Mit den so­ge­nann­ten Twitter Cards erweitern Sie Ihre normalen Tweets kostenlos um ein Snippet, das auf externe Inhalte verweist. So hängen Sie an Ihre Nachricht bei­spiels­wei­se einen Auszug aus Ihrem letzten Blog­bei­trag inklusive Link zum Blog an oder eine Wei­ter­füh­rung zu mul­ti­me­dia­len Inhalten wie Bildern, Audio- oder Vi­deo­da­tei­en. Die prak­ti­schen Vor­schau­kar­ten werden au­to­ma­tisch auch an Tweets anderer Nutzer angehängt, die auf Ihre Inhalte verlinken. Die ver­füg­ba­ren Varianten wie die Twitter Website Cards, App Cards oder Product Cards machen die Karten bran­chen­über­grei­fend zu einem ex­zel­len­ten Werkzeug, um mehr Traffic für die eigene Website zu ge­ne­rie­ren.

Darum sollten Sie Twitter Cards nutzen

Twitter ist aufgrund seiner vielen aktiven Nutzer eine der weltweit be­lieb­tes­ten Platt­for­men, um mit eigenen Beiträgen eine hohe Reich­wei­te zu erzielen. Bis dato hat al­ler­dings noch die fest­ge­leg­te Be­gren­zung der Nach­rich­ten auf 140 Zeichen Bestand. Auf externe Inhalte verlinken Sie ohne den Einsatz einer Twitter Card nur mithilfe der so­ge­nann­ten Short-URLs (Kurzlinks) – auch ein Vor­schau­bild fehlt den regulären Tweets. Das große Problem, das die gekürzten URLs mit sich bringen: Sie gewähren dem Leser so gut wie keinen An­halts­punkt darüber, wohin sie verlinken. Kri­mi­nel­le nutzen diesen Schwach­punkt re­gel­mä­ßig aus, indem sie ah­nungs­lo­sen Nutzern Links mit schäd­li­chen Inhalten empfehlen. Ent­spre­chend ist das Vertrauen in Kurzlinks gering, sodass diese im Zwei­fels­fall meist gar nicht an­ge­klickt werden.

Indem Sie Twitter Cards verwenden, umgehen Sie diese Pro­ble­ma­tik: Denn mit den Cards verpacken Sie Ihren Link geschickt in eine Vorschau-Umgebung, die aus anderen sozialen Netz­wer­ken wie Facebook bestens bekannt ist. Mit Vor­schau­bild, Teaser-Text und op­tio­na­ler Angabe der ver­link­ten Seite bzw. des ver­link­ten Dienstes oder Produktes erhält der Nutzer jene In­for­ma­tio­nen, die in einem normalen Tweet fehlen. Das wirkt seriös und der Empfänger ist eher zu einem Besuch des Linkziels bereit. 

Welche Twitter-Card-Typen gibt es?

Wenn Sie an den Vorschau-Snippets in­ter­es­siert sind, lässt Sie der Kurz­nach­rich­ten­dienst nicht allein. Ein all­ge­mei­nes Ein­füh­rungs­vi­deo in die Materie und diverse Guides zur Nutzung und In­te­gra­ti­on der Twitter Cards finden Sie im De­ve­lo­pers-Bereich. Dort ist auch eine Auf­lis­tung der ver­schie­de­nen Kar­ten­ty­pen abrufbar, die wir hier kurz für Sie zu­sam­men­fas­sen:

  • Summary Cards: Die klas­si­sche Twitter Card eignet sich für diverse Arten von Web-Content wie bei­spiels­wei­se Blog-Posts, News-Artikel oder Produkte. Be­stand­tei­le: De­scrip­ti­on, Title, Ver­lin­kung, Vor­schau­bild
  • Summary Cards with Large Image: Prin­zi­pi­ell die gleiche Struktur wie Twitter Summary Cards, al­ler­dings mit we­sent­lich größerem Vor­schau­bild (über dem Text) – optimal, um Produkte her­vor­zu­he­ben. Be­stand­tei­le: De­scrip­ti­on, Title, Ver­lin­kung, großes Vor­schau­bild
  • Photo Cards: Eignen sich besonders für Fo­to­gra­fen und Un­ter­neh­men, die mit aus­sa­ge­kräf­ti­gen Fotos werben wollen; ein Klick auf das Foto ver­grö­ßert dessen Ansicht. Be­stand­tei­le: De­scrip­ti­on, Title, Link, Ver­grö­ße­rungs­mög­lich­keit
  • Gallery Cards: Mit diesen Twitter Cards prä­sen­tie­ren Sie eine Sammlung aus min­des­tens vier Fotos in einer Galerie und zeigen somit, dass sich eine Reihe ähnlicher Bilder hinter dem Link verbirgt. Be­stand­tei­le: De­scrip­ti­on, Title, Link
  • App Cards: Diese Cards verwenden Sie, wenn Sie Ihre mobile App vor­stel­len. Auf mobilen Geräten machen Sie mithilfe eines Download-Buttons direkt auf die In­stal­la­ti­on der Anwendung auf­merk­sam. Be­stand­tei­le: Title, De­scrip­ti­on, Icon, Highlight-Attribute (Bewertung, Preis, App-ID etc.)
  • Player Cards: Mit Player Cards spielen Sie Audio-Dateien wie Podcasts oder Videos, z. B. von YouTube, über Twitter aus. Be­stand­tei­le: Title, De­scrip­ti­on, in­te­grier­ter Player, Link
  • Twitter Website Cards (kos­ten­pflich­tig): Als Nutzer des kos­ten­pflich­ti­gen Twitter Ads können Sie mit Website Cards die eigene Homepage noch gezielter ver­mark­ten; das er­mög­licht ziel­grup­pen­ori­en­tier­te Kampagnen für Website-Klicks. Be­stand­tei­le: Title, De­scrip­ti­on, Vor­schau­bild, Link, Call-to-Action

Plug-ins und der Twitter Cards Validator

Bevor Ihre Twitter Card zum Einsatz kommt, binden Sie diese zunächst in Ihre Website, Ihren On­line­shop oder Ihren Blog ein. Die ent­spre­chen­den Zeilen, die Sie in Ihren Quellcode über­tra­gen müssen, erhalten Sie von Twitter, sobald Sie eine Karte erstellt haben. Für viele Content-Ma­nage­ment-Systeme gibt es zu­sätz­lich diverse Plug-ins, die – einmal in­stal­liert – die Or­ga­ni­sa­ti­on und Ver­wen­dung Ihrer Twitter Cards er­leich­tern. Verwalten Sie Ihr Web­pro­jekt mit WordPress, sind besonders JM Twitter Cards und Jetpack zu empfehlen. Während Sie bei ersterem gezielt wählen können, welche Karte sie nutzen, durch­sucht Jetpack Ihre Twitter-Card-Auswahl au­to­ma­tisch nach einer passenden Lösung für den je­wei­li­gen Beitrag. Auch für andere CMS gibt es ver­schie­de­ne Plug-ins: Für Joomla haben Sie mit Twitter Article Card eine Er­wei­te­rung zur Hand, die ähnlich funk­tio­niert wie Jetpack für WordPress. Drupal bietet sogar in­te­grier­te Optionen für Twitter Cards bei der Kon­fi­gu­ra­ti­on von Meta-Tags an, sodass Sie kein Plug-in benötigen. Haben Sie den Code in Ihr Web­pro­jekt in­te­griert, fehlt nur noch ein letzter Schritt, bevor Ihre Karten zum Einsatz kommen: die Über­prü­fung durch den Twitter Cards Validator. Melden Sie sich hierfür mit Ihrem Twitter-Account an und rufen Sie den Validator auf. Geben Sie an­schlie­ßend im Feld „Card URL“ jene Sei­ten­adres­se Ihrer Web­prä­senz an, für die Sie Twitter Cards kon­fi­gu­riert haben. Im rechten Vor­schau­fens­ter sehen Sie bereits, wie Ihre zu­künf­ti­gen Twitter-Posts inklusive Snippet aussehen. Ist die Über­prü­fung er­folg­reich, erhalten Sie eine Be­stä­ti­gungs­mail, und Ihre Twitter Cards sind offiziell zu­ge­las­sen. Es dauert jedoch in der Regel einige Tage, bis sie tat­säch­lich an Ihre Tweets angehängt werden. 

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