Das Internet ist für viele Menschen eine wichtige Bühne, um sich anderen zu prä­sen­tie­ren – auch von pro­fes­sio­nel­ler Seite. Mit über 100 Millionen aktiven Nutzern gehört LinkedIn zu den wich­tigs­ten sozialen Business-Netz­wer­ken. Immer mehr Menschen vertrauen bei der Jobsuche und beim Netz­wer­ken auf LinkedIn; auf der anderen Seite nutzen Recruiter und Per­so­na­ler die Seite, um in­ter­es­san­te Kan­di­da­ten zu finden und diese zu kon­tak­tie­ren. Daher gilt: Je besser Sie Ihr LinkedIn-Profil gestalten, umso höher ist die Chance, dass Recruiter oder Per­so­na­ler auf Sie auf­merk­sam werden. Bewerben Sie sich proaktiv über LinkedIn bei Un­ter­neh­men, sollte Ihr Profil ebenfalls einen kom­pe­ten­ten Eindruck ver­mit­teln. Der Aufwand dafür ist ver­hält­nis­mä­ßig gering. Befolgen Sie folgende Tipps, um Ihr LinkedIn-Profil zu op­ti­mie­ren.

Wie können Sie Ihr LinkedIn-Profil be­ar­bei­ten?

Über den Stift-Button, der sich rechts in Ihrer Pro­fil­an­sicht befindet, gelangen Sie in das Menü „Be­ar­bei­ten“. Dort können Sie neben per­sön­li­chen Daten wie dem Vor- und Nachnamen oder der aktuellen Position für andere User Ihre Kon­takt­da­ten angeben. Mit einem Klick auf „Kon­takt­da­ten“ öffnet sich eine neue Seite, auf der Sie Ihre Website angeben und z. B. Ihre Te­le­fon­num­mer und Adresse eintragen können. Zudem gelangen Sie über Ihre Profil-URL auf Ihr öf­fent­li­ches Profil. Dort können Sie einsehen, wie Ihr Profil anderen Nutzern angezeigt wird und haben die Mög­lich­keit, Ihre URL, Inhalte und Sicht­bar­keits­ein­stel­lun­gen zu be­ar­bei­ten.

Pro­fes­sio­nel­les LinkedIn-Profil erstellen: Die Basics

Ein voll­stän­di­ges Profil hin­ter­lässt einen pro­fes­sio­nel­len Eindruck und ist die Grundlage, um LinkedIn er­folg­reich zu nutzen. Was gehört also in ein LinkedIn-Profil?

(Be­wer­bungs-)Foto

LinkedIn-Profile mit einem Foto des Users werden im Vergleich deutlich häufiger auf­ge­ru­fen als Profile ohne Foto. Zudem werden auch Kon­takt­an­fra­gen von Usern mit Fotos häufiger bestätigt. Ihr Foto sollte zu der ent­spre­chen­den Branche passen und einen seriösen Eindruck ver­mit­teln. Bei vielen Nutzern haben sich pro­fes­sio­nel­le Be­wer­bungs­fo­tos bewährt – al­ler­dings sollte das Foto nicht zu ernst wirken. Es gilt die Devise, dass ein Lächeln niemals schaden kann.
 

Profil-Slogan

In den Profil-Slogan gehören neben dem aktuellen Job-Titel auch Angaben zu den Fä­hig­kei­ten und Qua­li­fi­ka­tio­nen, die für die jeweilige Branche relevant sind. Ihr Profil-Slogan erscheint nämlich in den Google-Such­ergeb­nis­sen und kann einen Recruiter zu einem Klick animieren, wenn Sie mit dem Slogan positive Signale senden. Bleiben Sie aber auf jeden Fall au­then­tisch und geben Sie nur Fä­hig­kei­ten und Qua­li­fi­ka­tio­nen an, über die Sie tat­säch­lich verfügen.
 

