Freemail-Anbieter im Vergleich

Weltweit über zwei Milliarden Mails pro Tag: Das ist die beachtliche Bilanz der elektronischen Post. Sie ist als Kommunikationsmittel aus dem Geschäftsalltag auch in Zeiten von Instant Messaging, Social Media und Videotelefonie nicht mehr wegzudenken. In Anbetracht der anhaltenden Erfolgsgeschichte der E-Mail verwundert auch die schier ungeheure Anzahl von Freemail-Anbietern nicht. Denn E-Mails empfangen und verschicken muss nichts kosten: Besonders bei privaten Nutzern sind Freemail-Anbieter beliebt. Wo Sie den meisten Speicherplatz für lau bekommen, die höchsten Sicherheitsstandards genießen und welche Features die Anbieter sonst noch bieten, lesen Sie in unserem Überblick. Neben den drei großen internationalen Freemail-Anbietern Gmail, Yahoo Mail und Outlook.com nehmen wir mit GMX, Web.de und mail.de auch drei der beliebtesten deutschen Dienste unter die Lupe.

Gmail

Der im Jahr 2004 von Google gestartete Dienst mischte seinerzeit die Branche gehörig auf: Erstmals in der Geschichte der Freemail gewährte ein Anbieter den Nutzern eine Postfachgröße von 1 GB. Damit setzte ein regelrechtes Wettrennen der Freemail-Anbieter um das größte Speichervolumen ein, das bis heute nicht beendet ist. Dementsprechend ist seit der Einführung von Gmail Speicherplatz zu einem entscheidenden Faktor in diesem Wettbewerb geworden. Die Folge: Immer mehr Freemail-Anbieter integrieren neben größer werdenden Postfächern inzwischen auch Cloud-Dienste zur Dateiablage in ihr Angebot. So bietet Gmail gegenwärtig ein Gesamtvolumen von 15 GB Speicherplatz für die gebündelten Google-Dienste Gmail, Google Drive und Google Fotos an. Verhältnismäßig großzügig bemessen ist auch die maximale Größe von Dateianhängen, die standardmäßig 25 MB beträgt.

Bei Bedienkomfort und Layout setzt Gmail seit der Einführung auf eine Oberfläche, die sich trotz ihrer Browserbasis stark an eigenständigen E-Mail-Clients wie Outlook oder Thunderbird orientiert – auch das war anno 2004 eine Revolution. Inzwischen lässt sich die Oberfläche auch individualisieren: So ist etwa das Design mit eigenen Fotos personalisierbar. Zudem lassen sich Tabs je nach Bedarf anpassen. Auch die Größe der verschiedenen Elemente kann man einstellen.

Ein weiterer Vorteil von Gmail liegt in der perfekten Integration in das Google-Universum: Neben Google Drive und Google+ ist hierbei vor allem Google Hangouts von Vorteil. Damit können Sie innerhalb von Gmail mit Freunden chatten oder eine Videokonversation mit bis zu zehn Personen führen – und das geräteübergreifend. Darüber hinaus gibt es auch Apps für den mobilen Einsatz auf Android- und iOS-Geräten. Dabei ist das Abrufen der Postfächer sowohl über das POP3- wie auch über das IMAP-Protokoll möglich.

Abstriche gibt es bei Gmail vor allem beim Datenschutz: Google steht bei Datenschützern immer wieder in der Kritik wegen vermeintlicher Aufweichung der eigenen Richtlinien. Zudem sehen Verbraucherschützer in Deutschland Verstöße gegen deutsche Datenschutzbestimmungen: Denn die Mails der Nutzer werden nach bestimmten Signalwörtern „gescannt“. So soll zum einen Spam identifiziert, zum anderen aber auch personalisierte Werbung eingeblendet werden können. Immerhin sorgt eine SSL/TLS-Verschlüsselung nach Angaben des Unternehmens dafür, dass die Mails „bei der Übertragung zwischen Ihrem Webbrowser und den Gmail-Servern noch besser geschützt“ sind. Das bedeutet allerdings – wie im Übrigen bei allen aufgezählten Freemail-Anbietern – nicht, dass Ihre E-Mails Ende-zu-Ende verschlüsselt werden, wie auch die Mailinhalte selbst nicht geschützt sind, sondern lediglich der E-Mail-Transport zum Server.

