Cascading Style Sheets (CSS) ist eine Pro­gram­mier­spra­che, die es Ihnen er­mög­licht, das Design von elek­tro­ni­schen Do­ku­men­ten zu bestimmen. Anhand einfacher An­wei­sun­gen – dar­ge­stellt in über­sicht­li­chen Quell­codes – lassen sich so Webseiten-Elemente wie Layout, Farbe und Ty­po­gra­fie nach Belieben anpassen. Dank der gestuften Ge­stal­tungs­bö­gen bleiben die se­man­ti­sche Struktur und der Inhalt des Dokuments voll­kom­men unberührt. CSS entstand Mitte der 90er-Jahre und gilt heute als die Standard-Style­sheet-Sprache im World Wide Web.

Web­hos­ting
Das beste Web­hos­ting zum Spit­zen­preis
  • 3x schneller und 60 % günstiger
  • Maximale Ver­füg­bar­keit mit > 99.99 %
  • Nur bei IONOS: Bis zu 500 GB Spei­cher­platz inklusive

Was ist CSS?

CSS gehört genau wie HTML zu den Kern­spra­chen des World Wide Webs. Während Sie eine Webseite mithilfe von HTML mit Text befüllen und se­man­tisch struk­tu­rie­ren, legen Sie mit CSS das Design dieser Inhalte fest. Obwohl HTML und CSS in Kom­bi­na­ti­on mit­ein­an­der verwendet werden, exis­tie­ren die CSS-Ge­stal­tungs­an­wei­sun­gen und die HTML-Elemente getrennt von­ein­an­der. Das bedeutet, dass eine Maschine ein elek­tro­ni­sches Dokument auch ohne CSS lesen kann. Mithilfe von CSS werden die im Browser ge­öff­ne­ten Inhalte optisch auf­be­rei­tet und so auf an­spre­chen­de Weise dar­ge­stellt.

CSS ist ein „living standard“ (le­ben­di­ger Standard) und wird vom World Wide Web Con­sor­ti­um kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wi­ckelt. Aus diesem Grund gibt es immer wieder neue Funk­tio­nen und prak­ti­sche An­wen­dungs­mög­lich­kei­ten zu entdecken. Ent­stan­den ist die weit ver­brei­te­te Style­sheet-Sprache in den 1990ern. Die Idee, Style­sheets zur Dar­stel­lung von Web-Inhalten zu verwenden, war zu dieser Zeit aber schon nicht mehr voll­kom­men neu. Doch CSS un­ter­schied sich in einem wichtigen Punkt von anderen dar­stel­lungs­ori­en­tier­ten Elementen, die es schon in HTML gab: Mit ihr hatten Nutzer nun die Mög­lich­keit, über mehrere Dokumente hinweg und in einem einzigen Style­sheet Design-Regeln für Ele­ment­grup­pen zu de­fi­nie­ren.

De­fi­ni­ti­on: CSS (Cascading Style Sheets)

Eine Pro­gram­mier­spra­che zur optischen Ge­stal­tung von Webseiten. Mithilfe der Cascading Style Sheets bestimmen Sie zum Beispiel, in welcher Schrift­art, Größe oder Farbe bestimmte HTML-Elemente dar­ge­stellt werden sollen.

Die Vorteile und An­wen­dungs­be­rei­che von CSS

Eine gute Website lebt nicht nur von ihrem Inhalt, sondern auch von ihrem Design. Ist dieses nicht nut­zer­freund­lich oder an­spre­chend aufgebaut, verlieren Nutzer schnell das Interesse. CSS bietet Ihnen in diesem Zu­sam­men­hang eine Reihe von Ge­stal­tungs­mög­lich­kei­ten, die im reinen HTML nicht vorhanden sind.