Zu­sam­men­fas­sung

In diesem Abschnitt haben Sie die Mög­lich­keit, einen kleinen Text zu verfassen, der Sie als Person kurz und prägnant be­schreibt. Die LinkedIn Zu­sam­men­fas­sung steht direkt unter Ihren per­sön­li­chen Angaben und wird vom Besucher ent­spre­chend wahr­ge­nom­men. Nutzen Sie im Idealfall einen knappen Stil, indem Sie mit kurzen Sätzen das Wich­tigs­te über Ihre Person erzählen.
 

Me­di­en­da­tei­en

Sie haben die Mög­lich­keit, bestimmte Medien in Ihr Profil hoch­zu­la­den. Machen Sie davon Gebrauch, wenn Sie z. B. Ar­beits­pro­ben prä­sen­tie­ren möchten. Diese Funktion ist al­ler­dings nicht dazu gedacht, Pri­vat­fo­tos zu teilen. Laden Sie nur Dateien hoch, die Ihre Qua­li­fi­ka­tio­nen belegen.
 

Links

Hier verlinken Sie z. B. auf Ihre eigene Website oder einen spe­zi­el­len Web­auf­tritt. Abhängig von Ihrer Branche ist auch eine Ver­lin­kung zu Ihrem Instagram-Profil (für Künstler, Fo­to­gra­fen usw.) oder Twitter-Account emp­feh­lens­wert. Auch in diesem Fall ist es wichtig, nur auf Inhalte zu verlinken, die für Sie als Business-Person relevant sind.
 

Erfahrung und Aus­bil­dung

Dieser Teil in Ihrem Profil ähnelt dem bekannten Le­bens­lauf. Geben Sie dort Ihre bis­he­ri­gen be­ruf­li­chen Stationen und Aus­bil­dungs­ein­rich­tun­gen an, erhöht das Ihre Glaub­wür­dig­keit und erlaubt es Besuchern, Sie besser ein­zu­ord­nen (z. B. wenn Sie Ihre Uni­ver­si­tät angeben). De­tail­lier­te Job­be­schrei­bun­gen sind weniger üblich. Im Bereich „Aus­bil­dung“ ist es al­ler­dings ratsam, bestimmte Schwer­punk­te her­vor­zu­he­ben, z. B. Ihre Stu­di­en­schwer­punk­te. Auch das Thema der Ab­schluss­ar­beit kann mitunter relevant sein.

Hinweis

Ihr LinkedIn-Profil können Sie ganz einfach als Le­bens­lauf ins PDF-Format ex­por­tie­ren und für Ihre Bewerbung nutzen. Dafür klicken Sie auf den Button „Mehr …“ auf Ihrem Profil und wählen „Als PDF speichern“. Grund­sätz­lich hin­ter­lässt ein in­di­vi­du­ell ge­stal­te­ter Le­bens­lauf aber einen besseren Eindruck.

Kennt­nis­se und Fä­hig­kei­ten

LinkedIn erlaubt Ihnen die Angabe von drei Top-Kennt­nis­sen. Überlegen Sie genau, welche Ihrer Kennt­nis­se für die Besucher Ihres Profils am re­le­van­tes­ten sind und welche Fä­hig­kei­ten Sie am besten re­prä­sen­tie­ren. Schauen Sie sich zum Vergleich die Profile Ihrer Kollegen an, wenn Sie unsicher sind, wie Sie Ihre Kennt­nis­se und Fä­hig­kei­ten for­mu­lie­ren sollen. Neben den Top-Fä­hig­kei­ten können Sie beliebig viele weitere Fä­hig­kei­ten de­fi­nie­ren, die al­ler­dings nur gesehen werden, wenn man sie anklickt. Über­trei­ben Sie es nicht mit den Angaben, damit Ihr Profil glaub­wür­dig bleibt.
 

Qua­li­fi­ka­tio­nen und Aus­zeich­nun­gen

Hier finden all jene Dinge Platz, die Sie weiterhin aus­zeich­nen. Es gilt, möglichst viele relevante Inhalte anzufügen, um Ihr Profil ab­zu­run­den. Folgende Optionen bietet Ihnen LinkedIn:

  • Ver­öf­fent­li­chung: Sind Sie ein Autor, Redakteur oder Texter können Sie hier Ihre Re­fe­ren­zen angeben.
     
