unter Ubuntu zu öffnen. Die eine all­ge­mein­gül­ti­ge Lösung gibt es für Linux al­ler­dings nicht. Ver­schie­de­ne Be­triebs­sys­te­me und Ober­flä­chen haben auch un­ter­schied­li­che Optionen zur Sys­tem­über­wa­chung – und den ent­spre­chen­den Weg dorthin. Im Folgenden finden Sie die Mög­lich­kei­ten für die gän­gigs­ten Task­ma­na­ger in Ubuntu.

Unity

Unter Unity ist der Weg zum Task­ma­na­ger in Ubuntu besonders einfach. Dies sind die not­wen­di­gen Schritte:

  1. Öffnen Sie die An­wen­dungs­über­sicht.
  2. Tippen Sie nun den Begriff „Sys­tem­über­wa­chung“ ein. Falls Sie eine eng­lisch­spra­chi­ge Version verwenden, lautet der Such­be­griff ent­spre­chend „System Monitor“.
  3. Klicken Sie auf das gleich­na­mi­ge Programm, um den Task­ma­na­ger für Ubuntu zu öffnen.

Gnome

Unter Gnome gelangen Sie ein wenig anders zum Task­ma­na­ger. Der kürzeste Weg ist folgender:

  1. Öffnen Sie zunächst das Startmenü.
  2. Dort klicken Sie auf die Option „System“.
  3. Nun öffnen Sie „Sys­tem­ver­wal­tung“.
  4. Dort finden Sie unter „Sys­tem­über­wa­chung“ den Task­ma­na­ger für Ubuntu. In einem eng­lisch­spra­chi­gen System lautet der Punkt wieder „System Monitor“.

Sie können den Task­ma­na­ger für Ubuntu auch direkt im Terminal öffnen. Dafür nutzen Sie den folgenden Befehl:

$ gnome-system-monitor

Falls Sie nach dem ent­spre­chen­den Paket suchen möchten, finden Sie dieses ebenfalls unter dem Namen „gnome-system-monitor“.

Öffnen über das Terminal

In den meisten anderen Systemen ist es am ein­fachs­ten, wenn Sie ebenfalls den Weg über das Terminal nehmen. Hierfür nutzen Sie den top-Befehl, dessen Syntax so aussieht:

top [OPTION]

Sie können mit ver­schie­de­nen anderen Befehlen dann auch nicht nur die Übersicht der einzelnen Prozesse einsehen, sondern diese auch verwalten. Einfacher ist die Arbeit al­ler­dings mit den oben genannten Optionen. Um zu über­prü­fen, ob die Commands auch für Ihr System ein­setz­bar sind, hilft ein Blick auf die ent­spre­chen­de Ubuntu-Version. Einige hilf­rei­che Befehle sind diese:

  • ps: Listet alle aktuellen Prozesse auf und ähnelt somit dem top-Befehl.
  • htop: Ist eine Al­ter­na­ti­ve zu top, die al­ler­dings zunächst manuell in­stal­liert werden muss und nicht au­to­ma­tisch enthalten ist. Sie besitzt eine Text­ober­flä­che, die auf ncurses aufbaut. Die In­stal­la­ti­on funk­tio­niert über diesen Befehl:
sudo apt install htop
  • glances: Über diese Sys­tem­über­wa­chung können Sie Sta­tis­ti­ken zu den einzelnen An­wen­dun­gen in Echtzeit ge­ne­rie­ren und über­prü­fen.
  • lsof: Zeigt offene Daten eines Prozesses an und listet Zugriffe auf eine Datei auf.
  • vmstat: Über diesen Befehl können Sie Über­las­tun­gen des Systems früh­zei­tig erkennen und die ent­spre­chen­den Ge­gen­maß­nah­men ergreifen.

Funk­tio­nen des Task­ma­na­gers für Ubuntu

Be­trach­tet man den Funk­ti­ons­um­fang der meisten gängigen Task­ma­na­ger in Ubuntu, sieht man, dass es drei Teil­be­rei­che gibt: Prozesse, Res­sour­cen und Da­tei­sys­te­me.

  • Unter „Prozesse“ sehen Sie, welche An­wen­dun­gen gerade genutzt werden, und können diese auch im Notfall beenden.
  • Unter „Res­sour­cen“ wird nicht nur die Aus­las­tung der CPU und des gesamten Netzwerks auf­ge­lis­tet, sondern auch eine genaue Chronik der Spei­cher­ka­pa­zi­tä­ten und der Aus­la­ge­rung angezeigt. Auch eine Sor­tie­rung nach CPU-Aus­las­tung ist in der Regel möglich.
  • Unter „Da­tei­sys­te­me“ finden Sie die Spei­cher­be­le­gung Ihrer Fest­plat­ten und Par­ti­tio­nen sowie die Art der einzelnen Da­tei­sys­te­me.

Außerdem gibt es in den meisten Task­ma­na­gern für Ubuntu eine Such­funk­ti­on, mit der Sie einen be­stimm­ten Prozess filtern können. Bei den oben genannten Optionen finden Sie diese Funktion ebenfalls in der Leiste oben unter dem Lupen-Icon.

So beenden Sie einen Prozess

Auch in Ubuntu kann der Task­ma­na­ger pro­ble­ma­ti­sche Prozesse einfach beenden. Wichtig ist dabei zu wissen, dass ein er­zwun­ge­ner Stopp unter Umständen dazu führen kann, dass Daten verloren gehen. Aus diesem Grund sollte ein solcher Vorgang möglichst die Ausnahme bleiben. Sys­tem­pro­zes­se werden al­ler­dings in den meisten Fällen vom Be­triebs­sys­tem neu­ge­star­tet und sollten dann ohne Probleme laufen. Prozesse beenden Sie mit dem Task­ma­na­ger in Ubuntu wie folgt:

Schritt 1: Öffnen Sie den Ubuntu-Task­ma­na­ger wie oben erklärt.

Schritt 2: Suchen Sie den Prozess, den Sie beenden möchten.

Schritt 3: Wenn Sie jetzt mit der rechten Maustaste auf den Prozess klicken, öffnet sich ein Drop-down-Menü.

Schritt 4: Sie haben ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten. Möchten Sie den Prozess un­ter­bin­den, wählen Sie „Beenden“. Weitere Optionen sind u. a. „Anhalten“ (und ent­spre­chend „Fort­set­zen“), „Abwürgen“ oder „Priorität ändern“. Wenn Sie eine eng­lisch­spra­chi­ge Version nutzen, finden Sie unter „Process“ die Optionen „Stop“ (Anhalten), „End“ (Beenden) und „Kill“ (Abwürgen). Außerdem gibt es „Change Priority“ (Priorität ändern).

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