CSS erlaubt es Ihnen zum Beispiel, bestimmte Fest­le­gun­gen zentral zu steuern. Das heißt, dass ähnliche Elemente (wie bei­spiels­wei­se alle Hy­per­links oder Bilder) innerhalb desselben Dokuments erkannt und durch einen einzigen Befehl for­ma­tiert werden. Die Ge­stal­tungs­an­wei­sun­gen müssen dabei nicht in Form eines internen Style­sheets im HTML-Dokument selbst vorhanden sein. Speichern Sie die CSS-An­wei­sun­gen in einem externen Style­sheet, also einer separaten Datei, ist diese auch für andere Dokumente ver­wend­bar.

Neben grund­le­gen­den Dar­stel­lungs­an­wei­sun­gen, die Farben, Formen und Ty­po­gra­fie der HTML-Elemente betreffen, gibt es in CSS mitt­ler­wei­le auch an­spruchs­vol­le­re Module. Mit diesen können Sie zum Beispiel Ani­ma­tio­nen oder ver­schie­de­ne Dar­stel­lun­gen je nach Aus­ga­be­me­di­um de­fi­nie­ren. So lässt sich dasselbe HTML-Dokument für alle möglichen Medien identisch auf­be­rei­ten. Da in diesem Dokument Inhalt und Ge­stal­tung getrennt sind, wird der Code der Website dadurch über­sicht­li­cher. Noch mehr Mög­lich­kei­ten bietet die verwandte Style-Sprache SASS, die CSS jedoch nicht komplett ersetzt.

Tipp

Ein an­spre­chen­des Website-Design erreichen Sie auch mit dem Homepage-Baukasten MyWebsite, der Ihnen pro­fes­sio­nel­le Design-Vorlagen bietet. Wählen Sie aus vielen vor­ge­fer­tig­ten Mustern und finden Sie eine sti­lis­tisch passende Vorlage mit nur wenigen Klicks.

Möchten Sie die Er­stel­lung Ihrer Webseite lieber ganz den Profis über­las­sen, ist der Website Design Service die bessere Al­ter­na­ti­ve.

Der Aufbau einer CSS-Anweisung

Mit einer CSS-Anweisung bestimmen Sie, welche Elemente in Ihrem elek­tro­ni­schen Dokument welche Werte bzw. Ei­gen­schaf­ten annehmen sollen. In ihrer Grund­struk­tur besteht die Anweisung aus einem Selektor und ge­schweif­ten Klammern. In diesen Klammern zählen Sie die Ei­gen­schafts­de­kla­ra­tio­nen auf, die mit Semikolon von­ein­an­der ab­ge­trennt sind. Jede De­kla­ra­ti­on besteht aus der Ei­gen­schafts­be­zeich­nung, einem Dop­pel­punkt und einem be­stimm­ten Wert. Nach der letzten Ei­gen­schafts­de­kla­ra­ti­on und vor der schlie­ßen­den Klammer ist ein weiteres Semikolon möglich, aber nicht zwingend er­for­der­lich. Die CSS-Anweisung im Schaubild unten soll dafür sorgen, dass die Über­schrift h1 in der Farbe Blau und in Schrift­grö­ße 12 angezeigt wird:

Hinweis

Wei­ter­füh­ren­de In­for­ma­tio­nen zu den un­ter­schied­li­chen Selektor-Typen und zum CSS-Syntax finden Sie in unserem aus­führ­li­chen CSS-Tutorial.

Wie baut man CSS in eine Website ein?

Wie bereits erwähnt, ist es möglich, CSS durch interne und externe Style­sheets in ein elek­tro­ni­sches Dokument ein­zu­bin­den. Zu­sätz­lich gibt es auch den Inline-Style, bei dem die ge­wünsch­ten Ei­gen­schaf­ten direkt im HTML-Quellcode eines Elements un­ter­ge­bracht werden. Im Folgenden ein Überblick der drei möglichen Methoden, mit denen sich CSS in HTML einbinden lässt.