  • Zer­ti­fi­zie­rung: Verfügen Sie über ein re­le­van­tes Zer­ti­fi­kat, finden Sie hier die passende Stelle, um dies anzugeben. Neben der Zer­ti­fi­kats­be­zeich­nung können Sie auch die Zer­ti­fi­zie­rungs­stel­le und die Li­zenz­num­mer angeben, um Ihrem Eintrag Glaub­wür­dig­keit zu verleihen.
     
  • Patent: Wenn Sie im Besitz eines Patents sind, können Sie das an dieser Stelle eintragen. Dafür brauchen Sie drei In­for­ma­tio­nen: Die Pa­tent­be­zeich­nung, das relevante Patentamt und die Patent- bzw. An­trags­num­mer.
     
  • Kurs: Hier können Sie einen Kurs angeben, den Sie belegen. Außerdem haben Sie die Mög­lich­keit, den Kurs mit Ihrem Ar­beit­ge­ber oder Ihrer Aus­bil­dungs­stät­te zu ver­knüp­fen.
     
  • Projekt: Wenn Sie an einem Projekt arbeiten, ist es oft sinnvoll, dies anzugeben. Sie können das Projekt ebenfalls mit Ihrer Ar­beits­stel­le oder Ihrem Ausbilder ver­knüp­fen.
     
  • Aus­zeich­nung/Preis: Wurde Ihnen eine Aus­zeich­nung oder ein Preis verliehen, können Sie dies hier do­ku­men­tie­ren.
     
  • Prü­fungs­er­geb­nis: Besondere Prüfungen mit vor­zeig­ba­rem Ergebnis finden hier ihren Platz. Bei Ab­schluss­prü­fun­gen an Uni­ver­si­tä­ten ist es z. B. üblich, das Thema der Ab­schluss­ar­beit in den Details der Aus­bil­dung zu hin­ter­le­gen.
     
  • Sprache: Sprach­fä­hig­kei­ten sind für die moderne Be­rufs­welt eine äußerst relevante In­for­ma­ti­on, deshalb sollten Sie diese lückenlos angeben. Es gilt aber, sich hierbei nicht zu über­schät­zen: Auch wenn Sie z. B. Englisch studiert haben, sind Sie nicht auf dem Niveau eines Mut­ter­sprach­lers, sondern „ver­hand­lungs­si­cher“.
     
  • Or­ga­ni­sa­ti­on: Mög­li­cher­wei­se sind Sie Mitglied einer re­le­van­ten Or­ga­ni­sa­ti­on. Dann sollten Sie dies hier angeben, damit Sie über die Suche nach der je­wei­li­gen Or­ga­ni­sa­ti­on in den Such­ergeb­nis­sen er­schei­nen.
     

In­ter­es­sen

Hier er­schei­nen Links auf die Un­ter­sei­ten des Netzwerks, denen Sie „folgen“. Das sind Ar­beit­ge­ber, Aus­bil­dungs­stät­ten, In­ter­es­sen­grup­pen und Verbände. Es ist sinnvoll, dass Sie nur jenen Seiten folgen, die Sie als Person auch in ir­gend­ei­ner Art und Weise re­prä­sen­tie­ren. Dabei sollten vor allem be­ruf­li­che In­ter­es­sen zählen. Zwar können Sie auf LinkedIn auch Un­ter­neh­men und Gruppen folgen, die sich auf Ihre privaten In­ter­es­sen und Hobbys beziehen. Bedenken Sie jedoch, wie diese In­ter­es­sen von Re­crui­tern wahr­ge­nom­men werden könnten. Bei­spiels­wei­se könnte eine Gruppe, die ein be­stimm­tes po­li­ti­sches Interesse verfolgt, kon­tro­vers auf­ge­nom­men werden. Wichtig ist letztlich, dass Sie mit Ihrem Profil einen seriösen Eindruck hin­ter­las­sen.