Vorteile Nachteile
15 GB Speicherplatz Kein deutscher Datenschutz, da E-Mails u. a. für personalisierte Werbung „gescannt“ werden
Integration in das Google-Universum Server-Standorte unklar
Zahlreiche Einstellungs- und Personalisierungsmöglichkeiten  
Aufgeräumte und intuitive Benutzeroberfläche  
Apps für Android und iOS  

GMX

GMX ist der erste der drei deutschen Freemail-Anbieter in diesem Überblick und zugleich der größte mit den meisten Nutzern in Deutschland: 27,3 Prozent der hiesigen Nutzeranteile entfielen im Jahr 2015 auf diesen Freemail-Anbieter. Womit indirekt gleich der erste Vorteil genannt ist: GMX hat als Gründungsmitglied die Initiative „E-Mail Made in Germany“ mit ins Leben gerufen. Grundbedingung für dieses Gütesiegel sind u. a. Server-Standorte in Deutschland und eine Datenverarbeitung nach den strengeren deutschen Datenschutzrichtlinien. Die Übermittlung der E-Mails an den GMX-Server erfolgt ausschließlich SSL-verschlüsselt. Auch die Datenübertragung zwischen den Servern der einzelnen Anbieter der Initiative wird verschlüsselt.

Der Postfachspeicher umfasst bei GMX standardmäßig 1 GB. Mit der kostenlosen Aktivierung des „GMX MailChecks“ können Sie ihn allerdings erweitern: Mit diesem Gratis-Upgrade lassen sich Mails verschlüsseln, Desktop-Benachrichtigungen für eingehende Mails einrichten und weitere 500 MB Postfachspeicher freischalten. So sind bei GMX insgesamt bis zu 1,5 GB kostenlos verfügbar. Die Anhänge dürfen bis zu 20 MB groß sein; im hauseigenen Cloud-Speicher, dem sogenannten MediaCenter, speichern Sie aktuell Dateien im Umfang von insgesamt bis zu 10 GB. Auch für die Daten in der Cloud gelten die deutschen Datenschutzrichtlinien.

Bei GMX sind Apps für Android, iOS und Windows verfügbar. Dank dieses breit aufgestellten App-Angebots sind auch unterwegs alle E-Mails und Postfachordner jederzeit verfügbar. Darüber hinaus ist natürlich auch ein Spam-Filter integriert.

Optisch ist die Oberfläche von GMX standardmäßig in Blau gehalten. Alternative Designs lassen sich in den Einstellungen auswählen und speichern. Die Navigation funktioniert über Menüleisten oben und links. Während die obere einen schnellen Wechsel zwischen Postfächern, MediaCenter oder Adressbuch ermöglicht, finden sich links auch Werbeeinträge und Verlinkungen zu weiteren GMX-Produkten, über die sich der kostenlose E-Mail-Service finanziert.

Vorteile Nachteile
Server in Deutschland Postfachspeicher mit maximal 1,5 GB verhältnismäßig knapp bemessen
Deutsche Datenschutzstandards Etwas unübersichtliche Benutzeroberfläche
Kostenlose Upgrade-Möglichkeit für „GMX MailCheck“ Abruf über IMAP nur mit kostenpflichtigem Tarif möglich
10 GB Cloud-Speicher  
Apps für Android, iOS und Windows  

Web.de

Web.de ist in Deutschland der zweitbeliebteste Freemail-Anbieter, der jüngst 26,4 Prozent der Nutzeranteile für sich beanspruchen konnte und damit nur knapp hinter GMX rangiert. Der Dienst gehört wie GMX zum United-Internet-Konzern, was sich nicht zuletzt am Design der Seite bemerkbar macht: Optisch sind GMX und Web.de ähnlich aufgebaut.

Auch Web.de bietet eine kostenlose Upgrade-Option für den „MailCheck“, dieser bringt sogar einen noch Zugewinn an Speicherplatz: Sind standardmäßig 1 GB E-Mail-Speicher verfügbar, stehen nach der Aktivierung satte 10 GB zum Speichern unzähliger E-Mails zur Verfügung. In der Cloud stehen weitere 10 GB für Fotos, Videos und andere Dateien zur Verfügung. Anhänge dürfen bis zu 20 MB groß sein.

