Plesk ist eine der viel­sei­tigs­ten Lösungen zur Server-Ad­mi­nis­tra­ti­on. Hosting-Service-Provider, IT-Spe­zia­lis­ten, Ent­wick­ler oder Content-Manager pro­fi­tie­ren von der Ver­wal­tung von Web-, DNS-, Mail- und anderen Server-Diensten – und ebenso von der über­sicht­li­chen Be­nut­zer­ober­flä­che des Control-Panels. Denn Plesk er­mög­licht die Kontrolle über die einzelnen Services über ein einziges Interface und ver­rin­gert so den Aufwand für die Ad­mi­nis­tra­ti­on enorm. Wenn Sie bei­spiels­wei­se ein WordPress-Projekt über das Ver­wal­tungs-Tool erstellen, leitet es alle Anfragen au­to­ma­tisch an den ge­wünsch­ten Webserver weiter – und dieser fügt wiederum selbst­stän­dig einen vir­tu­el­len Host hinzu.

Plesk verfügt außerdem über eine File­sha­ring-Funktion, die es er­mög­licht, die Vorteile der On­line­spei­che­rung auf dem eigenen Server zu rea­li­sie­ren. Was genau sich hinter diesem Feature verbirgt und welche Schritte notwendig sind, um File­sha­ring mit Plesk betreiben zu können, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

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Was ist Plesk?

Plesk Onyx (ehemals Parallels Plesk) ist eine platt­form­über­grei­fen­de Ver­wal­tungs­soft­ware zum Ausführen, Au­to­ma­ti­sie­ren und Ent­wi­ckeln von Ap­pli­ka­tio­nen, Websites oder Hosting-Struk­tu­ren. Seit den frühen 2000ern ver­ein­facht das Programm Sys­tem­ad­mi­nis­tra­to­ren, KMUs und In­fra­struk­tur-Providern die tägliche Arbeit. Egal, ob sämtliche Server-Funk­tio­nen kon­trol­liert, neue Be­nut­zer­pro­fi­le angelegt oder Domains erstellt werden sollen – Plesk liefert dafür die perfekte Basis. Über ein Interface, das über den In­ter­net­brow­ser der Wahl auf­ge­ru­fen werden kann, lassen sich beliebig viele Web­diens­te bedienen, kon­trol­lie­ren und für Nut­zer­grup­pen zur Verfügung stellen.

Die Plesk-Ent­wick­ler legen dabei be­son­de­ren Wert auf das Thema Si­cher­heit: So sorgen neben der in­te­grier­ten SSL/TLS-Ver­schlüs­se­lung Features wie das Ker­nel­Ca­re-Tool (Schutz und Ak­tua­li­sie­rung des Sys­tem­kerns), der Datagrid-VCTR-Scanner (Schwach­stel­len-Check und Software-Update) oder der Google Au­then­ti­ca­tor (Login-Schutz durch 2-Faktor-Au­then­ti­fi­zie­rung) für den Schutz aller ver­wal­te­ten Dienste. Nicht von ungefähr läuft die Ver­wal­tungs­soft­ware weltweit auf über 377.000 Servern, die über mehr als 11 Millionen Websites und 19 Millionen E-Mail-Post­fä­cher hosten. Rund die Hälfte der Top-100-Service-Provider setzen auf die Vorzüge des Onyx-Produkts, das in über 30 Sprachen und 140 Ländern verfügbar ist.