Das perfekte LinkedIn-Profil – mit diesen Tipps gelingt es

Ein pro­fes­sio­nell wirkendes LinkedIn-Profil hat viele Vorteile. Zum einen er­mög­licht das Profil Ihnen selbst einen guten Überblick über Ihren Werdegang, Ihre Fä­hig­kei­ten und Qua­li­fi­ka­tio­nen. Außerdem vernetzen Sie sich über LinkedIn ty­pi­scher­wei­se mit Menschen, denen Sie eher keine Freund­schafts­an­fra­ge auf Facebook schicken würden, nämlich Ihre Kollegen, Vor­ge­setz­ten und Ent­schei­dern aus Ihrem Be­rufs­feld. Es gilt: Fast niemand schlägt eine Kon­takt­an­fra­ge über LinkedIn aus, weil immer beide Seiten von einer Er­wei­te­rung des eigenen Netzwerks pro­fi­tie­ren. In den sozialen Mas­sen­netz­wer­ken sind die User tat­säch­lich wäh­le­ri­scher, weil dort auch häufiger private Inhalte geteilt werden.

Klar ist, dass Sie stärker von Ihrem LinkedIn-Profil pro­fi­tie­ren, wenn Sie Ihr Netzwerk stetig erweitern. Das gelingt nur, wenn Ihr Profil Besucher überzeugt, dass Sie eine in­ter­es­san­te Person bzw. ein wert­vol­ler Kontakt sind, mit dem es sich zu vernetzen lohnt. Das Profil ist das Herzstück von LinkedIn und Sie sollten es best­mög­lich prä­sen­tie­ren – egal, ob für po­ten­zi­el­le Ar­beit­ge­ber, Ihre Kollegen oder andere Personen. Befolgen Sie unsere Tipps, ist das ein ent­schei­den­der Schritt zur er­folg­rei­chen Nutzung von LinkedIn.

Tipp

Machen Sie sich ein Bild davon, wie Un­ter­neh­men LinkedIn nutzen, um zu verstehen, worauf es in dem Netzwerk ankommt. Wenn Sie über LinkedIn Un­ter­neh­men auffallen möchten, kann ein Blick auf die „andere Seite“ nicht schaden.

Vanity-URL für Ihr LinkedIn-Profil erstellen

Erstellen Sie ein LinkedIn-Profil, wird für Ihr Profil au­to­ma­tisch eine URL generiert. Die so­ge­nann­te Vanity-URL ist deutlich kürzer und einfacher und kann in­di­vi­du­ell erstellt werden. So erweckt Ihr Profil durch die Vanity-URL einen pro­fes­sio­nel­le­ren Eindruck. Um Ihre Profil-URL zu verkürzen, rufen Sie zunächst Ihr öf­fent­li­ches Profil auf. Mit einem Klick auf „URL be­ar­bei­ten“ können Sie Ihre Profil-URL nun anpassen und auf Wunsch jederzeit wieder ändern. Eine kürzere URL ist auch prak­ti­scher, wenn Sie auf Ihr LinkedIn-Profil verlinken möchten, z. B. in einem Be­wer­bungs­an­schrei­ben. Zu lange URLs wirken sperrig und können un­an­ge­nehm auffallen.
 

Profil-Button für Ihr LinkedIn-Profil erstellen

Sie möchten es Nutzern so einfach wie möglich machen, sich mit Ihnen zu vernetzen? Dafür ist der in­ter­ak­ti­ve Profil-Button ideal geeignet. Dieser lässt sich nahezu überall pro­blem­los einbinden, z. B. in Ihrer E-Mail-Signatur oder auf Ihrer Website. Bei LinkedIn heißen diese Buttons Profil-Badges. Für diese stehen ver­schie­de­ne Designs zur Verfügung. Zu dem „Badge Builder“-Feature gelangen Sie ebenfalls über die Ein­stel­lun­gen für das öf­fent­li­che Profil.