Externe Style­sheets

Dort werden die CSS-An­wei­sun­gen in externen Dateien mit der Endung „.css“ definiert und mithilfe eines „link“-Tags in die HTML-Datei ein­ge­bun­den. Dies ist die ge­bräuch­lichs­te Methode, da Inhalt und Design so sauber getrennt sind und Än­de­run­gen leicht vor­ge­nom­men werden können. Die Ver­knüp­fung wird im „head“-Bereich des HTML-Dokuments wie folgt vor­ge­nom­men:

<!DOCTYPE html>
<html>
<head>
<link rel="stylesheet" href="stylesheet.css">
</head>
<body>
<h1>Dies ist eine Überschrift</h1>
<p>Dies ist ein Absatz</p>
</body>
</html>

Interne Style­sheets

Hier bringen Sie alle CSS-An­wei­sun­gen in der HTML-Datei selbst unter. Bedenken Sie, dass diese dann nur für das ent­spre­chen­de Dokument gelten. Für interne Style­sheets fügen Sie das „style“-Element im „head“-Bereich des HTML-Dokuments fol­gen­der­ma­ßen ein:

<!DOCTYPE html>
<html>
<head>
<style>
h1 {color:blue; font-size:12px;}
</style>
</head>
<body>
<h1>Dies ist eine Überschrift</h1>
<p>Dies ist ein Absatz</p>
</body>
</html>

Inline-Style

Wie bei dem internen Style­sheet befinden sich die CSS-An­wei­sun­gen hier in der HTML-Datei selbst. Es gibt jedoch einen wichtigen Un­ter­schied: Die ent­spre­chen­den Attribute befinden sich nämlich direkt im Start-Tag des Elements und gelten für kein anderes Element. Diese Methode ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie keine über­grei­fen­den Ge­stal­tungs­an­wei­sun­gen machen wollen.

<!DOCTYPE html>
<html>
<body>
<h1 style="color:blue; font-size:12px;">Dies ist eine Überschrift</h1>
<p>Dies ist ein Absatz</p>
</body>
</html>

Das Zu­sam­men­spiel von CSS und HTML

Wie die obigen Beispiele zeigen, ist die Ver­wen­dung von CSS nur zusammen mit einer klas­si­schen HTML-Struktur möglich. Da HTML durch Absätze, Listen und Tabellen Inhalte struk­tu­riert und CSS für die optische Ge­stal­tung sorgt, ergänzen sich die beiden Web-Sprachen und stehen in enger Ver­bin­dung zu­ein­an­der. Dabei dreht es sich beim Schreiben von Cascading Style Sheets oft um das Gestalten von „Boxen“. Der Aufbau eines HTML-Dokuments erfolgt nämlich nach dem Schachtel-Prinzip, bei dem die einzelnen Elemente wie Boxen über­ein­an­der­sit­zen. Jede „Box“, die auf einer Website Raum in Anspruch nimmt, hat folgende Ei­gen­schaf­ten:

  • padding: Der Raum direkt um den Inhalt eines Elements (In­nen­ab­stand)
  • border: Die Linie, die direkt außerhalb vom In­nen­ab­stand sitzt (Rahmen)
  • margin: Der Raum, der sich außerhalb des Rahmens befindet (Au­ßen­ab­stand)

Durch Angaben zu Größe, Form und Farbe werden diese „Boxen“ dann ent­spre­chend for­ma­tiert. Neben diesen einfachen At­tri­bu­ten gibt es aber auch an­spruchs­vol­le­re CSS-An­wei­sun­gen zum Einfügen von Schatten bei Texten, Fil­ter­funk­tio­nen bei Bildern und zum Her­vor­he­ben von For­mu­lar­fel­dern und anderen Elementen.

Hinweis

Wenn Sie die Grund­prin­zi­pi­en der Style­sheet-Sprache ver­stan­den haben, ist Ihre Anwendung gar nicht so schwer. Lernen Sie die besten CSS-Tricks, die Ihre Webseite noch pro­fes­sio­nel­ler aussehen lassen.

Zum Hauptmenü