So un­ter­stützt Plesk Ad­mi­nis­tra­to­ren und User

Un­ab­hän­gig davon, ob ein Hosting-Provider im großen Stil Web-In­fra­struk­tur zur Verfügung stellt oder ob ein KMU-Ad­mi­nis­tra­tor die Funk­tio­na­li­tät der un­ter­neh­mens­in­ter­nen Services zu ver­ant­wor­ten hat: Sowohl der Aufbau der Struk­tu­ren als auch deren Ver­wal­tung sind mit er­heb­li­chem Aufwand verbunden. Plesk fungiert an dieser Stelle als un­ter­stüt­zen­des Bin­de­glied zwischen den ver­ant­wort­li­chen Or­ga­ni­sa­to­ren der In­fra­struk­tur und den Usern. Die Ver­wal­tungs­soft­ware au­to­ma­ti­siert diverse Prozesse und hilft Ad­mi­nis­tra­to­ren dadurch, alle genutzten Programme auf dem ak­tu­ells­ten Stand zu halten und die Ver­tei­lung und Aus­las­tung von Hardware-Res­sour­cen zu re­gu­lie­ren. Über die Be­nut­zer­ver­wal­tung lassen sich zudem de­tail­lier­te Profile anlegen, die Usern un­ter­schied­li­che Nut­zungs­rech­te gewähren. Die Benutzer der Services pro­fi­tie­ren auf der anderen Seite vor allem von einem einfachen Zugriff auf die be­nö­tig­ten Kom­po­nen­ten. Über die Web­ober­flä­che lassen sich die ge­wünsch­ten An­wen­dun­gen kon­fi­gu­rie­ren und verwalten – beliebte CMS wie WordPress, Drupal oder Joomla! können Sie bei­spiels­wei­se durch einen einzigen Klick in­stal­lie­ren. Ent­wick­ler finden Schnitt­stel­len zu Diensten wie Docker oder Git vor und können ihre Projekte jederzeit in einem lokalen Ver­zeich­nis oder via GitHub, Bitbucket, Travis und Co. be­reit­stel­len.

Hinweis

Plesk er­mög­licht es, den Zugriff auf die ver­wal­te­te In­fra­struk­tur mithilfe von Service-Paketen und Abon­ne­ments zu or­ga­ni­sie­ren. Ein Service-Paket zeichnet sich dabei durch eine de­fi­nier­ba­re Kom­bi­na­ti­on aus Hardware-Res­sour­cen und Diensten, die zur Verfügung gestellt werden, aus. Die Benutzer abon­nie­ren dann das jeweilige Paket und erhalten dadurch Zugriff auf die fest­ge­leg­ten Kom­po­nen­ten – wie bei­spiels­wei­se Spei­cher­platz, Traffic oder spe­zi­fi­sche An­wen­dun­gen

Wie funk­tio­niert File­sha­ring mit Plesk?

Die File­sha­ring-Funktion von Plesk Onyx erlaubt es, Daten auf dem eigenen Server zu speichern und abzurufen, wie man es von Cloud-Diensten wie Dropbox, OneDrive oder Google Drive gewohnt ist. Zu­sätz­lich lassen sich die hoch­ge­la­de­nen Dateien für aus­ge­wähl­te Nut­zer­grup­pen freigeben, sodass diese ebenfalls darauf zugreifen können. Der Upload ist al­ler­dings nur Ad­mi­nis­tra­to­ren und solchen Zu­satz­be­nut­zern möglich, die unter zum Ad­mi­nis­tra­tor ge­hö­ren­den Abon­ne­ments erstellt wurden. Dritte, wie zum Beispiel Kunden, können hingegen lediglich Dateien über be­reit­ge­stell­te Down­load­links her­un­ter­la­den. Die Vorzüge von File­sha­ring mit Plesk liegen dennoch auf der Hand:

  • Über­tra­gung von Dateien, die für den Versand per E-Mail zu groß sind
  • Freigabe von Dateien für ein öf­fent­li­ches Publikum oder für Mit­ar­bei­ter
  • Zugriff auf die Dateien über ver­schie­de­ne Endgeräte möglich
  • volle Kontrolle über die eigenen Dateien, da kein externer Cloud-Dienst benötigt wird

Öf­fent­lich frei­ge­ge­be­ne Dateien sind immer für sämtliche User frei­ge­ge­ben, die dank ihres Abon­ne­ments Zugriff auf das File­sha­ring haben. Für den Download via Di­rekt­link ist in diesem Fall keine Au­then­ti­fi­zie­rung er­for­der­lich. Sollen Inhalte jedoch nur für bestimmte Be­nut­zer­grup­pen verfügbar sein, lassen sich die ent­spre­chen­den Dateien mit einem Pass­wort­schutz versehen.