Tipp

Wie können Sie ein Netzwerk aufbauen? Zu Beginn sollten Sie sich mit bekannten Kontakten wie Ar­beits­kol­le­gen, Kom­mi­li­to­nen und Freunden vernetzen. Über die Funktion „Personen, die Sie viel­leicht kennen“ werden Sie auf weitere Mit­glie­der auf­merk­sam gemacht, mit denen Sie sich vernetzen können. Um sich mit bran­chen­re­le­van­ten Kontakten zu ver­knüp­fen, empfiehlt es sich, ent­spre­chen­den Gruppen bei­zu­tre­ten und Beiträge auf „Pulse“ zu teilen, dem Nach­rich­ten­ka­nal von LinkedIn.

Webseiten verlinken

Über einen Link in Ihrem Profil haben Besucher die Mög­lich­keit, direkt zu einer be­stimm­ten Website zu gelangen. Für diese Links können Sie in­di­vi­du­el­le An­ker­tex­te, also den Text einer Ver­lin­kung, erstellen. Dadurch per­so­na­li­sie­ren Sie Ihr LinkedIn-Profil und steigern die Auf­merk­sam­keit insgesamt. Unter dem Menüpunkt „Kon­takt­da­ten“ fügen Sie eine beliebige Anzahl von Webseiten hinzu und wählen jeweils eine passende Kategorie aus: per­sön­li­che Website oder Un­ter­neh­mens­web­site, Blog, RSS-Feed oder Portfolio.
 

Ihr LinkedIn-Profil für Such­ma­schi­nen op­ti­mie­ren (SEO)

Die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung ist ein breites Feld, das sogar soziale Netzwerke und Profile abdeckt. Das bedeutet, dass Sie auch Ihr LinkedIn-Profil für die Google-Suche op­ti­mie­ren können. Hierfür müssen Sie die ent­spre­chen­den Begriffe, für die Sie ranken wollen, in Ihrem Profil nutzen. Sucht ein User nach solchen Begriffen oder Themen, besteht eine höhere Wahr­schein­lich­keit, dass er auf Ihr Profil auf­merk­sam wird. Bleiben Sie dabei au­then­tisch und nutzen Sie aus­schließ­lich Keywords, die in Zu­sam­men­hang mit Ihrem Alltag und Beruf stehen. Seien Sie zudem besonders sorg­fäl­tig, wenn Sie Ihren LinkedIn-Profil-Slogan erstellen – schließ­lich erscheint dieser direkt in den Google-Such­ergeb­nis­sen.
 

Ar­beits­pro­ben hin­zu­fü­gen

Immer mehr Ar­beit­ge­ber re­kru­tie­ren neue Bewerber mittels Direct Search und sind somit in Business-Netz­wer­ken auf der Suche nach passenden Mit­ar­bei­tern für ihr Un­ter­neh­men. Es empfiehlt sich aus diesem Grund, aus­ge­wähl­te Bei­spiel­ar­bei­ten als Video-, Bild- oder Textdatei in Ihrem Profil hoch­zu­la­den oder we­nigs­tens auf eine Datei zu verlinken (z. B. wenn Sie diese Dateien auf Ihrer eigenen Webseite hosten). Auch po­ten­zi­el­le Kunden können sich so einen Eindruck von Ihrer Arbeit ver­schaf­fen. Bei­spiels­wei­se können Sie unter „Be­rufs­er­fah­run­gen“ in Ihrem Profil Me­di­en­da­tei­en zu Ihren einzelnen be­ruf­li­chen Stationen hin­zu­fü­gen, die dann im Profil angezeigt werden.
 

Das „Zu­sam­men­fas­sung“-Feld effektiv nutzen

Das Feld „Zu­sam­men­fas­sung“ enthält einen kurzen Text, der direkt unter Ihren per­sön­li­chen Angaben steht. Viele LinkedIn-Mit­glie­der un­ter­schät­zen die Wich­tig­keit dieses Features, dabei gehört das Textfeld zu den ersten Inhalten, die ein Besucher Ihres Profils zu sehen bekommt. Dort haben Sie die Chance, in etwas freierer Form über sich zu erzählen. Es hilft, sich dieses Feld als eine Art Teaser vor­zu­stel­len, der Besuchern einen ersten Eindruck von Ihnen ver­mit­teln soll.