Die Apps des Freemail-Anbieters sind erfreulicherweise ebenfalls sowohl für Android wie auch für iOS und Windows erhältlich. Auch das Abrufen der Mails über IMAP kostenlos möglich, so dass bei Web.de die Postfächer auf mehreren Endgeräten synchron gehalten werden.

Wie GMX ist Web.de einer der Gründer der Initiative „E-Mail Made in Germany“, womit sich der Dienst einem hohen Datenschutzstandard verschreibt und Mails wie auch in der Cloud abgelegte Dateien ausschließlich in deutschen Rechenzentren speichert und verarbeitet. Eine verschlüsselte Übertragung ist ebenso wie ein Viren- und Spam-Schutz gegeben.

Vorteile Nachteile
Deutsche Datenschutzstandards Etwas unübersichtliche Benutzeroberfläche
Rechenzentren in Deutschland  
Mit Aktivierung des kostenlosen „MailChecks“ gibt es insgesamt 10 GB Postfachspeicher  
10 GB Cloud-Speicher  
E-Mail-Abruf über IMAP sowie Apps für Android, iOS und Windows möglich  

Yahoo Mail

Mit Yahoo Mail setzt neben Gmail noch ein weiterer Freemail-Anbieter auf massig Speicherplatz: Hier werden dem User gar rekordverdächtige 1.000 GB (= 1 TB) geboten. Das Löschen von Mails gehört damit weitgehend der Vergangenheit an. Die Kehrseite der Medaille: Ein eigener Cloud-Speicher fehlt. Lediglich über Dropbox ist eine entsprechende Funktion möglich. Dafür ist allerdings ein separater Dropbox-Account nötig. Dieser muss schließlich mit dem Yahoo-Account verknüpft werden.

Darüber hinaus bietet Yahoo Mail ebenfalls viele Personalisierungsoptionen an: Layout, Sortierung und die Vorschau der Nachrichten lassen sich ebenso anpassen wie das Design des Posteingangs. Neben weiteren Features wie einem Messenger, Apps für iOS und Android sowie POP3- und IMAP-Abfragen ist auch ein „lernfähiger“ Spam-Filter mit an Bord. Dieser soll nach Angaben des Unternehmens „mehr als 15 Milliarden Spam-E-Mails täglich“ blockieren. Außerdem können Sie mit Yahoo Mail leicht sogenannte Wegwerfadressen einrichten. Hierbei handelt es sich gewissermaßen um eine präventive Anti-Spam-Maßnahme, da man sich mit diesen Mailadressen etwa bei Onlinehändlern, Mailinglisten oder in Foren anmelden kann, ohne dabei die eigentliche E-Mail-Adresse preisgeben zu müssen. Wird sie nicht mehr benötigt, kann sie ganz einfach wieder gelöscht werden. Dadurch verringert sich beispielsweise das Aufkommen unerwünschter Werbemails.

In Sachen Datenschutz gibt es jedoch bei Yahoo Mail die gleichen Abstriche wie bei Gmail zu verzeichnen: Gemäß der Datenschutzbestimmungen werden „alle Kommunikationsinhalte (wie zum Beispiel E-Mail- und Messenger-Inhalte einschließlich IM- und SMS-Nachrichten)“ analysiert, um zugeschnittene Werbung präsentieren zu können. Für die Übertragung der Mails zwischen dem Browser und dem Yahoo-Server wird dem Anbieter zufolge eine SSL/TLS-Verschlüsselung genutzt.

Vorteile Nachteile
1 TB Speicherplatz für E-Mails Cloud-Speicher gibt es nur via Dropbox
Einfache Einrichtung von Wegwerfadressen Kein deutscher Datenschutz: Inhalte von E-Mails werden auch für Werbezweck analysiert
Integrierter Spam-Filter Server-Standorte unklar
Apps für Android und iOS  

Outlook.com

Als „Outlook“ war lange Zeit vor allem der von Microsoft entwickelte Personal Information Manager (PIM) bekannt. Er ist Teil des Microsoft-Office-Pakets. Doch seit Frühjahr 2013 ersetzt der sehr ähnlich klingende Webmail-Dienst „Outlook.com“ Microsofts früheres Freemail-Angebot „Hotmail“. Mit Outlook.com will Microsoft in stärkere Konkurrenz zu Freemail-Anbietern wie Yahoo oder Google treten.