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Tutorial: So nutzen Sie File­sha­ring mit Plesk

Um File­sha­ring mit Plesk ein­zu­rich­ten, benötigen Sie die aktuelle Version von Plesk sowie einen Server, auf dem Sie diese in­stal­lie­ren können. Vor­aus­set­zung für In­stal­la­ti­on und Ein­rich­tung sind darüber hinaus Root-Rechte für den Server sowie min­des­tens folgende Hardware-Vor­aus­set­zun­gen:

Linux Windows
512 MB Ar­beits­spei­cher zuzüglich 1 GB Swap (Aus­la­ge­rungs­spei­cher) 2 GB Ar­beits­spei­cher
10 GB Fest­plat­ten­spei­cher 30 GB Fest­plat­ten­spei­cher

Ein­rich­tung der Da­tei­frei­ga­be in Plesk

Haben Sie die Ad­mi­nis­tra­ti­ons­soft­ware auf Ihrem Server in­stal­liert und kon­fi­gu­riert, richten Sie das File­sha­ring fol­gen­der­ma­ßen ein:

  1. Loggen Sie sich mit Ihrem Ad­mi­nis­tra­tor-Account in das Plesk-Panel ein und öffnen Sie an­schlie­ßend das Ein­stel­lungs­me­nü, indem Sie den Me­nü­ein­trag „Tools & Settings“ wählen. Dort finden Sie unter der Auf­lis­tung der ge­ne­rel­len Ein­stel­lun­gen den Eintrag „File Sharing“, über den Sie in das Kon­fi­gu­ra­ti­ons­me­nü gelangen.
  1. Zunächst legen Sie unter „Web Folder root URL“ den Stamm­ord­ner für das File­sha­ring fest. Alle Un­ter­ver­zeich­nis­se, die Sie für die Da­tei­frei­ga­be anlegen, werden fortan in diesem Ordner erstellt. Wollen Sie die Über­tra­gung zu­sätz­lich schützen, ak­ti­vie­ren Sie außerdem die Ge­ne­rie­rung sicherer Links zu Dateien und Ordnern via SSL/TLS.
  1. Sollen die Plesk-Benutzer die Mög­lich­keit haben, hoch­ge­la­de­ne Dateien publik zu machen, sodass zum Beispiel alle Besucher einer Website darauf zugreifen können, ak­ti­vie­ren Sie im nächsten Schritt das Kon­troll­käst­chen „Enable public files“. Zu­sätz­lich gilt es, zwei weitere Ordner zu benennen: Bei ersterem handelt es sich um den Ordner („Folder for public files storage“), in dem au­to­ri­sier­te Benutzer Dateien ablegen und editieren können. Hinter der zweiten URL verbirgt sich das Ver­zeich­nis für den schreib­ge­schütz­ten Web­site­be­su­cher-Zugriff auf ver­öf­fent­lich­te Dateien.
  1. Schließ­lich können Sie auch einen pass­wort­ge­schütz­ten Ordner für den Datei-Upload festlegen, der nur für be­rech­tig­te Benutzer zu­gäng­lich ist. Zu diesem Zweck ak­ti­vie­ren Sie die Option „Enable password-pro­tec­tion of public files“ und geben den ge­wünsch­ten Ver­zeich­nis­na­men an. Außerdem bestimmen Sie auch den Be­nut­zer­na­men sowie das Passwort für den Zugriff.
  1. Durch einen Klick auf „OK“ oder „Apply“ be­stä­ti­gen und speichern Sie Ihre Ein­stel­lun­gen für die Da­tei­frei­ga­be.

Dateien hochladen– so funk­tio­niert‘s

Nachdem Sie Ordner für das File­sha­ring fest­ge­legt haben, können Sie bzw. alle be­rech­ti­gen Nutzer Dateien in die je­wei­li­gen Ver­zeich­nis­se hochladen. Um zum ent­spre­chen­den Menü zu gelangen, klicken Sie entweder auf die „File Sharing“-Schalt­flä­che in der Na­vi­ga­ti­ons­leis­te (als Ad­mi­nis­tra­tor) oder öffnen ein Abon­ne­ment („Sub­scrip­ti­ons“), das zum Server-Ad­mi­nis­tra­tor gehört, und wählen dort den Reiter „File Sharing“ aus.

Im auf­ge­ru­fe­nen Plesk-File­sha­ring-Bereich können Sie nun eine oder wahlweise mehrere Dateien gleich­zei­tig in einen der folgenden Ab­la­ge­or­te hochladen:

  • Personal Files (Per­sön­li­che Dateien): Alle Dateien, die als per­sön­li­che Dateien hoch­ge­la­den werden, sind aus­schließ­lich für den Benutzer selbst sowie für die Ad­mi­nis­tra­to­ren sichtbar. Für den späteren Di­rekt­link-Download sind die Zu­gangs­da­ten des Ad­mi­nis­tra­tors er­for­der­lich.
  • Shared Files (Frei­ge­ge­be­ne Dateien): Shared Files sind für alle Nutzer sichtbar, die für File­sha­ring mit Plesk frei­ge­schal­tet sind. Für den Download via Di­rekt­link werden – wie bei den per­sön­li­chen Dateien – die Zu­gangs­da­ten des Ad­mi­nis­tra­tors benötigt.
  • Public Files (Öf­fent­li­che Dateien): Öf­fent­lich frei­ge­ge­be­ne Dateien sind für alle frei­ge­schal­te­ten Nutzer sichtbar und lassen sich darüber hinaus ohne Au­then­ti­fi­zie­rung her­un­ter­la­den.
  • Password-protected files (Pass­wort­ge­schütz­te Dateien): Pass­wort­ge­schütz­te Dateien un­ter­schei­den sich von ge­wöhn­li­chen Public Files insofern, dass sie nur mit den ent­spre­chen­den Login-Daten her­un­ter­ge­la­den werden können.

Für die Freigabe von Dateien in die un­ter­schied­li­chen Ver­zeich­nis­se haben Sie ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, wobei diese sich ge­ring­fü­gig von­ein­an­der un­ter­schei­den. Wie Sie im Einzelnen vorgehen müssen, erklären wir in den folgenden Kurz­an­lei­tun­gen.

Dateien als „Personal Files“ hochladen

Um Dateien in Ihren per­sön­li­chen Ordner hoch­zu­la­den, klicken Sie einfach auf den Button „Upload Files“ und wählen in der Auf­lis­tung den Eintrag „Personal Files“. Über „Durch­su­chen“ geben Sie außerdem an, wo die ge­wünsch­te Upload-Datei in Ihrem lokalen System liegt. Wollen Sie gleich mehrere Dateien hochladen, können Sie die Schalt­flä­che „Add file“ nutzen. Setzen Sie ein Häkchen bei „Email links to the uploaded files“, wenn Sie gleich auch schon den passenden Link für den Download der Datei versenden wollen. Ein Klick auf „Upload“ startet den Upload-Prozess.

Dateien als „Shared Files“ freigeben

Wenn Sie Dateien für alle au­to­ri­sier­ten Benutzer freigeben wollen, haben Sie dazu zwei Mög­lich­kei­ten: Zum einen können Sie wie beim Upload per­sön­li­cher Dateien vorgehen, in der Auf­lis­tung aber den Eintrag „Shared Files“ wählen. Zum anderen können Sie auch einfach eine Datei aus Ihrem per­sön­li­chen Ver­zeich­nis in den Shared-Ordner ver­schie­ben. Hierfür wählen Sie die be­tref­fen­de Datei im „Personal Files“-Ordner aus und klicken auf den Button „Share“. Im auf­pop­pen­den Dia­log­fens­ter be­stä­ti­gen Sie die Freigabe mit „OK“.

Dateien als „Public Files“ ver­öf­fent­li­chen

Wenn Sie Dateien für alle Website-Besucher freigeben wollen, haben Sie ebenfalls zwei Optionen, die sich nur leicht von der „Shared Files“-Vor­ge­hens­wei­se un­ter­schei­den: So können Sie ei­ner­seits den bereits er­läu­ter­ten Stan­dard­weg über „Upload Files“ nutzen, wobei Sie in diesem Fall die dritte Schalt­flä­che „Public Files“ auswählen. An­de­rer­seits haben Sie die Mög­lich­keit, bereits ge­spei­cher­te per­sön­li­che und geteilte Dateien durch einen Klick auf den Button „Publish“ zu ver­öf­fent­li­chen.

Dateien mit Pass­wort­schutz freigeben

Für pass­wort­ge­schütz­tes File­sha­ring mit Plesk laden Sie Dateien zunächst als „Shared Files“ hoch und nutzen an­schlie­ßend – wie bei der Freigabe ge­wöhn­li­cher öf­fent­li­cher Dateien – den „Publish-Button. Im sich dann öffnenden Fenster setzen Sie in diesem Fall aber zunächst noch ein Häkchen bei „Protect access to files with a password“, bevor Sie die Ver­öf­fent­li­chung auf „OK“ be­stä­ti­gen. Be­nut­zer­na­me und Passwort für den Zugriff auf die Dateien ent­spre­chen den Angaben, die Sie bei der all­ge­mei­nen Ein­rich­tung der Da­tei­frei­ga­be gemacht haben (Schritt 4).

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