Überlegen Sie, was Recruiter und Per­so­na­ler über Sie erfahren sollen, damit diese ein au­then­ti­sches und über­zeu­gen­des Bild von Ihnen bekommen. For­mu­lie­ren Sie Ihre Zu­sam­men­fas­sung aber möglichst kompakt und achten Sie eine optimale Keyword-Dichte. Nutzen Sie bran­chen­spe­zi­fi­sche Fach­be­grif­fe und Schlag­wör­ter, die Sie als Experte ausweisen. In diesem Feld können Sie durchaus kreativ werden. Bleiben Sie al­ler­dings in­for­ma­tiv und sachlich!
 

Ver­bes­sern Sie Ihr LinkedIn-Profil fort­wäh­rend

Sobald Sie ein zu­frie­den­stel­len­des LinkedIn-Profil ein­ge­rich­tet haben, bedeutet das nicht, dass die Arbeit daran beendet ist. Im Gegenteil: Kümmern Sie sich in re­gel­mä­ßi­gen Abständen darum, dass Ihr Profil aktuell bleibt. Erlangen Sie neue Qua­li­fi­ka­tio­nen, Kennt­nis­se, Fä­hig­kei­ten usw., sollten Sie dies in Ihrem Profil anführen. Viele Nutzer machen den Fehler, LinkedIn nur zu ak­tua­li­sie­ren, wenn Sie wieder auf dem Ar­beits­markt verfügbar sind. Wenn Sie jedoch re­gel­mä­ßig Ihr Profil pflegen, obwohl Sie nicht nach neuen Her­aus­for­de­run­gen suchen, sind Sie besser für den „Ernstfall“ gerüstet.

Es ist natürlich nicht nur wichtig, Ihr Profil aktuell zu halten, sondern auch, Ihr Netzwerk stetig zu erweitern und sich ge­ge­be­nen­falls bei LinkedIn aktiv zu zeigen, indem Sie relevante Inhalte teilen und kom­men­tie­ren. Nur so gewinnen Sie die Auf­merk­sam­keit jener Nutzer, die später für Sie wichtig werden könnten.

Darauf sollten Sie in Ihrem LinkedIn-Profil ver­zich­ten

LinkedIn-Profile bieten Ihnen einige Mög­lich­kei­ten zur In­di­vi­dua­li­sie­rung. Al­ler­dings ist LinkedIn ein Business-Netzwerk, das auf pro­fes­sio­nel­le Business-Kontakte abzielt. Betreiben Sie LinkedIn daher niemals wie ein ge­wöhn­li­ches soziales Netzwerk. Halten Sie sich stets vor Augen, dass hier strengere Spiel­re­geln gelten und eine gewisse Etikette erwartet und belohnt wird. Sehen Sie LinkedIn als feinen Club, indem Sie sich stets von Ihrer besten Seite zeigen. Denn da sich in diesem Netzwerk nahezu alle nur von ihrer besten Seite zeigen, fallen frag­wür­di­ge Inhalte umso stärker auf. Folgende „No Gos“ sollten Sie daher unbedingt vermeiden.
 

Posten Sie keine un­pro­fes­sio­nel­len Inhalte

Sie möchten unbedingt ein lustiges Bild oder Video teilen? Sie haben einen in­ter­es­san­ten Beitrag gesehen, der aber rein gar nichts mit der Ar­beits­welt zu tun hat? LinkedIn ist nicht der geeignete Ort für die Art Inhalte, die üb­li­cher­wei­se auf Facebook oder Twitter ver­brei­tet werden. Nor­ma­ler­wei­se haben Sie auf LinkedIn auch eine ganz spezielle Kon­takt­lis­te, die Ihre Kollegen, Vor­ge­setz­ten und andere Business-Kontakte ein­schließt. Diese Menschen in­ter­es­sie­ren sich primär für Sie als be­ruf­li­chen bzw. Bran­chen­kon­takt. Wägen Sie vor der Ver­öf­fent­li­chung von Posts, Kom­men­ta­ren und sonstigen Inhalten auf LinkedIn sorg­fäl­tig ab, ob Ihr Image sich dadurch ver­bes­sert oder eher ver­schlech­tert.
 