Erster und wichtigster Vorteil ist die perfekte Integration in das Microsoft-Universum: Mit einer Anmeldung auf Outlook.com gibt es gleichzeitig auch Zugriff auf weitere Dienste des IT-Giganten – etwa auf den Videotelefonie- und Chat-Dienst Skype, den Cloud-Speicher OneDrive, Office Online oder OneNote. Dank Office-Schnittstellen eignet sich Outlook.com auch für komplexere Arbeitsumgebungen und kommt mit einer ebenso intuitiven wie vertrauten Benutzeroberfläche daher. Beim Speicherplatz steht Outlook.com Googles Gmail-Dienst in nichts nach: Auch hier gibt es mit satten 15 GB mehr als genug Platz für alle Mails. Weitere 15 GB stehen für Dateien aller Art bei Microsofts integrierter Cloud-Lösung OneDrive zur freien Verfügung. Die Anhänge dürfen bei Outlook.com ebenfalls 25 MB groß sein. Werden Dateien über OneDrive eingebunden, sind sogar bis zu 10 GB möglich.

Praktisch ist zudem, dass Outlook.com – wie Gmail und Yahoo Mail auch – sowohl das POP3- wie auch das IMAP-Protokoll zum Abruf der E-Mails anbietet. So lassen sich beispielsweise auch auf mobilen Endgeräten die Postfächer synchronisieren. Apps für alle gängigen mobilen Geräte inklusive Windows-Tablets und Smartphones sind auch vorhanden.

Das alles ist bei Outlook.com ebenfalls kostenlos. Es besteht allerdings die Möglichkeit, auf eine kostenpflichtige Premium-Version umzusteigen. In diesem Fall wird die Werbung in der Browseroberfläche ausgeblendet. Stichwort Werbung: Diese wird laut der Nutzungsbestimmungen von Microsoft nicht über die Analyse von Mailinhalten personalisiert. Stattdessen werden dafür Daten wie etwa der Standort oder das Surfverhalten mittels Cookies herangezogen. In den Datenschutzbestimmungen heißt es wörtlich: „Zur Schaltung von Anzeigen, die zu Ihren Interessen passen, verwenden wir Daten wie Ihre Position, Bing-Suchanfragen, von Ihnen besuchte Webseiten von Microsoft oder Werbekunden, demografische Informationen und Ihre Favoriten. Wir verwenden jedoch keinesfalls Inhalte Ihrer E-Mails, Chats, Videoanrufe, Voicemails, Dokumente, Fotos oder anderer persönlicher Dateien für gezielte Werbung.“

Ungewiss ist jedoch abermals der Server-Standort: Wie auch die zwei zuvor vorgestellten Freemail-Anbieter unterhält Microsoft seine Server weltweit. Wo die Daten liegen, ist demnach ebenso unklar wie bei Google und Yahoo.

Vorteile Nachteile
15 GB E-Mail-Speicher Da Microsoft seinen Hauptsitz in den USA hat, gibt es keinen deutschen Datenschutz
15 GB Cloud-Speicher bei OneDrive Server-Standorte unklar
Übersichtliches und eingängiges Design  
Office-Schnittstellen, perfekte Einbindung ins Microsoft-Universum  
Apps für Android, iOS und Windows  

mail.de

mail.de ist ein noch etwas unbekannterer Freemail-Anbieter aus Deutschland, der dennoch einiges zu bieten hat: Vor allem in puncto Sicherheit kann mail.de ausnahmslos überzeugen. So befinden sich die Rechenzentren in Deutschland, wodurch eine Speicherung der Daten nach dem deutschen Datenschutz gegeben ist. Auch bei der Verschlüsselung der Kommunikation geht mail.de auf Nummer sicher: So gibt es eine SSL/TLS-Verschlüsselung und darüber hinaus eine DKIM-Signatur (DomainKeys Identified Mail) für jede über mail.de versandte E-Mail. Das bedeutet, dass die Authentizität der vom mail.de-Server ausgehenden Nachrichten vom Empfänger überprüft werden kann. So werden etwa bösartige Phishing-Mails enttarnt.

