PHP 7 be­schleu­nigt im Vergleich zu PHP 5.6 durch OpCode Caching und eine op­ti­mier­te Zend Engine viele dy­na­mi­sche Websites um über 100 Prozent.

Ein höherer Pagespeed führt zu einem schnel­le­ren Sei­ten­auf­bau und damit zu einem besseren Be­nut­zer­er­leb­nis beim Besuch Ihrer Website. Zugleich ist die Ge­schwin­dig­keits­ver­bes­se­rung ein re­le­van­ter Faktor beim Google-Ranking Ihrer Website.

Tipp

Nicht nur der Pagespeed hat Aus­wir­kun­gen auf Ihr Google-Ranking. Mehr über Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung (SEO) erfahren Sie in unserem Artikel Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung von A bis Z.

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Ge­schwin­dig­keits­ver­bes­se­run­gen in PHP 7

Den enormen Ge­schwin­dig­keits­zu­wachs erreicht PHP 7 vor allem durch Ver­bes­se­run­gen der Zend Engine, er­wei­ter­tes OpCode Caching, eine ver­bes­ser­te Da­ten­struk­tur und den damit re­du­zier­ten Spei­cher­be­darf und ef­fi­zi­en­te­res Spei­cher­ma­nage­ment.

So funk­tio­niert OpCode Caching

Im Nor­mal­fall werden PHP-Skripte zur Laufzeit kom­pi­liert. Dabei wird ein Teil der Re­chen­zeit für die Um­wand­lung des Codes benötigt. Mit OPcache wird diese Be­rech­nung nur einmal durch­ge­führt und das vor­kom­pi­lier­te, ma­schi­nen­les­ba­re (be­rech­ne­te) Skript in einem Cache ge­spei­chert. Aus diesem Cache kann das Skript bei Bedarf blitz­schnell geladen werden. In den meisten Fällen führt das zu er­heb­li­chen Ge­schwin­dig­keits­ver­bes­se­run­gen.

Vor allem größere Websites können mit ak­ti­vier­tem OPcache we­sent­lich mehr Anfragen gleich­zei­tig bedienen – ein wichtiger Vorteil für Un­ter­neh­mens-Websites und eCommerce-An­wen­dun­gen.

Den Wechsel zu PHP 7 vor­be­rei­ten

PHP 7 bietet grund­sätz­lich eine sehr gute Kom­pa­ti­bi­li­tät zu älteren PHP-Versionen – die Wahr­schein­lich­keit, dass be­stehen­de An­wen­dun­gen und Skripte funk­tio­nie­ren, ist also hoch. Trotzdem empfehlen wir Ihnen, Websites, Plugins und Skripte mit PHP 7 zu testen, bevor Sie PHP 7 für Pro­duk­tiv­um­ge­bun­gen einsetzt.

Hierzu ein Beispiel: Die Ein­füh­rung von Type-Hints und den damit erstmals re­ser­vier­ten Wörtern „int“, „string“ und „float“ ver­ur­sacht zu Anfang noch Probleme für bestimmte CMS. Joomla! etwa ist in Version 3.4 nicht zu PHP 7 kom­pa­ti­bel, da es die Typ-Be­zeich­nung „string“ auf eine Art verwendet, die in PHP 7 nicht zulässig ist. Die Joomla!-Community hat die Ver­wen­dung mitt­ler­wei­le kor­ri­giert.

Hinweis

Als IONOS Kunde können Sie in den PHP-Ein­stel­lun­gen des IONOS Control-Center für jede Domain in­di­vi­du­ell die PHP-Version anzeigen oder ändern.

Die Änderung der PHP-Version dauert in der Regel wenige Sekunden bis zu einer Minute. Wir empfehlen Ihnen, nach der Änderung Ihre Skripte zu testen. Sie können den Wechseln Ihrer PHP-Version jederzeit rück­gän­gig machen.

OPcache über php.ini ak­ti­vie­ren

Nach dem Wechsel zu PHP 7 können Sie für Ihre Websites OpCode Caching (OPcache) ak­ti­vie­ren. Dazu müssen Sie auf Ihrem Webspace ein neues Ver­zeich­nis für den Cache erstellen und die php.ini im Haupt­ver­zeich­nis Ihrer Website anpassen.

Webspace-Ver­zeich­nis für den Cache erstellen

Melden Sie Sich per SFTP an Ihrem Webspace an

Erstellen Sie im Root-Ver­zeich­nis ein neues Ver­zeich­nis. In diesem Ver­zeich­nis wird in Zukunft der Cache für Ihre Websites ge­spei­chert.

Bitte beachten Sie: Um die Daten im Cache zu schützen, erstellen Sie unbedingt ein Ver­zeich­nis mit einem führenden Punkt (z. B.: ../.opcache). Dieses Ver­zeich­nis wird dann von Ihrem Apache Webserver au­to­ma­tisch geschützt.

Absoluten Pfad in der php.ini hin­ter­le­gen

Im nächsten Schritt müssen Sie den absoluten Pfad zu dem er­stell­ten .OPcache-Ver­zeich­nis in der php.ini-Datei hin­ter­le­gen.

So sollte die Pfad­an­ga­be aussehen: /kunden/homepages/mein-pfad/htdocs/.opcache

php.ini anpassen

Öffnen Sie über SFTP das Haupt­ver­zeich­nis Ihrer Website und öffnen Sie die Datei php.ini.

Ergänzen Sie hier folgenden Eintrag:

opcache.file_cache=/kunden/homepages/mein-pfad/htdocs/.opcache;

Bitte beachten Sie: Verwenden Sie unter opcache.file_cache= den absoluten Pfad zu Ihrem .OPcache-Ver­zeich­nis.

Der gesamte Inhalt der php.ini sollte nach diesem Schritt wie folgt aussehen:

zend_extension=opcache.so;
opcache.enable=1;
opcache.memory_consumption=32;
opcache.interned_strings_buffer=8;
opcache.max_accelerated_files=3000;
opcache.revalidate_freq=180;
opcache.fast_shutdown=0;
opcache.enable_cli=0;
opcache.revalidate_path=0;
opcache.validate_timestamps=1;
opcache.max_file_size=0;
opcache.file_cache=/kunden/homepages/mein-pfad/htdocs/.opcache;
opcache.file_cache_only=1;

Speichern Sie die Datei php.ini und laden Sie diese wieder auf Ihren Webspace hoch.

So können Sie prüfen, ob OPcache für Ihre Website aktiv ist

Nachdem Sie den OPcache für Ihre Website aktiviert haben und diese einige Male auf­ge­ru­fen wurde, können Sie einfach prüfen, ob der Cache korrekt arbeitet.

Melden Sie sich erneut per SFTP an Ihrem Webspace an und öffnen Sie das vorhin erstellte Ver­zeich­nis ../.opcache.

In diesem Ver­zeich­nis sollten Sie jetzt die gecachten Inhalte Ihrer Website sehen.

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Hinweis

Seit Ende 2020 ist PHP 8 ver­öf­fent­licht. Im Gegensatz zu PHP 7 verwendet die neue PHP-Version einen Just-in-time-Compiler, der im Vergleich zum OPcache eine kleine Per­for­mance-Stei­ge­rung mit sich bringt.

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