Das Profil ist keine Spiel­wie­se für Ex­pe­ri­men­te

LinkedIn ist wie eine Ver­an­stal­tung mit Dresscode, auf der alle sich an bestimmte Ge­pflo­gen­hei­ten halten. Zwar belohnen einige wenige Recruiter und Per­so­na­ler ein in­di­vi­du­el­les, in­ter­es­san­tes Auftreten, jedoch bedeutet das nicht, dass Sie sich auf Ihrem Pro­fil­fo­to in Strand­klei­dung zeigen sollten. Ihr Profil-Slogan sollte Sie als Ar­beits­kraft re­prä­sen­tie­ren, nicht zwingend Sie als Pri­vat­per­son. Ein Witz oder lockerer Spruch kann Besucher eher ver­schre­cken, schließ­lich suchen diese in Ihrem Slogan nach In­for­ma­tio­nen zu Ihrem be­ruf­li­chen Profil. Darum geht es nämlich: Das Profil soll in kompakter und an­spre­chen­der Form alle wichtigen Qua­li­fi­ka­tio­nen und Kom­pe­ten­zen be­inhal­ten. Wollen Sie eher mit anderen Dingen Auf­merk­sam­keit ge­ne­rie­ren, ver­spie­len Sie damit Ihre Glaub­wür­dig­keit.

Tipp

Be­trach­ten Sie Ihr Facebook-, Instagram- oder Twitter-Profil und ver­ge­gen­wär­ti­gen Sie sich die Un­ter­schie­de zu LinkedIn. Damit erlangen Sie ein gutes Ver­ständ­nis dafür, wie die ver­schie­de­nen Netzwerke un­ter­schied­li­ches Auftreten belohnen. Auf LinkedIn prä­sen­tie­ren Sie ein Idealbild von sich, auf den Mas­sen­netz­wer­ken zeichnen Sie eher ein au­then­ti­sches Bild. Ohnehin ist es im Internet meist eine gute Idee, das Be­ruf­li­che vom Privaten zu trennen.

Vermeiden Sie unnötige Schreib­feh­ler

Ei­gent­lich versteht es sich von selbst, Recht­schreib- und Gram­ma­tik­feh­ler zu vermeiden. Auf LinkedIn erwecken solche Fehler al­ler­dings aufgrund des pro­fes­sio­nel­len Kontextes einen noch schlech­te­ren Eindruck als anderswo. Über­prü­fen Sie Ihre Texte daher lieber einmal zu viel als zu wenig und lassen Sie ge­ge­be­nen­falls jemanden das Profil lek­to­rie­ren, der sehr text­si­cher ist. Besonders auffällig sind Fehler in Profil-Slogans. Viele Recruiter und Per­so­na­ler übergehen ent­spre­chen­de Profile in den Such­ergeb­nis­sen, wenn ihnen of­fen­sicht­li­che Fehler auffallen.
 

Vermeiden Sie unpräzise Angaben

Kom­mu­ni­zie­ren Sie möglichst exakt, wer Sie sind, wo Sie ge­ar­bei­tet haben bzw. arbeiten und was Sie anbieten können. Studenten sollten sich z. B. nicht bloß als Studenten be­zeich­nen, sondern Ihre Fach­rich­tung angeben. Ihr Job-Titel sollte möglichst präzise das be­schrei­ben, was Sie tat­säch­lich machen. Es ist z. B. emp­feh­lens­wert, nicht bloß „Marketing“ zu schreiben, sondern de­tail­lier­te­re Job-Titel wie „Content-Marketing-Manager“ zu benutzen. Recruiter und Per­so­na­ler achten auf präzise Angaben. Mög­li­cher­wei­se suchen sie auch gezielt nach diesen Keywords. Es wäre ärgerlich, wenn Sie nur aufgrund ungenauer Angaben nicht in den Such­ergeb­nis­sen er­schei­nen.

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