Speicherplatz gibt es dafür mit 2 GB verhältnismäßig wenig. Außerdem unterscheidet mail.de nicht – wie die bisher vorgestellten Freemail-Anbieter – in einen Onlinespeicher für die Postfächer und einen separaten für Dateien. Ausgeglichen wird dieser Punkt im Gegenzug mit einer sehr großzügig bemessenen Maximalgröße für Dateianhänge: Hier sind sowohl beim Empfang wie auch beim Versand bis zu 60 MB möglich, was selbst für sehr umfangreiche Dokument- oder Bildanhänge ausreicht.

Das Design von mail.de ist erfreulich übersichtlich: Mit Notizzetteln, Kalendern oder Ordnern können Sie das Interface zudem je nach Bedarf anpassen und erweitern. Weitere nützliche Features sind etwa der vorhandene Spam- und Virenschutz oder die sowohl für Android als auch für iOS verfügbaren Apps. Die vorbildlichen Sicherheitsstandards zeigen sich auch im mobilen Einsatz: So gibt es für beide Betriebssysteme den sogenannten mail.de-Authenticator. Diese separate App erstellt einen 6-stelligen Authenticator-Code, der zusätzlich für den Log-in benötigt wird und das Postfach zu einer Festung macht. Wie alle anderen Freemail-Anbieter finanziert sich mail.de über Werbung.

Vorteile Nachteile
Deutsche Datenschutzstandards Lediglich 2 GB Speicher für Postfächer und Dateien
Rechenzentrum in Deutschland  
DKIM-Signatur  
Authenticator für noch sichereren Log-in  
Apps für Android und iOS  

E-Mail-Verschlüsselung

Beim Vergleich der Freemail-Anbieter fällt auf, dass alle auf hohe Sicherheitsstandards Wert legen. SSL/TLS-Transportverschlüsselungen gehören mittlerweile standardmäßig zum Gratisumfang der Dienste. Wer jedoch noch sicherer kommunizieren möchte, sollte sich zusätzlich eine E-Mail-Verschlüsselung via PGP einrichten. Diese schützt auch die Inhalte Ihrer Nachrichten vor fremdem Zugriff. Mithilfe von Browser-Add-ons wie Mailvelope gelingt letztlich eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Die besten Freemail-Anbieter im direkten Vergleich

Anbieter Gmail Yahoo Mail Outlook.com GMX Web.de Mail.de
Postfachspeicher 15 GB inkl. Cloud 1.000 GB 15 GB Bis zu 1,5 GB Bis zu 10 GB 2 GB inkl. Cloud
Cloud-Speicher 15 GB inkl. Postfach Nur via Dropbox Weitere 15 GB 10 GB 10 GB 2 GB inkl. Postfach
Max. Größe für Dateianhänge 25 MB 25 MB 25 MB 20 MB 20 MB 60 MB
POP3
IMAP X
Serverstandorte Weltweit Weltweit Weltweit Deutschland Deutschland Deutschland
Deutscher Datenschutz X X X
Apps Android, iOS Android, iOS, Windows Android, iOS, Windows Android, iOS, Windows Android, iOS, Windows Android, iOS

Professionelle Lösungen als Alternative – doch für wen überhaupt?

Auf den ersten Blick scheinen die kostenfreien Angebote der verschiedenen Freemail-Anbieter auch für höhere Aufgaben die perfekte Wahl zu sein. Funktionsstark und in der Regel mit diversen Sicherheitsmechanismen wie SSL-/TLS-Verschlüsselung, DKIM-Signatur oder Authenticator-Log-ins ausgestattet, überzeugen die kostenlosen E-Mail-Postfächer im privaten Sektor auf ganzer Linie. Entscheidet man sich für Dienste wie GMX, Web.de oder Mail.de ist man dank Serverstandort in Deutschland auch hinsichtlich des Datenschutzes auf der sicheren Seite. Dennoch stellen kostenlose Dienste nicht immer die geeignete Wahl dar. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass Postfächer bei Freemail-Anbietern immer an den markenspezifischen Domainnamen gebunden sind, was insbesondere im Businessbereich eher unpraktisch ist und oft als unseriös eingestuft wird.

Wer also vorrangig geschäftliche Kommunikation über die betreffende E-Mail-Adresse abwickeln möchte, schafft erst mit einer professionellen Lösung die passende Basis. Ein kostenpflichtiges Angebot ist außerdem alternativlos, wenn die Adresse das Unternehmen bzw. den Berufszweig oder Aufgabenbereich repräsentieren soll. Ferner ist die maximale Flexibilität bei der Namensgebung für alle Nutzer interessant, die den Wunsch nach einer besonders exklusiven Adresse hegen.

Die Vorteile von professionellen E-Mail-Diensten gegenüber Freemail-Anbietern

Auch wenn die Seriosität für Unternehmen, Selbstständige und Co. häufig der entscheidende Grund für die Wahl eines professionellen Mail-Providers ist, wissen derartige Angebote auch anderweitig zu überzeugen, wie die folgenden Vorteile gegenüber Freemail-Diensten unter Beweis stellen:

  • Freie Namenswahl: Die Freiheiten, die ein professioneller Service bei der Namensgebung bietet, sind bereits als entscheidendes Werkzeug für eine exklusive Adresse hervorgehoben worden. Doch auch bei ganz gewöhnlichen Adressen erweist sich die Möglichkeit der freien Namenswahl als entscheidender Vorteil. Bei Freemail-Anbietern sind in der Regel mehrere Millionen Kunden registriert – und das unter derselben Subdomain. Geläufige Kombinationen aus Vor- und Nachnamen sind daher schnell vergeben, weshalb man häufig auf komplizierte Ausweichlösungen (z. B. mit Zahlen) zurückgreifen muss. Kunden kostenpflichtiger Mail-Dienste haben dieses Problem nicht und kreieren daher mühelos einprägsame und kurze Kontaktadressen.
  • Werbe- und Spamfreiheit: Freemail-Anbieter knüpfen ihr kostenfreies Angebot in der Regel an Werbung. Nutzer professioneller Services sind hingegen von lästigen Anbieter-Werbeanzeigen befreit und können sich somit voll und ganz auf ihre Kommunikation konzentrieren. Außerdem sind kostenpflichtige Angebote weniger anfällig für Werbe-Spam: Das einförmige Schema von Freemail-Adressen sorgt nämlich allzu häufig dafür, dass das eigene Postfach schnell zur Abladestation für Spam-Nachrichten verschiedenster Art wird.
  • Erhöhter Schutz: Professionelle E-Mail-Postfächer geraten nicht nur seltener ins Visier von Spam, Phishing und Co., sondern sind auch die sicherere Wahl, wenn der eigene Computer mit Malware infiziert wurde. Ein Konto, das beispielsweise als Ausgangspunkt für Spam zweckentfremdet wird, sperren Anbieter mit großer Wahrscheinlichkeit. Während die Chance auf eine Reaktivierung bei Freemail-Anbietern gen Null tendiert, genügt bei einem kostenpflichtigen Postfach in der Regel die Schilderung des Problems, um das Konto wiederherzustellen.
  • Planungssicherheit: Wer auf eine professionelle Mailadresse setzt, sichert sich gleichzeitig eine weitreichende Unabhängigkeit von seinem Provider. Nimmt dieser nämlich Veränderungen an der Produktpalette vor oder beendet den Service, bleibt die Kontaktadresse weitgehend unberührt. Es ist lediglich der Umzug zu einem anderen Anbieter notwendig. Stellt ein Freemail-Anbieter seine Dienste um bzw. ein, bleibt dem Nutzer nichts anderes übrig, als eine neue Adresse zu registrieren.
  • Tippfehlerresistenz: Ein weiterer Vorzug, den eine eigene E-Mail-Domain gegenüber einer Freemail-Subdomain bietet, ist die häufig offerierte Catch-all-Funktion. Diese sorgt dafür, dass alle eingehenden Nachrichten an eine Domain auf ein Hauptpostfach umgeleitet werden, auch wenn der lokale Bestandteil der Adresse (vor dem @-Zeichen) aufgrund von Tippfehlern keinem speziellen Postfach zugeordnet werden kann. Auf diese Weise reduzieren professionelle E-Mail-Lösungen die Wahrscheinlichkeit, dass wichtige Nachrichten verloren gehen, auf ein Minimum.